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	<title>Oskar Kalbfell - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Intimidator am 29. März 2026 um 21:37 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Oskar Kalbfell&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[28. Oktober]] [[1897]] in [[Betzingen]], heute Stadtteil von [[Reutlingen]]; † [[5. November]] [[1979]] in Reutlingen) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Politiker]] ([[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]]) und [[Oberbürgermeister]] von Reutlingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausbildung und Beruf ==&lt;br /&gt;
Oskar Kalbfell besuchte die Volksschule und erlernte ein Handwerk mit anschließender kaufmännischer Ausbildung. Von 1921 bis 1922 war er als Sportlehrer im Ausland tätig. Später übte er eine Tätigkeit als Prokurist und Geschäftsführer in einem Bauunternehmen aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
Bis zur „[[Machtergreifung]]“ der Nationalsozialisten 1933 war er Vorsitzender der SPD-Fraktion des Stadtrats von Reutlingen. 1928 kandidierte er für den württembergischen [[Landtag des freien Volksstaates Württemberg|Landtag]], 1930 für den [[Reichstag (Weimarer Republik)|Reichstag]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1933 wurde er verhaftet und als SPD-Funktionär für neun Monate in das [[Lager Heuberg#Konzentrationslager Heuberg (1933)|Konzentrationslager Heuberg (1933)]] gebracht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=http://gea.de/region+reutlingen/reutlingen/150+jahre+spd+nach+dem+krieg++kalbfell+stadt+.3175300.htm|titel=150 Jahre SPD: Nach dem Krieg »Kalbfell-Stadt«|datum=2013-05-23 |abruf=2013-05-25|werk=[[Reutlinger General-Anzeiger]]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Munzinger|00000002636|Abruf=2013-05-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kalbfell stellte im November 1939 einen Aufnahmeauftrag in die [[NSDAP]], der allerdings wegen „mangelhafter politischer Zuverlässigkeit“ zurückgewiesen wurde. Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] führte Kalbfell gemeinsam mit [[Georg Allmendinger]] eine örtliche Widerstandsgruppe gegen das [[Zeit des Nationalsozialismus|NS-Regime]] in Reutlingen. Durch sein beherztes Auftreten in der Endphase des Krieges, als er am 20. April 1945 den aus Richtung Tübingen anrückenden französischen Truppen mit weißer Flagge in der Hand entgegenging und ihnen die Stadt übergab, konnte er eine weitere Zerstörung Reutlingens abwenden, das bereits durch mehrere Luftangriffe alliierter Verbände Anfang 1945 schwer getroffen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 24. April 1945 wurden in Reutlingen vier deutsche Geiseln vom französischen Militär erschossen. Tags zuvor war ein französischer Soldat umgekommen, was die französische Militärregierung als Attentat wertete, vermutlich jedoch ein Verkehrsunfall war. In Folge davon wurde Kalbfell, zu der Zeit bereits kommissarischer Bürgermeister von Reutlingen, immer wieder vorgeworfen, er trage eine Mitverantwortung, weil er die Liste der zu erschießenden Geiseln aufgestellt habe.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel|ID=44451068 |Titel=Geiselmord. K. hat es so bestimmt |Jahr=1950 |Nr=46 |Datum=1950-11-15 |Seiten=7–10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Kalbfell selbst bestritt dies zeitlebens, er habe von den Erschießungen erst im Nachhinein erfahren. Ein Gerichtsverfahren vor dem Landgericht Tübingen im Jahre 1951, das er selbst angeregt hatte, bescheinigte ihm, dass er nicht an der Auswahl mitgewirkt habe.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel|ID=29194780|Titel=Rehabilitiert|Jahr=1951|Nr=38|Seiten=4|Datum=1951-09-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis heute jedoch halten sich anderslautende Gerüchte über eine persönliche Verstrickung Kalbfells.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Fakten und Hintergründe zur Reutlinger Geisel-Erschießung 1945&amp;#039;&amp;#039;. In: Reutlinger General-Anzeiger vom 16. April 2005&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1945 bis 1973 war Kalbfell Oberbürgermeister von Reutlingen. Diese Zeit wird in der Stadt bis heute als die &amp;#039;&amp;#039;„Ära Kalbfell“&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet, in die auch der Neubau des Reutlinger Rathauses (Oskar-Kalbfell-Platz 21) fällt. Zudem war er bis 1947 kommissarischer [[Landrat (Deutschland)|Landrat]] des [[Landkreis Reutlingen|Landkreises Reutlingen]]. Des Weiteren war er 1946 bis 1952 Abgeordneter in der [[Beratende Landesversammlung des Landes Württemberg-Hohenzollern|Beratenden Landesversammlung]] und im [[Landtag von Württemberg-Hohenzollern|Landtag]] von [[Württemberg-Hohenzollern]] und anschließend bis 1968 im [[Landtag von Baden-Württemberg]], wo er den [[Landtagswahlkreis Reutlingen|Wahlkreis Reutlingen]] vertrat. Er gehörte auch dem [[Deutscher Bundestag|Deutschen Bundestag]], in den er ebenfalls in [[Bundestagswahlkreis Reutlingen|Reutlingen]] direkt gewählt wurde, in dessen erster [[Legislaturperiode]] von [[Bundestagswahl 1949|1949]] bis 1953 an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie und Privates ==&lt;br /&gt;
Oskar Kalbfell war mit Rosa Kehrer verheiratet. Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor. In Reutlingen wohnte er nach dem Krieg in der Herderstraße 12.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mitgliedschaften, Ehrenämter und Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Oskar-Kalbfell-Linde, Reutlingen.jpg|mini|Zu Ehren von Oskar Kalbfell im Jahr 2006 gepflanzte Linde (2023)]]&lt;br /&gt;
