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	<title>Oskar Huth - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Oskar_Huth&amp;diff=2180185&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;OTFW am 15. Januar 2026 um 16:12 Uhr</title>
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		<updated>2026-01-15T16:12:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:HT-Buttermarken.png|mini|hochkant|Reisebuttermarken von Oskar Huth, um 1943 in [[Berlin]] hergestellt]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Oskar Huth&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[26. Februar]] [[1918]] in [[Berlin]]; † [[21. August]] [[1991]] ebenda) war ein deutscher [[Klavierbauer]], [[Maler]], [[Zeichner]], [[Kopist]], [[Urkundenfälschung|Fälscher]] und [[Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus]]. Er hat zahlreichen untergetauchten Personen mit seinen von ihm selbst in [[Berlin-Wilmersdorf]] hergestellten [[Reisebuttermarke]]n, aber auch mit falschen Papieren das Überleben ermöglicht. Bereits 1946 bescheinigte ihm die amerikanische Militärverwaltung &amp;#039;&amp;#039;Evident of Anti-Nazi-Activities&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Nach dem bestandenen [[Begabtenabitur]] studierte Huth von 1936 bis 1939 in Berlin &amp;#039;&amp;#039;Freie Malerei&amp;#039;&amp;#039; sowie die [[Drucktechnik]]en, [[Hochdruckverfahren|Hoch-]], [[Tiefdruckverfahren|Tief-]] und [[Flachdruck]]. Als er nach Kriegsbeginn 1939 einen Befehl zur [[Musterung]] erhielt, wurde er durch eine ‚[[Schwejk]]iade‘ für ein Jahr aufgrund „motorischer Störungen“ vom Dienst befreit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem immer mehr von seinen [[Juden|jüdischen]] Freunden abgeholt wurden und nicht aus den [[Konzentrationslager]]n zurückkamen, beschloss er 1941, in den Untergrund zu gehen. Im März 1942 besorgte sich Huth eine Handpresse und fuhr diese mit einer Handkarre von [[Berlin-Kreuzberg|Kreuzberg]] nach Wilmersdorf in die Dillenburger Straße&amp;amp;nbsp;58f, wo er sich im Keller des Hauses einrichtete. Seine Tarnung war die eines wissenschaftlichen Zeichners. Als solcher hatte er, noch zu seiner legalen Zeit, im [[Botanischer Garten und Botanisches Museum Berlin-Dahlem|Botanischen Institut]] in der Königin-Luise-Straße gearbeitet. In den folgenden Jahren [[Urkundenfälschung|fälschte]] er Reisebuttermarken, [[Wehrpass|Wehrpässe]] und andere Papiere, wie u.&amp;amp;nbsp;a. für die [[Tauglichkeitsgrad|Ausmusterung]] des Malers [[Heinz Trökes]] aus der Wehrmacht.&amp;lt;ref&amp;gt;Abb. S. 181 in: &amp;#039;&amp;#039;Über Mut im Untergrund&amp;#039;&amp;#039;, Ilse-Margaret Vogel, Lukas Verlag Berlin 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt; Huth ermöglichte damit fast sechzig Menschen –&amp;amp;nbsp;überwiegend Juden, die sich in Berlin versteckt hatten&amp;amp;nbsp;– das Überleben. Dazu gehörten die Jüdin Ilse Haak, geborene Lewin,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mappingthelives.org/bio/319aa621-2efe-4aa0-8094-d5aaac7684bf Ilse Haak, geborene Lewin] auf mappingthelives.org&amp;lt;/ref&amp;gt; später Stillmann, und ab 1944, nach dem fehlgeschlagenen Hitler-Attentat, auch die beiden untergetauchten Brüder [[Ludwig von Hammerstein-Equord|Ludwig]] und [[Kunrat von Hammerstein-Equord|Kunrat Freiherr von Hammerstein-Equord]]. Deren Dokumente sind Bestandteil der [[Gedenkstätte Deutscher Widerstand]] in Berlin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1950er und 1960er Jahren [[West-Berlin]]s war Huth als Erzähler und Pianist ein bekanntes Original in mehreren Kreuzberger und Wilmersdorfer Künstlerkneipen, wo er die Bekanntschaft mit Schriftstellern, Regisseuren und Schauspielern machte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;JH&amp;quot;&amp;gt;Jutta Hercher: &amp;#039;&amp;#039;Die Butterverschwörung. Der Überlebenslauf des Oskar Huth.&amp;#039;&amp;#039; Radio-Feature, gesendet von WDR 3 am 5.&amp;amp;nbsp;November 2011 (nicht mehr online).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Berlin, Kreuzberg, Friedhof I Jerusalems- und Neue Kirche, Grab Oskar Huth.jpg|mini|hochkant|Ehrengrab von Oskar Huth in [[Berlin-Kreuzberg]]]]&lt;br /&gt;
