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	<title>Orzysz - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Orzysz&amp;diff=269605&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Meckernich: kl. Erg.</title>
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		<updated>2026-04-27T09:23:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;kl. Erg.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ort in Polen&lt;br /&gt;
| Ort                = Orzysz&lt;br /&gt;
| Beschriftung       = &lt;br /&gt;
| Wappen             = [[Datei:POL Orzysz COA.svg|111px|Wappen von Orzysz]]&lt;br /&gt;
| Woiwodschaft       = Ermland-Masuren&lt;br /&gt;
| Powiat             = Piski&lt;br /&gt;
| PowiatLink         = Piski&lt;br /&gt;
| Gemeinde           = Orzysz&lt;br /&gt;
| GemeindeLink       = Gmina Orzysz&lt;br /&gt;
| Breitengrad        = 53&lt;br /&gt;
| Breitenminute      = 48&lt;br /&gt;
| Breitensekunde     = 20&lt;br /&gt;
| Längengrad         = 21&lt;br /&gt;
| Längenminute       = 56&lt;br /&gt;
| Längensekunde      = 45&lt;br /&gt;
| OrtEinwohner       = {{Metadaten Einwohnerzahl PL-28|2816023-URB}}&lt;br /&gt;
| OrtEinwDatum       = {{EWD|PL|2816023}}&lt;br /&gt;
| OrtFläche          = 8.16&lt;br /&gt;
| Höhe               = &lt;br /&gt;
| Postleitzahl       = 12-250&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=https://www.poczta-polska.pl/hermes/uploads/2013/11/spispna.pdf |wayback=20221026204931 |text=Polnisches Postleitzahlenverzeichnis 2022, S. 892}} (polnisch) (PDF; 7,4&amp;amp;nbsp;MB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Telefonvorwahl     = 87&lt;br /&gt;
| KFZ-Kennzeichen    = NPI&lt;br /&gt;
| Straße1            = [[Droga krajowa 16|DK16]] [[Olsztyn]]–[[Ełk]]–[[Augustów]]&lt;br /&gt;
| Straße2            = [[Droga krajowa 63|DK63]] [[Węgorzewo]]–[[Giżycko]]–[[Pisz]]&lt;br /&gt;
| Schienen1          = [[Bahnstrecke Czerwonka–Ełk|Czerwonka–Ełk]] (nur Güterverkehr)&lt;br /&gt;
| Schienen2          = [[Bahnstrecke Lötzen–Johannisburg|Lötzen–Johannisburg]], 1945 stillgelegt&lt;br /&gt;
| Flughafen1         = [[Frédéric-Chopin-Flughafen Warschau|Warschau]]&lt;br /&gt;
|Flughafen2          = [[Flughafen Danzig|Danzig]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Orzysz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; [{{IPA|ˈɔʒɨʃ}}] ({{deS}} &amp;#039;&amp;#039;Arys&amp;#039;&amp;#039;) ist eine Stadt im [[Powiat Piski]] der [[Polen|polnischen]] [[Woiwodschaft Ermland-Masuren]]. Sie ist Sitz der [[Gmina Orzysz|gleichnamigen Stadt-und-Land-Gemeinde]] mit {{FormatZahl|{{Metadaten Einwohnerzahl PL-28|2816023}} }} Einwohnern (Stand {{EWD|PL|2816023}}).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographische Lage ==&lt;br /&gt;
Die Stadt liegt in der [[Masurische Seenplatte|Masurischen Seenplatte]] im historischen [[Preußen (historische Landschaft)|Preußen]] zwischen einem nordöstlichen Arm des Spirdingsees ([[Śniardwy]]) und dem kanalisierten Abfluss des Aryssees ([[Jezioro Orzysz]]).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Meyers&amp;quot; /&amp;gt; Die Kreisstadt [[Pisz]] &amp;#039;&amp;#039;(Johannisburg)&amp;#039;&amp;#039; liegt 18 Kilometer in südwestlicher Richtung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ortsname ==&lt;br /&gt;
Der Name kommt aus dem [[Altpreußische Sprache|Altpreußischen]] und geht auf prußisch &amp;#039;&amp;#039;oras: Luft, Witterung&amp;#039;&amp;#039; zurück ([[Indogermanische Ursprache|indogermanisch]]: &amp;#039;&amp;#039;-er/ -or&amp;#039;&amp;#039;). Die Schreibung des Ortsnamens variierte in den historischen Dokumenten: &amp;#039;&amp;#039;Arisz&amp;#039;&amp;#039; (1443), &amp;#039;&amp;#039;Aris&amp;#039;&amp;#039; (1507), &amp;#039;&amp;#039;Orsesche&amp;#039;&amp;#039; (1550), &amp;#039;&amp;#039;Arys&amp;#039;&amp;#039; (1790).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Masurische Sprache|masurischen Sprache]] wurde der Ort etwa „Orsisch“ ausgesprochen. Für den im 19. Jahrhundert aufkommenden polnischen Nationalismus stellte die masurische Sprache eine verwässerte polnische [[Mischsprache]] dar; ähnlich dem sogenannten [[Wasserpolnisch]]. Daraus wurden zweierlei Forderungen abgeleitet: die Anbindung Masurens an die [[Zweite Polnische Republik|polnische Republik]] und die Rückbesinnung auf das [[Polnische Sprache|Hochpolnische]]. In diesem Sinne schuf man in Polen für den ostpreußischen Ort den Namen „Orzysz“.