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	<title>Oskar Cohn - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Oskar_Cohn&amp;diff=617500&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-43139-73: /* Abgeordneter */ Tippfehler</title>
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		<updated>2025-12-28T17:03:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Abgeordneter: &lt;/span&gt; Tippfehler&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|befasst sich mit dem Politiker Oskar Cohn. Zum Journalisten und Schriftsteller &amp;#039;&amp;#039;Oskar Justinus Cohn&amp;#039;&amp;#039; siehe [[Oskar Justinus]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Oskar Cohn.jpg|mini|Oskar Cohn]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Oskar Cohn&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (geboren am [[15. Oktober]] [[1869]] in [[Guttentag]], [[Kreis Lublinitz]]; gestorben am [[31. Oktober]] [[1934]] in [[Genf]]) war ein deutscher Politiker ([[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]], [[Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands|USPD]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Beruf ==&lt;br /&gt;
Nach dem Abitur auf dem [[Gymnasium]] in [[Brzeg|Brieg]] 1887 studierte Cohn, der [[Judentum|jüdischen]] Glaubens war, in [[Humboldt-Universität zu Berlin|Berlin]], [[Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald|Greifswald]] und [[Ludwig-Maximilians-Universität München|München]] Rechtswissenschaften. Er wurde 1892 zum Doktor der Rechte promoviert und war seit 1897 als [[Rechtsanwalt]] in [[Berlin]] niedergelassen. Seit 1899 arbeitete er in einer Kanzlei mit [[Karl Liebknecht]] und dessen Bruder [[Theodor Liebknecht]]. Ab 1909 war Cohn nebenamtlicher Dozent an der Berliner Arbeiter-Bildungsschule. Im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] diente er von 1915 bis 1917 als [[Unteroffizier]]. Cohn war seit Mitte der zwanziger Jahre überzeugter [[Zionismus|Zionist]] und setzte sich für die Schaffung eines jüdischen Staates auf sozialistischer Grundlage in [[Palästina (Region)|Palästina]] ein. In der Repräsentantenversammlung der Berliner Jüdischen Gemeinde und in der Vertretungskörperschaft der Juden in [[Preußen]] vertrat er ab 1926 [[Poale Zion]], eine linkszionistische Organisation. Nach der [[Machtergreifung|Machtübernahme]] der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|Nationalsozialisten]] floh er 1933 nach [[Paris]], um von dort nach Palästina auszuwandern. Bevor er jedoch ein Visum erhalten hatte, starb er im Oktober 1934 in Genf, wo er gerade an der Tagung des [[Jüdischer Weltkongress|Jüdischen Weltkongresses]] teilnahm. Er wurde in [[Degania]] am [[See Genezareth]] im ältesten [[Kibbuz]] des heutigen [[Israel]] beigesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Partei ==&lt;br /&gt;
Ursprünglich gehörte Cohn der SPD an. Als sich infolge unterschiedlicher Auffassungen über die Haltung der SPD zum Ersten Weltkrieg die Sozialdemokratie spaltete, trat er der neu gegründeten USPD bei. Als sich die USPD-Mehrheit 1920 mit der [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]] zur [[Vereinigte Kommunistische Partei Deutschlands|VKPD]] vereinigte, blieb er bei der Minderheit, die zunächst selbständig blieb, aber 1922 zur SPD zurückkehrte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgeordneter ==&lt;br /&gt;
Cohn war seit 1907 Stadtverordneter in [[Berlin]]. Von [[Reichstagswahl 1912|1912]] bis 1918 war er für den Wahlkreis Erfurt 1 ([[Nordhausen]]) Mitglied des Reichstages des Kaiserreiches.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Kaiserliches Statistisches Amt]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Reichstagswahlen von 1912&amp;#039;&amp;#039;. Heft 2. Berlin: Verlag von Puttkammer &amp;amp; Mühlbrecht, 1913, S. 89 (Statistik des Deutschen Reichs, Bd. 250)&amp;lt;/ref&amp;gt; 1919/20 gehörte er der [[Weimarer Nationalversammlung]] an. In den Beratungen der Nationalversammlung forderte er, die Juden als nationale Minderheit in die [[Weimarer Verfassung|Weimarer Reichsverfassung]] aufzunehmen. In der Zweiten Lesung der Weimarer Reichsverfassung am 2. Juli 1919 sprach er sich in der Nationalversammlung dafür aus, den deutschen Staat &amp;#039;&amp;#039;Deutsche [[Republik]]&amp;#039;&amp;#039; statt &amp;#039;&amp;#039;Deutsches [[Deutsches Reich|Reich]]&amp;#039;&amp;#039; zu benennen, weil nur so der Bruch mit der überholten früheren Ordnung deutlich gemacht werden könne. Zudem werde das Wort „Reich“ im Französischen und Englischen mit „empire“ übersetzt, was einen fatalen Anklang an Imperialismus habe. Das Festhalten an der alten Bezeichnung müsse im Ausland geradezu den Eindruck erwecken, Deutschland habe immer noch ein imperialistisches Machtstreben. Außerdem forderte er die Bildung eines [[Einheitsstaat|Einheits-]] statt eines [[Föderaler Staat|Bundesstaates]]. Ein einheitliches Staatsgebilde ohne eigenständige Gliedstaaten könne viel effizienter arbeiten, außerdem seien die Gliedstaaten nur ein Relikt der alten monarchistischen Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund seiner Herkunft aus dem östlichen [[Schlesien]] verstand er sich im Reichstag und der Nationalversammlung stets vor allem als Vertreter und Fürsprecher des [[Juden in Osteuropa|Ostjudentums]]. Zu einem Eklat kam es im &amp;#039;&amp;#039;[[Untersuchungsausschuss für die Schuldfragen des Weltkrieges|Parlamentarischen Untersuchungsausschuss für die Schuldfrage des Weltkrieges]]&amp;#039;&amp;#039; des ersten Reichstages, als der [[Deutschnationale Volkspartei|DNVP]]-Politiker [[Karl Helfferich]] sich mehrfach unter Hinweis auf Cohns Judentum weigerte, dessen Fragen zu beantworten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cohn hielt am 25. Oktober 1918 die letzte Rede im Reichstag des Kaiserreichs. Darin forderte er offen, die Herrschaft der [[Hohenzollern]] zu beseitigen und Deutschland in eine sozialistische Republik umzuwandeln.