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	<title>Oskar Potiorek - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Kent: /* Attentat von Sarajevo */</title>
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		<updated>2024-12-18T20:55:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Attentat von Sarajevo&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Oskar Potiorek&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[20. November]] [[1853]] in [[Bad Bleiberg|Bleiberg]], [[Kärnten]]; † [[17. Dezember]] [[1933]] in [[Klagenfurt]], Kärnten) war [[Österreich-Ungarn|österreichisch-ungarischer]] Offizier, [[Landeschef (Österreich-Ungarn)|Landeschef]] von [[Kondominium Bosnien und Herzegowina|Bosnien und der Herzegowina]] und bei Beginn des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] Oberkommandierender der [[Österreich-Ungarns Armee im Ersten Weltkrieg|Balkanstreitkräfte der Doppelmonarchie]]. Bekannt wurde er vor allem im Zusammenhang mit dem [[Attentat von Sarajevo]] auf Erzherzog-Thronfolger [[Franz Ferdinand von Österreich-Este]] und mit den [[Serbienfeldzug 1914|drei gescheiterten Offensiven]] Österreich-Ungarns gegen [[Königreich Serbien|Serbien]] im Jahr 1914.&lt;br /&gt;
[[Datei:Potiorek oskar fzm 1853 1933 photo2.jpg|mini|Feldzeugmeister Oskar Potiorek (1914)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Herkunft und Ausbildung ===&lt;br /&gt;
Potiorek war Sohn des Bergbaubeamten Paul Potiorek. Nach dem Schulbesuch wurde er ab 1867 an der [[k.u.k. Technische Militärakademie|Technischen Militärakademie]] in [[St. Pölten]] und ab 1875 an der [[k.u.k. Kriegsschule]] in Wien ausgebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dienst im Generalstab ===&lt;br /&gt;
Am 1. November 1877 wurde er Generalstabsoffizier bei der 3. Infanterie-Brigade in Wien. Im September und Oktober 1878 wurde er während der [[Okkupationsfeldzug in Bosnien|Okkupation von Bosnien und der Herzegowina]] der Generalstabsabteilung des nachmobilisierten V. Armeekorps, dann der 36. Infanterietruppendivision zugewiesen. 1879 wurde er direkt in den [[K.u.k. Stabswesen|Generalstab]] aufgenommen, als dessen Chef ab 1881 [[Friedrich von Beck-Rzikowsky]] fungierte. Zwischen 1. November 1883 und 1. Mai 1886 führte er die 3. Kompanie des Infanterie-Regiments 17 in [[Ljubljana|Laibach]]. Von 1886 an war er im Büro für operative und besondere Generalstabsarbeiten tätig und wurde am 1. Mai 1887 zum [[Major]], am 1. November 1889 zum [[Oberstleutnant]] im Generalstab befördert. Vom 1. November 1890 bis zum 22. Oktober 1891 führte Potiorek das 4. Bataillon des Infanterie-Regiments Nr. 7 in Klagenfurt. Nach Wien zurückgekehrt, übernahm er am 15. März 1892 den Posten des Chefs des Operationsbüros. Seine letzte aktive Truppendienstperiode brachte ihn, seit 1. Mai 1898 zum [[Generalmajor]] befördert, nach [[Budapest]], wo er das Kommando der 64. Infanterie-Brigade übernahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1902 ernannte ihn Kaiser [[Franz Joseph I.]] zum stellvertretenden Generalstabschef der [[Gemeinsame Armee|Gemeinsamen Armee]]. Bei der Neubestellung des Generalstabschefs im Jahre 1906 entschied sich der Kaiser jedoch nicht für Potiorek, sondern auf Wunsch von Erzherzog-Thronfolger [[Franz Ferdinand von Österreich-Este|Franz Ferdinand]] für [[Franz Conrad von Hötzendorf]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kreuzer&amp;quot;&amp;gt;[[Anton Kreuzer (Publizist)|Anton Kreuzer]]: &amp;#039;&amp;#039;Kärntner Biographische Skizzen.&amp;#039;&amp;#039; Kärntner Druck und Verlagsgesellschaft, Klagenfurt 1995, ISBN 3-85391-128-5, S. 35–39.&amp;lt;/ref&amp;gt; Potiorek wurde im Februar 1907 [[Kommandierender General]] des III. Korps in [[Graz]] und am 1. November zum [[Feldzeugmeister]] befördert; die Garnisonen des Korps lagen in der [[Steiermark]], in [[Kärnten]], in der [[Krain]], in [[Gefürstete Grafschaft Görz und Gradisca|Görz]] und in [[Markgrafschaft Istrien|Istrien]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kreuzer&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Landeschef von Bosnien-Herzegowina ===&lt;br /&gt;
