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	<title>Orjoler Operation - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;TaxonBot: Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links</title>
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		<updated>2026-04-17T11:09:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Militärischer Konflikt&lt;br /&gt;
|TEILVON= [[Zweiter Weltkrieg]]&lt;br /&gt;
|BILD= &lt;br /&gt;
|BILDBREITE= &lt;br /&gt;
|BESCHREIBUNG= &lt;br /&gt;
|DATUM= 12. Juli&lt;br /&gt;
|DATUMBIS= 18. August 1943&lt;br /&gt;
|ORT= [[Orjol]]&lt;br /&gt;
|CASUS= &lt;br /&gt;
|GEBIETE= &lt;br /&gt;
|AUSGANG= Erfolg der Roten Armee&lt;br /&gt;
|FOLGEN= Begradigung des Orjoler Frontbogens&lt;br /&gt;
|FRIEDENSSCHLUSS= &lt;br /&gt;
|KONTRAHENT1= {{SUN-1923}}&lt;br /&gt;
|KONTRAHENT2= {{DEU-1935}}&lt;br /&gt;
|KONTRAHENT3= &lt;br /&gt;
|BEFEHLSHABER1= [[Markian Popow]]&amp;lt;br /&amp;gt;[[Howhannes Baghramjan]]&amp;lt;br /&amp;gt;[[Wassili Danilowitsch Sokolowski|W. D. Sokolowski]]&lt;br /&gt;
|BEFEHLSHABER2= [[Walter Model]]&amp;lt;br /&amp;gt;[[Lothar Rendulic]]&amp;lt;br /&amp;gt;[[Rudolf Schmidt (General)|Rudolf Schmidt]]&amp;lt;br /&amp;gt;[[Friedrich Gollwitzer]]&lt;br /&gt;
|BEFEHLSHABER3= &lt;br /&gt;
|TRUPPENSTÄRKE1= 1.280.000 Soldaten&amp;lt;br /&amp;gt;2400 Panzer und Sturmgeschütze&amp;lt;br /&amp;gt;3000 Flugzeuge&amp;lt;br /&amp;gt;26.900 Geschütze&lt;br /&gt;
|TRUPPENSTÄRKE2= 300.700 Soldaten,&amp;lt;br /&amp;gt;625 Panzer und Sturmgeschütze&amp;lt;br /&amp;gt;600 Flugzeuge,&amp;lt;br /&amp;gt;ca. 5500 Geschütze&lt;br /&gt;
|TRUPPENSTÄRKE3= &lt;br /&gt;
| VERLUSTE1 = 429.890 Mann&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
2586 Panzer&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
892 Kanonen&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
1014 Flugzeuge&lt;br /&gt;
| VERLUSTE2 = &lt;br /&gt;
86.400 Mann, davon&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
14.200 Tote&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
60.900 Verwundete&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
11.300 Gefangene&amp;lt;ref&amp;gt;Karl-Heinz Frieser: &amp;#039;&amp;#039;Die Ostfront 1943/44&amp;#039;&amp;#039; (Band VIII aus Das Deutsche Reich und der Zweite Weltkrieg) – Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 2007, S. 154&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|VERLUSTE3= &lt;br /&gt;
|NOTIZEN= &lt;br /&gt;
|ÜBERBLICK= &lt;br /&gt;
{{Linkbox Deutsch-Sowjetischer Krieg}}&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Orjoler Operation&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{ruS|Орловская операция}}, auch als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Operation Kutusow&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bekannt) war eine Offensive der [[Rote Armee|Roten Armee]] im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]], die als Teil der [[Unternehmen Zitadelle|Schlacht am Kursker Bogen]] angesehen wird. Die Offensive begann am 12. Juli 1943 und endete am 18. August 1943.&amp;lt;ref name=&amp;quot;MoRF&amp;quot;&amp;gt;{{Toter Link |datum=2019-05 |url=http://victory.mil.ru/war/oper/106.html |text=Informationen zur Orjoler Operation beim Russischen Verteidigungsministerium |archivebot=2019-05-05 11:25:46 InternetArchiveBot}} (russisch)&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Rahmen der Offensive konnte zum ersten Mal das Konzept der „[[Operation in der Tiefe]]“ erfolgreich umgesetzt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[[David M. Glantz]]: &amp;#039;&amp;#039;The Military Strategy of the Soviet Union.&amp;#039;&amp;#039; Routledge 1992, S. 143.&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch Angriffe in divergierende Richtungen konnte dabei eine Zersplitterung der deutschen Verteidigungsmaßnahmen erreicht werden, die letztlich den Rückzug der deutschen Truppen aus dem Raum [[Orjol]] zur Folge hatte.&lt;br /&gt;