&amp;lt;ref&amp;gt;So z.&amp;amp;nbsp;B. auf den vom Geographischen Institut der polnischen Armee herausgegebenen Militärkarten für Masuren, Ausgabe 1932.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Rahmen der [[Polonisierung]] wurde der Ort nach 1945 entsprechend umbenannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Rynek Orzysz.JPG|mini|Geschäftsstraße]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Arys (9).jpg|mini|links|Arys um 1914 (Bild-Postkarte)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als 1867 der Aryssee abgesenkt wurde, kamen Reste einer [[Pfahlbau]]-Siedlung zum Vorschein,&amp;lt;ref&amp;gt;Balduhn: &amp;#039;&amp;#039;Die Pfahlbauten by Arys gehören der Steinzeit an&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Altpreussische Monatsschrift&amp;#039;&amp;#039;, Band 11, Königsberg i. Pr. 1874, S. 180–183 ([https://www.google.de/books?id=fkcxAQAAMAAJ&amp;amp;pg=PA180 Google Books]).&amp;lt;/ref&amp;gt; die von Experten zunächst in die [[Steinzeit]], später in die frühe [[Bronzezeit|Bronze-]] und [[Eisenzeit]], also 1000 bis 300 v. Chr., eingeordnet wurden. Der im 2. Jahrhundert n. Chr. lebende Geograph [[Claudius Ptolemäus]] erwähnt die „[[Galinden|Galindae]]“ (Γαλίνδαι) als Bewohner der Gegend,&amp;lt;ref&amp;gt;Claudius Ptolemäus: &amp;#039;&amp;#039;Geographiae libri octo. Graece et Latine ad codicum manu scriptorum fidem.&amp;#039;&amp;#039; Fasciculus 3: &amp;#039;&amp;#039;Librum tertium continens.&amp;#039;&amp;#039; Baedeker, Essen 1842, S. 201, Zeile 6. ([https://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10482465_00035.html Digitalisat] der Bayerischen Staatsbibliothek).&amp;lt;/ref&amp;gt; einen der Stämme der [[Prußen]]. Der Archäologe [[Wilhelm Gaerte|Gaerte]] nimmt an, dass ein Großteil der Galinder mit den [[Goten]] zog und dass das schwach besiedelte Gebiet nach und nach friedlich von [[Masowien|Masowiern]] bezogen wurde, was dazu führte, dass aus Galinden schließlich [[Masuren]] wurde. Nach der Eroberung durch den [[Deutscher Orden|Deutschen Orden]] begann die Ansiedlung der deutschen Bevölkerung. Westlich des Aryssees entstand der Ort &amp;#039;&amp;#039;Neudorf&amp;#039;&amp;#039;, dem [[Konrad von Erlichshausen]], der Hochmeister des Deutschen Ordens, 1443 eine [[Handfeste]] verlieh. Als Ortsgründer ist der [[Lokator]] &amp;#039;&amp;#039;Lorenz Polun&amp;#039;&amp;#039; überliefert. 1507 wurde der Ort erstmals urkundlich erwähnt. In diese Zeit fiel die Amtsperiode des [[Komtur (Amt)|Komturs]] &amp;#039;&amp;#039;von Rhein&amp;#039;&amp;#039;, der in Arys einen Ordenshof mit [[Vorwerk (Gutshof)|Vorwerk]] einrichtete, zu dem zwei Mühlen und mehrere Schiffe und Kähne gehörten. Eine der Mühlen wurde bis 1861 betrieben. Auch die Aryser Kirche wurde unter dem Komtur von Rhein errichtet; in ihr wurde bis 1702 nur auf Masurisch gepredigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der 1525 erfolgten [[Säkularisation]] des Deutschen Ordens und seiner Umwandlung in ein [[Herzogtum]] wurde auch der Ordenshof in einen Amtshof umgewandelt und erstmals eine Schule gegründet. Arys unterstand nun dem [[Hauptamt Rhein]], aus dessen Archiv hervorgeht, dass in Arys bereits Ende des 16.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts ein [[Kammeramt]] bestand, das damit zu den ältesten im später so genannten Masuren gehörte. Während des [[Tataren]]einfalls wurde der Ort 1656 in Brand gesteckt; die [[Große Pest (Preußen)|Pestjahre]] 1709 bis 1711 dezimierten die Einwohnerschaft weiter. Begünstigt durch die Lage an der wichtigen [[Handelsstraße]] nach Warschau konnte sich Arys jedoch von diesen Katastrophen erholen, so dass ihm am 3.