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	<title>Ortsumgehung - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T02:51:30Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ortsumgehung&amp;diff=60915&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bahnthaler: /* Kontroversen */</title>
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		<updated>2025-11-30T12:41:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Kontroversen&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Tunnelportal Leutenbach.jpg|mini|Ortsumfahrung der [[Bundesstraße 14|B&amp;amp;nbsp;14]] von [[Winnenden]] mit dem [[Tunnel Leutenbach]].]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesautobahn 369 – AS Vienenburg-Süd, Blick auf Brückenbauwerk und Allee, 22. April 2019.jpg|mini|Reste einer [[Allee]] an der [[Bundesautobahn 369|A&amp;amp;nbsp;369]] bei [[Vienenburg]]; ursprünglich verlief hier die [[Bundesstraße 4|B&amp;amp;nbsp;4]] in den Ort hinein. Der spätere Autobahnbau war zunächst eine reine Ortsumgehung.]]&lt;br /&gt;
Eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ortsumgehung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Umgehungsstraße&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Deutschland) bzw. eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Umfahrungsstraße&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Österreich, Schweiz) ist eine [[Straße]], die einen [[Siedlung|Ort]] vom [[Straßenverkehr]], insbesondere vom [[Fernverkehr]] bzw. [[Durchgangsverkehr]], entlasten und den [[Verkehrsfluss]] verbessern soll. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Umfahrungsstraßen sind entweder in Ringform angelegt oder führen einseitig am [[Innenstadt|Ortskern]] vorbei. Im letztgenannten Fall werden sie häufig nach ihrer Verlaufsrichtung benannt (z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;Nordumgehung&amp;#039;&amp;#039;/&amp;#039;&amp;#039;Nordumfahrung&amp;#039;&amp;#039;). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt auch Straßen, die um besondere Einrichtungen führen, insbesondere solche von militärischer Bedeutung. So entstand nördlich von [[Nauen]] eine Umgehung im Verlauf der [[Bundesstraße 273|B&amp;amp;nbsp;273]], um die Nähe der [[Großfunkstelle Nauen|Sendeanlagen]] zu vermeiden und ebenfalls an der [[Bundesstraße 179|B&amp;amp;nbsp;179]] nördlich von [[Königs Wusterhausen]] an der dortigen [[Sender Königs Wusterhausen|Sendeanlage]]. Auf diese Weise wird der Durchgangsverkehr aus den Arealen ferngehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Überlegung, dem lang bewährten Straßennetz diese neuen Trassen hinzuzufügen, kam Anfang der 1950er Jahre auf&amp;lt;ref&amp;gt;Die Autofachzeitschrift [[ADAC Motorwelt]] nahm sich des Themas z. B. in der Septemberausgabe 1955 an. Titel: &amp;#039;&amp;#039;Der Bau von Umgehungsstraßen&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; (vgl. [[Autogerechte Stadt]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Teilortsumgehung/Teilumfahrung ==&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zur Ortsumgehung wird bei einer &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Teilortsumgehung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Deutschland) oder einer &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Teilumfahrung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Schweiz) nicht der komplette Ort umgangen; stattdessen wird die Straße innerhalb des Ortes auf eine neue [[Trasse (Verkehrsweg)|Trasse]] verlegt, auf der der Durchgangsverkehr die Ortschaft besser passieren kann. Teilortsumgehungen werden dann gebaut, wenn eine vollständige Umgehungsstraße wirtschaftlich oder technisch nicht sinnvoll ist. Die Planung einer Teilortsumgehung ist eng mit der [[Stadtplanung]] der jeweiligen Ortschaft verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von einer Teilumfahrung abzugrenzen ist die Spange, die zwei Hauptachsen miteinander verbindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beeinflussung der Verkehrsströme ==&lt;br /&gt;