Kalbfell war Mitglied des Rundfunkrats beim [[Südwestfunk]] und Präsident des [[Deutscher Städtetag|Deutschen Städtetages]]. Weitere Positionen nahm er im Vorstand der Deutschen Verbandes für Wohnungswesen, Städtebau und Raumplanung, des Verbandes kommunaler Unternehmen und seit 1952 des Verwaltungsausschusses des Landesvermessungsamtes ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1955 wurde ihm das [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Große Verdienstkreuz]] der Bundesrepublik Deutschland verliehen. 1973 wurde er [[Ehrenbürger]] der Stadt Reutlingen. 1976 verlieh ihm Ministerpräsident [[Hans Filbinger]] die [[Verdienstorden des Landes Baden-Württemberg|Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ehrendes Gedenken ===&lt;br /&gt;
Nach ihm ist die [[Oskar-Kalbfell-Stiftung]] benannt, deren Zweck die &amp;#039;&amp;#039;„finanzielle Unterstützung für begabte Kinder aus Reutlinger Familien mit geringem Einkommen“&amp;#039;&amp;#039; ist. Außerdem trägt der zentrale Platz in Reutlingen den Namen &amp;#039;&amp;#039;Oskar-Kalbfell-Platz&amp;#039;&amp;#039;. Ebenso ist die Sporthalle beim [[Friedrich-List-Gymnasium Reutlingen|Friedrich-List-Gymnasium]] in Reutlingen nach ihm benannt. An der ihm zur Erinnerung im Jahr 2006 gepflanzten Linde befindet sich seit dem 20. April 2020, dem 75. Jahrestag, ein erklärendes Hinweisschild.&amp;lt;ref&amp;gt;[[:Datei:Oskar-Kalbfell-Linde, Reutlingen (Schild).jpg|&amp;#039;&amp;#039;Otto-Kalbfell-Linde&amp;#039;&amp;#039;]] (Foto).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Nachruf für Oskar Kalbfell. Oberbürgermeister a.D., Ehrenvorstand des Reutlinger Geschichtsvereins.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Reutlinger Geschichtsblätter&amp;#039;&amp;#039;. N.F. Bd. 18 (1979), S. 6f.&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Hans-Georg Wehling]] |Titel=Oskar Kalbfell. ein Oberbürgermeister und seine Stadt |Verlag=Verlags-Haus Reutlingen Oertel und Spörer |Ort=Reutlingen |Datum=1997 |ISBN=3-88627-202-8}}&lt;br /&gt;
* [[Werner Ströbele]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Reutlinger Widerstandsgruppe. Annäherung an die Formen der Opposition des Kreises um Oskar Kalbfell und Georg Allmendinger während des Zweiten Weltkrieges anhand neuer Quellen und Berichte.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Reutlinger Geschichtsblätter.&amp;#039;&amp;#039; NF Bd. 34, 1995, {{ISSN|0486-5901}}, S. 381–407.&lt;br /&gt;
* Stadtverwaltung Reutlingen/Schul-, Kultur- und Sportamt/Heimatmuseum und Stadtarchiv (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Reutlingen 1930–1950. Nationalsozialismus und Nachkriegszeit.&amp;#039;&amp;#039; Katalog und Ausstellung zum 50. Jahrestag des Kriegsendes. Heimatmuseum, Reutlingen 1995, ISBN 3-927228-61-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|119507005}}&lt;br /&gt;
* {{Landtag Baden-Württemberg|1329}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=http://www.reutlingen.de/ceasy/modules/cms/main.php5?cPageId=2353&amp;amp;id=504&amp;amp;item=article&amp;amp;view=publish |titel=25. Todestag Oberbürgermeister Oskar Kalbfell |hrsg=Stadt Reutlingen |datum=2004-11-05  |abruf=2011-06-21 |kommentar=Artikel mit Foto |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
* [http://www.landtagswahl-bw.de/4886.html?&amp;amp;MP=1174-4789 biografischer Artikel zu Oskar Kalbfell] auf den Seiten der [[Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg]]&lt;br /&gt;
* [[Entnazifizierung]]sakten Oskar Kalbfells als digitale Reproduktion ([https://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=6-606206 Akte 1] und [https://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=6-632089 Akte 2]) im Online-Angebot des [[Staatsarchiv Sigmaringen|Staatsarchivs Sigmaringen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Naviblock&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Landräte des Landkreises Reutlingen&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Präsidenten des Städtetags Baden-Württemberg&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Oberbürgermeister von Reutlingen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119507005|LCCN=n/99/25833|NDL=|VIAF=22953077}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kalbfell, Oskar}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bürgermeister (Reutlingen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landrat (Württemberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landrat (Landkreis Reutlingen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landtagsabgeordneter (Württemberg-Hohenzollern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landtagsabgeordneter (Baden-Württemberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bundestagsabgeordneter (Baden-Württemberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes mit Stern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Verdienstordens des Landes Baden-Württemberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger von Reutlingen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KZ-Häftling]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1897]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1979]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kalbfell, Oskar&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (SPD), MdL, MdB, Oberbürgermeister von Reutlingen&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=28. Oktober 1897&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Betzingen]], [[Königreich Württemberg]], [[Deutsches Kaiserreich]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=5. November 1979&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Reutlingen]], [[Baden-Württemberg]], [[Bundesrepublik Deutschland]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Intimidator</name></author>
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