[[Datei:Orel T34 by Moskovskaya Street 1943.2.jpg|mini| Sowjetische [[T-34]] Panzer beim Vormarsch in der Stadt Orel, 1943]]&lt;br /&gt;
== Vorgeschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sowjetisch-deutsche Front war Ende März 1943 zum Stehen gekommen, nachdem im vorangegangenen Winter großangelegte Gegenoffensiven der [[Rote Armee|Roten Armee]] die Verbände der [[Wehrmacht]] weit zurückgedrängt hatten. Nach der Niederlage in der [[Schlacht um Stalingrad]] war zeitweise der gesamte deutsche Südflügel in Gefahr geraten, abgeschnitten und überrannt zu werden, bevor ein Abwehrerfolg in der [[Schlacht bei Charkow (1943)|Schlacht bei Charkow]] die deutschen Linien stabilisierte. Absichten, diesen Erfolg zu weiteren Gegenangriffen auszunutzen, scheiterten am katastrophalen Zustand der deutschen Divisionen. Da jedoch auch die sowjetischen Truppen große Verluste erlitten hatten, beschränkten sich ab Ende März 1943 beide Seiten auf die strategische Defensive und bereiteten sich auf die Fortsetzung der Operationen nach Ende der [[Rasputiza|Schlamm-Periode]] vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sowjetische Planungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Planung für die Orjoler Operation begann Ende April 1943 als Teil der Planungen für die Verteidigung von [[Kursk]]. Der ursprüngliche Plan sah den Angriff in drei Richtungen vor. Die 11. Gardearmee (General [[Hovhannes Baghramjan|Baghramjan]]) der [[Westfront (Rote Armee)|Westfront]] sollte zusammen mit der im Juni neu aufgestellten [[4. Panzerarmee (Rote Armee)|4. Panzerarmee]] (Generalmajor [[Wassili Michailowitsch Badanow |Badanow]]) von Norden her angreifen. Zwei Angriffsgruppen der [[Brjansker Front]], die [[61. Armee (Rote Armee)|61.]] und die [[3. Armee (Rote Armee)|3. Armee]] hatten zusammen mit der [[63. Armee (Rote Armee)|63. Armee]] (Generalleutnant [[Wladimir Jakowlewitsch Kolpaktschi |Kolpaktschi]]) von Osten vorzugehen. Von Süden sollte die [[Zentralfront]] mit der [[13. Armee (Rote Armee)|13.]] und [[70. Armee (Rote Armee)|70. Armee]] nach Norden angreifen. Die Offensive sollte beginnen, wenn der deutsche Angriff im Süden des Kursker Bogens gestoppt worden war.&amp;lt;ref&amp;gt;David M. Glantz: &amp;#039;&amp;#039;Soviet Military Deception in the Second World War.&amp;#039;&amp;#039; Routledge, 1989, S. 160.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Angriffsvorbereitungen blieben der deutschen Aufklärung weitestgehend verborgen.&amp;lt;ref&amp;gt;David M. Glantz: &amp;#039;&amp;#039;Soviet Military Deception in the Second World War.&amp;#039;&amp;#039; Routledge, 1989, S. 161.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Truppenstärke und Aufmarsch ==&lt;br /&gt;
Drei sowjetische Fronten, die [[Brjansker Front]] unter dem Befehl von [[Markian Michailowitsch Popow|Markian Popow]], die [[Zentralfront]] unter [[Konstantin Konstantinowitsch Rokossowski|Konstantin Rokossowski]] und der linke Flügel der [[Westfront (Rote Armee)|Westfront]] unter [[Wassili Danilowitsch Sokolowski|Wassili Sokolowski]], mit einer Gesamtstärke von 1.286.049 Soldaten (davon 927.494 in den kämpfenden Truppen), 26.379 Geschützen, 2.409 Panzern und 3.023 Flugzeugen&amp;lt;ref&amp;gt;Frieser S. 175.