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	<title>Ostara - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;LolLolLol3000: IPA korrigiert</title>
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		<updated>2026-04-09T22:00:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;IPA korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|befasst sich mit der Göttin Ostara, zu anderen Bedeutungen siehe [[Ostara (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Ostara.jpg|mini|[[Jugendstil]]-Darstellung von Ostara]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ostara&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; [&amp;#039;oːstara] ist der von [[Jacob Grimm]] (1785–1863) durch philologischen Vergleich hergeleitete Name für eine vermutete germanische [[Frühling]]s[[göttin]]. Als Quelle bezog sich Grimm dabei auf den angelsächsischen Mönch und Kirchenhistoriker [[Beda Venerabilis|Beda]], der die Herkunft des Wortes „Easter“ ([[Ostern]]) mit einer früheren germanischen Göttin namens „Eostrae“ erklärte.&lt;br /&gt;
In der [[Romantik]] fand Grimms Annahme einer Ostara starken Anklang, wurde seither oft für die Erklärung von Osterbräuchen herangezogen und fand so bis in die jüngste Vergangenheit Eingang in Lexika und Schulbücher.&amp;lt;ref&amp;gt;so &amp;#039;&amp;#039;Ostern.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Microsoft Encarta]]&amp;#039;&amp;#039; (online 2009); hier „Eostre“ als „teutonische Göttin des Frühlings und der Fruchtbarkeit“, deren Fest am Tag vor der Frühlings-Tagundnachtgleiche gefeiert worden und mit dem Symbol des Hasen verbunden gewesen sei.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Fachwissenschaft ist die Annahme einer germanischen Ostara schon länger umstritten und wird in der Regel abgelehnt, wobei meistens die ohnehin schon sehr problematische Namensform diskutiert wird und weniger der generelle Kult einer germanischen Frühlingsgöttin.&amp;lt;ref&amp;gt;Vergleiche &amp;#039;&amp;#039;Ostara.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Handwörterbuch des Deutschen Aberglaubens.&amp;#039;&amp;#039; Band 6, Sp. 1311–1317.&amp;lt;br /&amp;gt; Beispiel für Kritik bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts: {{Meyers-1905 |Lemma=Ostăra |Band=15 |Seite=168 |SeiteBis=168 |zenoID=2000719529X}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen und Quellenkritik ==&lt;br /&gt;
=== Beda Venerabilis ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Man writing Corpus Christi College Cambridge MS. 389.jpg|mini|[[Beda Venerabilis]] in einem mittelalterlichen Manuskript]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[8. Jahrhundert]] erklärt der englische Kirchenhistoriker [[Beda Venerabilis]] (673–735) in seinem Werk &amp;#039;&amp;#039;[[De temporum ratione]],&amp;#039;&amp;#039; einer Streitschrift zur Terminierung des Osterfestes nach der römischen Kirchentradition entgegen der Praxis der iro-schottischen Kirchentradition, die Herkunft des Wortes [[Ostern]]. Beda nannte als Vorlage des Monatsnamens den einer „Göttin Eostrae“, die dem Eosturmonath (April; [[Althochdeutsch|ahd.]] ôstarmânôt) seinen Namen verliehen haben soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Eostur-monath, qui nunc paschalis mensis interpretatur, quondam a dea illorum, quae Eostrae vocabatur, et cui in illo festa celebrabant, nomen habuit; a cuius nomine nunc paschale tempus cognominant, consueto antiquae observationis vocabulo gaudia novae solemnitatis vocantes |Quelle=De temporum Ratione Kap. 15|Übersetzung=Der Eosturmonath, heute Passahmonat bezeichnet, war früher benannt nach einer ihrer Göttinnen, welche Eostre genannt wurde, zu deren Ehren Feste in diesem Monat gefeiert wurden. Jetzt benennen sie die Passahzeit mit ihrem Namen, womit die Freuden der neuen Feierlichkeit unter dem Namen der altehrwürdigen Göttinnenverehrung angerufen werden.