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	<title>Ostbüro der CDU - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2026-01-07T18:11:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Wp:SA&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Wp:SA (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;wp:SA&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ostbüro der CDU&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war die organisatorische Basis der Arbeit der geflüchteten Parteiführer und -Mitglieder der [[Christlich-Demokratische Union Deutschlands (DDR)|CDU der DDR]] nach der [[Gleichschaltung]] der demokratischen [[Politische Partei|Parteien]]. Vorsitzender war [[Werner Jöhren]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergleichbare [[Ostbüro]]s bestanden auch bei den anderen demokratischen Parteien sowie [[Ostbüro des DGB|beim DGB]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Exil-CDU und Ostbüro ==&lt;br /&gt;
Da eine freie Parteiarbeit in der [[Sowjetische Besatzungszone|Sowjetischen Besatzungszone]] (SBZ) nach der Gleichschaltung der CDU nicht mehr möglich war, bildete sich die [[Exil-CDU]], eine Organisation der in den Westen geflüchteten Mitglieder der CDU der SBZ. Diese wurde von der Bundes-CDU als Vertretung der Christdemokraten in der DDR angesehen und einem Landesverband gleichgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alleine von den 14 gewählten Mitgliedern des Hauptvorstandes der SBZ-CDU waren zehn in den Westen gegangen. Diese luden die Delegierten des 2. Parteitages von 1947 zum 1. Parteitag der Exil-CDU am 24. und 25. September 1950 in Berlin ein. Über 200 emigrierte Christdemokraten aus der DDR nahmen teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Exil-CDU bestand bis zur [[Deutsche Wiedervereinigung|Wiedervereinigung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die operative Arbeit der Exil-CDU wurde durch das Ostbüro der CDU durchgeführt. Es bildete quasi das Generalsekretariat der Exil-CDU.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisation und Aufgaben ==&lt;br /&gt;
Das Ostbüro entstand aus dem [[West-Berlin]]er Büro [[Jakob Kaiser]]s, in dem ein Ostreferat unter der Leitung von [[Fred Sagner]] eingerichtet wurde. Kaiser behielt das Büro auch nach seinem Eintritt als Minister für gesamtdeutsche Fragen im [[Kabinett Adenauer I|Kabinett Adenauers]] bei. Neben der Organisation der Exil-CDU bestand ein wesentlicher Teil der Arbeit in der Unterstützung des Widerstandes in der DDR sowie der Unterstützung der demokratischen Kräfte in der DDR-CDU.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wesentliche Aufgaben waren&lt;br /&gt;
* die Koordination der [[Widerstand (Politik)|Widerstandsarbeit]] gegen undemokratische Maßnahmen und [[Menschenrechtsverletzung]]en in der SBZ bzw. DDR&amp;lt;ref name=&amp;quot;books-yIEPhv_BfQgC-233&amp;quot;&amp;gt;Ulrich Weissgerber: &amp;#039;&amp;#039;Giftige Worte der SED-Diktatur.&amp;#039;&amp;#039; LIT Verlag Münster, 2010, ISBN 978-3-643-10429-8, S.&amp;amp;nbsp;233. {{Google Buch |BuchID=yIEPhv_BfQgC |Seite=233}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* die Betreuung der [[Politische Haft (DDR)|politischen Gefangenen]] und deren Angehörigen&lt;br /&gt;
* Öffentlichkeitsarbeit im Westen und der Versuch der Herstellung einer [[Gegenöffentlichkeit]] im Osten&lt;br /&gt;
* die Betreuung der [[Flucht aus der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR|Flüchtlinge aus der DDR]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1949 bis 1959 stand das Ost-Büro unter der Leitung von [[Werner Jöhren]]. Nach dem Bau der [[Berliner Mauer]] 1961 verlor das Büro seine Bedeutung. Nach Jöhrens Tod 1959 wurde das Ostbüro in das „Referat für gesamtdeutsche Fragen“ der CDU umgewandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arbeit in der DDR ==&lt;br /&gt;
Kontakte zum Ostbüro der CDU waren in der DDR streng verboten. Eine Vielzahl von Verhaftungen und Schauprozessen erfolgte wegen des Vorwurfs der Zusammenarbeit mit dem Ostbüro, unter anderem auch die des DDR-Außenministers [[Georg Dertinger]]. Daher waren die Widerstandsgruppen, die mit dem Ostbüro zusammenarbeiteten, gezwungen, [[konspirativ]] zu arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine wesentliche Aufgabe war die Information der Bevölkerung der Ostzone. Da die Parteizeitungen in der SBZ bereits [[Gleichschaltung|gleichgeschaltet]] waren, wurde hierzu im Frühjahr 1948 die Tageszeitung &amp;#039;&amp;#039;[[Der Tag (1948–1963)|Der Tag]]&amp;#039;&amp;#039; gegründet. Diese wurde durch Kuriere des Ostbüros heimlich in die Ostzone gebracht und dort verteilt. Später kam eine verkürzte Ausgabe &amp;#039;&amp;#039;Der kleine Tag&amp;#039;&amp;#039;, Informationsblätter unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Der Wellenbrecher&amp;#039;&amp;#039; und eine Monatszeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Das deutsche Monatsblatt&amp;#039;&amp;#039; hinzu. Die SED reagierte auf diesen Informationsfluss mit verstärkter Überwachung und drakonischen Strafen für Besitz und Verteilung dieser Materialien. Seit 1952 war die direkte Verteilung aus Sicherheitsgründen fast unmöglich geworden. Man behalf sich mit Flugblättern, die über die Grenze geworfen oder mit Wasserstoffballons vom Wind in den Osten getrieben wurden. 1966 wurde &amp;#039;&amp;#039;Der Tag&amp;#039;&amp;#039; endgültig eingestellt. 1967 erschienen noch zwei Sondernummern.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=https://www.kas.de/web/geschichte-der-cdu/der-tag.-tageszeitung-der-exil-cdu- |wayback=20190325162338 |text=&amp;#039;&amp;#039;Der Tag&amp;#039;&amp;#039; (1953-1967) online |archiv-bot=2024-04-06 08:27:59 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Opfer des CDU-nahen Widerstandes ==&lt;br /&gt;