Ursprünglich entwickelten sich Ortschaften an Verkehrswegen, weil der [[Handel]], als Voraussetzung für sich entwickelnde Gemeinden, ohne geeignete Verkehrswege nicht möglich ist. Was zunächst vor allem ein Standortvorteil war, entwickelte sich mit dem Aufkommen des Kraftverkehrs allerdings mehr und mehr zur Belastung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Regionalverkehr entsteht im Wesentlichen aus der Belieferung von Handelsunternehmen und Industriebetrieben, dem Warenversand ortsansässiger Unternehmen sowie aus dem privaten und öffentlichen Personenverkehr auf dem Weg zum Arbeitsplatz, zum Einkaufen oder für sonstige Besorgungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Ansatz, der wenig überregionalen Verkehr anzieht, aber den Ortskern entlastet, ist eine &amp;#039;&amp;#039;langsame Umfahrungsstraße&amp;#039;&amp;#039;, die schmaler und mit engeren Kurven geplant wird. Die Zerstückelung der Umgehungsstraße unter Einsatz von [[Kreisverkehr]]en ist in diesem Zusammenhang beliebt wie umstritten, weil sie auch als Zumutung empfunden wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Deutschland ==&lt;br /&gt;
In Deutschland ist der Fachbegriff bezüglich dieser Straßen im Zuge von Bundesstraßen &amp;#039;&amp;#039;Ortsumgehung&amp;#039;&amp;#039; (s. §16 FStrG [[Bundesfernstraßengesetz]]). Sofern in Landesstraßengesetzen diese Straßen bezeichnet werden, wird auch hier der Begriff Ortsumgehung verwendet (Beispiel: Saarländisches Straßengesetz (§64)). Weitere Bezeichnungen sind auch &amp;#039;&amp;#039;Ortsumfahrung&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Umgehungsstraße&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kontroversen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Alte B 192 westl v Penzlin.jpg|mini|Teil der alten [[Bundesstraße 192|B&amp;amp;nbsp;192]] bei [[Penzlin]] (Mecklenburg-Vorpommern)]]&lt;br /&gt;
Die Planung von Ortsumgehungen ist oft Anlass für Diskussionen in der [[Kommunalpolitik]], an denen nicht selten [[Bürgerinitiative]]n beteiligt sind. Auf der einen Seite gibt es Bürgerinitiativen, die den geplanten Straßenverlauf kritisieren, da zum Beispiel Anwohner am Stadtrand durch den Bau der Umgehung zusätzlich belastet werden oder weil sie naturschutzrechtliche Bedenken haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der anderen Seite gibt es Bürgerinitiativen, die durch den Bau einer Ortsumfahrung eine Verkehrsentlastung für den Ort erwarten und mit ihrer Arbeit Planung und Bau vorantreiben wollen. Bei einigen dieser Pro-Straße-Bürgerinitiativen wurde nach Angaben des Spiegel&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel|ID=27163291 |Titel=Der Umwelt eine Straße |Autor= |Jahr= 2003|Nr=21 |Seiten= |Kommentar= }}&amp;lt;/ref&amp;gt; die eigene Gründung durch die [[Gesellschaft zur Förderung umweltgerechter Straßen- und Verkehrsplanung]] (GSV), einer Lobbyorganisation der Automobil- und Straßenbauindustrie, initiiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielerorts sollen Umgehungsstraßen ganz oder teilweise auf bestehenden [[Eisenbahn]]trassen verlaufen, die hierzu [[Streckenstilllegung|stillgelegt]], abgebaut und entwidmet werden müssen, gegebenenfalls entgegen Initiativen zu deren Erhalt oder Reaktivierung. Rechtlich ist für eine Nutzung einer ehemaligen Bahntrasse als Straße zuvor die [[Streckenstilllegung]] gem. {{§|11|aeg|juris}} [[Allgemeines Eisenbahngesetz|AEG]] und anschließend die sogenannte &amp;#039;&amp;#039;Freistellung von Bahnbetriebszwecken&amp;#039;&amp;#039; gemäß {{§|23|aeg|juris}} [[Allgemeines Eisenbahngesetz|AEG]] erforderlich. Anderweitige Bebauung, Gewässer oder schützenswerte naturnahe Flächen erzwingen, zumindest in bergigem Gelände, häufig eine aufwändige Streckenführung mit Brücken oder Tunnels. Die erheblichen Kosten, die damit verbunden sind, verzögern oder verhindern nicht selten ebenfalls den Bau von Ortsumgehungen. Beide Problemfelder beeinflussen sich unter Umständen gegenseitig und verkomplizieren die Lösung von Interessenskonflikten weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Problematik kann der [[Besiedlungsdichte#Siedlungsdruck|Siedlungsdruck]] durch Handels- und Industriebetriebe im Bereich der Anschlussstellen darstellen. Die durch Ortsumgehungen entstehenden Erreichbarkeitsvorteile an den Anschlussstellen können Konkurrenzstandorte zu bestehenden Handelszentren, Stadt- und Ortskernen entstehen lassen. Diese geänderten Standortvorteile stellen eine besondere Herausforderung für die [[Raumordnung]] dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Generell sind die Effekte von Ortsumgehungen umstritten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Pro ===&lt;br /&gt;
