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	<title>Oskar Daubmann - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T16:44:46Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Oskar_Daubmann&amp;diff=674968&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Weblinks */ Commons hinzugefügt</title>
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		<updated>2026-04-14T17:05:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks: &lt;/span&gt; Commons hinzugefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:WP Hummel-Daubmann.jpg|mini|Karl Ignaz Hummel alias Oskar Daubmann]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Oskar Daubmann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, eigentlich &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Karl Ignaz Hummel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[9. März]] [[1898]] in [[Oberwil BL]]; † [[20. Januar]] [[1954]] in [[Schwäbisch Hall]]), war ein [[Hochstapler]], dessen Fall 1932 internationales Aufsehen erregte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Der in der Nähe von [[Basel]] in der [[Schweiz]] geborene Karl Ignaz Hummel hatte eine schwere Kindheit, litt oft Hunger und lag lieber faul auf der Wiese, als die Schulbank zu drücken.&amp;lt;ref name=&amp;quot;uka&amp;quot;&amp;gt;Ute Korn-Amann: &amp;#039;&amp;#039;Lesung. Der Fall Daubmann beweist&amp;#039;s: Lügen haben kurze Beine&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Schwäbische Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039; vom 23. September 2008&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Wedler 2004&amp;lt;/ref&amp;gt; Er entlief als Elfjähriger seinen in ärmlichen Verhältnissen lebenden Eltern. Nach einem [[Diebstahl (Deutschland)|Diebstahl]] kam er in eine [[Besserungsanstalt]] und begann eine Laufbahn als [[Kleinkriminalität|Kleinkrimineller]], die ihm mehrere Verurteilungen und Haftstrafen einbrachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1930 ließ er sich in [[Offenburg]] nieder, arbeitete als [[Schneider]] und heiratete 1931 Kreszentia Allgeier. Aus wirtschaftlichen Gründen verließ er 1932 seine schwangere Frau (die im selben Jahr die [[Scheidung]] einreichte) und versuchte, nach [[Algerien]] zu kommen, um sich der [[Légion étrangère|französischen Fremdenlegion]] anzuschließen. Er musste allerdings bereits in [[Königreich Italien (1861–1946)|Italien]] umkehren. Da er kein Geld für eine Rückreise hatte, gab er sich als &amp;#039;&amp;#039;Oskar Daubmann&amp;#039;&amp;#039; aus, der ein früherer Schulfreund aus [[Endingen am Kaiserstuhl|Endingen]] war und von dem er wusste, dass dieser seit dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] vermisst wurde. Er gab vor, die [[Frankreich|Franzosen]] hätten ihn 16 Jahre lang in Afrika gefangen gehalten. Nach einem Fluchtversuch sei er 1917 wegen [[Tötungsdelikte|Totschlags]] zu 20 Jahren Haft verurteilt und in ein algerisches Gefangenenlager transportiert worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fall Daubmann wurde von [[Deutschnationalismus|deutschnationalen]] und [[Nationalsozialismus|nationalsozialistischen]] Kreisen so aufgebauscht, dass er international Beachtung fand. Er bot den willkommenen Anlass für eine die „nationalen Leidenschaften“ aufstachelnde Hetzkampagne gegen Frankreich, das der Verlogenheit und Grausamkeit bezichtigt wurde. [[Joseph Goebbels]] etwa drohte in der NS-Zeitschrift „[[Der Angriff]]“ sogar mit einem Rachekrieg. Der vermeintlich letzte Gefangene des Weltkrieges wurde am 29. Mai 1932 feierlich in [[Freiburg im Breisgau|Freiburg]] begrüßt und anschließend von mehr als 15.000 Menschen in seinem „Heimatort“ [[Endingen am Kaiserstuhl]] empfangen. Erstaunlicherweise erkannten die Eltern des echten Oskar Daubmann den Hochstapler als ihren Sohn an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Offizier Anton Bumiller aus [[Sigmaringen]] kannte den echten Daubmann, der in seinem Regiment gedient hatte, und beutete die Situation aus. Bumiller organisierte Vortragsreisen, und der „Held Daubmann“ hielt in den folgenden Wochen zahlreiche Vorträge, erhielt zahlreiche Ehrungen und ließ sich feiern. Unter anderem sprach er zum Beispiel in Sigmaringen, durfte sich dort ins Goldene Buch der Stadt eintragen und bekam vom Fürst [[Friedrich von Hohenzollern]] einen Orden. Karl Ignaz Hummel steckte aber schon bald in einer Rolle fest, die er gar nicht haben wollte, aus der er aber nicht mehr herauskam. Es gab Autogrammkarten, die Bumiller drucken ließ, und der clevere Manager schrieb an einem Erlebnisroman.