Am 16. April 1910 wurde Potiorek zum Armeeinspektor in [[Sarajevo]] ernannt, 1911 vom Kaiser zum [[Landeschef (Österreich-Ungarn)|Landeschef]] von [[Bosnien-Herzegowina]] (Gouverneur des keinem der beiden Reichsteile angehörenden Landes) bestellt. Nun hatte Potiorek eine Doppelfunktion sowohl als ziviler Verwaltungschef, dem [[Liste der Finanzminister Österreich-Ungarns (1867–1918)|Gemeinsamen Finanzminister]] unterstehend, wie auch als militärischer Oberbefehlshaber des Landes (dem k.u.k. Generalstabschef unterstehend) inne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Attentat von Sarajevo ===&lt;br /&gt;
1913 lud Potiorek den Thronfolger zu Manövern nach Bosnien ein, die am 26. und 27. Juni 1914 unter Potioreks [[Oberbefehlshaber|Oberbefehl]] in Gegenwart des Erzherzogs ausgetragen wurden. Die am Abend des 27. Juni aus Sicherheitsbedenken geplante vorzeitige Abreise des Erzherzogs, unter Verzicht auf den für den 28. Juni vorgesehenen Besuch in Sarajevo, lehnte Potiorek unter anderem aus Sorge um sein eigenes Prestige ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Vormittag des 28. Juni 1914 wurden zwei Anschläge auf Franz Ferdinand und [[Sophie Chotek von Chotkowa|seine Ehefrau, Herzogin Sophie von Hohenberg]], verübt. Bei dem ersten Attentat wurde sein enger Vertrauter [[Erik von Merizzi]] verletzt. Da man Merizzi im Krankenhaus besuchen wollte, wurde die Route umgeplant. Auf dem Weg vom Rathaus von Sarajevo zum Garnisonshospital wurden Schüsse auf ihre offene Limousine abgegeben, die beide töteten. Potiorek sowie der mitfahrende Besitzer des Wagens, [[Franz Graf Harrach]], und sein Fahrer, [[Leopold Lojka]], blieben unverletzt, obwohl der Attentäter, [[Gavrilo Princip]], später aussagte, er habe mit seinem zweiten Schuss Potiorek töten wollen.&lt;br /&gt;
{{Zitat|&amp;#039;&amp;#039;Potiorek hatte die Verantwortung für die laxen Sicherheitsmaßnahmen zu tragen, ganz zu schweigen davon, dass er nach dem ersten Anschlag darauf gedrängt hatte, den Thronfolger nicht umgehend aus der Stadt bringen zu lassen, ...&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Günther Kronenbitter: &amp;#039;&amp;#039;„Krieg im Frieden“. Die Führung der k.u.k. Armee und die Großmachtpolitik Österreich-Ungarns 1906–1914.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Oldenbourg, München 2003, ISBN 3-486-56700-4, S. 462.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erster Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Ungeachtet dieser Katastrophe wurde Potiorek vom Kaiser im Amt belassen und zu Beginn des Ersten Weltkrieges, den Österreich-Ungarn infolge der durch die Ermordung des Thronfolgers verursachten [[Julikrise]] mit seiner Kriegserklärung an [[Königreich Serbien|Serbien]] Ende Juli 1914 ausgelöst hatte, zum [[Oberbefehlshaber]] über die Balkanstreitkräfte der Doppelmonarchie ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Versuch der schnellen militärischen Niederwerfung Serbiens scheiterte jedoch aufgrund verfehlter Planung und des erbitterten serbischen Widerstands gegen die [[Österreich-Ungarns Armee im Ersten Weltkrieg|österreichisch-ungarische Armee]]. Bei [[Serbienfeldzug 1914|drei Offensiven]] zwischen August und Dezember 1914 gelang es Potiorek nicht, die serbischen Streitkräfte entscheidend zu schlagen. Serbien blieb in allen größeren Gefechten ([[Schlacht von Cer]] im August, [[Schlacht an der Drina]] im September und [[Schlacht an der Kolubara]] in November und Dezember des Jahres) unbesiegt und zwang die Invasoren schließlich zum Rückzug auf eigenes Gebiet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die von Österreich-Ungarns Kriegsbefürwortern oft geschmähte serbische Armee, die an Soldaten und Ressourcen der österreichisch-ungarischen unterlegen und durch die beiden [[Balkankriege]] zusätzlich geschwächt war, fügte den bei Kriegsbeginn rund 460.000 Mann zählenden k.u.k. Balkanstreitkräften Verluste von mehr als 200.000 Mann zu (rund 30.000 Tote und über 170.000 Verwundete und wegen extremen Schlechtwetters im Feld Erkrankte).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rauchensteiner 187&amp;quot;&amp;gt;[[Manfried Rauchensteiner]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Tod des Doppeladlers. Österreich-Ungarn und der Erste Weltkrieg.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Styria, Graz/Wien/Köln 1993, S. 187.&amp;lt;/ref&amp;gt; 70.000 weitere k.u.k. Soldaten gerieten in serbische Kriegsgefangenschaft.