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	<title>Ostbüro der SPD - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ostb%C3%BCro_der_SPD&amp;diff=860398&amp;oldid=prev</id>
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		<updated>2026-01-07T18:10:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Wp:SA&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Wp:SA (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;wp:SA&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ostbüro der SPD&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war die organisatorische Basis der Arbeit von geflüchteten Parteiführern und -mitgliedern der [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]] nach der [[Zwangsvereinigung von SPD und KPD zur SED]] am 21.&amp;amp;nbsp;April 1946.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergleichbare [[Ostbüro]]s bestanden auch bei anderen Parteien der Bundesrepublik sowie [[Ostbüro des DGB|beim DGB]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Da eine freie, legale Parteiarbeit in der [[Sowjetische Besatzungszone|Sowjetischen Besatzungszone]] (SBZ) nach der Zwangsvereinigung nicht mehr möglich war, wurde 1946 das sogenannte Ostbüro gegründet, um die Arbeit in der [[Illegalität]] fortführen zu können. Organisatorische Basis waren die Flüchtlingsbetreuungsstellen in [[Hannover]], wo der erste Hauptsitz des Ostbüros lag, und [[West-Berlin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Juni 1950 wurde der Hauptsitz nach [[Bonn]] verlegt. Für die operative Arbeit blieb die Außenstelle in Berlin wesentlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 1. November 1948 war [[Stephan G. Thomas]] Leiter des Ostbüros bis zu seiner Umbenennung 1966.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der SPD-Parteivorstand beauftragte Anfang 1959 [[Max Kukil]] mit der Reorganisation des Ostbüros, wenige Tage später starb er plötzlich im Alter von 55&amp;amp;nbsp;Jahren an Herzversagen. Die [[Ministerium für Staatssicherheit|Staatssicherheit der DDR]] streute die Spekulation, die in ostdeutschen Zeitungen veröffentlicht wurde, dass Kukil von Mitarbeitern des Ostbüros vergiftet worden sei.&amp;lt;ref name=&amp;quot;buch-XXBZNWrcNwUC&amp;quot;&amp;gt;Wolfgang Buschfort: &amp;#039;&amp;#039;Parteien im Kalten Krieg.&amp;#039;&amp;#039; Ch. Links Verlag, Berlin 2000, ISBN 3-86153-226-3, S.&amp;amp;nbsp;229. {{Google Buch |BuchID=XXBZNWrcNwUC |Seite=229}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1966 wurde das Ostbüro in das „Referat für gesamtdeutsche Fragen“ der SPD umgewandelt. [[Herbert Wehner]] als stellvertretender Parteivorsitzender der [[SPD]], der 1966 auch [[Bundesministerium für innerdeutsche Beziehungen|Bundesminister für gesamtdeutsche Fragen]] wurde, betrieb die Kursänderung in Richtung [[Entspannungspolitik]]. Bis zur Auflösung im Jahr 1971 war [[Helmut Bärwald]] dessen Leiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Berlin arbeitete die Außenstelle noch bis 1981 unter [[Charlotte von Heyden]] und [[Käthe Frädrich]] weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufgaben und Tätigkeit ==&lt;br /&gt;
Wesentliche Aufgaben waren&lt;br /&gt;
* die Betreuung der [[Flucht aus der DDR|Flüchtlinge aus der DDR]]&lt;br /&gt;
* die Koordination der [[Widerstand (Politik)|Widerstandsarbeit]] gegen undemokratische Maßnahmen und [[Menschenrechtsverletzung]]en in der SBZ bzw. DDR und Unterstützung  der verbliebenen Mitglieder in der DDR zur Wiedergründung einer SPD&amp;lt;ref name=&amp;quot;buch-yIEPhv_BfQgC&amp;quot;&amp;gt;Ulrich Weissgerber: &amp;#039;&amp;#039;Giftige Worte der SED-Diktatur.&amp;#039;&amp;#039; LIT Verlag, Münster 2010, ISBN 978-3-643-10429-8, S.&amp;amp;nbsp;233. {{Google Buch |BuchID=yIEPhv_BfQgC |Seite=233}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* die Betreuung der politischen Gefangenen und deren Angehörigen&lt;br /&gt;
* Öffentlichkeitsarbeit im Westen und der Versuch der Herstellung einer [[Gegenöffentlichkeit]] im Osten&lt;br /&gt;
* Schmuggel von Propagandamaterial in die SBZ bzw. DDR&lt;br /&gt;
* Abwurf von Flugblättern mittels Ballons über der SBZ bzw. DDR&amp;lt;ref&amp;gt;Buschfort: &amp;#039;&amp;#039;Die Ostbüros der Parteien in den 50er Jahren&amp;#039;&amp;#039;, 2006.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Informationsbeschaffung über Personen, Gesellschaft und Wirtschaft in der SBZ bzw. DDR&amp;lt;ref name=&amp;quot;HB&amp;quot;&amp;gt;Bärwald: &amp;#039;&amp;#039;Das Ostbüro der SPD.&amp;#039;&amp;#039; 1991, S. 48–54.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Weitergabe von Informationen über die SBZ bzw. DDR an in- und ausländische staatliche Stellen&amp;lt;ref name=&amp;quot;HB&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arbeit in der DDR ==&lt;br /&gt;
Kontakte zum Ostbüro der SPD waren in der DDR streng verboten. Eine Vielzahl von Verhaftungen und [[Schauprozess]]en erfolgte wegen des Vorwurfs der Zusammenarbeit mit dem Ostbüro, unter anderem auch die des DDR-Außenministers [[Georg Dertinger]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher waren die Widerstandsgruppen, die mit dem Ostbüro zusammenarbeiteten, gezwungen, [[konspirativ]] zu arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Personen ==&lt;br /&gt;
=== Bekannt gewordene Mitarbeiter ===&lt;br /&gt;
