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	<title>Oskar Walzel - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T10:40:19Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Oskar_Walzel&amp;diff=1042436&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;08Linus: BKL ersetzt mit bkl-replace</title>
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		<updated>2025-10-24T20:48:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BKL ersetzt mit &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:CennoxX/js/bkl-replace.js&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:CennoxX/js/bkl-replace.js (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;bkl-replace&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:OskarWalzel.jpg|miniatur|Oskar Walzel um 1912]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Oskar Franz Walzel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[28. Oktober]] [[1864]] in [[Wien]]; † [[29. Dezember]] [[1944]] in [[Bonn]]) war ein österreichisch-deutscher [[Literaturwissenschaft]]ler. Als Professor für Neuere deutsche Literatur wirkte er in [[Bern]], [[Dresden]] und Bonn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Oskar Walzel wurde als Sohn des Feuilletonisten, Librettisten und kurzzeitigen künstlerischen Leiters des [[Theater an der Wien|Theaters an der Wien]] [[Camillo Walzel]] geboren. Er studierte an den Universitäten [[Universität Wien|Wien]] und [[Humboldt-Universität zu Berlin|Berlin]], wurde 1887 promoviert und [[Habilitation|habilitierte]] sich in seiner Geburtsstadt 1894. 1897 erhielt er eine Berufung an die [[Universität Bern]], 1907 wurde er Nachfolger von [[Adolf Stern (Schriftsteller)|Adolf Stern]] an der [[Technische Hochschule Dresden|Technischen Hochschule Dresden]] und ging 1921 an die [[Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn|Universität Bonn]]. 1933 wurde er emeritiert, hielt aber weiterhin Vorlesungen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Grab Oskar Walzel Bonn.jpg|mini|Grabstein von Oskar Walzel auf dem Bonner Südfriedhof]]&lt;br /&gt;
1936 entzog der Rektor der Universität Bonn Walzel die Venia Legendi wegen „jüdischer Versippung“. Er starb 1944 unter nicht ganz geklärten Umständen während eines Bombenangriffs. Er wurde auf dem [[Südfriedhof (Bonn)|Bonner Südfriedhof]] beigesetzt. Seine jüdische Ehefrau wurde im gleichen Jahr nach [[Ghetto Theresienstadt|Theresienstadt]] deportiert und dort ermordet.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Teilnachlass Oskar Walzel. Findbuch.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. von der Universität Bonn, bearbeitet von Letitia Mölck und Birgit Schaper. Bonn 2007, S.&amp;amp;nbsp;3.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wissenschaft ==&lt;br /&gt;
Mit seiner Schrift &amp;#039;&amp;#039;Wechselseitige Erhellung der Künste&amp;#039;&amp;#039; (1917) versuchte Walzel, einen interdisziplinären Ansatz in den [[Geisteswissenschaften]] anzuregen. Seine Freundschaft mit dem Kunstwissenschaftler [[Heinrich Wölfflin]] führte ihn zu einer Unterscheidung „[[Tektonik (Dichtung)|tektonischer]]“ und „atektonischer“ [[Leitmotiv]]e in der Dichtung, die sich an Wölfflins kunsttheoretische Terminologie anlehnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walzels Ideen sind etwa noch in der Dramentheorie lebendig ([[geschlossene und offene Form im Drama]]). In jüngster Zeit werden sie von der [[Medienwissenschaft]] wieder diskutiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Oskar Walzels Schülern gehörten die Schriftstellerin [[Maria Waser]], der Literaturwissenschaftler [[Harry Maync]], der Schriftsteller [[Hermann Gschwind]], der später für sein Engagement für die deutsch-türkischen Beziehungen in den 1950er Jahren bekannt gewordene Schweizer Journalist und Publizist [[Max Rudolf Kaufmann]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kaufmann_IFA&amp;quot;&amp;gt;Max Rudolf Kaufmann: &amp;#039;&amp;#039;Erlebnisse in der Türkei vor 50 Jahren.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für Kulturaustausch,&amp;#039;&amp;#039; hrsg. vom [[Institut für Auslandsbeziehungen]], Band 12, 1962, S.&amp;amp;nbsp;237–241&amp;lt;/ref&amp;gt; und die Publizistin und Frauenrechtlerin [[Helene Stöcker]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;stöcker&amp;quot;&amp;gt;Helene Stöcker: &amp;#039;&amp;#039;Lebenserinnerungen. Die unvollendete Autobiographie einer frauenbewegten Pazifistin.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. von Reinhold Lütgemeier-Davin und Kerstin Wolff. Boehlau Verlag, Köln 2015, S.&amp;amp;nbsp;76&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Helene Stöcker schrieb über ihn: „Walzel war einsichtig genug, seine Studierenden nicht nur als seine Schüler, sondern als selbständige Menschen zu behandeln. Man konnte freier und offener mit den eigenen Überzeugungen herausrücken, als es sonst zwischen Lehrer und Schüler möglich ist“.&amp;lt;ref&amp;gt;Helene Stöcker: &amp;#039;&amp;#039;Lebenserinnerungen.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. von Reinhold Lütgemeier-Davin und Kerstin Wolff. Böhlau, Köln 2015, S.&amp;amp;nbsp;76&amp;amp;nbsp;f., s. auch 97.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walzels Nachlass befindet sich in der [[Universitäts- und Landesbibliothek Bonn]] und im [[Deutsches Literaturarchiv Marbach|Deutschen Literaturarchiv Marbach]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Walzel bueste willertangen.jpg|miniatur|Porträtskulptur, um 1920, von [[Rudolf Wulfertange]] im Nachlass Oskar Walzels (Universitäts- und Landesbibliothek Bonn)]]&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* Sächsische Medaille Bene merentibus (1914)&lt;br /&gt;
