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	<title>Ornithophilie - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T15:38:57Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ornithophilie&amp;diff=370164&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Ulanwp: Fehlenden Sprachparameter eingefügt; 1 Datumsparameter konvertiert</title>
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		<updated>2026-04-21T17:21:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Fehlenden Sprachparameter eingefügt; 1 Datumsparameter konvertiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Selasphorus rufus1.jpg|mini|Eine [[Rotrücken-Zimtelfe]] (&amp;#039;&amp;#039;Selasphorus rufus&amp;#039;&amp;#039;) beim Bestäuben]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ornithophilie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Altgriechische Sprache|altgriechisch]] ὄρνῑθ- &amp;#039;&amp;#039;órnῑth-&amp;#039;&amp;#039;, Stamm von ὄρνις &amp;#039;&amp;#039;órnis&amp;#039;&amp;#039; „Vogel“ sowie φίλος &amp;#039;&amp;#039;phílos&amp;#039;&amp;#039; „liebend“, entspr. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;„Vogelliebe“&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) nennt man die Anpassung von [[Blume]]n, den &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Vogelblumen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, an die [[Bestäubung]] durch [[Vögel]]. Diese Form der Bestäubung kommt vorwiegend in den Tropen und Subtropen vor und tritt in den meisten tierbestäubten [[Familie (Biologie)|Pflanzenfamilien]] der Tropen auf. Die zahlenmäßig größten Familien der Blumenvögel sind die [[Kolibris]] in der Neuen sowie die [[Nektarvögel]] und [[Honigfresser]] in der Alten Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Banksia flower02.jpg|mini|Blütenstand von &amp;#039;&amp;#039;[[Banksia ericifolia]]&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
Bei den Pflanzen äußert sich die Anpassung durch folgendes Vogelblumen-Syndrom:&lt;br /&gt;
* Die [[Blume#Blumentypen|Blumen]] sind oft große und robuste Blüten bzw. Blütenstände. Vorwiegend sind es Röhren-, Rachen-, Glocken-, Pinsel- und Fahnenblumen. Häufig bieten sie keine Landemöglichkeit, dann erfolgt die Bestäubung im Schwirr- oder Rüttelflug.&lt;br /&gt;
* Die Blütenfarbe ist meist rot, häufig mit Rot-Schwarz-Kontrast. Daneben gibt es blau, gelb oder grün, immer jedoch leuchtend.&lt;br /&gt;
* Der Duft ist schwach oder fehlt.&lt;br /&gt;
* Der [[Nektar (Botanik)|Nektar]] ist verschieden tief verborgen. Die Nektarproduktion ist hoch, findet überwiegend tagsüber statt, wobei der Zuckergehalt häufig gering ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Blumenvögel haben einen schmalen, langen, geraden oder gebogenen Schnabel. Die Zunge ist tief gespalten, rinnenförmig oder röhrig, ihr Ende ist häufig pinselförmig oder fransig. Die Nektaraufnahme und Bestäubung erfolgt im Flug oder sie brauchen eine Sitzgelegenheit auf Blütenteilen, Blättern oder Zweigen. Der Pollen wird meist am Kopf, seltener am Schnabel oder an den Füßen übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Besonderheit wurde bei südamerikanischen [[Tangaren]] ([[Sperlingsvögel]]) beobachtet, die Blüten der Gattung &amp;#039;&amp;#039;Axinaea&amp;#039;&amp;#039; ([[Schwarzmundgewächse]]) besuchen. Diese Vögel trinken keinen Nektar, sondern fressen Teile der [[Staubblatt|Staubblätter]] der Blüten. Hierdurch aktivieren sie ein „Blasebalg-Organ“ im Staubblatt, mit der Folge, dass ihr Kopf von einer Pollenwolke eingestäubt wird. Besucht ein Vogel danach eine andere Blüte, um ein weiteres Staubblatt zu verzehren, kommen die an ihm haftenden Pollen mit der Blüten-[[Narbe (Botanik)|Narbe]] in Berührung, so dass die Bestäubung zustande kommt.