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	<title>Ossag - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ossag&amp;diff=1154309&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hardenacke: /* Literatur */ + wikilink</title>
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		<updated>2026-01-27T19:16:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; + wikilink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ölwerke Stern-Sonneborn AG&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ossag&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) war ein deutsches Schmierölunternehmen, u. a. Produzent von [[Voltol]]. Es wurde von der &amp;#039;&amp;#039;Mineralölwerke Rhenania AG&amp;#039;&amp;#039; übernommen und bildete mit ihr die [[Rhenania-Ossag]]. Diese heißt heute [[Royal Dutch Shell#Shell in Deutschland|Shell Deutschland Oil GmbH]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Oelwerke Stern-Sonneborn AG 1000 Mk 1922.jpg|mini|Aktie über 1000 Mark der Oelwerke Stern-Sonneborn AG vom 2. Januar 1922]]&lt;br /&gt;
1880 ließen sich die Brüder Leo (1858–1943) und Josef Stern aus [[Breidenbach]] in [[Hessen]] in [[Köln]] nieder und gründeten dort die Firma Gebrüder Stern, die mit Ölen und Fetten handelte. Aus dieser ging 1883 die &amp;#039;&amp;#039;Rheinische Fett- und Vaselinefabrik&amp;#039;&amp;#039; in [[Köln-Sülz]] hervor. Das Unternehmen stellte eines der besten Schmieröle auf dem deutschen Markt her sowie diverse Fette und Spezialöle, diese teilweise in Kooperation mit der [[RWE Dea#Firmengeschichte|Deutschen Tiefbohr-AG]], ansonsten aus amerikanischen oder russischen Erdölen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1886 trat der Cousin von Leo und Josef Stern, [[Jacques Sonneborn|Jacques (Isaak) Sonneborn]] (1863–1936, ebenfalls aus Breidenbach), als Angestellter in das Unternehmen ein. Im Zuge der Ausdehnung des Geschäfts errichtete das Unternehmen 1889 eine Filialfabrik im Hamburger Freihafengebiet und nahm Sonneborn als Teilhaber auf. Joseph Stern blieb in Köln und kümmerte sich dort weiterhin um die Geschäfte, während Leo Stern und Jacques Sonneborn nach Hamburg zogen. In den folgenden Jahren expandierte das Exportgeschäft, so dass 1892 das Hamburger Werk erweitert wurde. Außerdem wurden weitere Fabriken und Niederlassungen in Italien, Frankreich und Großbritannien eröffnet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.hamburgerpersoenlichkeiten.de/hamburgerpersoenlichkeiten/login/person.asp?showpics=yes&amp;amp;reqid=1424&amp;amp;imageid=3561 Eintrag über Leo Liebman Stern auf www.hamburgerpersoenlichkeiten.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 17. Juni 1903 gründeten die Brüder Stern mit ihrem Cousin Sonneborn die &amp;#039;&amp;#039;Ölwerke Stern-Sonneborn AG&amp;#039;&amp;#039;, kurz &amp;#039;&amp;#039;Ossag&amp;#039;&amp;#039;, mit Verwaltungssitz in Hamburg (ab 1924 im [[Ballinhaus]]). Hierzu brachten sie die &amp;#039;&amp;#039;Rheinische Fett- und Vaselinefabrik&amp;#039;&amp;#039; in das neue Unternehmen ein und brachten weiteres Kapital auf, indem sie mehrere Banken (darunter [[Stern (Unternehmerfamilie)|Stern Brothers]], [[London]]) an der Ossag beteiligten. Mit dem neuen Geld wurden dann die Unternehmensanlagen in [[Hamburg-Wilhelmsburg]] und im Petroleumhafen auf dem [[Hamburg-Kleiner Grasbrook|Kleinen Grasbrook]] erweitert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1909 akquirierte die Ossag die Mehrheit an der &amp;#039;&amp;#039;Westrumitwerke G.m.b.H.&amp;#039;&amp;#039; in Dresden, um sie Anfang 1910 zugunsten der sich in ihrem Besitz befindlichen &amp;#039;&amp;#039;Continentale Oel-Besprengungs- und Strassenteerungs-Gesellschaft m.b.H.