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	<title>Oscher - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Oscher&amp;diff=286462&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Seysi am 18. Februar 2026 um 15:39 Uhr</title>
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		<updated>2026-02-18T15:39:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|Zum US-amerikanischen Musiker siehe [[Paul Oscher]].}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Oscher&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Calotropis procera&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = ([[William Aiton|Ait.]]) [[Robert Brown (Botaniker, 1773)|R.Br.]]&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Calotropis&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Asclepiadinae&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Untertribus&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Asclepiadeae&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Tribus&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Seidenpflanzengewächse&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Asclepiadoideae&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Unterfamilie&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Hundsgiftgewächse&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Apocynaceae&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Bild             = ThoraThora4.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = Oscher (&amp;#039;&amp;#039;Calotropis procera&amp;#039;&amp;#039;) in Algerien&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Oscher&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Calotropis procera&amp;#039;&amp;#039; {{Person|(Aiton) W.T.Aiton}}, [[Synonym (Taxonomie)|Syn.]]: &amp;#039;&amp;#039;Asclepias procera&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Aiton}}, &amp;#039;&amp;#039;Asclepias gigantea&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Jacquin non L.}}), auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fettblattbaum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt, ist eine [[Art (Biologie)|Pflanzenart]] in der [[Familie (Biologie)|Unterfamilie]] der [[Seidenpflanzengewächse]] (Asclepiadoideae) innerhalb der [[Familie (Biologie)|Familie]] der [[Hundsgiftgewächse]] (Apocynaceae). Ihre Frucht wird auch als &amp;#039;&amp;#039;Sodomsapfel&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet und ist nicht zu verwechseln mit der Pflanze [[Sodomsapfel]] aus der Gattung der [[Nachtschatten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:ThoraThora1.JPG|mini|Blüte]]&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Calotropis procera&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Strauch]] oder kleiner [[Baum]], der Wuchshöhen von 1 bis 6&amp;amp;nbsp;m erreicht. Er enthält weißen [[Milchsaft]]. Dieser Saft ist sehr bitter und kann bei Berührung mit der Haut und vor allem mit den Augen Beschwerden oder Verletzungen verursachen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pandey Sahu 2015&amp;quot;&amp;gt;{{cite journal |last1=Pandey |first1=Dr. Nidhi |last2=Sahu |first2=Dr. Vijaya |title=Calotropis procera induced ocular toxicity, manifestations and management – an observational study |journal=International Journal of Medical Research and Review |date=2015-09-30 |volume=3 |issue=8 |pages=805–809 |doi=10.17511/ijmrr.2015.i8.151 |doi-access=free | language=en }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Cite journal |last1=Kaur |first1=Amarpreet |last2=Batish |first2=Daizy R. |last3=Kaur |first3=Shalinder |last4=Chauhan |first4=Bhagirath S. |date=2021 |title=An Overview of the Characteristics and Potential of Calotropis procera From Botanical, Ecological, and Economic Perspectives |journal=Frontiers in Plant Science |volume=12 |page=690806 |doi=10.3389/fpls.2021.690806 |pmc=8248367 |pmid=34220914 |doi-access=free | language=en }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die gegenständig und [[dekussiert]] an den Zweigen angeordneten [[Blatt (Pflanze)|Laubblätter]] sind einfach, filzig behaart. Die [[Blattspreite]] ist 