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	<title>Oskar Martini - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-10-10T20:08:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Karl Oskar Ludwig Wilhelm Martini&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[4. Februar]] [[1884]] in [[Schwerin]]; † [[27. März]] [[1980]] in [[Hamburg]]) war ein deutscher Jurist und von 1920 bis 1945 Leiter des Hamburger öffentlichen [[Fürsorge]]wesens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografie ==&lt;br /&gt;
Martini, Sohn eines Rechtsanwalts, begann ein Studium der [[Rechtswissenschaft|Rechts-]] und [[Staatswissenschaft]]en an der [[Philipps-Universität Marburg|Universität Marburg]] und schloss es an der [[Universität Rostock]]&amp;lt;ref&amp;gt; [http://purl.uni-rostock.de/matrikel/200008386 Immatrikulation von Oskar Martini] im [[Rostocker Matrikelportal]]&amp;lt;/ref&amp;gt; ab. Er trat im April 1910 in den Hamburger Staatsdienst ein. Zunächst war er [[Assessor]] bei der Staatsanwaltschaft und ab 1911 bei der Finanzdeputation, wo er 1913 zum [[Regierungsrat (Amtsbezeichnung)|Regierungsrat]] befördert wurde. Während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] übernahm er in Personalunion weitere Funktionen, so leitete er auch eine Abteilung des Kriegsversorgungsamtes.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Kriegsende arbeitete Martini ab März 1919 beim [[Hamburger Senat 1919–1933|Hamburger Senat]]. Er leitete mit dem Titel Präsident ab 1920 das neu geschaffene [[Wohlfahrtspflege|Wohlfahrtsamt]] in Hamburg. Martini war maßgeblich am Aufbau des Hamburger Fürsorgewesens beteiligt und engagierte sich zur [[Zeit der Weimarer Republik]] führend beim [[Deutscher Städtetag|Deutschen Städtetag]] und dem [[Deutscher Gemeindetag|Deutschen Gemeindetag]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lohalm&amp;quot;&amp;gt;Uwe Lohalm: &amp;#039;&amp;#039;Für eine leistungsbereits und „erbgesunde“ Volksgemeinschaft. Selektive Erwerbslosen- und Familienpolitik&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Forschungsstelle für Zeitgeschichte Hamburg]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Hamburg im Dritten Reich.&amp;#039;&amp;#039; Göttingen 2005, S. 421f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Beim [[Deutscher Verein für öffentliche und private Fürsorge|Deutschen Verein für öffentliche und private Fürsorge]] gehörte er von 1930 bis 1933 dem Vorstand an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gruner35&amp;quot;&amp;gt;Wolf Gruner: &amp;#039;&amp;#039;Öffentliche Wohlfahrt und Judenverfolgung. Wechselwirkung lokaler und zentraler Politik im NS-Staat (1933–1942).&amp;#039;&amp;#039; München 2002, S. 35.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl Martini während der [[Weltwirtschaftskrise]] von den [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] stark attackiert wurde, blieb er als anerkannter Fachmann für das Wohlfahrtswesen nach der [[Machtergreifung|Machtübergabe an die Nationalsozialisten]] 1933 im Amt. Im Herbst 1933 wurde er Vizepräsident der Hamburger Behörde für Gesundheit und Wohlfahrt unter [[Friedrich Ofterdinger]], wo er die Zuständigkeit für den Wohlfahrtsbereich erhielt. Im Herbst 1936 wurde er Präsident der Wohlfahrtsbehörde, nachdem die Bereiche Gesundheit und Wohlfahrt wieder eigenständig geworden waren. Im März 1938 wurde er als [[Stadtrat]] &amp;#039;&amp;#039;Beigeordneter für die Sozialverwaltung&amp;#039;&amp;#039; und führte ab Dezember 1939 den Titel Senator.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lohalm&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Martini, der während der Weimarer Republik der [[Deutsche Volkspartei|DVP]] angehört hatte, trat zum 1. Mai 1937 der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] bei (Mitgliedsnummer 4.053.190).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/27751082&amp;lt;/ref&amp;gt; Er diente dem NS-Regime in Hamburg als Fachmann für das Wohlfahrtswesen und bekannte sich auch öffentlich zur NS-Fürsorgepolitik. Seine Differenzen mit den NS-Führungsgremien bestanden nur bei drohender Beschneidung seines Kompetenzbereiches.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lohalm&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seiner Position als Beauftragter für das [[Fürsorge|Wohlfahrtswesen]] war er einer der Verantwortlichen für die [[Reichsbürgergesetz|Ausgrenzung]] sogenannter „[[Gesetz über die Behandlung Gemeinschaftsfremder|Gemeinschaftsfremder]]“ und „Rassenfremder“ ([[Juden]]) in den von der Wohlfahrt betreuten Anstalten. Ebenso veranlasste er in Übereinstimmung mit der [[Nationalsozialistische Rassenhygiene|Nationalsozialistischen Rassenhygiene]] die Erfassung Behinderter nach sogenannter „Wertigkeit“ für die „[[Volksgemeinschaft]]“, wobei er [[Zwangssterilisation]]en durchführen ließ. Während des Zweiten Weltkriegs organisierte er die [[Aktion Brandt|Transporte geistig Behinderter]] in auswärtige „psychiatrische Anstalten“.