&amp;amp;nbsp;März 1725 durch den [[Preußen|preußischen]] König [[Friedrich Wilhelm I. (Preußen)|Friedrich Wilhelm&amp;amp;nbsp;I.]] das Stadtrecht verliehen wurde. Mit seinen knapp 1000 Einwohnern war Arys die kleinste Stadt im masurischen Gebiet. Während des [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieges]] (1756–1763) war Arys vier Jahre lang von der [[Kaiserlich Russische Armee|russischen Armee]] besetzt. Anschließend wurde in der Stadt eine Garnison des [[Preußische Armee|preußischen Heeres]] stationiert. Während des Russlandfeldzuges [[Napoléon Bonaparte|Napoleons&amp;amp;nbsp;I.]] lagerten im Januar und Februar 1807 16.000 russische Soldaten in der Stadt, die für die Stationierungskosten aufkommen musste. Im Juli 1807 verlangten französische Truppen große Mengen Lebensmittel und Leinwand von der Stadt. Das alles wiederholte sich im Jahre 1812. Ein Großbrand im Jahre 1826 brachte nochmals Not und Elend in die Stadt, 700 Einwohner verloren alles, über 200 verließen ihre Stadt, so dass danach nur noch 900 Menschen in Arys lebten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die [[Preußische Reformen|preußischen Verwaltungsreformen]] gehörte Arys ab 1818 zum [[Landkreis Johannisburg|Kreis Johannisburg]] im [[Regierungsbezirk Gumbinnen]] (1905 bis 1945: [[Regierungsbezirk Allenstein]]) in der [[Provinz Ostpreußen]] des [[Deutsches Reich|Deutschen Reichs]]. Bis 1824 bestand das [[Stadt- und Amtsgericht Arys]], dann bis 1849 das [[Land- und Stadtgericht Arys]]. 1849 wurde die Gerichtskommission Arys des [[Kreisgericht Johannisburg|Kreisgerichts Johannisburg]] eingerichtet. Von 1879 bis 1945 bestand das [[Amtsgericht Arys]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schicksalsschläge des frühen 19. Jahrhunderts hinterließen für lange Zeit ihre Spuren in Arys. Die noch verbliebenen Einwohner ernährten sich mühsam von Landwirtschaft, Fischerei, vom Weber- und Gerberhandwerk. Hilfe wurde den Bauern zuteil, als man in den Jahren 1861 und 1867 den Aryssee um zwei Meter senkte und damit 3000 Hektar Wiesen gewonnen wurden. Der zur gleichen Zeit vorangetriebene Bau neuer Chausseen belebte schließlich auch den Handel wieder neu. Den größten wirtschaftlichen Impuls gab jedoch die Anlage des [[Truppenübungsplatz Arys|Truppenübungsplatzes Arys]] im Jahre 1891.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1890 hatte Arys 1324 Einwohner, eine Post, eine Telegraphenstation, eine Weberei und Landwirtschaft. Relativ spät wurde Arys an das Eisenbahnnetz angeschlossen. Zunächst wurde 1905 die [[Bahnstrecke Lötzen–Johannisburg|Strecke zur Kreisstadt]] [[Pisz|Johannisburg]] eröffnet, ein Jahr später war [[Bahnstrecke Lötzen–Johannisburg|die Verbindung nach Lötzen]] fertiggestellt, 1915 kam die [[Bahnstrecke Czerwonka–Ełk|Bahnstrecke Sensburg–Lyck]] hinzu. Obwohl die Stadt damit zu einem Bahnknotenpunkt geworden war, wirkte sich dies nur wenig auf das Wirtschaftsleben aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Erster Weltkrieg|Erste Weltkrieg]] hatte katastrophale Folgen für die Stadt. Sie wurde vom 21.&amp;amp;nbsp;August bis zum 8.&amp;amp;nbsp;September 1914 von russischen Truppen besetzt, es wurde geplündert und gebrandschatzt, zehn Einwohner wurden verschleppt. Am 7. und 8.&amp;amp;nbsp;September 1914 wurde die Stadt von deutschen Truppen im [[Gefecht von Arys]] (Teil der [[Schlacht an den Masurischen Seen]]) zurückgewonnen. Vom 10.&amp;amp;nbsp;November 1914 bis zum 12.&amp;amp;nbsp;Februar 1915 besetzten russische Truppen abermals die Stadt. Erst in der [[Winterschlacht in Masuren]] konnten die preußischen Truppen die Stadt endgültig zurückerobern. Durch die von der Reichsregierung ins Leben gerufene [[Ostpreußenhilfe]] wurden die erheblichen Zerstörungen noch im Laufe des Krieges beseitigt, dabei übernahm die preußische [[Provinz Sachsen]] die Patenschaft. Aufgrund der Bestimmungen des [[Versailler Vertrag]]s stimmte die Bevölkerung im [[Abstimmungsgebiet Allenstein]], zu dem Arys gehörte, am 11.&amp;amp;nbsp;Juli 1920 über die weitere staatliche Zugehörigkeit zu [[Ostpreußen]] (und damit zu Deutschland) oder den Anschluss an Polen ab. In Arys stimmten 1480 Einwohner für den Verbleib bei Ostpreußen, auf Polen entfielen keine Stimmen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Herbert Marzian]], [[Csaba Kenez]]: &amp;#039;&amp;#039;Selbstbestimmung für Ostdeutschland – Eine Dokumentation zum 50. Jahrestag der ost- und westpreussischen Volksabstimmung am 11. Juli 1920.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg.: [[Göttinger Arbeitskreis]]. 1970, S. 72.&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus den an Polen verlorenen [[Westpreußen|westpreußischen]] Gebieten zogen zahlreiche Menschen hinzu, so dass sich die Einwohnerzahl in Arys von 2201 im Jahre 1910 auf 2848 1924 erhöhte. Zu einem nochmaligen Bevölkerungszuwachs kam es, als ab 1933 der Truppenübungsplatz auf 20.000 Hektar erweitert wurde. 