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Lothar Machtan]]: &amp;#039;&amp;#039;Kaisersturz. Vom Scheitern im Herzen der Macht&amp;#039;&amp;#039;. wbg Theiss, Darmstadt 2018, ISBN 978-3-8062-3760-3, S. 178.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1919 bis 1924 war Cohn außerdem [[Preußischer Landtag|Landtagsabgeordneter]] in [[Preußen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Öffentliche Ämter ==&lt;br /&gt;
Während der Herrschaft des [[Rat der Volksbeauftragten|Rates der Volksbeauftragten]] nach der [[Novemberrevolution]] war Cohn Unterstaatssekretär im [[Reichsjustizamt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Oskar Cohn.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Franz Osterroth]]: &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Lexikon des Sozialismus. Verstorbene Persönlichkeiten&amp;#039;&amp;#039;. Band 1. J. H. W. Dietz Nachf., Hannover 1960, S. 55.&lt;br /&gt;
* [[Ludger Heid]]: &amp;#039;&amp;#039;Oskar Cohn. Ein Sozialist und Zionist im Kaiserreich und in der Weimarer Republik.&amp;#039;&amp;#039; Campus Verlag, Frankfurt 2002, ISBN 3-593-37040-9.&lt;br /&gt;
* Ludger Heid: &amp;#039;&amp;#039;„Wissen ist Macht – Macht ist Wissen“. Oskar Cohn und die Berliner Arbeiterbildungsschule.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Internationale wissenschaftliche Korrespondenz zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung|IWK]]. Internationale wissenschaftliche Korrespondenz zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung&amp;#039;&amp;#039; 49 (2004), Heft 1, S. 22–55 (mit Abdruck des Skripts einer Vorlesung zum Verfassungswesen).&lt;br /&gt;
* [[Martin Schumacher (Historiker)|Martin Schumacher]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;M.d.R. Die Reichstagsabgeordneten der Weimarer Republik in der Zeit des Nationalsozialismus. Politische Verfolgung, Emigration und Ausbürgerung, 1933–1945. Eine biographische Dokumentation.&amp;#039;&amp;#039; 3., erheblich erweiterte und überarbeitete Auflage. Droste, Düsseldorf 1994, ISBN 3-7700-5183-1.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Cohn, Oskar.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Encyclopaedia Judaica]]&amp;#039;&amp;#039;, 1972, Band 5, Sp. 692&lt;br /&gt;
* [[Ernst Hamburger|Ernest Hamburger]]: &amp;#039;&amp;#039;Juden im öffentlichen Leben Deutschlands. Regierungsmitglieder, Beamte und Parlamentarier in der monarchischen Zeit, 1848–1918&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Schriftenreihe wissenschaftlicher Abhandlungen des Leo-Baeck-Instituts.&amp;#039;&amp;#039; Band 19). Mohr Tübingen 1968, S. 502–508.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Cohn, Oscar&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Werner Röder]], [[Herbert A. Strauss]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch der deutschsprachigen Emigration nach 1933. Band 1: Politik, Wirtschaft, Öffentliches Leben&amp;#039;&amp;#039;. München: Saur, 1980, S. 115&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|124085598}}&lt;br /&gt;
* {{ReichstagDB|124085598}}&lt;br /&gt;
* {{Biorabk|Oskar Cohn|400}}&lt;br /&gt;
* [http://www.iwk-online.de/2004-1_heid.html Ludger Heid über Oskar Cohn und die Berliner Arbeiterbildungsschule - Auszug aus: IWK (&amp;#039;&amp;#039;Internationale Wissenschaftliche Korrespondenz zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung&amp;#039;&amp;#039;), Heft 1/2004, S. 22–55]&lt;br /&gt;
* [http://www.bundesarchiv.de/aktenreichskanzlei/1919-1933/0011/adr/adrag/kap1_3/para2_58.html Oskar Cohn] in den [[Akten der Reichskanzlei]]&lt;br /&gt;
* [https://www.ernst-albert-seils.de/oskar-cohn-in-der-nationalversammlung.html Oskar Cohn in der Nationalversammlung] – Aufsatz von dem Historiker [https://www.ernst-albert-seils.de Ernst-Albert Seils], 2020&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=124085598|LCCN=no/2002/86023|VIAF=18147881}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Cohn, Oskar}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichstagsabgeordneter (Deutsches Kaiserreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Weimarer Nationalversammlung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Preußischen Landtags (Freistaat Preußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:USPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsanwalt (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1869]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1934]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Cohn, Oskar&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (SPD, USPD), MdR&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=15. Oktober 1869&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Guttentag]], [[Kreis Lublinitz]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=31. Oktober 1934&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Genf]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
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