&amp;lt;ref&amp;gt;Herbert Diercks: &amp;#039;&amp;#039;„Euthanasie“. Die Morde an Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen in Hamburg im Nationalsozialismus&amp;#039;&amp;#039;. KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Hamburg 2014, S. 14, {{DNB|104702957X}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] gehörte Martini zunächst dem ernannten [[Senat Petersen]] an, bis ihn die [[alliierte]] Besatzungsmacht Ende Oktober 1945 entließ.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Freund-Widder&amp;quot;&amp;gt;Michaela Freund-Widder: &amp;#039;&amp;#039;Frauen unter Kontrolle&amp;#039;&amp;#039;, Münster 2003, ISBN 3-8258-5173-7, S. 291&amp;lt;/ref&amp;gt; Martini wurde 1950 schließlich als Entlasteter [[Entnazifizierung|entnazifiziert]]. Danach betätigte er sich beim [[Evangelisches Hilfswerk|Evangelischen Hilfswerk]] und der Rotary-Stiftung in Hamburg.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lohalm&amp;quot;/&amp;gt; Zudem war er geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Senator-Erich-Soltow-Stiftung. Bei diesem Hamburger Wohnungsstift wurde ein von ihm geplanter Neubau nach ihm benannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Martini hatte mit seiner Ehefrau vier Töchter.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Freund-Widder&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Eckhard Hansen, [[Florian Tennstedt]] (Hrsg.) u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;[[Biographisches Lexikon zur Geschichte der deutschen Sozialpolitik 1871 bis 1945]].&amp;#039;&amp;#039; Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Sozialpolitiker in der Weimarer Republik und im Nationalsozialismus 1919 bis 1945.&amp;#039;&amp;#039; Kassel University Press, Kassel 2018, ISBN 978-3-7376-0474-1, S. 126 f. ([https://www.uni-kassel.de/upress/online/OpenAccess/978-3-7376-0474-1.OpenAccess.pdf Online], PDF; 3,9&amp;amp;nbsp;MB).&lt;br /&gt;
*Uwe Lohalm: &amp;#039;&amp;#039;Fürsorge und Verfolgung. Öffentliche Wohlfahrtsverwaltung und nationalsozialistische  Judenpolitik in Hamburg 1933 bis 1942,&amp;#039;&amp;#039; (=Veröffentlichung der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg), Ergebnisse Verlag, Hamburg 1998, ISBN 3-87916-045-7.&lt;br /&gt;
* {{HambBio|Martini, Oskar|4|228|230|Uwe Lohalm}}&lt;br /&gt;
* Uwe Lohalm: &amp;#039;&amp;#039;Für eine leistungsbereite und „erbgesunde“ Volksgemeinschaft. Selektive Erwerbslosen- und Familienpolitik&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Forschungsstelle für Zeitgeschichte Hamburg]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Hamburg im Dritten Reich.&amp;#039;&amp;#039; Wallstein Verlag, Göttingen 2005, ISBN 3-89244-903-1, S. 379–431.&lt;br /&gt;
*Uwe Lohalm: &amp;#039;&amp;#039;Völkische Wohlfahrtsdiktatur. Öffentliche Wohlfahrtspolitik im nationalsozialistischen Hamburg.&amp;#039;&amp;#039; (=Forum Zeitgeschichte 21), Dölling u. Galitz, München / Hamburg 2010, ISBN 978-3-937904-95-5.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--die folgenden Lit.-Angaben entsprechen nicht [[WP:Lit#Auswahl]] und gehören besser in die Einzelnachweise:&lt;br /&gt;
* Michaela Freund-Widder: &amp;#039;&amp;#039;Frauen unter Kontrolle&amp;#039;&amp;#039;, Lit Verlag, Münster 2003, S. 291, ISBN 3-8258-5173-7.&lt;br /&gt;
* Wolf Gruner: &amp;#039;&amp;#039;Öffentliche Wohlfahrt und Judenverfolgung. Wechselwirkung lokaler und zentraler Politik im NS-Staat (1933–1942)&amp;#039;&amp;#039;. München 2002, S. 35, ISBN 3-486-56613-X.&lt;br /&gt;
* [[Götz Aly]], [[Wolf Gruner]], [[Susanne Heim]], [[Ulrich Herbert]], Hans-Dieter Kreikamp, [[Horst Möller]], [[Dieter Pohl (Historiker)|Dieter Pohl]] und Hartmut Weber (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933–1945.&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Reich 1933–1937.&amp;#039;&amp;#039;, S. 407. Bearbeitet von Wolf Gruner. Oldenbourg, München 2008, ISBN 3-486-58480-4.--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://hamburg-ns-dabeigewesene.de/item/110 Biografien-Datenbank: NS‑Dabeigewesene]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117727474|VIAF=8172670}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Martini, Oskar}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist in der Sozialverwaltung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hamburger Senator (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Beamter (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der sozialen Arbeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DVP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1884]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1980]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Martini, Oskar&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Martini, Karl Oskar Ludwig Wilhelm (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Jurist und Verwaltungsbeamter&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=4. Februar 1884&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Schwerin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=27. März 1980&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Hamburg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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