&amp;lt;ref name=&amp;quot;uka&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Anfang an artikulierte Zweifel an Daubmanns Identität und Geschichte wurden in der Öffentlichkeit weitgehend ignoriert, kritische französische Aussagen wies man als Lügen zurück. Die Zweifel der französischen Regierung wurden in einer Note vom 5. September 1932 der deutschen Regierung mitgeteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der bereits längere Zeit wegen Unstimmigkeiten in Daubmanns Geschichte ermittelnden Polizei gelang es schließlich, mit Hilfe von [[Fingerabdruck|Fingerabdrücken]] „Daubmann“ als Karl Ignaz Hummel zu identifizieren. Der falsche Daubmann flog auf. Daraufhin wurde er am 11. Oktober 1932 verhaftet. Die sensationelle Wendung der Geschichte bot nun Gegnern der Nationalsozialisten und Deutschnationalen Gelegenheit, diese zu verspotten. 1933 verurteilte das Landgericht Freiburg Hummel wegen schwerer [[Urkundenfälschung]] und [[Betrug (Deutschland)|Betrugs]] zu dreieinhalb Jahren Haft&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.landesarchiv-bw.de/web/45888 |titel=Landesarchiv Baden-Württemberg - Die &amp;quot;Affäre Daubmann&amp;quot; - eine badische Köpenickiade. |zugriff=2018-07-13 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20180713103403/https://www.landesarchiv-bw.de/web/45888 |archiv-datum=2018-07-13 |offline=ja   }}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Nach Verbüßung der Haftstrafe blieb er unter dem Druck der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;uka&amp;quot;/&amp;gt; in [[Sicherungsverwahrung]], seit 1938 in [[Schwäbisch Hall]]. 1945 erst befreiten ihn die Amerikaner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hummel blieb in Schwäbisch Hall, arbeitete als Schneider und starb im Jahr 1954. Der Fall Daubmann ist zwar heute fast vergessen, die Endinger werden jedoch bis heute noch gelegentlich mit dem Spottnamen „Daubinger“ bedacht&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.landesarchiv-bw.de/web/45888 Die &amp;quot;Affäre Daubmann&amp;quot; - eine badische Köpenickiade]. Website des Landesarchivs Baden-Württemberg. Abgerufen am 2. Januar 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;, obwohl es im Ort schon früh Skepsis gegenüber „Daubmann“ gab. An den im Ersten Weltkrieg gefallenen Oskar Daubmann erinnert nur noch sein in Stein gemeißelter Name am Endinger [[Kriegerdenkmal]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Clemens Rehm]]: &amp;#039;&amp;#039;Oskar Daubmann / Karl Ignaz Hummel, Schneider und Schwindler, 1898-1954&amp;#039;&amp;#039;, in: Taddey, G.; Brüning, R. (Hrsgg.): &amp;#039;&amp;#039;Lebensbilder aus Baden-Württemberg; Bd. 22&amp;#039;&amp;#039;, Stuttgart 2007, S. 487–52.&lt;br /&gt;
* Rolf Schlenker: &amp;#039;&amp;#039;Oskar Daubmann – der böse badische „Hauptmann von Köpenick“.&amp;#039;&amp;#039; In: ders.: &amp;#039;&amp;#039;Es geschah im Schwarzwald. Schicksalhafte Ereignisse aus der Vergangenheit spannend erzählt.&amp;#039;&amp;#039; Silberburg,    Tübingen 2024, ISBN 978-3-8425-2395-1, S. 45–51.&lt;br /&gt;
* Rainer Wedler: &amp;#039;&amp;#039;Die Farben der Schneiderkreide&amp;#039;&amp;#039;. Casimir-Katz-Verlag 2004. ISBN 3-925825-84-3 (Roman)&lt;br /&gt;
* Karl Johann Hirtler: &amp;#039;&amp;#039;Fahnen raus! Der Daubmann kommt!. Die Endinger Köpenickiade&amp;#039;&amp;#039;. ISBN 3-7930-0369-8&amp;lt;br /&amp;gt;Der Autor Hirtler wurde in der Nachkriegszeit von der französischen Besatzungsmacht als Bürgermeister in Endingen eingesetzt und war ein Schulkamerad des echten Oskar Daubmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* [http://www.landesarchiv-bw.de/web/45888 Zum Fall Daubmann] im Landesarchiv Baden-Württemberg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118523864|LCCN=n/81/123836|VIAF=22932661}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Daubmann, Oskar}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochstapler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pseudonym]]&amp;lt;!--eigentlich Falschname o.ae. gibts aber nicht--&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer]]&amp;lt;!--qua Geburtsort?--&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Endingen am Kaiserstuhl)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1898]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1954]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Daubmann, Oskar&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Hummel, Karl Ignaz (wirklicher Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Kaiserstühler Hochstapler&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=9. März 1898&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Oberwil BL]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=20. Januar 1954&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Schwäbisch Hall]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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