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.firne-sitte.net/kalender.html &amp;#039;&amp;#039;De mensibus Anglorum&amp;#039;&amp;#039; in deutscher Übersetzung] bei Firne Sitte Thüringen&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Existenz dieser Göttin wird von vielen Wissenschaftlern jedoch bestritten oder zumindest stark angezweifelt. Dass ein bedeutendes Frühlingsfest bei den Germanen mit einer bestimmten Gottheit verbunden gewesen sein muss, liegt zwar nahe, allerdings lassen sich nur schwerlich Aussagen darüber machen, mit welchen Inhalten dieses Fest verbunden war. So kam das &amp;#039;&amp;#039;[[Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens]]&amp;#039;&amp;#039; im Jahre 1935 zum Schluss: „Wenn schon eine angelsächsische Eostra auf schwachen Füßen stand, hielt die Forschung erst recht eine deutsche Göttin Ostara für nicht nachweisbar.“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://books.google.com/books?id=t_YY7lpApzoC&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;dq=intitle:handwoerterbuch+deutschen+aberglaubens%23&amp;amp;hl=de&amp;amp;sig=2N6XeprIBr81X-muwY9TWuYPX74#PPA1310,M1 HWDA „Ostara“ Sp. 1312] bei Google-Books&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei Eostrae könnte es sich daher auch einfach um einen „österlichen“ Beinamen für eine ansonsten anders genannte Göttin (wie etwa [[Freya]]) handeln, eine Parallele dazu findet sich in dem Beinamen Jólnir für den Gott [[Odin]], der wahrscheinlich mit dem Julfest in Verbindung steht.&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Simek: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der germanischen Mythologie&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Kröners Taschenausgabe.&amp;#039;&amp;#039; Band 368). 3., völlig überarbeitete Auflage. Kröner, Stuttgart 2006, ISBN 3-520-36803-X, S. 231.&amp;lt;/ref&amp;gt; Da Beda ansonsten die einzige Quelle für eine Göttin Eostrae ist, nehmen viele Forscher eine Erfindung Bedas in der Tradition der [[Etymologiae]] [[Isidor von Sevilla]]s an. Andererseits gilt Beda Venerabilis als erster zuverlässiger Chronist der englischen Geschichte.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.csis.pace.edu/grendel/projs991b/bede.html csis.pace.edu] siehe etwa Lowell Wilson&amp;lt;/ref&amp;gt; Zudem stellt sich die Frage, weshalb Beda den Monatsnamen einer Göttin erfinden sollte, den er ohnehin umbenennen wollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jacob Grimm ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Jacob Grimm.jpg|mini|[[Jacob Grimm]] (ca. 1860)]]&lt;br /&gt;
[[Jacob Grimm]] spekuliert in seinem Werk &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsche Mythologie]]&amp;#039;&amp;#039; (1835) über eine germanische Göttin mit dem Namen Ostara, auf der Basis von Bedas Eostrae: {{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Die beiden göttinnen, welche Beda (de temporum ratione cap. 13) ganz kurz, ohne nähere schilderung, bloß zur erklärung der nach ihnen benannten monate anführt, sind &amp;#039;&amp;#039;Eástre&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Hrede&amp;#039;&amp;#039;; von dieser hat merz, von jener april seinen sächsi[s]chen namen.&lt;br /&gt;
