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	<title>Osteocalcin - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T06:31:45Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Osteocalcin&amp;diff=441077&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Antonsusi: /* top */ Vorlagenfix: Entferne veraltete Parameter mit AWB</title>
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		<updated>2026-03-01T15:36:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;top: &lt;/span&gt; Vorlagenfix: Entferne veraltete Parameter mit &lt;a href=&quot;/index.php/Wikipedia:AWB&quot; class=&quot;mw-redirect&quot; title=&quot;Wikipedia:AWB&quot;&gt;AWB&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Protein&lt;br /&gt;
| Name            = &lt;br /&gt;
| Bild            = &lt;br /&gt;
| Bild_legende    = &amp;lt;!-- nach {{PDB|ABCD}} --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| PDB             = &amp;lt;!-- {{PDB2|1YY1}}, {{PDB2|ABCD}} --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Groesse         = 49 Aminosäuren&lt;br /&gt;
| Kofaktor        = &lt;br /&gt;
| Precursor       = (100 aa)&lt;br /&gt;
| Struktur        = &lt;br /&gt;
| Isoformen       = &lt;br /&gt;
| HGNCid          = 1043&lt;br /&gt;
| Symbol          = BGLAP&lt;br /&gt;
| AltSymbols      = &lt;br /&gt;
| OMIM            = 112260&lt;br /&gt;
| UniProt         = P02818&lt;br /&gt;
| MGIid           = &lt;br /&gt;
| CAS             = &lt;br /&gt;
| CASergänzend    = &lt;br /&gt;
| ATC-Code        = &amp;lt;!-- {{ATC|X99|XX99}} --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| DrugBank        = &lt;br /&gt;
| Wirkstoffklasse = &lt;br /&gt;
| TCDB            = &lt;br /&gt;
| TranspText      = &lt;br /&gt;
| EC-Nummer       = &lt;br /&gt;
| Kategorie       = &lt;br /&gt;
| Peptidase_fam   = &lt;br /&gt;
| Reaktionsart    = &lt;br /&gt;
| Substrat        = &lt;br /&gt;
| Produkte        = &lt;br /&gt;
| Homolog_fam     = &lt;br /&gt;
| Homolog_url     = &lt;br /&gt;
| Taxon           = [[Euteleostomi]]&lt;br /&gt;
| Taxon_Ausnahme  = &lt;br /&gt;
| Orthologe       = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Osteocalcin&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Synonym: &amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;b&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;one &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;γ&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;-carboxylglutamic acid-containing &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;p&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;rotein&amp;quot; oder: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;BGP&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, das Gen: &amp;#039;&amp;#039;BGLAP&amp;#039;&amp;#039;) ist ein 1975 entdecktes [[Peptidhormon]] im Körper der meisten [[Wirbeltiere]]. Es wird im Knochen durch die [[Osteoblast]]en und im Zahn durch [[Odontoblast]]en gebildet und bindet an [[Hydroxylapatit]] und [[Calcium]]. Es ist Teil (ein bis zwei Prozent) der extrazellulären nichtkollagenen [[Knochenmatrix]]. Osteocalcin ist ein Marker des Knochenaufbaues und inhibiert die Mineralisierung des Knochens. Osteocalcin konnte in vollständig erhaltener Form aus den Knochen des [[Neandertaler]]s extrahiert werden. In Mäusen regen bereits kleinste Mengen Osteocalcin die [[Insulin]]ausschüttung und den Abbau von [[Adipozyt|Fettzellen]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufbau und Funktion ==&lt;br /&gt;
Das Osteocalcin des Menschen besteht aus 49 [[Aminosäure]]n. Osteocalcin wird beim Menschen durch ein Gen auf dem [[Chromosom]] 1q25-q31 codiert. Seine Synthese wird in [[Osteoblast]]en von [[Calcitriol|1,25(OH)VitD&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;]] induziert. Die Ausschaltung des Gens führt im Experiment bei Mäusen zu einer abnorm erhöhten Knochenmineralisierung und Zunahme der Knochensubstanz bei gleichzeitig verminderter Bruchfestigkeit und Einengung des Markraumes, ein Merkmal der [[Osteopetrose]] (Marmorknochenkrankheit).