70 bis 205&amp;amp;nbsp;mm lang und 55 bis 150&amp;amp;nbsp;mm breit. Die Blattränder sind glatt. Wenn Blattstiele vorhanden sind, dann sind sie maximal 4&amp;amp;nbsp;mm lang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verzweigten [[Blütenstände]] sind kompliziert aufgebaut. Der Blütenstiel ist 20 bis 32&amp;amp;nbsp;mm lang. Die zwittrigen, [[radiärsymmetrisch]]en [[Blüte]]n sind fünfzählig. Die fünf freien [[Kelchblätter]] sind 4 bis 8&amp;amp;nbsp;mm lang. Die fünf außen cremefarbenen, weißen und innen violetten [[Kronblätter]] sind 10 bis 18&amp;amp;nbsp;mm lang und nur an der Basis verwachsen. Es ist nur ein Kreis mit fünf [[Staubblätter]]n vorhanden. Zwei [[Fruchtblätter]] sind zu einem oberständigen [[Fruchtknoten]] verwachsen mit zwei Stempeln, die oben verwachsen sind, dadurch ist nur eine Narbe vorhanden. Die Staubfäden sind untereinander, mit den Kronblättern und den zwei Stempeln verwachsen; [[Staubfäden]] und Stempel bilden zusammen eine Säule. Die Blütezeit reicht von Januar bis Dezember, ist also ganzjährig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die apfelähnliche, trockene Frucht (besteht aus zwei [[Balgfrucht|Balgfrüchten]]) hat einen Durchmesser von etwa 70&amp;amp;nbsp;mm, ist 100 bis 120&amp;amp;nbsp;mm lang und enthält viele Samen. Die Samen weisen ein Büschel langer, seidiger Haare als Flugorgane auf und haben eine Größe von etwa 6&amp;amp;nbsp;× 4&amp;amp;nbsp;mm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Chromosomenzahl]] beträgt 2n = 22.&amp;lt;ref name=&amp;quot;IPCN&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorkommen ==&lt;br /&gt;
Die Art kommt ursprünglich in [[Makaronesien]] und von Nordafrika und vom tropischen Afrika bis Indochina vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WCSP&amp;quot; /&amp;gt; Sie wird in vielen Ländern angebaut und kommt verwildert vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WCSP&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Taxonomie ==&lt;br /&gt;
Der Oscher wurde 1789 von [[William Aiton]] in &amp;#039;&amp;#039;Hortus Kewensis; or, a Catalogue of the Plants Cultivated in the Royal Botanic Garden at Kew&amp;#039;&amp;#039; Band 1 Seite 305 als &amp;#039;&amp;#039;Asclepias procera&amp;#039;&amp;#039; erstbeschrieben. Die Art wurde 1811 von [[William Townsend Aiton]], dem ältesten Sohn von William Aiton, in &amp;#039;&amp;#039;Hortus Kewensis&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage, Band 2 Seite 78 als &amp;#039;&amp;#039;Calotropis procera&amp;#039;&amp;#039; {{Person|(Ait.) W.T.Aiton}} in die Gattung &amp;#039;&amp;#039;Calotropis&amp;#039;&amp;#039; gestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Apfel von Sodom ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Tapuach-sdom.jpg|mini|Sodomsäpfel]]&lt;br /&gt;
Der römisch-jüdische Geschichtsschreiber [[Flavius Josephus]] erwähnt in seinem Werk [[Jüdischer Krieg (Flavius Josephus)|Jüdischer Krieg]] in der Landschaft um den „Asphaltsee“ (das [[Totes Meer|Tote Meer]]), die er mit dem biblischen [[Sodom und Gomorra|Sodom]] gleichsetzt, wüchsen als Folge der biblischen Katastrophe immer noch Früchte, die eine Schale besäßen, die derjenigen essbarer Früchte gleichen würde, deren Inneres sich aber nach dem Pflücken in Rauch und Asche auflöse. Diese Literaturstelle wurde später immer wieder auf den Oscher bezogen. Als „Apfel von Sodom“ wurde sie, vor allem von theologischen Schriftstellern, immer wieder [[Allegorie|allegorisch]] gedeutet. Die Pflanze wird allerdings in der [[Bibel]] selbst nicht erwähnt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zohary&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Johann Sebastian Bach]] hat in seiner Kantate BWV 54 &amp;quot;Widerstehet doch der Sünde&amp;quot; (Satz 2 Recitativo) die Sünde mit Sodomsäpfeln verglichen (außen schön, innen Rauch und Asche).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dürr1995&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
