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	<title>Oskar Perron - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Oskar_Perron&amp;diff=309821&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;APPERbot: Bot: digizeitschriften.de =&gt; gdz.sub.uni-goettingen.de, Vorlage Commonscat an Inhalte in Commons angepasst, http nach https umgestellt, Aliasparameter ersetzt</title>
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		<updated>2026-04-19T18:00:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: digizeitschriften.de =&amp;gt; gdz.sub.uni-goettingen.de, Vorlage Commonscat an Inhalte in Commons angepasst, http nach https umgestellt, Aliasparameter ersetzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Mathematische Gesellschaft Jena 1930-ab.jpg|mini|Oskar Perron, 1930 in Jena]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Oskar Perron&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[7. Mai]] [[1880]] in [[Frankenthal (Pfalz)]]; † [[22. Februar]] [[1975]] in [[München]]) war ein deutscher [[Mathematiker]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Die Vorfahren von Oskar Perron wurden in Frankreich wegen ihres protestantischen Glaubens als [[Hugenotten]] verfolgt. Über die Schweiz kamen sie nach Deutschland und ließen sich in der Nähe von [[Darmstadt]] nieder. Von dort kamen die Perrons in die Stadt Frankenthal (Pfalz). Perrons Vater Heinrich, geboren am 30. Mai 1850 in Frankenthal, war Kaufmann und Bankier in Frankenthal. Er heiratete am 30. Mai 1876 Augusta Rosina Leinenweber, deren Vater Gerbereibesitzer in [[Pirmasens]] war. 1886 kam der Sohn Oskar in die Volksschule, um im Herbst 1889 auf die Lateinschule, die damals fünf Klassen umfasste, zu wechseln. 1893 wurde die Lateinschule zum sechsklassigen Progymnasium erweitert. Danach ging er 2½ Jahre auf das Gymnasium in Worms, wo er im Jahre 1898 das Abitur ablegte. Im selben Jahr nahm er das Studium der Mathematik und Physik an der [[Universität München]] auf. Er studierte auch einige Semester in Berlin, Tübingen und Göttingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1902 promovierte er bei [[Ferdinand von Lindemann]] in München und bestand im selben Jahr den zweiten Abschnitt der Lehramtsprüfung für Mathematik und Physik. Seine Doktorarbeit behandelt das Problem der Bewegung eines [[Starrer Körper|starren Körpers]] (&amp;#039;&amp;#039;Über die Drehung eines starren Körpers um seinen Schwerpunkt bei Wirkung äußerer Kräfte&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref&amp;gt;{{MathGenealogyProject|id=46877}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1906 wurde er nach Aufenthalten in Göttingen (bei [[David Hilbert]]) und Tübingen Privatdozent für Mathematik an der Universität München. Am 28. Juli desselben Jahres heiratete er Hermine Perron, mit der er entfernt verwandt war. Aus dieser Ehe gingen die Töchter Hertha, Erika und Hedwig hervor.  Von 1910 bis 1914 lehrte er als außerordentlicher Professor in Tübingen, im Anschluss daran erhielt er eine ordentliche Professur in Heidelberg. 1913 veröffentlichte er das Buch &amp;#039;&amp;#039;Die Lehre von den Kettenbrüchen&amp;#039;&amp;#039;. 1915 bis 1918 leistete er seinen Militärdienst zunächst beim Landsturm, später als Leutnant in einer Vermessungsabteilung. 1922 übernahm er als Nachfolger seines Lehrers [[Alfred Pringsheim]] einen Lehrstuhl für Mathematik an der Universität München und wurde mit seinen Kollegen [[Constantin Carathéodory]] und [[Heinrich Tietze]] als „Münchner Dreigestirn der Mathematik“ bekannt. Während des Dritten Reichs zeichnete Perron sich durch seine entschieden gegen die Nationalsozialisten gerichtete Haltung aus. Bei den Auseinandersetzungen in den Jahren von 1938 bis 1944 um einen Nachfolger für Constantin Carathéodory setzte er die Berufung des dem NS-Regime nicht nahestehenden, dafür qualifizierten [[Eberhard Hopf]] durch. Zudem bemühte sich Perron, oft allerdings vergeblich, parteiideologisch motivierte Habilitationen und Lehrauftragsvergaben zu verhindern.&amp;lt;ref&amp;gt;Freddy Litten: Oskar Perron – Ein Beispiel für Zivilcourage im Dritten Reich, in: Frankenthal einst und jetzt, H. 1/2, 1995, S. 26–28 (P)&amp;lt;/ref&amp;gt; 1951 wurde er emeritiert, er blieb aber wissenschaftlich tätig und hielt bis 1960 Vorlesungen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Oskar Perron.jpg|mini|Oskar Perron, 1948 in München]]&lt;br /&gt;
