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	<title>Osrhoene - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T10:49:50Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Osrhoene&amp;diff=315377&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;DerMaxdorfer: Überarbeitung des Absatzes zum späten Königreich</title>
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		<updated>2026-02-10T13:25:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Überarbeitung des Absatzes zum späten Königreich&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Osroene.png|250px|mini|&amp;#039;&amp;#039;Osrhoene&amp;#039;&amp;#039; als römische Provinz]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Roman East 50-en.svg|250px|mini|Osrhoene und die Nachbarstaaten um 50 v. Chr.]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Osrhoene&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Osroene&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Osrohene&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Orrhoene&amp;#039;&amp;#039;, [[Altgriechische Sprache|Altgriechisch]]: Ὁσροηνή) bezeichnet eine Landschaft im nördlichen Zweistromland. In Nachfolge des zerfallenden [[Seleukidenreich]]es konnte sich ab etwa 133 v. Chr. ein lokales Königreich etablieren. Es umfasste das Gebiet um Edessa (heute [[Şanlıurfa]], [[Türkei]]). Der lokale [[Aramäische Sprachen|aramäische]] Dialekt von Edessa, der von der Mehrheit der Bevölkerung gesprochen wurde, wurde zum Vorläufer des [[Syrische Sprache|Syrischen]]. Heute bildet die Region das Grenzgebiet zwischen [[Syrien]] und der Türkei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Ende des 2. Jahrhunderts v. Chr. gelang es einer Dynastie lokaler Herrscher, sich in einem relativ kleinen Gebiet östlich des [[Euphrat]] zu etablieren. Das Reich lag im Spannungsfeld zwischen dem mit [[Römisches Reich|Rom]] verbündeten [[Kappadokien]] im Westen, den mächtigen Königreichen von [[Königreich Pontos|Pontos]] im Norden und [[Geschichte Armeniens|Armenien]] im Nordosten, sowie dem aufstrebenden [[Partherreich]] im Südosten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem [[Gnaeus Pompeius Magnus|Pompeius]] 64 v. Chr. die Reste des Seleukidenreiches südlich von Osrhoene zur [[Römische Provinz|römischen Provinz]] [[Syria]] gemacht und das pontische Reich zerschlagen hatte, entwickelte sich Osrhoene, ähnlich wie Armenien, zu einer Art [[Pufferstaat]] zwischen der römischen und der parthischen Einflusssphäre. Nach der verheerenden Niederlage des [[Marcus Licinius Crassus|Crassus]] in der [[Schlacht bei Carrhae]] 53 v. Chr. wurde die Region zunächst parthisch. Nachdem im Jahre 17 n. Chr. Kappadokien und 72 [[Kommagene]] endgültig römisch geworden waren, etablierte sich der Euphrat immer mehr als Grenzfluss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Osrhoene wurde 114 zusammen mit Armenien und [[Mesopotamien]] von Kaiser [[Trajan]] erobert. Allerdings kam es in den eroberten Gebieten bald darauf zu Aufständen. Trajans Nachfolger [[Hadrian (Kaiser)|Hadrian]] gab dort sofort alle römischen Ansprüche wieder auf. Der römische Kandidat für den parthischen Königsthron wurde mit dem Gebiet von Osrhoene abgefunden, das er aber wenige Jahre später wieder verlor. Kaiser [[Lucius Verus]] durchzog die Region 165 auf seinem erfolgreichen Feldzug gegen die Parther, danach blieb sie ein halb-autonomer [[Satellitenstaat]]. Während des römischen Bürgerkrieges von 193–194 ging die Kontrolle über Osrhoene kurzfristig verloren, wurde aber von [[Septimius Severus]] in den Partherkriegen von 195 und 197–198 wiederhergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Osrhoene regierte eine Familie, die einige Könige mit dem Namen Abgar hervorbrachte. [[Abgar VIII.]] (177–212) kann möglicherweise als der erste [[Christentum|christliche]] König der Weltgeschichte betrachtet werden. Der Kirchenvater [[Eusebius von Caesarea]] berichtet in seinem Werk jedoch nichts von einer Bekehrung des Königs. Mindestens stand der König dem Christentum aufgeschlossen gegenüber.