1939 lebten 3553 Menschen in der Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] fiel Arys am 23.&amp;amp;nbsp;Januar 1945 unversehrt in die Hände der [[Rote Armee|Roten Armee]], deren Soldaten anschließend 40 Häuser in Brand steckten. Im August 1945 wurde die Stadt zusammen mit der südlichen Hälfte Ostpreußens von der [[Sowjetunion]] der [[Volksrepublik Polen]] zur Verwaltung überlassen. Soweit die Deutschen nicht geflohen waren, wurden sie in der darauf folgenden Zeit größtenteils [[Flucht und Vertreibung aus den deutschen Ostgebieten|vertrieben]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der [[NATO Enhanced Forward Presence]] wurden hier Truppen der [[US Army|US-Streitkräfte]] stationiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Demographie ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe6&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Bevölkerungsentwicklung bis 1945&lt;br /&gt;
! Jahr&lt;br /&gt;
! Einwohnerzahl&lt;br /&gt;
! Anmerkungen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1782 ||style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| nahezu 900 || ohne die Garnison (eine Schwadron [[Husaren]])&amp;lt;ref name=&amp;quot;JFG&amp;quot;&amp;gt;[[Johann Friedrich Goldbeck]]: &amp;#039;&amp;#039;Volständige Topographie des Königreichs Preussen.&amp;#039;&amp;#039; Teil I: &amp;#039;&amp;#039;Topographie von Ost-Preussen.&amp;#039;&amp;#039; Königsberg / Leipzig 1785, S. 41, Nr. 4; {{archive.org |bub_gb_Mww_AAAAcAAJ |Blatt=n52}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;HHS&amp;quot;&amp;gt;Max Meyhöfer: &amp;#039;&amp;#039;Arys.&amp;#039;&amp;#039; In: Erich Weise (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der historischen Stätten.&amp;#039;&amp;#039; Band: &amp;#039;&amp;#039;Ost- und Westpreußen&amp;#039;&amp;#039;. Unveränderter Nachdruck der 1. Auflage 1966. Kröner, Stuttgart 1981, ISBN 3-520-31701-X, S. 6–7 (= &amp;#039;&amp;#039;Kröners Taschenausgabe&amp;#039;&amp;#039;, Band 317).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1802 ||style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| {{0}}779 ||&amp;lt;ref name=&amp;quot;AAMB5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1810 ||style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| {{0}}900 ||&amp;lt;ref name=&amp;quot;AAMB5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1816 ||style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| 1047 || davon 1035 Evangelische und zwölf Katholiken&amp;lt;ref name=&amp;quot;AAMB5&amp;quot;&amp;gt;Alexander August Mützell, [[Leopold Krug (Ökonom)|Leopold Krug]]: &amp;#039;&amp;#039;Neues topographisch-statistisch-geographisches Wörterbuch des preussischen Staats&amp;#039;&amp;#039;. Band 5: &amp;#039;&amp;#039;T–Z&amp;#039;&amp;#039;. Halle 1823, S. 248–255, Ziffer 18; [https://books.google.de/books?id=cDzRAAAAMAAJ&amp;amp;pg=PA248 books.google.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1818 ||style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| {{0}}883 ||&amp;lt;ref name=&amp;quot;AAMB2&amp;quot;&amp;gt;Alexander August Mützell, [[Leopold Krug (Ökonom)|Leopold Krug]]: &amp;#039;&amp;#039;Neues topographisch-statistisch-geographisches Wörterbuch des preussischen Staats&amp;#039;&amp;#039;. Band 1: &amp;#039;&amp;#039;A–F&amp;#039;&amp;#039;. Halle 1821, S. 31, Ziffer 999; {{archive.org |bub_gb_yTjRAAAAMAAJ |Blatt=}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1821 ||style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| 1156 || in 74 Privatwohnhäusern&amp;lt;ref name=&amp;quot;AAMB5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1831 ||style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| 1150 || teils polnische, teils deutsche Bevölkerung;&amp;lt;ref name=&amp;quot;AEP&amp;quot;&amp;gt;[[August Eduard Preuß]]: &amp;#039;&amp;#039;Preußische Landes- und Volkskunde.