&amp;#039;&amp;#039; in Berlin zu liquidieren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.normannia.info/cgi-bin/aurweb.exe/normannia/rechpdoc?idn=bruneau1914.html |wayback=20061116134301 |text=L’Allemagne en France : enquêtes économiques : mines, métallurgie, produits chimiques, colles, gélatines et engrais / par Louis Bruneau}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das staubbindende &amp;#039;&amp;#039;Westrumit&amp;#039;&amp;#039;, eine ammoniakhaltige Öl-Asphalt-Emulsion, wurde nicht nur bei Autorennen ([[Gordon-Bennett-Cup (Motorsport)|Gordon-Bennett-Cup]], [[Kaiserpreis-Rennen 1907|Kaiserpreisrennen]] im Taunus) benutzt, um den Staub auf den Straßen niederzuhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.faszination-oldtimer.de/events/berichte/kaiserpreisrennen.html |text=Kaiserpreisrennen im Taunus |wayback=20071110094544}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesellschaft besaß ein eigenes Tankschiff namens &amp;#039;&amp;#039;Ossag&amp;#039;&amp;#039; für den Export eigener Produkte. Das erste Schiff des Namens, noch ein Segler&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hans Georg Prager |Titel=Reederei F. Laeisz |Verlag=Koehler |Ort=Hamburg |ISBN=3-7822-0880-3 |Seiten=210 |Kommentar=… Am 3.11.1917 an H. Kayser &amp;amp; Sohn GmbH, Hamburg, verkauft, von dort an Ölfirma Stern &amp;amp; Sonneborn. 1921 an Italien abgeliefert…}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.aukevisser.nl/uk/id486.htm |titel=Anglo-American Oil Co. + Esso UK / Tankers (1900-1909) |abruf=2024-01-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, wurde 1922 durch den [[Tankdampfer]] &amp;#039;&amp;#039;Ossag&amp;#039;&amp;#039; (2793&amp;amp;nbsp;BRT) der &amp;#039;&amp;#039;Tankdampfer-Gesellschaft Ossag&amp;#039;&amp;#039;, Hamburg, ersetzt. Dieser wurde am 22. April 1944 im [[Schwarzes Meer|Schwarzen Meer]] vor [[Sewastopol]] bei den Koordinaten 44°22&amp;#039;N, 32°43&amp;#039;O durch einen Luftangriff versenkt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://chrito.users1.50megs.com/handelsmarine/verlustliste7.htm |text=Verluste der Deutschen Handelsmarine 1939–1945: Buchstaben N–O–P |wayback=20070812150157}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=http://www.miramarshipindex.nz/ship?idno=5605637| titel=Die Ossag |hrsg=Miramar Ship Index | werk=miramarshipindex.nz | sprache=en | abruf=2025-07-10 | kommentar=nur nach Registrierung einsehbar}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.helderline.com/tanker/dorsanum |titel=Also known as Ossag II |abruf=2024-01-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.shipsnostalgia.com/media/daronia.160254/ |titel=ships nostalgia |abruf=2024-01-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] besaß die Ossag ein wichtiges Patent zur Veredelung von fetten Ölen zu hochwertigen Schmierstoffen, das &amp;#039;&amp;#039;Voltoisierungsverfahren&amp;#039;&amp;#039;. Mit dem nach dem Verfahren genannten Schmieröl &amp;#039;&amp;#039;Volt-Öl&amp;#039;&amp;#039; (für &amp;#039;&amp;#039;elektrisch veredeltes&amp;#039;&amp;#039; Schmieröl, später [[Voltol]]) war die Ossag wichtiger Lieferant des deutschen Militärs. Noch während des Ersten Weltkriegs beteiligte sich die &amp;#039;&amp;#039;Benzinwerke Rhenania G.m.b.H.&amp;#039;&amp;#039; an den Ölwerken Stern-Sonneborn. Der Verlust ausländischer Tochtergesellschaften und überseeischer Beteiligungen an Ölförderstätten als Folge des Ersten Weltkrieges führten bei der in Hamburg und Köln börsennotierten AG zu großen Verlusten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Freital]] im 1923 eingemeindeten Stadtteil [[Birkigt (Freital)|Birkigt]] betrieb das Unternehmen ab Anfang der 1920er Jahre eine weitere Schmieröl-Raffinerie, in der Voltol hergestellt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.freital.de/showobject.phtml?La=1&amp;amp;object=tx&amp;amp;#124;530.951.1 |wayback=20161205013746 |text=Birkigt (eingemeindet 1923)}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Da sich die Ossag während der Inflationszeit finanziell übernommen hatte, um ihre Kapazitäten auszubauen, nutzte die [[Royal Dutch Shell]] die Gelegenheit, die Position ihrer deutschen Tochtergesellschaft auf dem Gebiet des Schmieröls zu stärken, und übernahm im Juni 1925 für 8,8&amp;amp;nbsp;Millionen Reichsmark die Ossag. Rhenania und Ossag verschmolzen zur &amp;#039;&amp;#039;[[Rhenania-Ossag]] Mineralölwerke AG&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mitbegründer der Ossag, Jacques Sonneborn, trat als Generaldirektor zurück, erhielt aber einen Platz im [[Aufsichtsrat]] und wurde gebeten, sich aus dem aktiven Geschäft herauszuhalten. Die Rohöle wurden auf Shell-Erdöle umgestellt. Neben die Benzinpumpen für das [[Motorenbenzin|Benzin]] &amp;#039;&amp;#039;Stellin&amp;#039;&amp;#039; und