Mit großem Erfolg widmete er sich zahlreichen Fragen der „klassischen“ Mathematik, während er die „moderne“, abstraktere Mathematik wenig schätzte. [[Diophantische Approximation]]en beschäftigten ihn über Jahrzehnte hinweg. Seine Lösungen gingen als &amp;#039;&amp;#039;Perronsche Übertragungssätze&amp;#039;&amp;#039; in die Literatur ein. Auch verallgemeinerte mehrdimensionale Kettenbrüche (&amp;#039;&amp;#039;Jacobi-Perronscher Kettenbruchalgorithmus&amp;#039;&amp;#039;) beschäftigten ihn seit seiner Habilitation bis zu seiner letzten Publikation. Asymptotische und unendliche Reihen wurden behandelt, ebenso wie Differenzengleichungen, gewöhnliche und partielle Differentialgleichungen. Mit seinem &amp;#039;&amp;#039;Perronschen Integral&amp;#039;&amp;#039; sowie der Perronschen Methode bei der Behandlung des &amp;#039;&amp;#039;Dirichlet-Problems&amp;#039;&amp;#039; erlangte er internationale Aufmerksamkeit und Anerkennung in Fachkreisen. Daneben befasste er sich mit himmelsmechanischen Problemen, mit der &amp;#039;&amp;#039;Matrizentheorie&amp;#039;&amp;#039; ([[Satz von Perron-Frobenius]]), und nach  seiner Emeritierung auch mit [[Nichteuklidische Geometrie|nichteuklidischen Geometrien]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war Mitglied der [[Leopoldina]] (1919), der [[Heidelberger Akademie der Wissenschaften|Heidelberger]] (1917)&amp;lt;ref&amp;gt;Gabriele Dörflinger: [https://www.ub.uni-heidelberg.de/archiv/16931 Mathematik in der Heidelberger Akademie der Wissenschaften]. 2014, S. 57–59.&amp;lt;/ref&amp;gt; und der [[Bayerische Akademie der Wissenschaften|Bayerischen Akademie der Wissenschaften]] (1924),&amp;lt;ref&amp;gt;{{BAdW|2330 |Name=Oskar Perron |Kommentar=mit einem Link zum Nachruf von [[Hermann Schmidt (Mathematiker)|Hermann Schmidt]] |Datum=12. Dezember 2025}}&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie der [[Akademie der Wissenschaften zu Göttingen]] (1928).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle| url=https://adw-goe.de/mitglieder/personendetails/person/oskar-perron/| titel=Mitglieder: Oskar Perron| hrsg=Niedersächsische Akademie der Wissenschaften zu Göttingen| abruf=2025-12-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1934 war er zudem Vorsitzender der [[Deutsche Mathematiker-Vereinigung|Deutschen Mathematiker-Vereinigung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oskar Perron wurde auf dem Haidhauser Friedhof bei der [[Alte Pfarrkirche St. Johann Baptist (Haidhausen)|Alten Pfarrkirche St. Johann Baptist]] in München begraben (Abt. 4, Reihe 6, Nr. 41).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* 1928 Ernennung zum Geheimen Regierungsrat&lt;br /&gt;
* 1956 Ehrendoktorwürde der Universität Tübingen&lt;br /&gt;
* 1960 Ehrendoktorwürde der Universität Mainz&lt;br /&gt;
* 1959 [[Bayerischer Verdienstorden]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Über die Drehung eines starren Körpers um seinen Schwerpunkt bei Wirkung äußerer Kräfte&amp;#039;&amp;#039;, Diss. München 1902&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Grundlagen für eine Theorie des Jacobischen Kettenbruchalgorithmus&amp;#039;&amp;#039;, Habilitationsschrift Leipzig 1906&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Lehre von den Kettenbrüchen&amp;#039;&amp;#039;, 2 Bde., 1913, 3. Auflage, Teubner Verlag 1954 (Band 1 Elementare Kettenbrüche, Band 2 analytische und funktionentheoretische Kettenbrüche)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Irrationalzahlen&amp;#039;&amp;#039;, 1921, 4. Auflage, de Gruyter, Berlin 1960&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Algebra I, II&amp;#039;&amp;#039;, Sammlung Göschen 1927, 3. Auflage 1951&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Nichteuklidische Elementargeometrie der Ebene&amp;#039;&amp;#039;, Teubner, Stuttgart 1962&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auswahl einiger seiner Arbeiten, die online zugänglich sind:&lt;br /&gt;
* [https://gdz.sub.uni-goettingen.de/id/PPN37721857X_0020 Perron: &amp;#039;&amp;#039;Über Wahrheit und Irrtum in der Mathematik&amp;#039;&amp;#039;, Antrittsvorlesung Tübingen 1911, Jb DMV 1911]&lt;br /&gt;