&amp;#039;&amp;#039; Königsberg 1835, S. 456, Nr. 67; {{archive.org |bub_gb_L_sAAAAAcAAJ |Blatt=456}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Stadt mit einer Wassermühle, 72 Häusern und einer Mutterkirche, Einwohner betreiben Fischerei im See Arys&amp;lt;ref&amp;gt;[[Georg Friedrich Krause]]: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch zu dem Atlas von Preußen in 27 Karten; oder: geographisch-statistisch-topographische Beschreibung der preußischen Mönarchie&amp;#039;&amp;#039;. Zweite Hälfte: &amp;#039;&amp;#039;Verzeichniß sämmtlicher Städte, Flecken, Dörfer, Weiler, Vorwerke etc. der Monarchie&amp;#039;&amp;#039;. Band I: &amp;#039;&amp;#039;A – E&amp;#039;&amp;#039;, Müller, Erfurt 1835, S. 81 ([https://www.google.de/books?id=qN4H49jTQiAC&amp;amp;pg=PA81 Google Books]).&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1867 ||style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| 1243 || am 3. Dezember&amp;lt;ref name=&amp;quot;KStatB&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1871 ||style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| 1229 || am 1. Dezember, davon 1208 Evangelische, fünf Katholiken und 16 Juden&amp;lt;ref name=&amp;quot;KStatB&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Die Gemeinden und Gutsbezirke der Provinz Preussen und ihre Bevölkerung. Nach den Urmaterialien der allgemeinen Volkszählung vom 1. December 1871 bearbeitet und zusammengestellt&amp;#039;&amp;#039;. Königliches Statistisches Bureau, Berlin 1874, S. 326–327, Ziffer 1; [https://books.google.de/books?id=sYlgAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA326 books.google.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1885 ||style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| 1310 || davon 1282 Evangelische, drei Katholiken und 25 Juden;&amp;lt;ref&amp;gt;Königliches statistisches Bureau: &amp;#039;&amp;#039;Gemeindelexikon für das Königreich Preußen – Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1885 und anderer amtlicher Quellen&amp;#039;&amp;#039;, Band I: &amp;#039;&amp;#039;Provinz Ostpreußen&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 1888, S. 376-377, Ziffer 1 ([https://www.google.de/books?id=1OceaQoMytwC&amp;amp;pg=PA376 Google Books]).&amp;lt;/ref&amp;gt; nach anderen Angaben 1324 Einwohner&amp;lt;ref name=&amp;quot;VG&amp;quot;&amp;gt;{{Verwaltungsgeschichte.de|pfad=johannisburg.html|name=Provinz Ostpreußen, Kreis Johannisburg}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1900 ||style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| 1617 || Stadt, mit einer evangelischen Pfarrkirche&amp;lt;ref name=&amp;quot;Meyers&amp;quot;&amp;gt;{{Meyers-1905 |Lemma=Arys |Band=1 |Seite=835 |zenoID=20006256333}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1910 ||style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| 2201 || am 1. Dezember, davon 1996 Evangelische, 47 Katholiken, 34 sonstige Christen und 40 Juden (1994 mit [[Deutsche Sprache|deutscher]], 49 mit [[Polnische Sprache|polnischer]] und 70 mit [[Masurische Sprache|masurischer]] Muttersprache, 87 Einwohner benutzen die deutsche und eine andere Sprache)&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Arys&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Gemeindelexikon der Regierungsbezirke Allenstein, Danzig, Marienwerder, Posen, Bromberg und Oppeln. Auf Grund der Volkszählung vom 1. Dezember 1910 und anderer amtlicher Quellen&amp;#039;&amp;#039;. Heft I: &amp;#039;&amp;#039;Regierungsbezirk Allenstein&amp;#039;&amp;#039;. Königlich Preußisches Statistisches Landesamt, S. 8–9, Ziffer 1; [https://books.google.de/books?id=tJdPhIkLJ7AC&amp;amp;pg=PA8 books.google.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.ulischubert.de/geografie/gem1900/ostpreussen/johannisburg.htm |titel=Landkreis Johannisburg im Gemeindeverzeichnis Deutschland 1900 |werk=gemeindeverzeichnis.de |hrsg=Uli Schubert |archiv-url=https://web.archive.org/web/20241211070649if_/https://www.ulischubert.de/geografie/gem1900/gem1900.htm?ostpreussen/johannisburg.htm |archiv-datum=2024-12-11 |offline=2025-12-04 |abruf=2025-12-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1924 ||style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| 2848 ||&amp;lt;ref name=&amp;quot;HHS&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1933 ||style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| 3132 ||&amp;lt;ref name=&amp;quot;VG&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1939 ||style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| 3558 ||&amp;lt;ref name=&amp;quot;VG&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Anzahl Einwohner nach dem Zweiten Weltkrieg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Jahr || 2012 || 2019&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Einwohner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || 9522 || ca. 8900&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kirchen ===&lt;br /&gt;