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=HhZDnqtKHpkC&amp;amp;pg=PA280&amp;amp;lpg=PA280&amp;amp;dq=%22Abgar+VIII.%22&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=5NjsF6o9Ss&amp;amp;sig=IYTkXbgWT__HnmC200YZwjitYjE&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=2DpLS7v9O8b5-AaIivnzCQ&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result#v=onepage&amp;amp;q=%22Abgar%20VIII.%22&amp;amp;f=false Gerhard Krause, Gerhard Müller (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Theologische Realenzyklopädie,&amp;#039;&amp;#039; Teile 1–2, S. 280]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit den Feldzügen des Septimius Severus wurde 195 die römische Provinz Osrhoene geschaffen. Oft wird angenommen, dies sei geschehen, um Abgar VIII. für seine Allianz mit Severus’ Widersacher [[Pescennius Niger]] zu bestrafen; das ist jedoch eine reine Hypothese, zumal nicht klar ist, ob das Königreich Osrhoene überhaupt Territorium für die neue Provinz abtreten musste. Erst Severus’ Sohn und Nachfolger [[Caracalla]] entthronte um 213 den Nachfolger Abgars VIII., seinen Sohn [[Abgar IX.]], vergrößerte die römische Provinz Osrhoene auf Kosten des Königreiches und machte die ehemalige Hauptstadt Edessa zu einer römischen [[Colonia (Rom)|Colonia]]. Ob ein osrhoenischer Rumpfstaat außerhalb des Römischen Reiches weiterbestand, wird unterschiedlich beurteilt; auf jeden Fall sind für die folgenden Jahrzehnte noch Nachkommen der Königsfamilie bezeugt und unter dem römischen Kaiser [[Gordian III.]] ist ab 238/239 wieder kurzzeitig eine osrhoenische Königsherrschaft nachweisbar.&amp;lt;ref&amp;gt;Für diesen Absatz und die damit verbundenen Kontroversen siehe (mit weiteren Literaturhinweisen) Karin Mosig-Walburg: &amp;#039;&amp;#039;Ma’nu paṣgribā, Vater des Königs Aelius Septimius Abgar X. Ein ,king in waiting&amp;#039;?&amp;#039;&amp;#039; In: [[Kai Ruffing]], [[Kerstin Droß-Krüpe]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Emas non quod opus est, sed quod necesse est. Beiträge zur Wirtschafts-, Sozial-, Rezeptions- und Wissenschaftsgeschichte der Antike. Festschrift für Hans-Joachim Drexhage zum 70. Geburtstag&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Philippika.&amp;#039;&amp;#039; Band 125). Harrassowitz, Wiesbaden 2018, ISBN 978-3-447-11087-7, S. 371–387.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem das Partherreich im 3. Jahrhundert von der persischen Dynastie der [[Sassanidenreich|Sassaniden]] erobert worden war, wurde Osrhoene eine umstrittene Region im Grenzgebiet zwischen dem Neupersischen Reich und (Ost-)Rom (siehe [[Römisch-Persische Kriege]]). Nach der [[Schlacht von Edessa|Belagerung von Edessa]] und [[Carrhae]] durch [[Schapur I.]] erlitten die Römer hier 260 eine schwere Niederlage, bei der Kaiser [[Valerian]] selbst in Gefangenschaft geriet. Der Herrscher der reichen, mit Rom verbündeten, nahezu unabhängigen Wüstenstadt [[Palmyra]], [[Septimius Odaenathus]], half den Römern danach entscheidend, die Kontrolle über Osrhoene wiederherzustellen. Sein minderjähriger Sohn [[Vaballathus]] wandte sich jedoch unter Führung seiner Mutter [[Zenobia]] gegen die Römer, wurde zum &amp;#039;&amp;#039;[[Augustus (Titel)|Augustus]]&amp;#039;&amp;#039; erhoben und konnte erst 272 mit seiner Mutter von [[Aurelian]] besiegt und gefangen genommen werden. Bis zur Eroberung durch die Araber um 640 blieb die Osrhoene während der gesamten [[Spätantike]] römische Provinz, mit Edessa (das die Sassaniden wiederholt belagerten) als Statthaltersitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Könige von Osrhoene ==&lt;br /&gt;
* [[Aryu]] (132–127 v. Chr.)&lt;br /&gt;
* [[Abdu von Osrhoene|Abdu]] (127–120)&lt;br /&gt;
* [[Fradhasht]] (120–115)&lt;br /&gt;
* [[Bakru I.]] (115–112)&lt;br /&gt;
* [[Bakru II.]] (112–94)&lt;br /&gt;
* [[Ma’nu I.]] (94)&lt;br /&gt;
