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	<title>Oscar Arnold - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Störfix am 4. Januar 2026 um 14:51 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Max Oscar Arnold&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, modernisiert &amp;#039;&amp;#039;Oskar Arnold&amp;#039;&amp;#039;, (* [[29. März]] [[1854]] in [[Neustadt bei Coburg]]; † [[27. Januar]] [[1938]] ebenda) war ein deutscher Unternehmer und Politiker. Anfang des 20. Jahrhunderts gehörte er zu den bekanntesten Persönlichkeiten im [[Freistaat Coburg|Coburger Land]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Neustadt-Co-MOA1.jpg|mini|Ehemaliges Werk 1 in der Neustädter Bahnhofstraße]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Neustadt-Co-MOA2.jpg|mini|Ehemaliges Werk 2 mit Wasserturm in der Neustädter Bahnhofstraße]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oscar Arnold war das zweite von elf Kindern des Damen[[schneider]]meisters Karl Arnold und dessen Frau Berta. Auf die Schulzeit in der Volksschule Neustadts folgte die Lehrzeit im elterlichen Geschäft und gleichzeitig der Besuch der Neustädter Industrie- und Gewerbeschule, wo er Zeichen- und Modellierunterricht nahm. Am 8.&amp;amp;nbsp;Dezember 1878 heiratete er Emilie Dorn, die sieben Söhnen und zwei Töchtern das Leben schenkte. Am bekanntesten wurde das vierte Kind, der Sohn [[Karl Arnold (Künstler, 1883)|Karl Arnold]], als Zeichner des [[Simplicissimus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen Tag nach der Heirat gründete Arnold ein Unternehmen, das [[Puppe]]nbekleidung herstellte. Die Puppenkleider entwarf seine Frau. Die Puppenmanufaktur expandierte in den folgenden Jahren rasch und wurde schon 1884 unter dem Firmennamen &amp;#039;&amp;#039;M.&amp;amp;nbsp;Oscar Arnold Fabrik- und Handelsgeschäft&amp;#039;&amp;#039; (MOA) um die Puppenproduktion erweitert. Die hochwertigen Erzeugnisse gingen vor allem in den Export in die [[Vereinigte Staaten|Vereinigten Staaten von Amerika]]. Im Jahr 1895 folgte die Eröffnung eines neuen, dreigeschossigen Fabrikgebäudes, das spätere Werk I, das am Bahnhof von Neustadt lag. In dieser Periode war auch der Bankier [[Georg von Siemens]] an der Gesellschaft beteiligt. Im Jahr 1900 begann mit dem Einstieg seines ältesten Sohnes Ernst in die Unternehmen als [[Prokurist]] die Beteiligung seiner Söhne an der Firmenleitung. &amp;#039;&amp;#039;Arnold &amp;amp; Co&amp;#039;&amp;#039; entwickelte sich mit bis zu 1000 Beschäftigten zu einer der größten Firmen in der stark exportorientierten Puppenindustrie und zu einem der wichtigsten Arbeitgeber in Neustadt. Die Firma stand im Ruf für gute Arbeitsbedingungen und guten Verdienst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] stellte Arnold seine Fabrik, mit damals bis zu 2500 Beschäftigten, erfolgreich auf die Produktion von Geschosskörben und später [[Stielhandgranate]]n um. Das Unternehmen expandierte in den Jahren 1916 und 1917 durch den Neubau des Werkes&amp;amp;nbsp;II am Neustädter Bahnhof und 1919 mit dem Werk&amp;amp;nbsp;III, die übernommene Porzellanfabrik Gebrüder Knoch, südlich vom Bahnhof gelegen. Daneben gab es in Neustadt noch das Werk&amp;amp;nbsp;IV, eine Säge- und Schneidefabrik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da nach dem Ersten Weltkrieg die Puppenindustrie weiterhin keinen ausreichenden Absatzmarkt hatte, war Arnold zu einem erneuten Umschwenk in der Produktion gezwungen. Er entschloss sich zu einer Neupositionierung seiner Gesellschaft durch Herstellung von Möbeln und elektrotechnischen Bedarfsartikeln aus technischen Porzellanen. Im Jahr 1925 beschäftigte MOA noch 900 Mitarbeiter. Wegen hoher Verluste veranlasste die [[Bayerische Staatsbank]] als Hauptgläubiger im November 1925 die Anordnung der „Geschäftsaufsicht zur Abwendung des Konkurses“. 