==== Kirchengebäude ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Orzysz - kościół pw. MB Szkaplerznej (02).jpg|150px|mini|Die einst evangelische Pfarrkirche und heutige katholische Marienkirche]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Marienkirche (Orzysz)|Marienkirche]] in der ul. Giżycka: Das aus der Mitte des 16.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts stammende Kirchengebäude ist ein verputzter Feldsteinbau mit einem fünfteiligen Ostgiebel.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hubatsch2&amp;quot;&amp;gt;[[Walther Hubatsch]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens.&amp;#039;&amp;#039; Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Bilder ostpreussischer Kirchen.&amp;#039;&amp;#039; Göttingen 1968, S. 118–119, Abb. 544.&amp;lt;/ref&amp;gt; Beschädigt durch einen Stadtbrand im Jahre 1826, wurde es zwischen 1832 und 1872 grundlegend restauriert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ostpreussen&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://ostpreussen.net/ostpreussen/orte.php?bericht=73 |text=Kirchen in Arys. |wayback=20171005051114 }} ostpreussen.net&amp;lt;/ref&amp;gt; Die zum Teil noch aus dem 16.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert stammende Innenausstattung wurde zwischen 1961 und 1976 entfernt, lediglich die [[Empore]]nbrüstungen aus der Mitte des 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts sowie zwei der drei [[Glocke]]n (Gussjahre: 1603 und 1648) blieben erhalten. Eine [[Orgel]] erhielt die Kirche 1757. Bis 1945 war das Bauwerk eine [[Evangelische Kirche|evangelische]] [[Pfarrkirche]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hubatsch2&amp;quot; /&amp;gt; Heute ist sie Eigentum der [[römisch-katholische Kirche|römisch-katholischen Kirche]], die sie der „Mutter Gottes vom Karmel“ (&amp;#039;&amp;#039;Kościół Matki Bożej Szklaplerznej&amp;#039;&amp;#039;/[[Marienkirche]]) widmete.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Parafia1&amp;quot;&amp;gt;[https://diecezjaelk.pl/orzysz-parafia-p-w-matki-bozej-szkaplerznej/ Parafia Matki Bożej Szkaplerznej Orzysz.] diecezjaelk.pl&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Maly Kosciol Orzysz.jpg|150px|mini|Katholische Herz-Jesu-Kapelle von 1913]]&lt;br /&gt;
* [[Kapelle zum heiligsten Herzen Jesu (Orzysz)|Herz-Jesu-Kirche]] in der ul. Ełcka: Die „Kirche zum heiligsten Herzen Jesu“ (&amp;#039;&amp;#039;Kościół Najświętszego Serca Pana Jezusa&amp;#039;&amp;#039;) war das erste katholische Gotteshaus in Arys und wurde 1913 als [[Filialkirche]] der [[Pfarrei]] [[Pisz|Johannisburg]] ({{plS|Pisz}}) errichtet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ostpreussen&amp;quot; /&amp;gt; Seit dem Jahre 1958 ist sie [[Pfarrkirche]], die zweite in der Stadt Orzysz.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Parafia2&amp;quot;&amp;gt;[https://diecezjaelk.pl/orzysz-parafia-p-w-najswietszego-serca-pana-Jezusa/ Parafia Najświętszego Serca Pana Jezusa Orzysz.] diecezjaelk.pl&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Garnisonkirche in der ul. Wojska Polskiego: Die [[Garnisonkirche]] des Militärstandorts Orzysz ist dem [[Kasimir (Heiliger)|hl. Kasimir]] geweiht (&amp;#039;&amp;#039;Kościół Wojskowa Św. Kazimierza&amp;#039;&amp;#039;) und untersteht dem katholischen Militärbischof.&lt;br /&gt;
[[Datei:Orzysz - ul. Ełcka 22 (02).jpg|mini|150px|Orthodoxe Kirche St. Georg]]&lt;br /&gt;
* Kirche St. Georg in der ul. Ełcka: In einem aus dem 18. Jahrhundert stammenden Gebäude ist die St. Georgskirche (&amp;#039;&amp;#039;Cerkiew św. Jerzego&amp;#039;&amp;#039;) untergebracht. Sie gehört der [[Polnisch-Orthodoxe Kirche|Polnisch-Orthodoxen Kirche]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kirchengemeinden ====&lt;br /&gt;
===== Evangelisch =====&lt;br /&gt;