* [https://gdz.sub.uni-goettingen.de/no_cache/dms/load/img/?IDDOC=244413 Perron: &amp;#039;&amp;#039;Was sind und was sollen die irrationalen Zahlen?&amp;#039;&amp;#039; Habilitationsrede, München 1906, Jb DMV 1907]&lt;br /&gt;
* [https://gdz.sub.uni-goettingen.de/no_cache/dms/load/img/?IDDOC=37180 Perron: &amp;#039;&amp;#039;Neuer Aufbau der nichteuklidischen Trigonometrie&amp;#039;&amp;#039;, Mathematische Annalen Band 119, 1943]&lt;br /&gt;
* [https://gdz.sub.uni-goettingen.de/no_cache/dms/load/img/?IDDOC=29110 Perron: &amp;#039;&amp;#039;Über diophantische Approximation&amp;#039;&amp;#039;, Mathematische Annalen Band 83, 1921]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Edmund Hlawka]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Werk Perrons auf dem Gebiete der diophantischen Approximationen.&amp;#039;&amp;#039; Jahresbericht der DMV 80, 1978, S. 1–12.&lt;br /&gt;
* [[Josef Heinhold]]: &amp;#039;&amp;#039;Oskar Perron&amp;#039;&amp;#039;, Jahresbericht der DMV 90, 1988, S. 184–199 (in der DML Bielefeld: [http://dml.math.uni-bielefeld.de/JB_DMV/#Band90 dml.math.uni-bielefeld.de]).&lt;br /&gt;
* Freddy Litten: &amp;#039;&amp;#039;Oskar Perron – Ein Beispiel von Zivilcourage im Dritten Reich.&amp;#039;&amp;#039; Mitteilungen der DMV Heft 3, 1994, S. 11–12, [[doi:10.1515/dmvm-1994-0307]]; erweitert in: &amp;#039;&amp;#039;Frankenthal einst und jetzt&amp;#039;&amp;#039;, 1995, S. 26–28 (auf der Homepage von Litten: [https://litten.de/fulltext/perron.htm litten.de]).&lt;br /&gt;
* Leon Bernstein: &amp;#039;&amp;#039;The modified algorithm of Jacobi-Perron.&amp;#039;&amp;#039; Memoirs of the AMS 67, Providence, 1966.&lt;br /&gt;
* Leon Bernstein: &amp;#039;&amp;#039;The Jacobi-Perron algorithm – its theory and application.&amp;#039;&amp;#039; Lecture Notes Math. 207, Springer-Verlag, 1971.&lt;br /&gt;
* {{NDB|20|196|197|Perron, Oskar|Freddy Litten|116082410}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Oskar Perron (mathematician)|Oskar Perron|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|116082410}}&lt;br /&gt;
* {{MacTutor|id=Perron}}&lt;br /&gt;
* Gabriele Dörflinger: [http://histmath-heidelberg.de/homo-heid/perron.htm Oskar Perron]. Eine Materialsammlung aus [http://histmath-heidelberg.de/ Historia Mathematica Heidelbergensis].&lt;br /&gt;
* [https://owpdb.mfo.de/person_detail?id=3260 &amp;#039;&amp;#039;Bilder von Oskar Perron&amp;#039;&amp;#039;] auf der [[Mathematisches Forschungsinstitut Oberwolfach|Oberwolfach]] Foto Collection&lt;br /&gt;
* [https://zbmath.org/authors/perron.oskar Oskar Perron] in der Datenbank [[zbMATH]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Vorsitzende und Präsidenten der Deutschen Mathematiker-Vereinigung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116082410|LCCN=n84802045|VIAF=110565316}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Perron, Oskar}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mathematiker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Ludwig-Maximilians-Universität München)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Niedersächsischen Akademie der Wissenschaften zu Göttingen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Bayerischen Verdienstordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Leopoldina (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Eberhard Karls Universität Tübingen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Johannes Gutenberg-Universität Mainz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Ludwig-Maximilians-Universität München]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geheimer Regierungsrat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Frankenthal (Pfalz))]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1880]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1975]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Perron, Oskar&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Mathematiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=7. Mai 1880&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Frankenthal (Pfalz)]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=22. Februar 1975&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[München]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;APPERbot</name></author>
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