1926&amp;amp;nbsp;kam es zwar zu einem Vergleich mit den [[Gläubiger]]n. Die Folgen eines Großbrandes in der Fabrik im Jahr 1927, fehlende Bank[[kredit]]e und eine nicht zustande gekommene durchgreifende Sanierung führten aber schließlich am 12. Oktober 1928 zur Schließung des Unternehmens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In die folgende [[Zwangsvollstreckung]] mussten Oscar Arnold und sein Sohn Ernst ihr gesamtes Privatvermögen einbringen. Für 400.000 [[Reichsmark]] ersteigerte die Bayerische Staatsbank den gesamten Besitz, wobei die [[Liegenschaft]]en allein schon auf den doppelten Wert geschätzt wurden. In den folgenden zehn Jahren bis zu seinem Tod lebte Arnold zurückgezogen und mittellos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Arnolds Nachlass befindet sich im [[Staatsarchiv Coburg]].&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus Frhr. von Andrian-Werburg: &amp;#039;&amp;#039;Staatsarchiv Coburg. Beständeübersicht&amp;#039;&amp;#039; (= Bayerische Archivinventare 41). München 1982, S. 35.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leistungen ==&lt;br /&gt;
Arnold war gesellschaftlich und politisch stark engagiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So war er ab 1884, den [[Deutsche Freisinnige Partei|Freisinnigen]] zugehörend, Mitglied des [[Coburger Landtag|Coburger Landtages]], dessen Vizepräsident er 1897 wurde. Im Jahr 1904 folgte schließlich die Wahl zum Präsidenten des Coburger Landtags, womit er zugleich Vizepräsident des [[Coburger Landtag#Neuregelung 1852|gemeinschaftlichen Landtages]] des [[Herzogtum Sachsen-Coburg und Gotha|Doppelherzogtums Sachsen-Coburg und Gotha]] war. Zwischen 1914 und 1918 vertrat er, der [[Fortschrittliche Volkspartei|Fortschrittlichen Volkspartei]] angehörend&amp;lt;ref&amp;gt;Ulrich Hess: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte Thüringens 1866 bis 1914&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1991, ISBN 3-7400-0077-5; S. 473&amp;lt;/ref&amp;gt;, den [[Reichstagswahlkreis Herzogtum Sachsen-Coburg-Gotha 1]] als Mitglied des [[Reichstag (Deutsches Kaiserreich)|Deutschen Reichstags]] in Berlin. 1919&amp;amp;nbsp;wählten ihn die Coburger in die Landesversammlung des [[Freistaat Coburg|Freistaates Coburg]], deren Vizepräsident er wurde. Schließlich folgte nach dem Zusammenschluss des Freistaates Coburg mit Bayern von 1920 bis 1924 die [[Bayerischer Landtag (Weimarer Republik)|Mitgliedschaft im Bayerischen Landtag]] als Abgeordneter der [[Deutsche Demokratische Partei|DDP]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Anfang 1911 die Verwalter der [[Niederfüllbacher Stiftung]], gegründet vom belgischen König [[Leopold II. (Belgien)|Leopold&amp;amp;nbsp;II.]], fast das gesamte Stiftungsvermögen dem [[Belgien|belgischen Staat]] überlassen hatten, investierte Arnold viel Zeit und Geld in Rechtsgutachten für eine Rückübereignung der Vermögenswerte zum Wohle des Coburger Landes. Im Jahr 1915 wurde er in den neuen Stiftungsvorstand berufen. Bedingt durch den Ersten Weltkrieg und die spätere Niederlage Deutschlands musste er allerdings alle Bemühungen gegen den belgischen Staat aufgeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Politiker war Arnold insbesondere stark um den Anschluss des Freistaates Coburg an den Freistaat Bayern im Jahr 1920 bemüht und hatte sich intensiv an den Verhandlungen im Jahr 1919 beteiligt. In einer [[Volksbefragung in Coburg 1919|Volksbefragung im November 1919]] entschieden sich die Coburger gegen einen Anschluss an das neue [[Land Thüringen (1920–1952)|Land Thüringen]] und damit für einen Anschluss an Bayern. In den folgenden Jahren gehörte er dem Vorstand der neu gegründeten [[Coburger Landesstiftung]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Arnold engagierte sich aktiv für die Verbesserung der Infrastruktur des Coburger Landes. Insbesondere die [[eisenbahn]]technische Anbindung der Coburger Orte des [[Steinach (Rodach)|Steinachtales]] an seine Heimatstadt Neustadt lag ihm am Herzen. Diese war schließlich mit der Einweihung der [[Bahnstrecke Ebersdorf b. Coburg–Neustadt b. Coburg|Steinachtalbahn]] im Jahr 1920 von Erfolg gekrönt. Auch beim Neubau des [[Klinikum Coburg|Landkrankenhauses Coburg]] war er stark engagiert. Von 1904 bis 1920 hatte der den Vorsitz der Verwaltungskommission des Krankenhauses inne, die insbesondere den wirtschaftlichen Betrieb überwachen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus war er einer der Mitinitiatoren für die Restaurierung der [[Veste Coburg]] und Mitglied des Komitees zur Wiederherstellung der Veste, wofür er 40.000 Mark spendete. Nach den Plänen des Architekten [[Bodo Ebhardt]] wurde das Wahrzeichen des Coburger Landes ab 1909 für 6,9&amp;amp;nbsp;Millionen Mark von Grund auf saniert und neu gestaltet. Die von Arnold organisierte Fertigstellungsweihe fand am 7.&amp;amp;nbsp;September 1924 im Rahmen eines Heimatfestes mit 50.000 Teilnehmern statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Neustadt-MOA-Denkmal.jpg|mini|Denkmal für den Geheimrat M. Oscar Arnold]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