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rauchensteiner 187&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Potiorek hatte in seinen Planungen die [[Logistik]] vernachlässigt und seine Soldaten überbeansprucht: &amp;#039;&amp;#039;Der Glaube an die kriegsentscheidende Rolle der Willenskraft und die Rücksichtslosigkeit beim Einsatz der von ihm befehligten Truppen kamen bei Potiorek besonders deutlich zum Vorschein …&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Günther Kronenbitter: &amp;#039;&amp;#039;„Krieg im Frieden“. Die Führung der k.u.k. Armee und die Großmachtpolitik Österreich-Ungarns 1906–1914.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Oldenbourg, München 2003, ISBN 3-486-56700-4, S. 521.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Scheitern seiner letzten Offensive gegen Serbien wurde er schließlich am 1. Jänner 1915 seines Postens enthoben und gleichzeitig pensioniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach dem Krieg ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Theresian Military Academy Cemetery grave - Potiorek, Oskar.jpg|mini|hochkant|Grabstätte Potioreks auf dem [[Friedhof der Theresianischen Militärakademie]]]]&lt;br /&gt;
Potiorek, der sich auf Grund seiner Entlassung zeitweise mit Selbstmordgedanken trug, lebte bis zu seinem Tod zurückgezogen in Klagenfurt. Das Sofa, auf das Thronfolger Franz Ferdinand nach dem Attentat gebettet worden war und auf dem er wenig später starb, bewahrte Potiorek bis zuletzt in seiner Wohnung auf.&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Jeřábek: &amp;#039;&amp;#039;Potiorek. General im Schatten von Sarajevo.&amp;#039;&amp;#039; Styria, Graz/Köln 1991, ISBN 3-222-12067-6, S.&amp;amp;nbsp;214&amp;amp;nbsp;ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es ist heute im [[Heeresgeschichtliches Museum|Heeresgeschichtlichen Museum]] in Wien zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oskar Potiorek verstarb am 17. Dezember 1933 nach mehreren Schlaganfällen und wurde auf dem [[Zentralfriedhof Annabichl|Friedhof Annabichl]] in [[Annabichl]] (seit 1938 ein Bezirk von Klagenfurt) beigesetzt. 1966 wurde der Metallsarg mit seinen sterblichen Überresten in eine Gruft auf dem [[Friedhof der Theresianischen Militärakademie]] in [[Wiener Neustadt]] überführt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kreuzer&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{ÖBL|8|227||Potiorek, Oskar|[[Peter Broucek]]}}&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Jeřábek]]: &amp;#039;&amp;#039;Potiorek. General im Schatten von Sarajevo.&amp;#039;&amp;#039; Styria, Graz/Köln 1991, ISBN 3-222-12067-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|119044749}}&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|FID=pe/023744}}&lt;br /&gt;
* [https://www.oocities.org/veldes1/potiorek.html Biografie bei Austrian Commanders]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise und Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119044749|LCCN=n/92/70827|VIAF=25404096}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Potiorek, Oskar}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Feldzeugmeister (Österreich-Ungarn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Befehlshaber im Ersten Weltkrieg (Österreich-Ungarn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oberbefehlshaber einer Armee (Österreich-Ungarn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger von Klagenfurt am Wörthersee]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent (k.u.k. Kriegsschule)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Attentat von Sarajevo]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1853]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1933]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Potiorek, Oskar&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Offizier der österreichisch-ungarischen Armee&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=20. November 1853&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Bad Bleiberg]], [[Kärnten]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=17. Dezember 1933&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Klagenfurt]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Kent</name></author>
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