Oskar Huth starb am 21. August 1991 im Alter von 73&amp;amp;nbsp;Jahren in Berlin. Sein Grab befindet sich auf dem [[Friedhöfe vor dem Halleschen Tor|Friedhof&amp;amp;nbsp;I der Jerusalems- und Neuen Kirchengemeinde]] in [[Berlin-Kreuzberg]]. Das Grabdenkmal, eine schmale Stele mit botanischen Ornamenten, schuf der Bildhauer [[Günter Anlauf]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans-Jürgen Mende (Historiker)|Hans-Jürgen Mende]]: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon Berliner Begräbnisstätten&amp;#039;&amp;#039;. Pharus-Plan, Berlin 2018, ISBN 978-3-86514-206-1, S.&amp;amp;nbsp;214.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
Der Schriftsteller [[Peter O. Chotjewitz]] porträtierte Huth in seiner Erzählung &amp;#039;&amp;#039;Ein Mann namens Nagel&amp;#039;&amp;#039;. [[Günter Grass]] schuf in seinem Roman &amp;#039;&amp;#039;Hundejahre&amp;#039;&amp;#039; eine Huth nachempfundene Figur namens „Hütchen“, Klavierbauer und Fälscher von Profession. [[Robert Wolfgang Schnell]] schuf in seinem Roman &amp;#039;&amp;#039;Geisterbahn&amp;#039;&amp;#039; ebenfalls eine Huth nachempfundene Figur namens Bubi Paffrath. [[Günter Bruno Fuchs]], [[Rolf Haufs]], [[Reinhard Lettau]] und [[Matthias Koeppel]] ließen sich in mehreren Gedichten von der Person Huths inspirieren. [[Hans Magnus Enzensberger]] erwähnt Huth in seiner Biographie &amp;#039;&amp;#039;[[Kurt von Hammerstein-Equord|Hammerstein]] oder der Eigensinn&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;JH&amp;quot; /&amp;gt; [[Friedrich Christian Delius]] schreibt in seinem Roman &amp;#039;&amp;#039;Mein Jahr als Mörder&amp;#039;&amp;#039; über Huth und das eigene Unvermögen, ihn anzusprechen, als sich die Gelegenheit dazu bot.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Beschluss des [[Senat von Berlin|Berliner Senats]] ist die letzte Ruhestätte von Oskar Huth auf dem Friedhof&amp;amp;nbsp;I der Jerusalems- und Neuen Kirchengemeinde in Berlin-Kreuzberg (Grablage: 133-3-7) seit 1994 als [[Liste der Ehrengräber in Berlin|Ehrengrab des Landes Berlin]] gewidmet. Die Widmung wurde im Jahr 2016 um die übliche Frist von zwanzig Jahren verlängert.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Ehrengrabstätten des Landes Berlin (Stand: August 2021)&amp;#039;&amp;#039; (PDF, 2,3&amp;amp;nbsp;MB), S.&amp;amp;nbsp;35. Auf: Webseite der [https://www.berlin.de/sen/uvk/natur-und-gruen/stadtgruen/friedhoefe-und-begraebnisstaetten/ehrengrabstaetten/ Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz]. Abgerufen am 27.&amp;amp;nbsp;Juli 2022. [https://www.parlament-berlin.de/ados/17/IIIPlen/vorgang/d17-3105.pdf &amp;#039;&amp;#039;Anerkennung und weitere Erhaltung von Grabstätten als Ehrengrabstätten des Landes Berlin&amp;#039;&amp;#039;.] (PDF, 205&amp;amp;nbsp;kB). Abgeordnetenhaus von Berlin, Drucksache&amp;amp;nbsp;17/3105 vom 13.&amp;amp;nbsp;Juli 2016. S.&amp;amp;nbsp;1 und Anlage&amp;amp;nbsp;2, S.&amp;amp;nbsp;7. Abgerufen am 27.&amp;amp;nbsp;Juli 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oskar Huth wird in der 2008 eröffneten [[Gedenkstätte Stille Helden]] in der [[Rosenthaler Straße (Berlin)|Rosenthaler Straße]] 39 geehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Ausstellungszyklus &amp;#039;&amp;#039;Kreuzberger Bohème&amp;#039;&amp;#039; fand 2014 im &amp;#039;&amp;#039;Mühlenhaupt Museum Berlin Kreuzberg / Browse Gallery&amp;#039;&amp;#039; in der [[Marheineke-Halle]] in Berlin-Kreuzberg eine Oskar-Huth-Ausstellung mit dem Ausstellungstitel &amp;#039;&amp;#039;Für den Fall der Nüchternheit&amp;#039;&amp;#039; statt. Kuratiert wurde die Ausstellung von Hartmut Topf. Fotos der Ausstellung stammten von Alf Trenk und [[Dietmar Bührer]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.community-impulse.de/huth.html Bei dieser Firma mache ich nicht mit!], auf: Community Impulse, Browse Gallery / Mühlenhaupt Museum Berlin.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Felicitas Bothe-von Richthofen: &amp;#039;&amp;#039;Widerstand in Wilmersdorf&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Widerstand 1933–1945.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. von der [[Gedenkstätte Deutscher Widerstand]], ISBN 3-926082-03-8, Band&amp;amp;nbsp;7). Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin 1993, S.&amp;amp;nbsp;164–165.&lt;br /&gt;