* Ritterkreuz des Sächsischen Verdienstordens (1915)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Romantik,&amp;#039;&amp;#039; 1908&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Leitmotive in Dichtungen,&amp;#039;&amp;#039; 1917&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die deutsche Dichtung seit Goethes Tod,&amp;#039;&amp;#039; 1920&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gehalt und Gestalt im Kunstwerk des Dichters,&amp;#039;&amp;#039; 1923&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Wortkunstwerk,&amp;#039;&amp;#039; 1926&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Friedrich Lienhard]] †. Eine Würdigung seines Lebenswerkes&amp;#039;&amp;#039;, in: Westfälisches Volksblatt Nr. 125, 5. Mai 1929, S. 2.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Florenz in deutscher Dichtung,&amp;#039;&amp;#039; Köln 1937&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wachstum und Wandel. Lebenserinnerungen.&amp;#039;&amp;#039; Erich Schmidt Verlag, Berlin 1956&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herausgeber ===&lt;br /&gt;
* [[Handbuch der Literaturwissenschaft]], hrsg. von Oskar Walzel, Berlin 1938&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Stolperstein Hedwig Walzel Reuterstraße 114 Bonn.JPG|mini|Stolperstein für Hedwig Walzel vor dem ehemaligen Wohnsitz der Familie in der Reuterstraße 114, verlegt 2002&amp;lt;ref&amp;gt;{{osm|n|736724905|text=Stolperstein bei openstreetmap.org}}&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Südstadt (Bonn)|Bonner Südstadt]] ist seit 1978 eine Straße nach Walzel benannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Bonner Straßenkataster|1276|name=Oskar-Walzel-Straße}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2002 erinnert ein Stolperstein vor seinem ehemaligen Wohnsitz an seine ermordete Ehefrau.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |hrsg=Gedenkstätte für die Bonner Opfer des Nationalsozialismus – An der Synagoge e.&amp;amp;nbsp;V. |titel=Katalog der bisher in Bonn verlegten Stolpersteine (Stand: 2016) |url=https://www.ns-gedenkstaetten.de/fileadmin/files/user_upload/Stolpersteine_Stand_Dezember_2016.pdf |zugriff=2018-06-23 |kommentar=pdf-Datei |format=PDF}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Festgabe für Oskar Walzel, überreicht von seinen Schülern zur Feier des 65. Geburtstages.&amp;#039;&amp;#039; Bonn 1929, Nachlass Walzel II, Universitäts- und Landesbibliothek Bonn.&lt;br /&gt;
* Peter Goßens: &amp;#039;&amp;#039;Oskar Walzel.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Christoph König (Germanist)|Christoph König]] (Hrsg.), unter Mitarbeit von Birgit Wägenbaur u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;[[Internationales Germanistenlexikon 1800–1950]].&amp;#039;&amp;#039; Band 3: &amp;#039;&amp;#039;R–Z.&amp;#039;&amp;#039; de Gruyter, Berlin/New York 2003, ISBN 3-11-015485-4, S.&amp;amp;nbsp;1980–1983.&lt;br /&gt;
* Klaus Naderer: &amp;#039;&amp;#039;Oskar Walzels Ansatz einer neuen Literaturwissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; Bonn 1994. ISBN 3-928799-12-6&lt;br /&gt;
* Werner Brück: &amp;#039;&amp;#039;Wie erzählt Poussin? Proben zur Anwendbarkeit poetologischer Begriffe aus Literatur- und Theaterwissenschaft auf Werke der bildenden Kunst. Versuch einer „Wechselseitigen Erhellung der Künste“.&amp;#039;&amp;#039; Norderstedt 2014, ISBN 978-3-7357-7877-2.&lt;br /&gt;
* {{NDB|27|386|387|Walzel, Oskar |[[Alexander Nebrig]]|11876425X}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Oskar Franz Walzel}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|11876425X}}&lt;br /&gt;
* [https://www.deutsche-biographie.de/sfz117039.html#dbocontent Indexeintrag für Oskar Walzel] in der Datenbank der [[Deutsche Biographie|Deutschen Biographie]]&lt;br /&gt;
* [https://www.ucl.cas.cz/edicee/data/sborniky/2004/Vodicka/2.pdf Herta Schmid: &amp;#039;&amp;#039;Oskar Walzel und die Prager Schule&amp;#039;&amp;#039;, 2004.] (PDF-Datei; 218 kB)&lt;br /&gt;
* [https://www.sammlungen.ulb.uni-bonn.de/de/historische-sammlungen/nachlaesse/walzel-oskar-1 Teilnachlass von Oskar Walzel] in der ULB Bonn&lt;br /&gt;
* [https://www.sammlungen.ulb.uni-bonn.de/de/historische-drucke/historische-bibliotheken/walzel-oskar Die Bibliothek Walzels] in der ULB Bonn&lt;br /&gt;
* [https://www.stadtwikidd.de/wiki/Oskar_Walzel Walzel in Dresden]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=11876425X|LCCN=nr/89/7236|VIAF=37712030}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Walzel, Oskar}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literaturwissenschaftler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Bern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Technische Universität Dresden)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Cisleithanien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1864]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1944]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Walzel, Oskar&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Walzel, Oskar Franz (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichisch-deutscher Literaturwissenschaftler&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=28. Oktober 1864&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=29. Dezember 1944&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bonn]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;08Linus</name></author>
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