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	<title>Oscar Wassermann - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Oscar_Wassermann&amp;diff=1059631&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-18359-74 am 19. April 2026 um 12:56 Uhr</title>
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		<updated>2026-04-19T12:56:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Bundesarchiv Bild 102-08459, Oscar Wassermann.jpg|mini|hochkant|Oscar Wassermann, 1929 (beschädigte Photographie aus dem Bundesarchiv).&amp;lt;ref&amp;gt;In der Biografie von Avraham Barkai ist die Fotografie auf S. 40 retuschiert wiedergegeben. Weitere Fotos von Wassermann ebenda.&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Erich Salomon Oscar Wassermann Hermann Rüfenacht Cesare Orsenigo Ismael Fuentes.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Oscar Wassermann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;; [[Hermann Rüfenacht (Jurist)|Hermann Rüfenacht]]; [[Cesare Orsenigo]]; [[Ismael Gómez Fuentes|Ismael Fuentes]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bamberg, Hainstraße 19-20161230-001.jpg|mini|hochkant|Wohnhaus der Familie in Bamberg, Hainstraße 19]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Oscar Wassermann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[4. April]] [[1869]] in [[Bamberg]]; † [[8. September]] [[1934]] in [[Garmisch]]) war ein deutsch-jüdischer Bankier. Von 1912 bis 1933 gehörte er dem Vorstand der [[Deutsche Bank|Deutschen Bank]] an, als dessen Sprecher er von 1923 bis 1933 fungierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft ==&lt;br /&gt;
Oskar von Wassermann entstammte einer wohlhabenden jüdischen Bankiersfamilie. Die Familie entstammte dem jüdischen Ghetto in [[Regensburg]]. Sein bereits vermögender Großvater Samuel zog 1850 nach Bamberg und gründete dort die Bank A. E. Wassermann, deren Leitung später seine Söhne Angelo (von) Wassermann (1834–1914) und Emil Wassermann (1842–1911) übernahmen. Sein Onkel Angelo von Wassermann und dessen Nachkommen wurden 1910 in den erblichen Adelsstand erhoben. Emil Wassermann heiratete Emma Oppenheimer aus [[Frankfurt am Main|Frankfurt]]. Das Paar hatte zehn Kinder, deren ältestes Oscar Wassermann und deren jüngstes Kind [[Sigmund Wassermann]] war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beruf ==&lt;br /&gt;
Nach einer Banklehre in München und Paris trat Oscar Wassermann in die 1889 errichtete Berliner Filiale des Bamberger Stammhauses ein, deren Leitung er ab 1900 zusammen mit seinem Cousin Max von Wassermann (1863–1934) innehatte. 1898 trat er zudem der [[Gesellschaft der Freunde]] bei, deren langjähriger Vorsitzender er später (1924–1934) werden sollte. Die Geschäfte der Berliner Filiale von A. E. Wassermann übertrafen, vor allem durch Oscar Wassermanns lukrativen Wertpapierhandel, bald diejenigen am Stammsitz. So wurde er 1912 für das Börsengeschäft der [[Deutsche Bank|Deutschen Bank]] rekrutiert, das er gemeinsam mit [[Paul Mankiewitz]] leitete. Sein Spezialgebiet waren zudem [[Hypothek]]en, weshalb er in diversen Aufsichtsräten von Hypothekenbanken die Interessen der Deutschen Bank vertrat. Zudem beschäftigte er sich mit Finanzbeteiligungen der Bank in der Kali- und der Schifffahrtsindustrie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] war er Mitglied der unter der Leitung [[Max Warburg]]s stehenden deutschen Finanzkommission bei den Verhandlungen zum [[Versailler Vertrag]]. Er pflegte die internationalen Beziehungen der Deutschen Bank und war Mitglied des Generalrats der [[Reichsbank]], wo er das Geld- und Währungswesen der [[Weimarer Republik]] beeinflusste. Sein Plan von 1922, die [[Reparation]]szahlungen betreffend, fand allerdings keine Wertschätzung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wassermann war stellvertretender Vorsitzender des &amp;#039;&amp;#039;Centralverbandes des Deutschen Bank- und Bankiergewerbes&amp;#039;&amp;#039; sowie von 1923 bis 1933 Sprecher des Vorstandes der Deutschen Bank. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1929 fusionierten unter seiner Leitung die Deutsche Bank und die [[Disconto-Gesellschaft]], was die beiden Bankhäuser mit dem „Zwang der Rationalisierung“ begründeten. Dank der aus der Fusion resultierenden hohen Reserven konnte die Deutsche Bank die [[Bankenkrise]] von [[1931]] ohne Staatshilfe überstehen. Dennoch war der Aufsichtsratsvorsitzende [[Franz Urbig]] wenig begeistert von Wassermanns Agieren und äußerte: „&amp;#039;&amp;#039;Wo war der [[primus inter pares]], der die Übersicht über und den Einfluß auf das Ganze wahren mußte?&amp;#039;&amp;#039;“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Judentum ==&lt;br /&gt;
Sozial war Oscar Wassermann Vertreter des deutsch-jüdischen Großbürgertums. Im Unterschied zu den meisten Vertretern dieser Gruppe engagierte er sich allerdings aufgrund seiner streng [[Orthodoxes Judentum|orthodoxen]] Erziehung stark für das [[Judentum]] und für den [[Zionismus]]. Er war Vorsitzender des deutschen Ablegers des 1922 gegründeten „jüdischen Palästinawerkes“ ([[Keren Hajessod]], KH) und des entsprechenden „Palästina Grundfonds (KH) e. V.“, deren Hauptziel der Landwerb in Palästina war. Den größten Teil der Einkünfte erzielte er durch Sammlung bei ihm persönlich bekannten, wohlhabenden Juden. Wassermann wurde deshalb auf der Gründungsversammlung der [[Jewish Agency]] 1929 Vorsitzender der deutschen Filiale. Sein offenes Bekenntnis als Zionist wünschte deren Gründer [[Chaim Weizmann]] allerdings nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wassermann engagierte sich zudem als 2.&amp;amp;nbsp;Vorsitzender im Verwaltungsrat des 1919 gegründeten „Vereins zur Gründung und Erhaltung einer Akademie für die Wissenschaft des Judentums“, organisierte dessen Spendensammlungen und nahm noch in seinen letzten Lebensjahren regelmäßig an einer [[Talmud]]-Studiengruppe teil.&amp;lt;ref&amp;gt;Avraham Barkai: &amp;#039;&amp;#039;Jiddisch-putkamerisch verpackt&amp;#039;&amp;#039;. in: &amp;#039;&amp;#039;Kalonymos. Beiträge zur deutsch-jüdischen Geschichte&amp;#039;&amp;#039;. [[Salomon Ludwig Steinheim-Institut]]. Heft 3, 2003 {{ISSN|1436-1213}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nationalsozialismus ==&lt;br /&gt;
Wassermann war schon vor 1933 Zielscheibe heftiger antisemitischer Agitation, die ihm seine Beteiligung am so genannten „Versailler Schandfrieden“ vorwarf und ihn als „Vertreter der jüdischen [[Hochfinanz]]“ diffamierte. Nach der Regierungsbildung Hitler–[[Franz von Papen|Papen]] im Januar 1933 war seine Ablösung nur eine Frage der Zeit. Ursprünglich war sein Verbleiben im Vorstand der Deutschen Bank bis Ende 1933 geplant. Jedoch wurde durch seine Kollegen bereits vor der Hauptversammlung im Juni 1933, die er eigentlich als Vorstandssprecher leiten sollte, sein Rücktritt aus Altersgründen bekanntgegeben. Er starb im Folgejahr als gebrochener Mann und wurde auf dem [[Jüdischer Friedhof Berlin-Weißensee|Jüdischen Friedhof Berlin-Weißensee]] am 12. September 1934 beerdigt, die Trauerrede hielt [[Leo Baeck]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kunstsammlung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Quentin Metsys - O Casamento Desigual.jpg|mini| O Casamento Desigual / Der Heiratskontrakt aus der Schule des flämischen Künstlers [[Quentin Massys]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wassermanns Erben, seine Töchter Karin und Hedwig sowie seine Witwe Katharina versteigerten in den 1930er Jahren Kunstwerke bei den Auktionshäusern Alfred Berkhahn und [[Paul Graupe|Graupe]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web|url=http://www.lostart.de/Webs/DE/Datenbank/SucheSimpelErgebnis.html?cms_param=SUCHE_ID=21875311&amp;amp;page=0|title=Lost Art