* [[Abgar I.]] (94–68)&lt;br /&gt;
* [[Abgar II.]] (68–52)&lt;br /&gt;
* [[Ma’nu II.]] (52–34)&lt;br /&gt;
* [[Paqor]] (34–29)&lt;br /&gt;
* [[Abgar III.]] (29–26)&lt;br /&gt;
* [[Abgar IV.]] (26–23)&lt;br /&gt;
* [[Ma’nu III.]] (23–4)&lt;br /&gt;
* [[Abgar V.]] (4 v. Chr.–7 n. Chr.)&lt;br /&gt;
* [[Ma’nu IV.]] (7–13)&lt;br /&gt;
* Abgar V. (13–50)&lt;br /&gt;
* [[Ma’nu V.]] (50–57)&lt;br /&gt;
* [[Ma’nu VI.]] (57–71)&lt;br /&gt;
* [[Abgar VI.]] (71–91)&lt;br /&gt;
* [[Sanatruk (Armenien)|Sanatruk]] (91–109)&lt;br /&gt;
* [[Abgar VII.]] (109–116)&lt;br /&gt;
* römische Besatzung 116–118&lt;br /&gt;
* [[Yalur]] (118–122), mit Parthamaspates&lt;br /&gt;
* [[Parthamaspates]] (um 122/23)&lt;br /&gt;
* [[Ma’nu VII.]] (123–139)&lt;br /&gt;
* [[Ma’nu VIII.]] (139–163)&lt;br /&gt;
* [[Wa’il von Osrhoene|Wa’il]] (163–165)&lt;br /&gt;
* Ma’nu VIII. (165–177)&lt;br /&gt;
* [[Abgar VIII.]] (der Große) (177–212)&lt;br /&gt;
* [[Abgar IX.]] (212–213)&lt;br /&gt;
* unsicher: Ma’nu IX. (213–239?)&amp;lt;ref&amp;gt;Karin Mosig-Walburg: &amp;#039;&amp;#039;Ma’nu paṣgribā, Vater des Königs Aelius Septimius Abgar X. Ein ,king in waiting&amp;#039;?&amp;#039;&amp;#039; In: Kai Ruffing, Kerstin Droß-Krüpe (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Emas non quod opus est, sed quod necesse est. Beiträge zur Wirtschafts-, Sozial-, Rezeptions- und Wissenschaftsgeschichte der Antike. Festschrift für Hans-Joachim Drexhage zum 70. Geburtstag&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Philippika.&amp;#039;&amp;#039; Band 125). Harrassowitz, Wiesbaden 2018, ISBN 978-3-447-11087-7, S. 371–387, hier S. 384–386.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Abgar X.]] (etwa 239 bis 242)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Hendrik J. W. Drijvers: &amp;#039;&amp;#039;Cults and Beliefs at Edessa&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Études préliminaires aux religions orientales dans l’Empire romain.&amp;#039;&amp;#039; Band 82). Brill, Leiden 1980, ISBN 90-04-06050-2.&lt;br /&gt;
* {{Fischer Weltgeschichte|Seiten=107, 117 ff, 201, 215 f, 218, 221|Band=8}}&lt;br /&gt;
* [[Andreas Luther]]: &amp;#039;&amp;#039;Elias von Nisibis und die Chronologie der edessenischen Könige&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Klio (Zeitschrift)|Klio]].&amp;#039;&amp;#039; Band 81, 1999, S. 180–198.&lt;br /&gt;
* Andreas Luther: &amp;#039;&amp;#039;Die ersten Könige von Osrhoene&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Klio.&amp;#039;&amp;#039; Band 81, 1999, S. 437–454.&lt;br /&gt;
* Andreas Luther: &amp;#039;&amp;#039;Nordmesopotamien und Rom. Untersuchungen zur Geschichte der Königreiche Osrhoene und Hatra (ca. 130 v. Chr. bis ca. 250 n. Chr.)&amp;#039;&amp;#039;. Unpublizierte Habilitationsschrift, Freie Universität Berlin 2000.&lt;br /&gt;
* [[Michael Sommer (Historiker)|Michael Sommer]]: &amp;#039;&amp;#039;Roms orientalische Steppengrenze. Palmyra – Edessa – Dura Europos – Hatra. Eine Kulturgeschichte von Pompeius bis Diocletian.&amp;#039;&amp;#039; 2., vollständig überarbeitete Auflage, Franz Steiner Verlag, Stuttgart 2018, ISBN 978-3-515-11681-7, besonders S. 227–271.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=37/09/30/N|EW=38/47/30/E|type=country|region=TR}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4558196-4|LCCN=n93008476|VIAF=132673816}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Osrhoene| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Syrien (Antike)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römische Provinz (Vorderasien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oströmische Provinz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forschungsprojekt des Deutschen Archäologischen Instituts]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Edessa (Mesopotamien)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;DerMaxdorfer</name></author>
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