Die Kirche in Arys hat wohl vorreformatorische Wurzeln.&amp;lt;ref&amp;gt;Walther Hubatsch: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens.&amp;#039;&amp;#039; Band 3: &amp;#039;&amp;#039;Dokumente.&amp;#039;&amp;#039; Göttingen 1968, S. 491.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bereits in der ersten Hälfte des 16.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts griff hier die [[Reformation]] Platz, und bald schon taten hier zwei [[lutherisch]]e Geistliche ihren Dienst. Bis 1945 gehörte das [[Kirchspiel]] Arys zum Kirchenkreis Johannisburg in der [[Kirchenprovinz Ostpreußen]] der [[Kirche der Altpreußischen Union]]. Im Jahre 1925 zählte die Pfarrei 6760 Gemeindeglieder, die in einem weit gefächerten Kirchspiel lebten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|Flucht und Vertreibung der einheimischen Bevölkerung]] setzten 1945 dem Leben der evangelischen Kirchengemeinde in Orzysz ein Ende. Die Pfarrkirche wurde römisch-katholisches Gotteshaus. Die evangelischen Einwohner orientieren sich heute zur [[Pfarrei]] in [[Pisz]] &amp;#039;&amp;#039;(Johannisburg)&amp;#039;&amp;#039; in der [[Diözese Masuren]] der [[Evangelisch-Augsburgische Kirche in Polen|Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Römisch-katholisch =====&lt;br /&gt;
Vor 1945 lebten in der Region Arys nur wenige Katholiken, im Jahre 1925 waren es 50. Die Gemeinde gehörte zum [[Dekanat]] Masuren II (Amtssitz: [[Pisz|Johannisburg]]) im [[Bistum Ermland]]. Die Ansiedlung polnischer Neubürger fast ausnahmslos katholischer Konfession ließ die Kirche in Orzysz wieder aufleben. Heute gibt es zwei Pfarreien&amp;lt;ref name=&amp;quot;Parafia1&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Parafia2&amp;quot; /&amp;gt; sowie eine Militärgemeinde. Die Zivilgemeinden sind in das Dekanat [[Biała Piska]] &amp;#039;&amp;#039;(Bialla&amp;#039;&amp;#039;, 1938 bis 1945 &amp;#039;&amp;#039;Gehlenburg)&amp;#039;&amp;#039; im [[Bistum Ełk]] der [[Römisch-katholische Kirche in Polen|Römisch-katholischen Kirche in Polen]] eingegliedert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Polnisch-orthodox =====&lt;br /&gt;
In Orzysz hat sich eine polnisch-orthodoxe Gemeinde etabliert, die über ein eigenes Gotteshaus verfügt. Sie ist der Diözese Białystok und Danzig der [[Polnisch-Orthodoxe Kirche|Polnisch-orthodoxen Kirche]] zugeordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politik ===&lt;br /&gt;
==== Wappen ====&lt;br /&gt;
[[Blasonierung]]: „In Silber auf rotem Postament ein mit der Öffnung querlinkshin liegendes, goldenes Füllhorn voll Blumen, belegt mit einem blauen Kissen, auf dem Zepter und Schwert, gekreuzt, von dem gekrönten, fliegenden preußischen Adler gehalten werden.“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Erich Keyser]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Städtebuch – Handbuch städtischer Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Nordostdeutschland.&amp;#039;&amp;#039; W. Kohlhammer Verlag, Stuttgart 1939, S. 25.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Arys wurde 1725 zur Stadt erhoben und dürfte dabei das sehr im Geschmack dieser Zeit liegende Wappen erhalten und angenommen haben.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Otto Hupp]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Ortswappen.&amp;#039;&amp;#039; Kaffee-Handels-Aktiengesellschaft, Bremen 1925.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Partnerschaften ====&lt;br /&gt;
Die Stadt Orzysz pflegt Partnerschaften mit:&lt;br /&gt;
* der Stadt [[Choroschiw]] in der Oblast Schytomyr, Ukraine&lt;br /&gt;
* der Gemeinde [[Kropp]] in Schleswig-Holstein, Deutschland&lt;br /&gt;
* der Stadt [[Skuodas]] im Bezirk Klaipėda, Litauen&lt;br /&gt;
* der Stadt [[Zgierz]] in der Woiwodschaft Łódź, Polen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
* [[Truppenübungsplatz Arys]]&lt;br /&gt;
* [[Ehrenfriedhof Arys]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gemeinde ==&lt;br /&gt;
Zur [[Gmina|Stadt-und-Land-Gemeinde]] (gmina miejsko-wiejska) Orzysz mit einer Fläche von 363,49 km² gehören die Stadt selbst und 28 Dörfer mit Schulzenämtern.&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Gmina Orzysz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