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Osteocalcin enthält [[Glutaminsäure|Glutamylreste]], welche mithilfe des [[Coenzym|Kofaktors]] [[Vitamin K]] und des [[Enzym]]s [[Γ-Glutamylcarboxylase]] γ-carboxyliert werden müssen, bevor Osteocalcin im Knochen aktiv Calcium binden kann. Die Knochenmatrix enthält ca. 2 % Osteocalcin. Die calciumbindende Eigenschaft hat Osteocalcin mit anderen [[Calcium]]-bindenden Proteinen (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Calbindin]] oder spezifischen Faktoren der [[Gerinnungsfaktoren|Gerinnung]]) gemeinsam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neueste, für den Menschen noch zu erhärtende Forschungserkenntnisse weisen dem Osteocalcin eine den [[Blutzucker]] senkende und den Fettabbau fördernde Funktion zu. Osteocalcin wirkt auf den Zuckerstoffwechsel offenbar a) direkt: durch Stimulierung der Insulinproduktion in den β-Zellen der [[Langerhans-Inseln]] der Bauchspeicheldrüse; und möglicherweise b) indirekt: durch Förderung der Freisetzung von [[Adiponectin]], welches die Wirksamkeit von [[Insulin]] erhöht. Osteocalcin bewirkt offenbar einen vermehrten Fettabbau in den Körperfettdepots. Im Tierversuch erwiesen sich Mäuse mit hohen Osteocalcinwerten im Serum gleichsam resistent gegen [[Diabetes mellitus]] und [[Adipositas]], im Gegenzug erkrankten Mäuse mit fehlendem Osteocalcin im Serum an Diabetes mellitus und Adipositas. Die neu entdeckten Stoffwechselfunktionen des Osteocalcins bedingen möglicherweise neue Ansätze zur Diabetes-II-Therapie.&amp;lt;ref&amp;gt;Die Studie stammt von einer Forschungsgruppe um Gerard Karsenty, Na Kyung Lee und KollegInnen, die überwiegend dem Department of Genetics &amp;amp; Development (College of Physicians and Surgeons) der Columbia University in New York, NY 10032, USA, angehören und wurde  publiziert in: &amp;#039;&amp;#039;Cell.&amp;#039;&amp;#039; Band 130, 10. August 2007, S. 456–469. ({{Webarchiv |url=http://www.cumc.columbia.edu/news/press_releases/karsenty_cell.html |wayback=20081007233502 |text=cumc.columbia.edu}})&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;M. Ferron u. a.: &amp;#039;&amp;#039;Osteocalcin differentially regulates beta cell and adipocyte gene expression and affects the development of metabolic diseases in wild-type mice.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Proc. Nat. Acad. Sci.&amp;#039;&amp;#039; 105, 2008, S. 5266–5270. PMID 18362359&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Februar 2011 veröffentlichte eine US-amerikanische Forschungsgruppe die Ergebnisse von Untersuchungen die darauf hinweisen, dass Osteocalcin die Fruchtbarkeit männlicher Mäuse fördert. Durch Bindung an einen [[G-Protein-gekoppelter Rezeptor|G-Protein-gekoppelten Rezeptor]] in den [[Leydig-Zellen]] des Hodens, reguliert es in [[CREB]]-abhängiger Weise die Expression von Enzymen, die für die [[Testosteron]]-Produktion notwendig sind. Dadurch bedingt Osteocalcin das Überleben männlicher [[Keimzellen]]. Andererseits scheint es aber keinerlei Einfluss auf die [[Östrogen]]-Produktion in weiblichen Tieren zu haben. Damit wurde erstmals ein regulierender Einfluss des [[Skelett]]s auf die Fruchtbarkeit nachgewiesen.&amp;lt;ref&amp;gt;Franck Oury u. a.: &amp;#039;&amp;#039;Endocrine  Regulation  of  Male  Fertility  by  the  Skeleton.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Cell.&amp;#039;&amp;#039; Band 144, Nr. 5, März 2011, S. 796–809. [[doi:10.1016/j.cell.2011.02.004]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Osteocalcin beeinflusst im Gehirn die Produktion von [[Neurotransmitter]]n wie [[Serotonin]], [[Dopamin]] und weiteren. Es unterstützt so Lernen und räumliches Gedächtnis.&amp;lt;ref&amp;gt;Franck Oury et al.:Maternal and Offspring Pools of Osteocalcin Influence Brain Development and Funktions. Cell 155,1 (2013), S.&amp;amp;nbsp;228–241.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Laborversuch scheint Osteocalcin bei Mäusen altersbedingt verschlechterte Leistungen in Gedächtnisaufgaben und dem Erkennen neuer Gegenstände wieder zu verbessern.&amp;lt;ref&amp;gt;Eric Kandel, The disordered Mind. Farrar, Staus Giroux, New York (2018).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Laborwerte ==&lt;br /&gt;
Osteocalcin ist ein Marker der Knochenbildung mit guter diagnostischer [[Spezifität]].&lt;br /&gt;