Internet Database – Einfache Suche|date=2016-03-05|website=web.archive.org|accessdate=2019-12-30|archiveurl=https://web.archive.org/web/20160305194545/http://www.lostart.de/Webs/DE/Datenbank/SucheSimpelErgebnis.html?cms_param=SUCHE_ID=21875311&amp;amp;page=0|archivedate=2016-03-05|offline=|archivebot=2022-12-24 10:11:33 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Einige Werke der Sammlung Oscar Wassermann sind in der Lost Art-Datenbank eingetragen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web|url=http://www.lostart.de/Webs/DE/Datenbank/SucheSimpelErgebnis.html?cms_param=SUCHE_ID=21875441|title=Lost Art Internet Database – Einfache Suche|date=2016-03-04|website=web.archive.org|accessdate=2019-12-30|archiveurl=https://web.archive.org/web/20160304102951/http://www.lostart.de/Webs/DE/Datenbank/SucheSimpelErgebnis.html?cms_param=SUCHE_ID=21875441|archivedate=2016-03-04|offline=|archivebot=2022-12-24 10:11:33 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Darunter befindet sich ein Gemälde, das einst Leonardo da Vinci zugeschrieben, später [[Quentin Massys]] und heute einem Schüler des flämischen Malers zugeschrieben wird: O casamento desigual/ Der Heiratskontrakt. Das Gemälde befindet sich in Brasiliens bedeutendes Kunstmuseums, dem [[Museu de Arte de São Paulo]], das es 1965 als Schenkung von [[Hans Heinrich Thyssen-Bornemisza de Kászon]] erhalten hat.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web|url=https://oglobo.globo.com/cultura/familia-judia-tenta-reaver-pintura-que-faz-parte-do-acervo-do-masp-11861277|title=Família judia tenta reaver pintura que faz parte do acervo do Masp|date=2014-03-13|website=[[O Globo]]|language=pt-br}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1925 bis 1933 befand sich sein Wohnsitz in Berlin W 35, Tiergartenstraße 8d.&amp;lt;ref&amp;gt;Berliner Adreßbücher 1925–1933.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Avraham Barkai]]: &amp;#039;&amp;#039;Oscar Wassermann und die Deutsche Bank. Bankier in schwieriger Zeit&amp;#039;&amp;#039;. Beck, München 2005, ISBN 978-3-406-52958-0.&lt;br /&gt;
* {{NDB|27|447|449|Wassermann, Oscar|[[Martin L. Müller]]|117149519}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wassermann, Oscar&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Joseph Walk]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kurzbiographien zur Geschichte der Juden 1918–1945&amp;#039;&amp;#039;. München : Saur, 1988, ISBN 3-598-10477-4, S. 379&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|117149519}}&lt;br /&gt;
* [http://www.bankgeschichte.de/de/content/848.html Biografie auf der Website der Historischen Gesellschaft der Deutschen Bank e.&amp;amp;nbsp;V.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Vorstandssprecher der Deutsche Bank AG}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117149519|LCCN=n/2005/42804|VIAF=5701365}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Wassermann, Oscar}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bankier]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Deutsche Bank AG)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Zionismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Judentums (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunstsammler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1869]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1934]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Wassermann, Oscar&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Bankier&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=4. April 1869&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Bamberg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=8. September 1934&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Garmisch]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
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