Eine Vielzahl von CDU-Mitgliedern und -Anhängern musste den durch das Ostbüro koordinierten demokratischen Widerstand gegen die DDR mit Flucht, Gefängnis oder gar Tod bezahlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt 146 CDU-Mitglieder wurden wegen Kontakten zum Ostbüro verhaftet (weitere 329 wegen sonstiger „Westkontakte“). Während sowjetische [[Militärgericht|Militärtribunale]] (die letzten nachweisbaren Urteile erfolgten 1954) die Kontakte zum Ostbüro einmal mit lebenslänglich und sechzehnmal mit 25 Jahren [[Arbeitslager]] straften, fällten DDR-Gerichte dreimal die [[Todesstrafe]] und verhängten vierzehnmal eine Haftstrafe von mehr als zehn Jahren und vierundvierzigmal zwischen 5 und 10 Jahren.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Dokumentation der Konrad-Adenauer-Stiftung e. V.&amp;#039;&amp;#039; Sankt Augustin, mit 2.283 Kurzbiographien von CDU-Mitgliedern in der SBZ/DDR, die Opfer der politischen Justiz wurden, [http://www.luise-berlin.de/Lesezei/blz99_11/text44.htm Online Zusammenfassung].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Ostbüro in der Propaganda der SED ==&lt;br /&gt;
In der Propaganda der [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands|SED]] wurde das CDU-Ostbüro als Zentrum der [[Spionage]] und [[Politisch-ideologische Diversion|Diversion]] dargestellt. Insbesondere der Volksaufstand des [[Aufstand des 17. Juni|17. Juni 1953]] wurde als Ergebnis der westlichen Agententätigkeit der Ostbüros, der Geheimdienste und der Bürgerrechtsbewegungen wie der [[Kampfgruppe gegen Unmenschlichkeit]] oder des [[Untersuchungsausschuss Freiheitlicher Juristen|Untersuchungsausschusses Freiheitlicher Juristen]] zurückgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zusammenarbeit mit und Unterstützung durch die CIA ==&lt;br /&gt;
Die US-amerikanische [[Central Intelligence Agency]] sah das Ostbüro als Teil ihrer engen Zusammenarbeit mit der CDU auf dem Gebiet der psychologischen Kriegsführung in Ostdeutschland. Die CIA beteiligte sich finanziell und an der operativen Führung. Hauptansprechpartner und Projektverantwortlicher auf Seiten der CDU war [[Bruno Heck]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;GLOBKE, HANS_0087.pdf&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle| url= http://www.foia.cia.gov/sites/default/files/document_conversions/1705143/GLOBKE%2C%20HANS_0087.pdf| titel= Items for Director&amp;#039;s Discussion with Chancellor Adenauer and/or State-Secretary Globke| zugriff= 4. Februar 2015| hrsg= [[Central Intelligence Agency]]| datum= 11. Mai 1955| archiv-url= https://web.archive.org/web/20150924041947/http://www.foia.cia.gov/sites/default/files/document_conversions/1705143/GLOBKE%2C%20HANS_0087.pdf| archiv-datum= 2015-09-24 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Buschfort]]: &amp;#039;&amp;#039;Parteien im kalten Krieg. Die Ostbüros von SPD, CDU und FDP&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 2000, ISBN 3-86153-226-3.&lt;br /&gt;
* [[Günter Buchstab]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Opfer stalinistischer Parteijustiz: Verfolgt und entrechtet; Die Ausschaltung Christlicher Demokraten unter sowjetischer Besatzung und SED-Herrschaft 1945–1961. Eine biographische Dokumentation.&amp;#039;&amp;#039; Droste Verlag, Düsseldorf 1998, ISBN 3-7700-1086-8.&lt;br /&gt;
* Michael Richter: &amp;#039;&amp;#039;Die Ost-CDU 1948–1952. Zwischen Widerstand und Gleichschaltung&amp;#039;&amp;#039;. 2. korrigierte Auflage, Droste, Düsseldorf 1991 (= &amp;#039;&amp;#039;Forschungen und Quellen zur Zeitgeschichte&amp;#039;&amp;#039;, Band 19) ISBN 3-7700-0917-7.&lt;br /&gt;
* [[Ehrhart Neubert]]: &amp;#039;&amp;#039;Ein politischer Zweikampf in Deutschland&amp;#039;&amp;#039;. Freiburg 2002, ISBN 3-451-28016-7, S. 51–61.&lt;br /&gt;
* Günter Buchstab: &amp;#039;&amp;#039;Die Ostbüros der Parteien in den 50er Jahren&amp;#039;&amp;#039;. (= &amp;#039;&amp;#039;Schriftenreihe des Berliner Landesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR&amp;#039;&amp;#039;, Band 7), Berlin 2006, ISBN 3-934085-09-1 [https://web.archive.org/web/20120920062545/http://www.berlin.de/imperia/md/content/lstu/schriftenreihe/bd7_text_2006.prn.pdf Online] (PDF; 1,1&amp;amp;nbsp;MB).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Ostburo der CDU}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutsche Teilung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Christlich Demokratische Union Deutschlands]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Opposition|!]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Derkoenig</name></author>
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