&amp;lt;ref&amp;gt;Agnes S. Dellinger et&amp;amp;nbsp;al.: &amp;#039;&amp;#039;A Specialized Bird Pollination System with a Bellows Mechanism for Pollen Transfer and Staminal Food Body Rewards.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Current Biology]].&amp;#039;&amp;#039; Online-Vorabveröffentlichung vom 3. Juli 2014, [[doi:10.1016/j.cub.2014.05.056]] &amp;lt;br /&amp;gt; [https://www.idw-online.de/de/news594876 &amp;#039;&amp;#039;Neuer Vogelbestäubungsmechanismus in Südamerika entdeckt.&amp;#039;&amp;#039;] idw-online.de vom 4. Juli 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Amerika ==&lt;br /&gt;
In Amerika gibt es einige Vogelfamilien, die Blumenvögel sind:&lt;br /&gt;
* Die [[Kolibris]] (Trochilididae) kommen von Alaska bis Feuerland vor und bestäuben beispielsweise [[Fuchsien]] (&amp;#039;&amp;#039;Fuchsia&amp;#039;&amp;#039;), manche Kakteen (&amp;#039;&amp;#039;[[Schlumbergera]]&amp;#039;&amp;#039;), [[Kardinalslobelie]] (&amp;#039;&amp;#039;Lobelia cardinalis&amp;#039;&amp;#039;), [[Amerikanische Klettertrompete]] (&amp;#039;&amp;#039;Campsis radicans&amp;#039;&amp;#039;). Sie nehmen den Nektar im [[Schwirrflug]] auf.&lt;br /&gt;
* Die [[Zuckervögel]] (Coerebidae) und manche Vertreter der [[Stärlinge]] (Icteridae) bestäuben Pflanzen in Mittel- und Südamerika.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alte Welt ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bellbird feeding.jpg|mini|[[Glockenhonigfresser]] (&amp;#039;&amp;#039;Anthornis melanura&amp;#039;&amp;#039;)]]&lt;br /&gt;
Die [[Nektarvögel]] (Nectariniidae) in Afrika, Südasien und Australien sowie die [[Honigfresser]] (Meliphagidae) in Australien in auf den Pazifikinseln sind die wichtigsten Blumenvögel der Alten Welt. Sie bestäuben in Afrika etwa die [[Paradiesvogelblume]] (&amp;#039;&amp;#039;Strelitzia reginae&amp;#039;&amp;#039;) und rotblühende &amp;#039;&amp;#039;[[Aloen|Aloe]]&amp;#039;&amp;#039;-Arten. Im tropischen China bestäuben Nektar- und Sonnenvögel altertümliche [[Hamamelidaceae]] (Zaubernussgewächse)&amp;lt;ref name=Gu&amp;gt;{{cite journal |author=Gu et&amp;amp;nbsp;al. |date=2010 |title=Passerine pollination of &amp;#039;&amp;#039;Rhodoleia championii&amp;#039;&amp;#039; (Hamamelidaceae) in subtropical China |journal=Biotropica |volume=42 |issue=3 |pages=336–341 |doi=10.1111/j.1744-7429.2009.00585.x |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, und Honigfresser bestäuben in Australien viele [[Proteaceae|Proteaceen]] wie die artenreichen Gattungen &amp;#039;&amp;#039;[[Banksia]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Grevillea]]&amp;#039;&amp;#039;, sowie die [[Myrtengewächse]] (Myrtaceae). Diese haben Pinsel- bzw. Bürstenblumen, die auch von Kletterbeuteltieren besucht werden. &amp;#039;&amp;#039;[[Callistemon]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Melaleuca]]&amp;#039;&amp;#039; etwa haben Zylinderbürsten. Die Rasierpinselblumen von &amp;#039;&amp;#039;[[Eukalypten|Eucalyptus]]&amp;#039;&amp;#039; werden von den [[Pinselzungenpapageien]] ([[Trichoglossidae]]) bestäubt. Die [[Brillenvögel]] (Zosteropidae) bestäuben vorwiegend &amp;#039;&amp;#039;[[Leptospermum]]&amp;#039;&amp;#039; und [[Akazien]] (&amp;#039;&amp;#039;Acacia&amp;#039;&amp;#039;). Die indomalaiischen und australischen [[Mistelfresser|Blütenpicker]] (Dicaeidae) bestäuben &amp;#039;&amp;#039;Bauhinia&amp;#039;&amp;#039;, die [[Panthervögel]] (Pardalotidae) Eukalypten und Akazien. Die auf Hawaii endemischen [[Kleidervögel]] (Drepanididae) sind eng an die ebenfalls endemischen [[Lobelien]] (&amp;#039;&amp;#039;Lobelia&amp;#039;&amp;#039;) gebunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Canarina canariensis BotGardBln1105c.jpg|mini|Kanaren-Glockenblume]]&lt;br /&gt;