Arnold war [[Liste der Ehrenbürger von Neustadt bei Coburg|Ehrenbürger]] seiner Heimatstadt Neustadt bei Coburg. Im Jahr 1950 wurde ihm zu Ehren auf dem Arnoldplatz ein Denkmal eingeweiht. Seinen Namen tragen das [[Arnold-Gymnasium Neustadt]], ein Wanderweg vom Arnoldplatz zur Arnoldhütte auf dem [[Muppberg]] sowie seit 1995 der Max-Oscar-Arnold-Kunstpreis&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.moa-kunstpreis.de/de/ |titel=Max-Oscar-Arnold-Kunstpreis für zeitgenössische Puppenkunst |werk=Internetauftritt: www.moa-kunstpreis.de |hrsg=Stadtverwaltung Neustadt b. Coburg |datum= |abruf=2023-11-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; für zeitgenössische Puppenkunst, der im Rahmen des Internationalen Puppenfestivals in der Himmelfahrtswoche verliehen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Arnold, Oskar M. Geh. Kom.-R.&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Herrmann A. L. Degener]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Wer ist wer?|Degeners Wer ist’s?]]&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1935, S. 36&lt;br /&gt;
* Esther Reinhart: &amp;#039;&amp;#039;Max Oscar Arnold (1854–1938)&amp;#039;&amp;#039;. Band 21 der Schriftenreihe der historischen Gesellschaft Coburg e.&amp;amp;nbsp;V., Coburg 2007, ISBN 3-9810350-3-8.&lt;br /&gt;
* Helmut Scheuerich: &amp;#039;&amp;#039;Max Oscar Arnold: Ein Leben für die Heimat&amp;#039;&amp;#039;. Neustadt bei Coburg 1996&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{HdBG Parlament|119436264}}&lt;br /&gt;
* {{ReichstagDB|119436264|Arnold, Oskar}}&lt;br /&gt;
* {{Biorabk|Oskar Arnold|56}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Abgeordnete des Reichstagswahlkreises Herzogtum Sachsen-Coburg-Gotha 1}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119436264|VIAF=47571580}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Arnold, Oscar}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landtagsabgeordneter (Gemeinschaftlicher Landtag Sachsen-Coburg und Gotha)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landtagsabgeordneter (Sachsen-Coburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Landesversammlung des Freistaates Coburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Bayerischen Landtags in der Weimarer Republik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichstagsabgeordneter (Deutsches Kaiserreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Bayern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Puppenhersteller]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geheimrat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger von Neustadt bei Coburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bayer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DFP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Fortschrittlichen Volkspartei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1854]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1938]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Arnold, Oscar&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Arnold, Oskar; Arnold, Max Oscar (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Unternehmer und Politiker (Deutsche Freisinnige Partei, Fortschrittliche Volkspartei, DDP), MdR&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=29. März 1854&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Neustadt bei Coburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=27. Januar 1938&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Neustadt bei Coburg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Störfix</name></author>
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