Große Lobbyverbände wie [[Pro Mobilität]], die [[Industrie- und Handelskammer]]n oder die [[Gesellschaft zur Förderung umweltgerechter Straßen- und Verkehrsplanung|GSV]], die sich für den Neubau zahlreicher Ortsumgehungen einsetzen, erwarten dabei:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Verkehrsentlastungen innerorts&lt;br /&gt;
* einen allgemein besseren [[Verkehrsfluss]]&lt;br /&gt;
* damit weniger Stau und somit auch einen volkswirtschaftlichen Nutzen&lt;br /&gt;
* eine Verbesserung der [[Verkehrssicherheit]]&lt;br /&gt;
* Verringerung der Gesundheitsbelastungen durch Verkehrslärm und Abgase&lt;br /&gt;
* Wiederbelebung der Ortskerne&lt;br /&gt;
* Erhöhung der Fußgänger- und Radfahrerquote am innerörtlichen Gesamtverkehr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Contra ===&lt;br /&gt;
Der Umweltlobbyverband [[BUND]] hingegen spricht beim Bau von Ortsumgehungen in einem Hintergrundpapier&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.bund.net/fileadmin/bundnet/pdfs/verkehr/infrastruktur/20040000_verkehr_fakten_ortsumfahrung.pdf |wayback=20080905195754 |text=Fakten über Ortsumfahrungen }}, Hintergrundpapier des BUND (PDF; 72KB)&amp;lt;/ref&amp;gt; von Scheinlösungen. Er erwartet beim Ortsumgehungsbau:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* in den meisten Fällen nur geringfügige Lärmentlastungen&lt;br /&gt;
* bei Betrachtung in einem Gesamtvergleich keine Verbesserung der Verkehrssicherheit und keine Reduzierung der Unfallfolgekosten&lt;br /&gt;
* eine steigende Gesamtverkehrslast&lt;br /&gt;
* zumeist keine nennenswerte Verkehrsentlastung der Ortsdurchfahrten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der ökologisch orientierte [[Verkehrsclub Deutschland|VCD]] sieht den Sinn derartiger Vorhaben kritisch.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://bw.vcd.org/der-vcd-in-bw/bodensee/news/strassenbau-ist-klimaschaedlich/ &amp;#039;&amp;#039;Straßenbau ist klimaschädlich&amp;#039;&amp;#039;] vcd.org (Baden-Württemberg), 5. Oktober 2020&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Die Zeit]] resümiert: {{&amp;quot;|Ortsumfahrungen... sind bei Hinterbänklern des Bundestages beliebte Vorzeigeprojekte. Das Bundesverkehrsministerium bekam freilich in einer von ihm selbst in Auftrag gegebenen Untersuchung bescheinigt, dass 60 Prozent der Projekte nichts oder kaum etwas zur Entlastung der Ortschaften beitragen.|Quelle=&amp;#039;&amp;#039;Die Zeit&amp;#039;&amp;#039; vom 18. Juni 2003 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Fritz Vorholz |Titel=Ausweitung der Stauzone |Sammelwerk=[[Die Zeit]] |Nummer=26 |Datum=2003-06-18 |ISSN=0044-2070 |Online=[https://www.zeit.de/2003/26/Verkehrswege/komplettansicht Online] |Abruf=2019-03-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mögliche Alternativen zu einer Ortsumgehung ==&lt;br /&gt;
Um die Verkehrsbelastung von Ortschaften zu verringern, gibt es einige Alternativen. Dazu zählen Maßnahmen zur Reduzierung des [[Straßenverkehrslärm]]s (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Lärmschutzwand|Lärmschutzwände]], [[Schallschutzfenster]]), [[Verkehrsvermeidung]], [[Verkehrsverlagerung]] und [[Verkehrsberuhigung]]. [[LKW-Durchfahrtsverbot]]e können an Strecken eingesetzt werden, bei denen aufgrund einer parallel verlaufenden mautpflichtigen Straße LKW-Ausweichverkehr durch die Ortschaften fährt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Umgehungsstraße}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4206620-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Straßentyp]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verkehrsplanung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bahnthaler</name></author>
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