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	<title>Osmünde - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Eriosw: /* 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart */ archivlink gemeindeverzeichnis</title>
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		<updated>2025-10-21T11:00:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;19. Jahrhundert bis zur Gegenwart: &lt;/span&gt; archivlink gemeindeverzeichnis&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Osmünde Sankt Petrus3.JPG|miniatur|[[St. Petrus (Osmünde)|Sankt-Petrus-Kirche]]]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Osmünde&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein zur Gemeinde [[Kabelsketal]] als Ortsteil von [[Gröbers]] gehörendes Dorf in [[Sachsen-Anhalt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
Osmünde liegt im Bereich zwischen den beiden Großstädten [[Halle (Saale)]] und [[Leipzig]], nördlich von Gröbers. Nördlich der Ortslage verläuft die [[Bundesautobahn 14]], südlich die [[Bahnstrecke Magdeburg–Leipzig|Eisenbahnstrecke Magdeburg–Leipzig]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Frühgeschichte ===&lt;br /&gt;
Durch prähistorische Funde ist eine Besiedlung des Gebiets bereits für die Zeit von etwa 4000 bis 3000 Jahren vor unserer Zeitrechnung an belegt.&lt;br /&gt;
Osmünde war später nach der während der [[Völkerwanderung]] erfolgten Einwanderung slawischer Stämme eine [[Sorben|sorbische]] Siedlung. Der Grundriss Osmündes zeigt noch heute die Anlage eines slawischen [[Rundling]]sdorfes. Osmünde gehörte im 8. und 9. Jahrhundert zum [[Gau Neletici|Neleticigau]]. Auch der Name könnte slawischen Ursprungs sein, wenn er sich von &amp;#039;&amp;#039;osmina&amp;#039;&amp;#039; für &amp;#039;&amp;#039;Achtel&amp;#039;&amp;#039; ableitet.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Es handelt sich um einen Ort, der eine aus örtlichen Gründen nach der Zahl 8 orientierte Flureinteilung bezeichnet.&amp;#039;&amp;#039; In: Albert Richter: &amp;#039;&amp;#039;Die Ortsnamen des Saalekreises.&amp;#039;&amp;#039; Akademie-Verlag, Berlin 1962, S. 62&amp;lt;/ref&amp;gt; Osmünde wäre demnach möglicherweise Hauptort eines sogenannten [[Achtelgau]]s. Neuere Erkenntnisse, insbesondere die Forschung des Onomastikers [[Jürgen Udolph]], haben aber ergeben, dass der Ursprung des Namens Osmünde auch auf das altgermanische Wort für Sandberg oder Sandhügel für den einstigen Kirchberg zurückzuführen sein könnte. Hieraus wiederum könnte dann abgeleitet werden, dass der Ort vor mindestens 2000 bis 2500 Jahren germanisch besiedelt wurde und sich der Namensursprung über diesen gesamten Zeitraum erhalten hat.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.spritze1811.de/documents/OsmCode.pdf |wayback=20160304065235 |text=Der Osmünde Code |format=PDF }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.spritze1811.de/documents/viaKabelske.pdf |wayback=20160304072438 |text=via-Kabelsketal |format=PDF }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv| url=http://www.spritze1811.de/documents/Feurio_Kabelsketal.pdf |wayback=20160902130012|text=Feurio Kabelsketal |format=PDF }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ersterwähnung bis 18. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Eine erste urkundliche Erwähnung ist durch eine Urkunde [[Otto I. (HRR)|Ottos I.]] vom 26. Juni 952 überliefert. Otto vertauscht dort das als &amp;#039;&amp;#039;marca Ozmina&amp;#039;&amp;#039; bezeichnete Osmünde an seinen [[Vasalle]]n [[Billing (Sachsen)|Billing]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.kabelsketal.de/content.asp?page=189 | wayback=20071022210051 | text=Informationen der Einheitsgemeinde Kabelsketal}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Osmünde lag an der Kreuzung der [[Salzstraße#Hallische Salzstraßen|Alten Salzstraße]] (oder Böhmischen Straße) mit einer Heerstraße. Im 12. Jahrhundert wurde die [[St. Petrus (Osmünde)|Sankt-Petrus-Kirche]] errichtet, wobei vermutlich auch bereits zuvor schon eine Kirche im Ort bestand. Osmünde unterstand ab dem 13. Jahrhundert mit mehreren Nachbarorten als &amp;#039;&amp;#039;Osmünder Pflege&amp;#039;&amp;#039; dem Amt [[Giebichenstein]].&lt;br /&gt;
[[Datei:Turm-Osmünde.jpg|miniatur|Ruine des Kirchturmes]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch ein als wundertätig verehrtes Marienbild in der Kirche wurde Osmünde Wallfahrtsort. Vom auf der Salzstraße reisenden [[Ulrich von Hutten]] ist eine Beschreibung des Wallfahrtsfestes überliefert. Mit der Einführung der [[Reformation]] im Jahr 1540 trat an die Stelle der Wallfahrt das örtliche [[Appelsfest]]. Das Fest wurde später durch den [[Preußen|preußischen]] König verboten und erst seit 2002 wiederbelebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zeit um 1600 war Osmünde die drittgrößte Ortschaft im [[Saalkreis]] des [[Erzstift Magdeburg|Erzstifts Magdeburg]]. Der Ort gehörte seit dem 13. Jahrhundert zum [[Amt Giebichenstein]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.kabelsketal.de/de/geschichte-groebers.html Osmünde in der Geschichte des Ortsteils Gröbers]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=y-9CAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA128&amp;amp;lpg=PA128&amp;amp;dq=Geographie+f%C3%BCr+alles+St%C3%A4nde+Amt+Petersberg&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=sKoBw2logE&amp;amp;sig=b07FEKTmEYQJGRfPkDgTBk_9m5A&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=Q_CEVfjMCYvlUqzBm4gG&amp;amp;ved=0CCEQ6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q=Geographie%20f%C3%BCr%20alles%20St%C3%A4nde%20Amt%20Petersberg&amp;amp;f=false Erwähnung des Orts im Buch &amp;quot;Geographie für alle Stände&amp;quot;, S.&amp;amp;nbsp;126]&amp;lt;/ref&amp;gt; Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] kam es auch in Osmünde zu schweren Zerstörungen und Plünderungen. Die Einwohner mussten zeitweise den Ort verlassen und in der Aue der [[Weiße Elster|Elster]] Schutz suchen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.kirche-osmuende.de/chronik/|abruf=2025-04-21|titel=Chronik|hrsg=Homepage des Kirchenfördervereins }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Von den schweren Einschnitten erholte sich der Ort erst im 18. Jahrhundert wieder. 1680 kam Osmünde im Amt Giebichenstein des Saalkreises zum [[Herzogtum Magdeburg]] unter [[Brandenburg-Preußen|brandenburg-preußische]] Herrschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart ===&lt;br /&gt;
In der Zeit napoleonischer Besatzung (1807–1813) wurde Osmünde dem [[Kanton Dieskau]] im [[Distrikt Halle]] ([[Departement der Saale]]) des [[Königreich Westphalen|Königreichs Westphalen]] zugeordnet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.willmanns.ch/pdf/koenigreich%20westphalen/k%20westphalen/8_Das_Saale-Departement.pdf Beschreibung des Saale-Departements]&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei der politischen Neuordnung nach dem [[Wiener Kongress]] 1815 wurde Osmünde im Jahr 1816 dem [[Regierungsbezirk Merseburg]] der preußischen [[Provinz Sachsen]] angeschlossen und dem Saalkreis zugeordnet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=http://www.gemeindeverzeichnis.de/gem1900/gem1900.htm?sachsen_provinz/saalkreis.htm |titel=Der Saalkreis im Gemeindeverzeichnis 1900 |hrsg=Uli Schubert |offline=2025-08-30 | archiv-url=https://web.archive.org/web/20241109163909if_/https://www.gemeindeverzeichnis.de/gem1900/gem1900.htm?sachsen_provinz/saalkreis.htm | archiv-datum=2024-11-09 | abruf=2025-08-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1840 wurde das südlich von Osmünde vorbeiführende Teilstück Halle-Leipzig der [[Bahnstrecke Magdeburg–Leipzig]] eröffnet. 