 |Autor=Jakob Grimm&lt;br /&gt;
 |Quelle=Deutsche Mythologie&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Deutsche Mythologie&amp;#039;&amp;#039;. Göttingen 1835, S. 181 ([https://books.google.de/books?id=onxLAAAAIAAJ&amp;amp;pg=PA181 Digitalisat] bei Google Books).&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
Grimm wertet dabei eine Erfindung der Göttin durch den frommen Beda als „unwahrscheinlich“ und zieht weitere etymologische Indizien heran, unter anderem den bei [[Einhard|Eginhard]] erwähnten &amp;#039;&amp;#039;„ôstarmânoth“&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Einhart, [http://www.fordham.edu/halsall/basis/einhard.html#Reforms &amp;#039;&amp;#039;Life of Charlemagne&amp;#039;&amp;#039;] (Englische Übersetzung der &amp;#039;&amp;#039;[[Vita Karoli Magni]]&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;/ref&amp;gt; (Ostermonat, [[Althochdeutsch|ahd.]] für April), und kommt zu dem Schluss: „&amp;#039;&amp;#039;Ostara&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Eástre&amp;#039;&amp;#039; mag also Gottheit des strahlenden Morgens, des aufsteigenden Lichts gewesen sein, eine freudige, heilbringende Erscheinung, deren Begriff für das Auferstehungsfest des christlichen Gottes verwandt werden konnte.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
Grimm war&amp;amp;nbsp;– wie auch andere Vertreter der [[Deutsche Romantik|deutschen Romantik]]&amp;amp;nbsp;– sehr interessiert an einer germanischen Religion als eigenständiger Grundlage deutscher Kultur und stellte den Bezug von Sagengestalten wie Frau Holle bzw. Perchta zur nordischen Göttin Frigg bzw. Freya her. Durch Grimms allgemeinen Einfluss auf die deutsche Sprachwissenschaft des [[19. Jahrhundert]]s fand Ostara eine weite Verbreitung. An Grimms Ableitung wird jedoch heute häufig kritisiert, dass er alternative Erklärungsansätze, wie das friesische &amp;#039;&amp;#039;Âsteron&amp;#039;&amp;#039;, das mittelhochdeutsche &amp;#039;&amp;#039;Ôsteren&amp;#039;&amp;#039; oder das althochdeutsche Wort für Ostern &amp;#039;&amp;#039;Ôstarûn&amp;#039;&amp;#039; gar nicht berücksichtigt habe, was jedoch unzutreffend ist, da Grimms Interpretation explizit auch auf dem althochdeutschen Wort &amp;#039;&amp;#039;Ôstarûn&amp;#039;&amp;#039; beruht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Skandinavien ===&lt;br /&gt;
In der isländischen Dichtung der [[Edda]] und in der skandinavischen [[Skalde]]ndichtung gibt es keine Hinweise auf eine Göttin, die der angelsächsischen Eastre entsprechen könnte. Auch die Vorstellung einer Frühlingsgöttin oder einer Morgengöttin des aufsteigenden Lichts erscheint nicht in der nordischen Literatur. Bestenfalls lässt sich hier die nordische Göttin [[Var (Mythologie)|Var]] anführen, diese Verbindung beruht aber lediglich auf einer Fest-Entsprechung von kontinentalgermanischem Ostern und nordgermanischem Várblót sowie einer möglichen Identifikation beider Göttinnen als Beinamen oder [[Hypostase]]n der Göttin [[Freya]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neuzeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Früher als Grimm berichten deutsche Quellen von der Verehrung einer ähnlich lautenden Göttin, so erwähnt das &amp;#039;&amp;#039;Wernigeröder Intelligenzblatt&amp;#039;&amp;#039; 1797 eine „Ostra“, der zu Ehren Höhenfeuer entzündet werden.