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	<title>Orphischer Kubismus - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Orphischer_Kubismus&amp;diff=25939&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;YMS: Sprache</title>
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		<updated>2026-03-17T22:19:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sprache&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Robert Delaunay - Simultaneous Contrasts-Sun and Moon - 1912.jpg|mini|Robert Delaunay: &amp;#039;&amp;#039;Simultaneous Contrasts: Sun and Moon&amp;#039;&amp;#039;, 1912–1913, Öl auf Leinwand, [[Museum of Modern Art]], New York]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Orphismus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Orphischer Kubismus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (abgeleitet vom mythischen Sänger und Lyra/Leier-Spieler [[Orpheus]], {{frS|&amp;#039;&amp;#039;orphique&amp;#039;&amp;#039;}} ‚geheimnisvoll‘) bezeichnet eine aus dem [[Kubismus]] entstandene Kunstrichtung, bei der vor allem Kreisgebilde in bunten Farben auf der Grundlage der Farbtheorie des Chemikers [[Eugène Chevreul|Michel Eugène Chevreul]], beschrieben in dessen 1839 erschienenem Buch &amp;#039;&amp;#039;Gesetz der Simultankontraste bei den Farben&amp;#039;&amp;#039;, geschaffen wurden. Den Begriff prägte [[Guillaume Apollinaire]] 1912 nach farbintensiven Werken von [[Robert Delaunay]]. In den kubistischen Bildern von [[Pablo Picasso]] und [[Georges Braque]] herrschte zu dieser Zeit eine mehr [[Monochrome Malerei|monochrome]] Farbgebung vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung Orphismus wurde im Jahre 1912 für die Bilder [[Robert Delaunay]]s von dem Schriftsteller [[Guillaume Apollinaire]] geprägt, der im selben Jahr eine Einführung zur Delaunay-Ausstellung in der Galerie Der Sturm von [[Herwarth Walden]] gab. Apollinaire sah im Orphismus eine Überwindung des Kubismus gegeben und pries die Malerei von Delaunay, [[František Kupka]] und anderen jungen Malern des späten deutschen [[Expressionismus]] als „poetische und musikalische“ Sprache.&amp;lt;ref&amp;gt;Karin Thomas: &amp;#039;&amp;#039;DuMont’s kleines Sachwörterbuch zur Kunst des 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts. Von Anti-Kunst bis Zero&amp;#039;&amp;#039;. DuMont Buchverlag, Köln 1977, S. 179&amp;lt;/ref&amp;gt; Ziel des Orphismus war es, der reinen Musik eine reine Malerei entgegenzusetzen, die aufgelöst vom Gegenständlichen eine rhythmische Farbharmonie darstellen sollte. Gestaltungsmittel sind die dynamischen Kräfte der Farbe, somit ist Farbe und ihre räumliche Wirkung wesentliches Kompositionselement. Licht ruft nicht nur Farbe hervor, sondern ist selbst Farbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Sieben Farbkontraste#Simultankontrast|Simultankontrast]], die gleichzeitige Präsentation warmer und kalter, [[Komplementärfarbe|komplementärer]] und im [[Lichtspektrum|Spektrum]] benachbarter [[Farbe]]n sind ein wesentliches Stilmittel des Orphismus. Sie sollen im Auge des Betrachters durch ihre optischen Effekte den Eindruck von Bewegung erzeugen.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Robert Delaunay – Sonia Delaunay: Das Centre Pompidou zu Gast in Hamburg&amp;#039;&amp;#039;. Katalog zur Ausstellung in der [[Hamburger Kunsthalle]], Hamburger Kunsthalle 1999, ISBN 3-7701-5216-6, S. 92&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Robert Delaunay, der seinen 1912 entwickelten Stil &amp;#039;&amp;#039;Cubisme écartelé&amp;#039;&amp;#039; (zerteilter Kubismus) nannte&amp;lt;ref name=&amp;quot;Orph1&amp;quot;&amp;gt;[http://www.beyars.com/kunstlexikon/lexikon_6565.html &amp;#039;&amp;#039;Orphismus&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;, war der wichtigste Vertreter dieser Kunstbewegung. Delaunay sah und erläuterte dies in umfangreichen kunsthistorischen Schriften, in der Farbe sein eigentliches Bildmaterial, aus der die reine Malerei entstehen sollte, die &amp;#039;&amp;#039;„auf die Gegenstände verzichten“&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;„vollkommen abstrakt sein konnte.