* Jutta Hercher: Die Butterverschwörung. Der Überlebenslauf des Oskar Huth. Radio-Feature, {{Webarchiv |url=http://www.wdr3.de/kulturfeature/details/artikel/die-butterverschwoerung.html |wayback=20111101132347 |text=gesendet vom WDR&amp;amp;nbsp;3 am 5. November 2011}}.&lt;br /&gt;
* Oskar-Huth-Gesellschaft (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Für den Fall der Nüchternheit. Almanach zum 60. Geburtstag von Oskar Huth.&amp;#039;&amp;#039; Selbstverlag, Berlin 1978.&lt;br /&gt;
* Oskar Huth: &amp;#039;&amp;#039;Überlebenslauf.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. von Alf Trenk. Merve Verlag, Berlin 2001, ISBN 3-88396-164-7.&lt;br /&gt;
* [[Ilse-Margret Vogel]]: &amp;#039;&amp;#039;Bad Times, Good Friends. A personal memoir.&amp;#039;&amp;#039; Harcourt Brace Jovanovich, San Diego / New York / London 1992, ISBN 0-15-205528-2 (Neuauflage: &amp;#039;&amp;#039;Bad times, good friends. A memoir, Berlin 1945.&amp;#039;&amp;#039; Sheep Meadow, Riverdale-on-Hudson, NY 2001, ISBN 1-878818-98-8).&lt;br /&gt;
* Ilse-Margaret Vogel: &amp;#039;&amp;#039;Über Mut im Untergrund. Eine Erzählung von Freundschaft, Anstand und Widerstand im Berlin der Jahre 1943-1945.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. von Jutta Hercher und Barbara Schieb. Lukas Verlag, Berlin 2014, ISBN 978-3-86732-157-0. Übersetzte und erweiterte Ausgabe des Originals &amp;#039;&amp;#039;Bad Times, Good Friends&amp;amp;nbsp;…&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Hanns Zischler]]: &amp;#039;&amp;#039;»Mein Monsterlatsch«  Kleines Denkmal für den großen Oskar Huth.&amp;#039;&amp;#039; In: Hanns Zischler: &amp;#039;&amp;#039;Berlin ist zu groß für Berlin.&amp;#039;&amp;#039; Galiani, Berlin 2013, ISBN 978-3-86971-071-6, S. 52–65.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.kreuzberger-chronik.de/chroniken/2007/november/geschichte.html &amp;#039;&amp;#039;Kreuzberger Chronik: Oskar Huth&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* [https://blogs.taz.de/hausmeisterblog/2009/04/16/hummeln_im_arsch/ &amp;#039;&amp;#039;Hummeln im Arsch&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[die tageszeitung|blogs.taz]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [http://www.suhrkamp.de/hammerstein/Hammerstein_Nachtraege.pdf &amp;#039;&amp;#039;Nachträge und Ergänzungen zu Hammerstein oder der Eigensinn&amp;#039;&amp;#039;.] (PDF; 2,4&amp;amp;nbsp;MB) Suhrkamp&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=122690060|LCCN=nr/2002/30190|VIAF=49476633}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Huth, Oskar}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Widerstand gegen den Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Zweiten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fälscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bestattet in einem Ehrengrab des Landes Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1918]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1991]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Huth, Oskar&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Klavierbauer, Maler, Zeichner, Kopist und Fälscher&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=26. Februar 1918&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=21. August 1991&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;OTFW</name></author>
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