* [[Helmut Bärwald]]&lt;br /&gt;
* [[Siegfried Berger (Bürgerrechtler)|Siegfried Berger]]&lt;br /&gt;
* [[Robert Bialek]]&lt;br /&gt;
* [[Walter Böhm (Kabarettist)|Walter Böhm]]&lt;br /&gt;
* [[Heinz Brandt (Politiker)|Heinz Brandt]]&lt;br /&gt;
* [[Arthur Dahlke]]&lt;br /&gt;
* [[Heinz Kühne]]&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Maerker]]&lt;br /&gt;
* [[Siegmund Neumann]]&lt;br /&gt;
* [[Dieter Rieke]]&lt;br /&gt;
* [[Stephan G. Thomas]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Vielzahl von SPD-Mitgliedern und -Anhängern musste den durch das Ostbüro koordinierten Widerstand  gegen die DDR-Diktatur mit Flucht, Gefängnis oder gar Tod bezahlen. Die genaue Anzahl ist unbekannt. Schätzungen sprechen von 800 bis 1000 inhaftierten Mitgliedern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;welt-647364&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle | url=https://www.welt.de/print-welt/article647364/Wir-haben-der-SPD-die-Stange-gehalten.html | titel=&amp;quot;Wir haben der SPD die Stange gehalten&amp;quot; | autor= [[Armin Fuhrer]]| werk=[[Die Welt#Online-Ausgabe|welt.de]] | datum=16.&amp;amp;nbsp;April 1996 |zugriff=29.&amp;amp;nbsp;Dezember 2014}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Flüchtlinge ===&lt;br /&gt;
Bekannte Flüchtlinge, die mit Hilfe des Ostbüros flüchteten, waren&lt;br /&gt;
* [[Fritz Schenk]]&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Maerker]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Ostbüro in der Propaganda der SED ==&lt;br /&gt;
In der Darstellung der [[Propaganda]] der [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands|SED]] war das Ostbüro der SPD ein Zentrum der [[Spionage]] und [[Politisch-ideologische Diversion|Diversion]]. Insbesondere der [[Aufstand des 17. Juni|Volksaufstand des 17.&amp;amp;nbsp;Juni 1953]] wurde als Ergebnis der westlichen Agententätigkeit der Ostbüros, der Geheimdienste und der Bürgerrechtsbewegungen wie der [[Kampfgruppe gegen Unmenschlichkeit]] oder des [[Untersuchungsausschuss Freiheitlicher Juristen|Untersuchungsausschusses Freiheitlicher Juristen]] zurückgeführt. Mitglieder des SPD-Ostbüros wurden in der DDR-Propaganda als &amp;#039;&amp;#039;„[[Kurt Schumacher|Schumacher]]-Agenten“&amp;#039;&amp;#039; dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Helmut Bärwald]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Ostbüro der SPD. 1946–1971 Kampf und Niedergang&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Reihe Gegenwart und Zeitgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Band 14). Sinus, Krefeld 1991, ISBN 3-88289-023-1.&lt;br /&gt;
* Wolfgang Buschfort: &amp;#039;&amp;#039;Die Ostbüros der Parteien in den 50er Jahren&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Schriftenreihe des Berliner Landesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der Ehemaligen DDR.&amp;#039;&amp;#039; Bd.&amp;amp;nbsp;7). 3., unveränderte Auflage. Der Berliner Landesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der Ehemaligen DDR, Berlin 2006, ISBN 3-934085-09-1 [https://web.archive.org/web/20120920062545/http://www.berlin.de/imperia/md/content/lstu/schriftenreihe/bd7_text_2006.prn.pdf Online (PDF; 1 MB)].&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Buschfort]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Ostbüro der SPD. Von der Gründung bis zur Berlin-Krise&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Schriftenreihe der Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Bd.&amp;amp;nbsp;63). Oldenbourg, München 1991, ISBN 3-486-64563-3.&lt;br /&gt;
* Wolfgang Buschfort: &amp;#039;&amp;#039;Parteien im kalten Krieg. Die Ostbüros von SPD, CDU und FDP&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Analysen und Dokumente.&amp;#039;&amp;#039; Bd.&amp;amp;nbsp;19). Links, Berlin 2000, ISBN 3-86153-226-3.&lt;br /&gt;
* Wolfgang Buschfort: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.bwv-bayern.org/component/content/article/3-suchergebnis/110-das-ostbuero-der-spd.html Das Ostbüro der SPD].&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Freiheit und Recht.&amp;#039;&amp;#039; Nr.&amp;amp;nbsp;1+2, April 2011, {{ISSN|0532-6605}}, S.&amp;amp;nbsp;9–10.&lt;br /&gt;
* Norbert Pötzl: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.spiegel.de/spiegel/spiegelspecialgeschichte/d-58508475.html Der Kampf der Systeme: TÖRICHT UND TÖDLICH].&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Spiegel Spezial Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; vom 29.&amp;amp;nbsp;Juli 2008.&lt;br /&gt;
* [[Bernd Stöver]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Befreiung vom Kommunismus. Amerikanische Liberation Policy im Kalten Krieg 1947–1991&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Zeithistorische Studien.&amp;#039;&amp;#039; Bd.&amp;amp;nbsp;22). Böhlau, Köln u.&amp;amp;nbsp;a. 2002, ISBN 3-412-03002-3, S.&amp;amp;nbsp;250&amp;amp;nbsp;ff. (zugleich: Potsdam, Univ., Habil.-Schr.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Ostburo der SPD}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutsche Teilung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte der SPD]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Opposition|!]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Derkoenig</name></author>
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