“&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;List1&amp;quot;&amp;gt;Claudia List-Freytag (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Keysers Grosses Stil-Lexikon Europa. 760 bis 1980&amp;#039;&amp;#039;. Keysersche Verlagsbuchhandlung, München 1982, S. 459&amp;lt;/ref&amp;gt; Während Chevreul seine Theorie als eine Anleitung für Künstler verstand, so entwickelte Delaunay, der das Buch während seines Militärdienstes als Regimentsbibliothekar in [[Laon]] las, aus Chevreuls Theorie sein künstlerisches Konzept, das für ihn Ausdruck einer Weltanschauung war und von ihm als verbindlich angenommen wurde. Die Idee der reinen Farbmalerei war für ihn die notwendige Vorstellung von einem Universum, und der damit verbundenen Vorstellung von Wirklichkeit, &amp;#039;&amp;#039;„die nur durch die optische Wahrnehmung angemessen erkannt werden kann und sich als simultane Bewegung der Farben im Licht zeigt.“&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;List1&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Delaunay-Windows.jpg|mini|hochkant|Robert Delaunay: &amp;#039;&amp;#039;Fensterbild (Les Fenêtres simultanées sur la ville)&amp;#039;&amp;#039;, 1912]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Malerei sollte auf diese Weise als Mittel der Erkenntnis neu begründet und der Rang des Malers neu bewertet werden, denn nur der Maler sei in der Lage, diese Wirklichkeit nicht nur zu sehen, sondern auch zu vermitteln. Delaunay bemerkte zu seinen Fenster-Bildern, dass hinter jedem dieser Fenster eine neue Wirklichkeit liege, die das ABC der Ausdrucksmöglichkeiten ist, die sich der physikalischen Elemente der Farbe bediene und aus denen die neuen Formen gestaltet werden können.&amp;lt;ref name=&amp;quot;List1&amp;quot;/&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;„In dieser Malerei trifft man noch auf Andeutungen, die an die Natur erinnern, aber in einem allgemeinen Sinn, nicht in einem analytischen und beschreibenden wie in der vorhergehenden kubistischen Epoche.“&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Robert Delaunay, zitiert nach: Claudia List-Freytag (Hrsg.), München 1982, S. 459&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor allem [[Sonia Delaunay-Terk]] und der US-Amerikaner [[Patrick Henry Bruce]], ein Schüler von [[Henri Matisse]], ließen sich in ihren Arbeiten vom Orphismus beeinflussen. Zudem sollen Arbeiten von [[Marc Chagall]], [[Raymond Duchamp-Villon]] und von Mitgliedern des [[Der Blaue Reiter|Blauen Reiters]] sowie der [[Section d’Or]] vom Orphismus inspiriert sein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Orph1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Claudia List-Freytag (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Keysers Grosses Stil-Lexikon Europa. 760 bis 1980&amp;#039;&amp;#039;. Keysersche Verlagsbuchhandlung, München 1982, ISBN 3-87405-150-1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Orphism (art movement)|Orphismus}}&lt;br /&gt;
* [http://www.beyars.com/kunstlexikon/lexikon_6565.html &amp;#039;&amp;#039;Orphismus&amp;#039;&amp;#039;] BeyArs.com&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4172854-3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stilrichtung in der Malerei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunst der Moderne]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orpheus]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;YMS</name></author>
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