1851 entstand an der Straße in Richtung Gröbers eine Zuckerfabrik. Die Zuckerproduktion hielt bis in die Zeit der Weltwirtschaftskrise in den 1920er Jahren an. Unter Tage wurde in der Nähe [[Braunkohle]] gefördert. Im Jahr 1898 gründete sich für Osmünde und die nähere Umgebung ein [[Konsumgenossenschaft|Konsumverein]]. 1910 zählte Osmünde 866 Einwohner. Die Einwohnerzahl stieg bis 1925 auf 975 an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auseinandersetzungen ergaben sich in der Zeit des [[Kapp-Putsch]]es im März 1920. Arbeiter lagerten in Osmünde Waffen, die dann in [[Ammendorf/Beesen|Ammendorf]] eingesetzt wurden. 1934 wurde nördlich der Ortslage die heutige Bundesautobahn 14 gebaut. Zum 1. April 1938 erfolgte die Eingemeindung Osmündes nach Gröbers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April 1945, gegen Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]], wurde Osmünde zunächst durch Soldaten der [[First United States Army|1. US-Armee]] besetzt. Es gehörte nach dem Rückzug der Amerikaner in der Folgezeit zur [[Sowjetische Besatzungszone|Sowjetischen Besatzungszone]]. In der Nachkriegszeit wurden viele [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945 bis 1950|Flüchtlinge und Vertriebene]] aufgenommen. Es folgte die [[Bodenreform]] und später die Zwangskollektivierung der Landwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2003 wurde der Heimatverein „Osmünder Spritze 1811 e.&amp;amp;nbsp;V.“ gegründet. Zum 1. Januar 2004 erfolgte die Eingemeindung zur Einheitsgemeinde Kabelsketal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bauwerke ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Osmünde.jpg|miniatur|Gasthaus Lindenhof]]&lt;br /&gt;
Im Ort befindet sich die bis auf das 12. Jahrhundert zurückgehende [[St. Petrus (Osmünde)|Sankt-Petrus-Kirche]]. Gemeinsam mit ihr steht auch der umgebende Kirchhof und das [[Kriegerdenkmal]] unter [[Denkmalschutz]]. Ebenfalls denkmalgeschützt ist das Platzensemble südlich und östlich der Kirche mit Pfarrhaus, ein- und zweigeschossigen Wohnhäusern, Gehöften und dem Gasthaus Lindenhof.&amp;lt;ref&amp;gt;Sabine Meinel, Birthe Rüdiger: &amp;#039;&amp;#039;Denkmalverzeichnis Sachsen-Anhalt.&amp;#039;&amp;#039; Band 5: &amp;#039;&amp;#039;Saalkreis.&amp;#039;&amp;#039; fliegenkopf verlag, Halle 1997, ISBN 3-910147-64-X, S. 52&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.spritze1811.de/ Homepage des Heimatvereins]&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.kabelsketal.de/content.asp?page=189 | wayback=20071022210051 | text=Informationen der Einheitsgemeinde Kabelsketal}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Ortschaften von Kabelsketal}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=/|NS=51.446726|EW=12.11483|type=city|region=DE-ST}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=5286018-8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Osmunde}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Kabelsketal)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Saalekreis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Saalekreis)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 952]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Eriosw</name></author>
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