Pflanzenteile, besonders die Rinde und die Blätter, werden medizinisch genutzt. Die Hirten der [[Fulbe]] in Westafrika verwenden die Blätter zum Dicklegen von Milch zur Bereitung von Weichkäse (in Nordnigeria &amp;#039;&amp;#039;warankasi&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Holz ist leicht, hell und weich. Es dient als Brennmaterial und zum Hausbau. Von Nomaden der westlichen [[Sahara]] wurde das Holz früher für Holzsandalen und Melkgefäße verwendet. Aus dem Rindenbast können Seile gefertigt werden. In [[Mauretanien]] nutzten die Nomaden bis etwa zur Mitte des 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts die trockenen Flocken der Frucht, um als Zunder damit Feuer zu machen. Die Pflanze heißt auf [[Hassania]] &amp;#039;&amp;#039;turǧaīye&amp;#039;&amp;#039; ([[Plural|Pl]]. &amp;#039;&amp;#039;turǧe&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Creyaufmüller: &amp;#039;&amp;#039;Nomadenkultur in der Westsahara. Die materielle Kultur der Mauren, ihre handwerklichen Techniken und ornamentalen Grundstrukturen.&amp;#039;&amp;#039; Burgfried-Verlag, Hallein (Österreich) 1983, ISBN 3-85388-011-8, S.&amp;amp;nbsp;127, 269, 364.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Samenfasern werden als [[Akon (Naturfaser)|Akon]] verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bilder ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; heights=&amp;quot;150&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
ET Afar asv2018-01 img87 Abala surroundings.jpg|[[Habitus (Biologie)|Habitus]] am Naturstandort: [[Afar (Region)|Afar-Region]], [[Äthiopien]]&lt;br /&gt;
ThoraThora2.jpg|Blätter und Blütenstand mit Knospen und Blüten&lt;br /&gt;
Zuckervogel (Coereba flaveola) auf Oscher (Calotropis procera) bei der Nektaraufnahme.jpg|[[Zuckervogel]] (&amp;#039;&amp;#039;Coereba flaveola&amp;#039;&amp;#039;) auf einem Oscher bei der Nektaraufnahme&lt;br /&gt;
Starr_010701-9001_Calotropis_procera.jpg|Früchte aufgeschnitten&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* B. Richardson: [http://florabase.dec.wa.gov.au/browse/profile/6582 &amp;#039;&amp;#039;Calotropis procera (Aiton) W.T.Aiton Calotrope.&amp;#039;&amp;#039;] Western Australian Flora&lt;br /&gt;
* Bingtao Li, Michael G. Gilbert &amp;amp; W. Douglas Stevens: &amp;#039;&amp;#039;Asclepiadaceae&amp;#039;&amp;#039;. [http://efloras.org/florataxon.aspx?flora_id=2&amp;amp;taxon_id=210000158 &amp;#039;&amp;#039;Calotropis procera&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;Flora of China&amp;#039;&amp;#039;, Volume 16, S. 203&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;IPCN&amp;quot;&amp;gt;{{Tropicos|ID=2600082|WissName=Calotropis procera|ProjektID=9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;WCSP&amp;quot;&amp;gt; Rafaël Govaerts (Hrsg.): [http://apps.kew.org/wcsp/qsearch.do?page=quickSearch&amp;amp;plantName=calotropis &amp;#039;&amp;#039;Calotropis&amp;#039;&amp;#039; - &amp;#039;&amp;#039;World Checklist of Selected Plant Families&amp;#039;&amp;#039; des Royal Botanic Gardens, Kew.] Zuletzt eingesehen am 4. November 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zohary&amp;quot;&amp;gt;[[Michael Zohary]]: &amp;#039;&amp;#039;Pflanzen der Bibel.&amp;#039;&amp;#039; Calwer Verlag, Stuttgart 1983. ISBN 3-7668-0724-2, 2. Apfel von Sodom auf Seite 122.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dürr1995&amp;quot;&amp;gt;[[Alfred Dürr]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Kantaten von Johann Sebastian Bach mit ihren Texten.&amp;#039;&amp;#039; 6. Auflage 1995. dtv/Bärenreiter Verlag, Kassel, Basel, London, New York, Prag. Seite 292–293&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|Calotropis procera|Oscher (&amp;#039;&amp;#039;Calotropis procera&amp;#039;&amp;#039;)}}&lt;br /&gt;
{{WestAfricanPlants|Calotropis procera}}&lt;br /&gt;
* [http://www.zimbabweflora.co.zw/speciesdata/species.php?species_id=145910 Eintrag in der Flora of Zimbabwe.] (engl.)&lt;br /&gt;
* [http://www.botanical.com/botanical/mgmh/c/calotr09.html Informationen zur Gift- und Heilwirkung.] (engl.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Seidenpflanzengewächse]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Seysi</name></author>
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