Osteocalcin kann im [[Blut]] und [[Urin]] nachgewiesen werden. Die dazu genutzte Bestimmungsmethode ist ein [[Chemilumineszenz]]-[[Immunassay]]. Man bestimmt das Osteocalcin zur Beurteilung des Knochenumsatzes bei [[Osteoporose]] oder [[Plasmozytom]]. Mit dem Osteocalcinspiegel kann man auch die Wirksamkeit einer [[Calcitriol]]-Therapie überprüfen.&lt;br /&gt;
Osteocalcin hat eine [[Plasmahalbwertszeit]] von 4 Minuten. Es wird über die Niere ausgeschieden.&lt;br /&gt;
Bei einer reduzierten Nierenfunktion können erhöhte Osteocalcinwerte nur bedingt verwertet werden. Ebenso können bei einzelnen Personen Erbfaktoren (Varianten des [[Vitamin-D-Rezeptor]]s) für veränderte Werte verantwortlich sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; erhöhte Werte&lt;br /&gt;
* Primärer und sekundärer [[Hyperparathyreoidismus]],&lt;br /&gt;
* high-turnover [[Osteoporose]],&lt;br /&gt;
* [[Knochenmetastase]]n bei [[Malignom]]en,&lt;br /&gt;
* [[Osteodystrophia deformans]],&lt;br /&gt;
* [[Osteomalazie]],&lt;br /&gt;
* [[Hyperthyreose]],&lt;br /&gt;
* Niereninsuffizienz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; erniedrigte Werte&lt;br /&gt;
* [[Hypoparathyreoidismus]],&lt;br /&gt;
* low-turnover Osteoporose,&lt;br /&gt;
* längere [[Cortison]]therapie,&lt;br /&gt;
* [[rheumatoide Arthritis]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Normalbereich bei Kindern und Jugendlichen zwischen 2 und 17 Jahren liegt bei 2,8 bis 41 [[Mikrogramm|µg]]/[[Liter|l]], wobei ein starker Anstieg während des pubertären [[Wachstumsschub]]es zu verzeichnen ist. Bei Erwachsenen liegt der Normalbereich bei 3 bis 14&amp;amp;nbsp;µg/l.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* G. Muyzer, P. Sandberg, M. H. J. Knapen, C. Vermeer, M. J. Collins, P. Westbroek: &amp;#039;&amp;#039;Preservation of bone protein osteocalcin in dinosaurs.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Geology.&amp;#039;&amp;#039; Band 20, 1992, S. 871–874.&lt;br /&gt;
* C. M. Gundberg, P. V. Hauschka, J. B. Lian, P. M. Gallop: &amp;#039;&amp;#039;Osteocalcin: isolation, characterization, and detection.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Methods Enzymol.&amp;#039;&amp;#039; 107, 1984, S. 516–444.&lt;br /&gt;
* L. J. Schedlich, J. L. Flanagan, L. A. Crofts, S. A. Gillies, D. Goldberg, N. A. Morrison, J. A. Eisman: &amp;#039;&amp;#039;Transcriptional activation of the human osteocalcin gene by basic fibroblast growth factor.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;J Bone Miner Res.&amp;#039;&amp;#039; 9(2), Feb 1994, S. 143–152.&lt;br /&gt;
* C. Nielsen-Marsh, P. H. Ostrom, H. Gandhi, B. Shapiro, A. Cooper, P. V. Hauschka, M. J. Collins: &amp;#039;&amp;#039;Sequence preservation of osteocalcin protein and mitochondrial DNA in bison bones older than 55ka.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Geology.&amp;#039;&amp;#039; 30, 2002, S. 1099–1102.&lt;br /&gt;
* C. Nielsen-Marsh: &amp;#039;&amp;#039;Biomolecules in fossil remains.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;The Biochemist.&amp;#039;&amp;#039; Band 24, Nr. 3, Juni 2002, S. 12–14.&lt;br /&gt;
* Christina M. Nielsen-Marsh, Michael P. Richards, Peter V. Hauschka, Jane E. Thomas-Oates, [[Erik Trinkaus]], [[Paul Pettitt|Paul B. Pettitt]], Ivor Karavanic, Hendrik Poinar, Matthew J. Collins: &amp;#039;&amp;#039;Osteocalcin protein sequences of Neanderthals and modern primates.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[PNAS]].&amp;#039;&amp;#039; published March 7, 2005, [[doi:10.1073/pnas.0500450102]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Knochen]]&lt;br /&gt;
* [[Osteoblasten]]&lt;br /&gt;
* [[Kalzitonin]]&lt;br /&gt;
* [[Parathormon]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{OMIM|112260}}.&lt;br /&gt;
* [http://us.expasy.org/spotlight/back_issues/sptlt046.shtml Protein Spotlight]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Peptidhormon]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Codiert auf Chromosom 1 (Mensch)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Antonsusi</name></author>
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