Die Gmina Orzysz wird von den beiden bedeutenden [[Droga krajowa|Landesstraßen]] [[Droga krajowa 16|DK16]] und [[Droga krajowa 63|DK63]] durchzogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nächsten beiden Flughäfen [[Flughafen Danzig|Danzig]] und [[Frédéric-Chopin-Flughafen Warschau|Warschau]] sind weiter entfernt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
=== Aus dem Ort gebürtig ===&lt;br /&gt;
* [[Michael Friedrich Kowalzig]] (1780–1862), preußischer Generalleutnant&lt;br /&gt;
* [[Max Simoneit]] (1896–1962), Psychologe, Vorstandsmitglied des Berufsverbandes Deutscher Psychologen, Ritterkreuzträger&lt;br /&gt;
* [[Heinz Schimmelpfennig (Jurist)|Heinz Schimmelpfennig]] (1905–1983), Landesrat in Königsberg, BG-Direktor in Mannheim&lt;br /&gt;
* [[Kurt Sanderling]] (1912–2011), Dirigent&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Heyda]] (1913–1947), U-Boot-Kommandant&lt;br /&gt;
* [[Walter Plata]] (1925–2005), Typograph und Schriftsetzer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mit dem Ort verbunden ===&lt;br /&gt;
* [[Michael Kajka]] (1858–1940), bekannter masurischer Volksdichter, verstarb in Arys&lt;br /&gt;
* [[Waldemar Rösler]] (1882–1916), Landschaftsmaler und Wahlostpreuße, nahm sich in Arys das Leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Städte in Ostpreußen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Arys, Stadt, am Fluss Arys, Kreis Johannisburg, Regierungsbezirk Allenstein, Provinz Ostpreußen&amp;#039;&amp;#039;, mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Arys ([https://www.meyersgaz.org/place/10073058 meyersgaz.org]).&lt;br /&gt;
* [[Johann Friedrich Goldbeck]]: &amp;#039;&amp;#039;Volständige Topographie des Königreichs Preussen.&amp;#039;&amp;#039; Teil I: &amp;#039;&amp;#039;Topographie von Ost-Preussen.&amp;#039;&amp;#039; Königsberg/Leipzig 1785, S. 41, Nr. 4; {{archive.org |bub_gb_Mww_AAAAcAAJ |Blatt=n52}}.&lt;br /&gt;
* [[August Eduard Preuß]]: &amp;#039;&amp;#039;Preußische Landes- und Volkskunde.&amp;#039;&amp;#039; Königsberg 1835, S. 456, Nr. 67; {{archive.org |bub_gb_L_sAAAAAcAAJ |Blatt=456}}.&lt;br /&gt;
* [[Adolf Bötticher]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Bau- und Kunstdenkmäler der Provinz Ostpreußen&amp;#039;&amp;#039;, Heft VI: &amp;#039;&amp;#039;Masuren&amp;#039;&amp;#039;, Königsberg 1896. S. 20–23 ([https://www.google.de/books?id=4QhtE5eW1toC&amp;amp;pg=PA20 Google Books]).&lt;br /&gt;
* Max Meyhöfer: &amp;#039;&amp;#039;Johannisburg.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Erich Weise]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Handbuch der historischen Stätten]].&amp;#039;&amp;#039; Band: &amp;#039;&amp;#039;Ost- und Westpreußen&amp;#039;&amp;#039;. Unveränderter Nachdruck der 1. Auflage 1966. Kröner, Stuttgart 1981, ISBN 3-520-31701-X, S.&amp;amp;nbsp;92–93 (= &amp;#039;&amp;#039;[[Kröners Taschenausgabe]].&amp;#039;&amp;#039; Band 317).&lt;br /&gt;
* [[Bernhard Jähnig]]: &amp;#039;&amp;#039;Stadtwerdung von Arys. Ein Beitrag zum 550. Gründungstag am 3. März 1993.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Altpreußische Geschlechterkunde&amp;#039;&amp;#039;, 1993, 41 = NF 23, S. 113–132; {{ISSN|0344-5593}}.&lt;br /&gt;
* Max Meyhöfer: &amp;#039;&amp;#039;Arys.&amp;#039;&amp;#039; In: Erich Weise (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der historischen Stätten.&amp;#039;&amp;#039; Band: &amp;#039;&amp;#039;Ost- und Westpreußen&amp;#039;&amp;#039;. Unveränderter Nachdruck der 1. Auflage 1966. Kröner, Stuttgart 1981, ISBN 3-520-31701-X, S. 6–7 (= &amp;#039;&amp;#039;Kröners Taschenausgabe&amp;#039;&amp;#039;, Band 317).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.territorial.de/ostp//johannbg/arys.htm &amp;#039;&amp;#039;Stadt Arys&amp;#039;&amp;#039;.] (Territorial.de)&lt;br /&gt;
* [https://www.orzysz.pl/ Website der Stadt Orzysz] (polnisch)&lt;br /&gt;
* {{GOV|objekt=Orzysz, Arys |val=ARYRYSKO03XT}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Gmina Orzysz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4757959-6|LCCN=|VIAF=295754761}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gmina Orzysz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1507]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Meckernich</name></author>
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