&amp;lt;ref&amp;gt;„Unsere Nachbarn im Lande zünden nämlich am Abend des ersten christlichen Osterfeiertags, ohne Scheu und Nachdenken, wieder seit einigen Jahren von neuem der heidnischen Göttin Ostra Ehren Opfer- und Gedächtnisfeuer vor ihren Dörfern und Anhöhen, wo dergleichen sind, an.... Unsere Stadteinwohner (zum Ruhm sei’s ihnen nachgesagt) handeln hierin vernünftiger. Sie bleiben, wenn’s auch weiter nichts ist, doch fest auf ihren Posten der Aufklärung stehen. Wenigstens schämen sie sich noch bis jetzt dieses Rückschrittes ins Heidenthum, dieser kleinlichen, abergläubigen Lustbarkeit. Sie verlachen den Aberglauben unserer Vorfahren, welche durch diese, in spätern Zeiten mit dem Namen Osterfeuer belegten Feuer-Opfer, von der Göttin Ostra die Vertilgung des den Gewächsen schädlichen Geschmeißes zu erlangen hofften&amp;amp;nbsp;…“ &amp;#039;&amp;#039;Wernigerödisches Intelligenzblatt&amp;#039;&amp;#039;. 19; 9. Mai 1797, S. 72&amp;lt;/ref&amp;gt; Woher diese Informationen stammen, ist unklar. Eine noch ältere Erwähnung von 1770 über „Eostre, Ostar“ bezieht sich aufgrund der Namensform wohl direkt auf Beda.&amp;lt;ref&amp;gt;„Die Ostera oder Eostre, Ostar, soll der Teutschen Venus seyn, welche andere vor dem Mond, einige vor der Morgenröthe oder den Morgenstern halten, soll zum Osterfest den nahmen gegeben haben (…) An der anzündung des Osterfestes Hangen Hiesige Einwohner zum Theil noch sehr halsstarrig vermeinende dem felde, wiesen öhrtern, wohin das leuchte, wachse davon ein sonderlicher Seegen zu. Sie hat in diesem Lande ihre lucos (= Haine) und aras (=Altäre) gehabt, die noch Osterholtz und Osterberge genandt werden.“ Mushard-Handschrift, Landesmuseum Oldenburg&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologische Diskussionen ==&lt;br /&gt;
Über Bedas Erwähnung der Eostrae deuten einzelne Autoren die folgenden Hinweise als Belege für die Existenz einer germanischen Göttin Ostara bzw. Eastre:&lt;br /&gt;
* Flur- und Ortsnamen wie [[Osterode]], [[Osterholz]] oder [[Oesch]] (auch Austerthal geschrieben&amp;lt;ref&amp;gt;Mülh. Pfarrurbar v. 1610 u. 1630, S. 27 u. 184&amp;lt;/ref&amp;gt;). Allerdings ist bei solchen Ortsnamen ein Bezug zur östlichen Himmelsrichtung zumeist naheliegender und wird von der Ortsnamenforschung daher auch so vertreten.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. auch Österreich (ostarrîchi, [[Marcha orientalis|Ostmark]])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Im Frankenreich wurde der April auch „ôstarmânôt“ genannt, was mit dem altenglischen „eastarmonath“ verwandt ist. Der zeitliche Ursprung der Benennungen ist nicht bekannt und damit auch, ob diese vom Osterfest inspiriert wurden oder das [[Ostern|Osterfest]] nach den Monatsnamen benannt wurde.&lt;br /&gt;
* Die Bezeichnung eines Steinblocks in Westfalen „im Oestern“ wird auf Ostara abgeleitet, doch handelt es sich hier um Volksglauben.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens&amp;#039;&amp;#039;. Band 6, S. 1316&amp;lt;/ref&amp;gt; Der aus derselben Gegend stammende „Osta-Stein“ –&amp;amp;nbsp;eine im 16. Jh. gefundene [[Votivtafel]]&amp;amp;nbsp;– wird von Befürwortern der Ostarathese als Hinweis gedeutet. Die Tafel ist nur noch in Nachzeichnungen erhalten und zeigt eine männliche oder weibliche Figur mit Hörnerhelm, die ein überquellendes Füllhorn trägt, und daneben einen Kreis (als Sonne oder Vollmond gedeutet) und einen Halbmond. Zudem zeigt die Zeichnung einen Runenspruch: &amp;#039;&amp;#039;dhu gautar osta, ous il sin grosta&amp;amp;nbsp;–&amp;#039;&amp;#039; (in etwa: „Du guter Osta, aus deinem Antlitz leuchtet&amp;amp;nbsp;–“). Weder der Stein noch die Runeninschrift werden von der Forschung als authentisch anerkannt.&lt;br /&gt;