In Europa und Nordafrika gibt es keine Blumenvögel. Auf den Kanarischen Inseln gibt es jedoch zwei Pflanzenarten mit Vogelblumensyndrom: [[Kanaren-Glockenblume]] (&amp;#039;&amp;#039;Canarina canariensis&amp;#039;&amp;#039;) und Kanarischer Fingerhut (&amp;#039;&amp;#039;[[Isoplexis canariensis]]&amp;#039;&amp;#039;), allerdings keine ausgewiesenen Blumenvögel. Die beiden Arten gelten als Relikte des [[Tertiär (Geologie)|tertiären]] Lorbeerwaldes, die ursprünglichen Bestäuber dürften im Laufe der Eiszeiten ausgestorben sein. Diese ökologische Nische wurde bei der Kanaren-Glockenblume durch eine Unterart des [[Zilpzalp]] (&amp;#039;&amp;#039;Phylloscopus collybita canariensis&amp;#039;&amp;#039;) und eine [[Brillengrasmücke]] (&amp;#039;&amp;#039;Sylvia conspicillata orbitalis&amp;#039;&amp;#039;) ausgefüllt, beim Kanarischen Fingerhut von der [[Samtkopf-Grasmücke]] (&amp;#039;&amp;#039;Sylvia melanocephala leucogastre&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Paläontologische Belege ==&lt;br /&gt;
Im Mai 2014 veröffentlichten Wissenschaftler des [[Forschungsinstitut Senckenberg|Forschungsinstitutes Senckenberg]] die Beschreibung des [[fossil]]en Vogels &amp;#039;&amp;#039;Pumiliornis tessellatus&amp;#039;&amp;#039; aus der [[Grube Messel]], in dessen gut erhaltenem Mageninhalt große Mengen unterschiedlichen Blütenpflanzen-Pollens nachgewiesen wurden. Die Skelett-Anatomie des 47 Millionen Jahre alten Vogels lasse den Schluss zu, dass es sich bei ihm um ein nektarsaugendes Tier gehandelt habe und dass der Pollen nicht auf anderem Wege in den Magen gelangt sei. Der Fund gilt daher als bislang ältester Beleg für Ornithophilie.&amp;lt;ref&amp;gt;Gerald Mayr und Volker Wilde: &amp;#039;&amp;#039;Eocene fossil is earliest evidence of flower-visiting by birds.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Biology Letters]].&amp;#039;&amp;#039; Bd.&amp;amp;nbsp;10, Nr.&amp;amp;nbsp;5, 2014, 20140223, [[doi:10.1098/rsbl.2014.0223]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die nächstjüngeren Belege für fossile Blütenbestäuber stammen aus dem frühen [[Oligozän]] und sind rund 30 Millionen Jahre alt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://idw-online.de/en/news589070 &amp;#039;&amp;#039;Uralt: Beziehung zwischen Vögeln und Blüten.&amp;#039;&amp;#039;] &amp;#039;&amp;#039;idw-online.de&amp;#039;&amp;#039; vom 28. Mai 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Gerald Mayr: &amp;#039;&amp;#039;Old World Fossil Record of Modern-Type Hummingbirds.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Science]].&amp;#039;&amp;#039; Bd.&amp;amp;nbsp;304, Nr.&amp;amp;nbsp;5672, 2004, S.&amp;amp;nbsp;861–864 [[doi:10.1126/science.1096856]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Peter Leins: &amp;#039;&amp;#039;Blüte und Frucht. Morphologie, Entwicklungsgeschichte, Phylogenie, Funktion, Ökologie&amp;#039;&amp;#039;. E. Schweizerbart’sche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart 2000, S.&amp;amp;nbsp;219, 237–239. ISBN 3-510-65194-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bestäubung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verhaltensbiologie (Vögel)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ulanwp</name></author>
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