das [[Bibo (Treibstoff)|Benzin-Benzol-Gemisch]] &amp;#039;&amp;#039;Dynamin&amp;#039;&amp;#039; wurden die ersten Ölkabinette aufgestellt, um das von der Ossag stammende &amp;#039;&amp;#039;Voltol&amp;#039;&amp;#039; zu verkaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1933 wurden bei der Rhenania-Ossag alle jüdischen Führungskräfte und Mitarbeiter entlassen, noch bevor die [[Nationalsozialisten]] dies ausdrücklich verlangten. Als Erste mussten die Gründer der Ossag, Leopold Stern und Jacques Sonneborn, ihre Aufsichtsratsmandate niederlegen. Auch die jüdischen Aufsichtsratsmitglieder Richard Stern, Karl Friedrich Kunreuther und Ludwig Hogrewe wurden entlassen, ebenso alle jüdische Angestellte und Arbeiter.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://keindiakonieklinikumblogger.org/etv-1/ |text=Archivierte Kopie |wayback=20190920150141}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leo Stern erhielt einen neuen Vertrag bei der [[Astra Romana]], einer Tochtergesellschaft der Royal Dutch Shell in [[Rumänien]]. Er wanderte nach 1935 mit seiner Familie in die [[USA]] aus und ließ sich in [[New York City]] nieder.&amp;lt;ref&amp;gt; [https://d-nb.info/1185756272/34 Eintrag zu „Oelwerke Stern-Sonneborn A.-G.“ auf https://d-nb.info/1185756272/34]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Joachim Kleinmanns: &amp;#039;&amp;#039;Super, voll! Kleine Kulturgeschichte der Tankstelle.&amp;#039;&amp;#039; Jonas Verlag, Marburg 2002, ISBN 3-89445-297-8.&lt;br /&gt;
* [[Rainer Karlsch]], Raymond G. Stokes: &amp;#039;&amp;#039;Faktor Öl. Die Mineralölwirtschaft in Deutschland 1859–1974.&amp;#039;&amp;#039; Verlag C. H. Beck, München 2003, ISBN 3-406-50276-8.&lt;br /&gt;
* Eva Pietsch: &amp;#039;&amp;#039;„Alles wie geschmiert...?“ Die Geschichte mit „weissem Öl“ zwischen internationalen Markt- und deutschen Kriegsinteressen 1880-1933 (aus Sicht des Gründerunternehmers Leo Stern).&amp;#039;&amp;#039; In: Aman Kouli, Timo Luks, Gisela Mettele u. a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Regionale Ressourcen und Europa. Festschrift für Rudolf Boch.&amp;#039;&amp;#039; Chemnitzer Europastudien Bd. 21, Berlin 2018, S. 53–74. – siehe auch [https://www.genealogen-im-hinterland.de/wiki/%E2%80%9EAlles_wie_geschmiert%E2%80%A6%E2%80%9C „Alles wie geschmiert…“] auf genealogen-im-hinterland.de.&lt;br /&gt;
* Eva Pietsch: &amp;#039;&amp;#039;Leo Stern und Jacques Sonneborn. Gründerunternehmer der Hamburgischen Mineralölindustrie.&amp;#039;&amp;#039; Wallstein Verlag, Göttingen 2025 (Mäzene für Wissenschaft, Neue Folge; 8), ISBN 978-3-8353-5404-3.&lt;br /&gt;
* {{Patent&lt;br /&gt;
 | Land = US&lt;br /&gt;
 | V-Nr = 1273857&lt;br /&gt;
 | Code = 30. Juli 1918&lt;br /&gt;
 | Titel = PROCESS OF SOFTENING WATER&lt;br /&gt;
 | A-Datum = 1918-07-30&lt;br /&gt;
 | V-Datum = 1914-11-13&lt;br /&gt;
 | Erfinder = Hugo Heller&lt;br /&gt;
 | Anmelder = Oelwerke Stern Sonneborn Akt Ges&lt;br /&gt;
 | DB =Google&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.hamburgerpersoenlichkeiten.de/hamburgerpersoenlichkeiten/login/person.asp?showpics=yes&amp;amp;reqid=1424&amp;amp;imageid=3561 Eintrag über Leo Liebman Stern auf www.hamburgerpersoenlichkeiten.de]&lt;br /&gt;
* [http://keindiakonieklinikum.blogger.de/stories/576018/ Robert Finn – erste Folge der Auseinandersetzung um einen Ehrenbürger des ETV]&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle|url=http://www.miramarshipindex.nz/ship?idno=5605637 | titel=Die Ossag |hrsg=Miramar Ship Index | werk=miramarshipindex.nz | sprache=en | abruf=2025-07-10 | kommentar=nur nach Registrierung einsehbar}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle|url=http://www.miramarshipindex.nz/ship?idno=5613990 | titel=Die Ossag II |hrsg=Miramar Ship Index | werk=miramarshipindex.nz | sprache=en | abruf=2025-07-10 | kommentar=nur nach Registrierung einsehbar}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Mineralölunternehmen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Unternehmen (Hamburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Aktiengesellschaft in Deutschland]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hardenacke</name></author>
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