* Als weitere Hinweise werden bisweilen auch [[Weihestein]]e der &amp;#039;&amp;#039;[[Matronae Audrinehae|Matronae Austriahenae]]&amp;#039;&amp;#039; in der Umgebung der niederrheinischen Ortschaft [[Kaster#Neuzeit|Morken-Harff]] gewertet. Diese [[Matronen]] wurden teils als „die Östlichen, die im Osten wohnen“ gedeutet. Ebenfalls nachweisbar sind die Austriahenae in Hermühlheim bei Köln durch sieben römerzeitlichen Weihinschriften mit den Matronennamen Authrinehae, Auðrinehae, Audrinehar und Autriahenae. Sie sind wohl wie die meisten Matronennamen auf Orts-, Gau- oder Sippennamen zurückzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entsprechungen ==&lt;br /&gt;
Ostara wurde in der älteren Forschung und wird teilweise heute noch verschiedentlich mit diversen Göttinnen verwandter Völker und Kulturen gleichgesetzt bzw. in Verbindung gebracht:&lt;br /&gt;
* Anhand der vergleichenden Religionsforschung wird eine [[Indogermanische Religion|indoeuropäische Göttin]] der Morgenröte (*H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;eusōs &amp;#039;&amp;#039;f.&amp;#039;&amp;#039;) angenommen, wie die indische [[Ushas|Uṣāḥ]], griechische [[Eos (Mythologie)|Eos]], römische [[Aurora (Mythologie)|Aurora]] und die litauische [[Aušrinė]] zeigen. Eine germanische Göttin *Austrô kann dadurch aber nicht bewiesen werden und der Vergleich mit der altenglischen Eastre bleibt vage.&lt;br /&gt;
* Der Beiname „ástaguð“ (»Liebesgott«; zu [[Althochdeutsch|ahd]]. anst »Gunst, Liebe«), den die Göttin Freyja in der jüngeren [[Edda]] (vgl. Skaldskaparmál Kap. 28) trägt, wird gelegentlich fälschlicherweise in etymologischen Zusammenhang mit Ostara gebracht.&lt;br /&gt;
* Ebenso umstritten ist die in der älteren Literatur mitunter hergestellte etymologische Zusammenhang zwischen &amp;#039;&amp;#039;Ostara&amp;#039;&amp;#039; und der westsemitischen Fruchtbarkeitsgöttin &amp;#039;&amp;#039;[[Astarte]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Neopaganes Heidentum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In neuzeitlichen [[Neopaganismus|neopaganen]] Glaubensrichtungen werden in der Frühlingszeit liegende Feste zumeist als Ostara oder Ostarafest bezeichnet.&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039;Siehe auch:&amp;#039;&amp;#039; [[Kontinentalgermanische Mythologie#Neuzeit]]&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039;Siehe auch:&amp;#039;&amp;#039; [[Liste der Germanisch-Neuheidnischen Feiertage]]&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039;Siehe auch:&amp;#039;&amp;#039; [[Keltischer Jahreskreis]]&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039;Siehe auch:&amp;#039;&amp;#039; [[Wicca-Jahreskreis]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Analytische Psychologie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Carl Gustav Jung]] (1875–1961) nahm die ältere Diskussion auf und versuchte, Ostara als Ausprägung des so genannten [[Mutterarchetyp]]es zu deuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift „Ostara“&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Ostara (Zeitschrift)}}&lt;br /&gt;
