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	<title>Ortsgrammatik - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T05:12:40Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ortsgrammatik&amp;diff=1114096&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;ZappelKai: /* Zur Einordnung von Ortsgrammatiken */ Das Semikolon wurde durch &quot;sondern&quot; ersetzt, um eine klarere Verbindung zwischen den beiden Sätzen herzustellen, und ein Komma wurde davor eingefügt.</title>
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		<updated>2025-03-25T16:49:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Zur Einordnung von Ortsgrammatiken: &lt;/span&gt; Das Semikolon wurde durch &amp;quot;sondern&amp;quot; ersetzt, um eine klarere Verbindung zwischen den beiden Sätzen herzustellen, und ein Komma wurde davor eingefügt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ortsgrammatiken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind grammatische Beschreibungen von [[Ortsdialekt]]en, d.&amp;amp;nbsp;h. sehr kleinräumiger Dialektbereiche, wie einzelne Dörfer, Städte oder sehr kleine Regionen. Die Ortsgrammatiken verdanken ihre Bedeutung und Berechtigung der Tatsache, dass [[Dialekt]]e selbst benachbarter Orte sich in aller Regel unterscheiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zur Einordnung von Ortsgrammatiken ==&lt;br /&gt;
Die meisten Sprachen weisen regionale Varietäten auf. Die größten regionalen Varietäten sind im Fall des [[Hochdeutsche Dialekte|Hochdeutsch]] zum Beispiel die [[Oberdeutsche Dialekte|ober-]] und [[Mitteldeutsche Sprachen und Dialekte|mittelniederdeutschen]] Dialekte und entsprechend die [[Westniederdeutsch|west-]] und [[Ostniederdeutsch|ostniederdeutschen]] Dialekte innerhalb des [[Plattdeutsch]]en. Da auch diese Großraumdialekte sich über weite Regionen erstrecken, lassen sie sich wiederum in kleinere Dialekträume einteilen. Auch diese sind nicht einheitlich, sondern sie unterscheiden sich vielmehr von Ort zu Ort. Ortsgrammatiken sind nun Grammatiken für diese kleinräumigste regionale Spracheinheit, die als „unterste Verständigungsgemeinschaft (also oberhalb der familiären oder individuellen Sprechweise)“&amp;lt;ref&amp;gt;Glück 2005: 463&amp;lt;/ref&amp;gt; aufgefasst wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ein Beispiel ==&lt;br /&gt;
Einer der drei Dialektgroßräume des Deutschen ist das Mitteldeutsche. Dieses teilt sich in ein [[Westmitteldeutsche Sprachen|West-]] und ein [[Ostmitteldeutsche Dialekte|Ostmitteldeutsch]]. Zum Westmitteldeutschen gehören als immer noch relativ große Dialekträume [[Ripuarisch]], [[Moselfränkisch]], [[Rheinfränkisch]] und [[Hessischer Dialekt|Hessisch]].&amp;lt;ref&amp;gt; Einteilung nach: Werner König: &amp;#039;&amp;#039;dtv-Atlas Deutsche Sprache.&amp;#039;&amp;#039; 15., durchgesehene und aktualisierte Auflage. Deutscher Taschenbuchverlag, München 2005, S. 230f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Jeder dieser kleineren Dialekträume enthält wiederum kleinräumigere Bereiche: Das [[Moselfränkische Dialektgruppe|Moselfränkische]] von Trier ist anders als z.&amp;amp;nbsp;B. das von Koblenz. Damit ist die Ebene der [[Ortsdialekt]]e erreicht. Es ist die Aufgabe der Ortsgrammatiken, die Besonderheiten der Sprechweisen der einzelnen Orte zu erfassen. Schaut man aber  beispielsweise in eine Ortsgrammatik von Koblenz,&amp;lt;ref&amp;gt; Abriss in: Hannelore Graeber: &amp;#039;&amp;#039;Neues Wörterbuch der Koblenzer Mundart.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Fuck, Koblenz 1992, ISBN 3-9803142-2-7.&amp;lt;/ref&amp;gt; so erfährt man, dass diese Ortsmundart deutliche Lautunterschiede zwischen Altstadt und Vororten aufweist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zur Bedeutung der Ortsgrammatiken ==&lt;br /&gt;
Die Tradition der Ortsgrammatiken beginnt mit [[Jost Winteler]] (1876).&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hadumod Bußmann]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Sprachwissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; 3., aktualisierte und erweiterte Auflage. Kröner, Stuttgart 2002, ISBN 3-520-45203-0, S. 488–489.&amp;lt;/ref&amp;gt; Inzwischen gibt es eine Fülle solcher Ortsgrammatiken, deren Schwerpunkt meist das [[Lautsystem]] ist, oft ergänzt um eine Darstellung der [[Flexion]]. Auch weitere Bereiche der Grammatik sind teilweise berücksichtigt. Manche Grammatiken werden außerdem durch Wortlisten oder anderen Beschreibungen des [[Wortschatz]]es ergänzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ortsgrammatiken bilden die Grundlage für die Betrachtung der größeren Dialekträume, zu denen die von ihnen beschriebenen Ortsdialekte gehören, und sind ein «unentbehrliches Instrument der Grundlagenforschung».&amp;lt;ref&amp;gt;Ingo Reiffenstein: &amp;#039;&amp;#039;Das phonetische Beschreibungsprinzip als Ergebnis junggrammatischer und dialektologischer Forschungsarbeiten.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Dialektologie. Ein Handbuch zur deutschen und allgemeinen Mundartforschung&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Handbücher zur Sprach- und Kommunikationswissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; Band 1.1). Hrsg. von Werner Besch, Ulrich Knoop, Wolfgang Putschke, Herbert Ernst Wiegand. Erster Halbband. Walter de Gruyter, Berlin&amp;amp;nbsp;/ New York 1982, S.&amp;amp;nbsp;23–38, hier S.&amp;amp;nbsp;35.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Dialekt]]&lt;br /&gt;
* [[Grammatik]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Helmut Glück]] (Hrsg.), unter Mitarbeit von [[Friederike Schmöe]]: &amp;#039;&amp;#039;Metzler Lexikon Sprache.&amp;#039;&amp;#039; 3., neu bearbeitete Auflage. Metzler, Stuttgart/Weimar 2005, ISBN 3-476-02056-8.&lt;br /&gt;
* [[Ingo Reiffenstein]]: &amp;#039;&amp;#039;Das phonetische Beschreibungsprinzip als Ergebnis junggrammatischer und dialektologischer Forschungsarbeiten.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Dialektologie. Ein Handbuch zur deutschen und allgemeinen Mundartforschung&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Handbücher zur Sprach- und Kommunikationswissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; Band 1.1). Hrsg. von [[Werner Besch]], [[Ulrich Knoop]], [[Wolfgang Putschke]], [[Herbert Ernst Wiegand]]. Erster Halbband. Walter de Gruyter, Berlin&amp;amp;nbsp;/ New York 1982, S.&amp;amp;nbsp;23–38.&lt;br /&gt;
* [[Peter Wiesinger]], Elisabeth Raffin: &amp;#039;&amp;#039;Bibliographie zur Grammatik der deutschen Dialekte. Laut-, Formen-, Wortbildungs- und Satzlehre. 1800–1980.&amp;#039;&amp;#039; Bern/Frankfurt am Main 1982; dazu ein Nachtragsband von 1987.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dialektforschung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grammatik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;ZappelKai</name></author>
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