Der österreichische [[Ariosophie|Ariosoph]] [[Jörg Lanz von Liebenfels]] veröffentlichte zwischen 1905 und 1930 unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Ostara, Briefbücherei der Blonden und Mannesrechtler&amp;#039;&amp;#039; eine rassistische Zeitschrift, in der er auch den Landesnamen Österreich auf die angenommene germanische Göttin zurückführte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Moderne Rezeption&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Buch &amp;#039;&amp;#039;[[American Gods]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Neil Gaiman]] ist Ostara eine der Protagonisten. Dabei wird insbesondere der Zusammenhang zwischen dem [[Ostern|christlichen Osterfest]] und dem etymologischen Ursprung des Begriffs „Ostern“ diskutiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ostara.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens]].&amp;#039;&amp;#039; Band 6: &amp;#039;&amp;#039;Mauer – Pflugbrot.&amp;#039;&amp;#039; Unveränderter photomechanischer Nachdruck der Ausgabe: de Gruyter, Berlin/Leipzig 1935. De Gruyter, Berlin/New York 1987, ISBN 3-11-011194-2, Sp. 1311–1316 ([https://archive.org/details/handworterbuchdesdeutschenaberglaubensband6/page/n331/mode/1up Digitalisat] im [[Internet Archive]]).&lt;br /&gt;
* [[Jan de Vries (Philologe)|Jan de Vries]]: &amp;#039;&amp;#039;Altgermanische Religionsgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; 2 Bände. Walter de Gruyter, Berlin 1935.&lt;br /&gt;
* [[Jacob Grimm]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Mythologie.&amp;#039;&amp;#039; Dieterich’sche Buchhandlung, Göttingen 1835, S. 181–182 ([https://archive.org/details/deutschemytholo08grimgoog/page/181/mode/1up Digitalisat] im [[Internet Archive]]).&lt;br /&gt;
* [[Karl Helm (Mediävist)|Karl Helm]]: &amp;#039;&amp;#039;Altgermanische Religionsgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; 2 Bände in 3 Teilen. Carl Winter, Heidelberg 1911–1953.&lt;br /&gt;
* Ernst Alfred Philipsson: &amp;#039;&amp;#039;Germanisches Heidentum bei den Angelsachsen.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Kölner anglistische Arbeiten.&amp;#039;&amp;#039; Band 4). Verlag Bernh. Tauchnitz, Leipzig 1929.&lt;br /&gt;
* Klaus Mailahn: &amp;#039;&amp;#039;Göttin, Fuchs und Ostern.&amp;#039;&amp;#039; LIT-Verlag, Münster 2007, ISBN 978-3-8258-0663-7.&lt;br /&gt;
* Philip A. Shaw: &amp;#039;&amp;#039;Pagan Goddesses in the early Germanic world. Eostre, Hedra and the cult of Matrons.&amp;#039;&amp;#039; Bristol Classical Press, London 2011, ISBN 978-0-7156-3797-5&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Simek]]: &amp;#039;&amp;#039;Götter und Kulte der Germanen.&amp;#039;&amp;#039; 4. Auflage. C.H. Beck, München 2016, ISBN 978-3-406-50835-6.&lt;br /&gt;
* Rudolf Simek: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der germanischen Mythologie.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Kröners Taschenausgabe.&amp;#039;&amp;#039; Band 368). 3., völlig überarbeitete Auflage. Kröner, Stuttgart 2006, ISBN 3-520-36803-X.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* Dominic Konrad: [https://www.swr.de/kultur/gesellschaft/ostara-ostern-germanische-goettin-die-nie-existierte-100.html &amp;#039;&amp;#039;Ostara: Die Oster-Göttin, die nie existierte?&amp;#039;&amp;#039;]. In: [[Südwestrundfunk|SWR.de]], 16. April 2025&lt;br /&gt;
* Kurt Oertel: [https://eldaring.de/2019/03/20/goettin-ostara &amp;#039;&amp;#039;Ostara - eine germanische Göttin?&amp;#039;&amp;#039;]. In: Eldaring.de, 27. April 2005&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Germanische Pseudogottheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wicca]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neopagane Mythologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Germanische Gottheit als Namensgeber für einen Asteroiden]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;LolLolLol3000</name></author>
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