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;hrono&amp;quot;&amp;gt;[http://www.hrono.info/sobyt/1900sob/1943orel.html Orjoler Operation in &amp;#039;&amp;#039;Hrono&amp;#039;&amp;#039;] (russisch)&amp;lt;/ref&amp;gt; standen zwei Armeen der deutschen [[Heeresgruppe Mitte]], der [[2. Panzerarmee (Wehrmacht)|2. Panzerarmee]] und der [[9. Armee (Wehrmacht)|9. Armee]] gegenüber. Die deutschen Verbände hatten laut [[Karl-Heinz Frieser|Frieser]] zu Beginn des [[Unternehmen Zitadelle|Unternehmens Zitadelle]] 495.000 Mann. Zu Beginn der Operation Kutusow schätzt er die Stärke der Fronttruppen auf 307.000. Die beiden Armeen hatten außerdem 5.500 Geschütze inklusive [[Panzerabwehrkanone|PaK]] und [[FlaK]] sowie 625 Panzer und Sturmgeschütze und 610 einsatzbereite Flugzeuge.&amp;lt;ref&amp;gt;Frieser S. 175–177.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 11. April 1943 wurde die deutsche [[2. Panzerarmee (Wehrmacht)#1943|2. Panzerarmee]] nominell durch General der Infanterie [[Erich Clößner|Clößner]] in Vertretung des verhafteten Generals [[Rudolf Schmidt (General)#Spionageaffäre und Entlassung|Rudolf Schmidt]] geführt. Generaloberst [[Walter Model|Model]], dem Oberbefehlshaber der zeitgleich im Raum zwischen [[Ponyri]] und Olchowatka festgefahrenen 9. Armee, wurde darauf auch die oberste Führung im Oreler Frontbogen übertragen. Der 2. Panzerarmee waren zum Zeitpunkt des Angriffes 3 Armeekorps mit 14 Infanteriedivisionen unterstellt; als einzige bewegliche Reserve war die [[5. Panzer-Division (Wehrmacht)|5. Panzerdivision]] unter Generalleutnant [[Ernst Felix Fäckenstedt|Fäckenstedt]] verfügbar.&amp;lt;ref&amp;gt;M.K. Barbier: &amp;#039;&amp;#039;Die Schlacht im Kursker Bogen&amp;#039;&amp;#039;, S. 151&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[XXXV. Armeekorps (Wehrmacht)|XXXV. Armeekorps]] (General der Infanterie [[Lothar Rendulic|Rendulic]], später General der Infanterie [[Friedrich Wiese (General)|Wiese]]) [[34. Infanterie-Division (Wehrmacht)|34.]], [[56. Infanterie-Division (Wehrmacht)|56.]], [[262. Infanterie-Division (Wehrmacht)|262.]] und [[299. Infanterie-Division (Wehrmacht)|299. Infanterie-Division]]&lt;br /&gt;
* [[LIII. Armeekorps (Wehrmacht)|LIII. Armeekorps]] (General der Infanterie [[Friedrich Gollwitzer|Gollwitzer]]) [[208. Infanterie-Division (Wehrmacht)|208.]], [[211. Infanterie-Division (Wehrmacht)|211.]], [[293. Infanterie-Division (Wehrmacht)|293. Infanterie]]- und [[25. Panzergrenadier-Division (Wehrmacht)|25. Panzergrenadier-Division]]&lt;br /&gt;
* [[LV. Armeekorps (Wehrmacht)|LV. Armeekorps]] (General der Infanterie [[Erich Jaschke|Jaschke]]) [[110. Infanterie-Division (Wehrmacht)|110.]], [[134. Infanterie-Division (Wehrmacht)|134.]], [[296. Infanterie-Division (Wehrmacht)|296.]] und [[339. Infanterie-Division (Wehrmacht)|339. Infanterie-Division]]&lt;br /&gt;
* Armee-Reserve: [[212. Infanterie-Division (Wehrmacht)|212. Infanterie-Division]] und [[707. Infanterie-Division (Wehrmacht)|707. Infanterie-Division]]&amp;lt;ref&amp;gt;Schramm: OKW-Kriegstagebuch 2. Band, Kriegsgliederung S. 733&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Luftwaffe verfügte in diesem Bereich über die [[1. Flieger-Division (1942–1945)|1. Flieger-Division]] der [[Luftflotte 6]] die mit Bomber-, Sturzkampf und Schlachtfliegerverbänden in die Bodenkämpfe mit eingriff.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=[[Karl-Heinz Frieser]], [[Klaus Schmider]], [[Klaus Schönherr]]|Titel=[[Das Deutsche Reich und der Zweite Weltkrieg]] |TitelErg=Die Ostfront 1943/44 – Der Krieg im Osten und an den Nebenfronten |Verlag=Deutsche Verlags-Anstalt|Ort=München|Datum=2007|ISBN=978-3-421-06235-2|Seiten=89, 92}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verlauf ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Operation Kutusov (map).jpg|mini|Operation Kutusow]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 101I-154-1964-24, Russland, Panzer III.jpg|mini|Ein deutscher Panzer III der 2. Panzer-Division bei Orel]]&lt;br /&gt;
[[Datei:RIAN archive 613694 Red Army men are on offensive near Bryansk.jpg|mini|Sowjetische Soldaten folgen einem T-34 Panzer bei Brjansk]]&lt;br /&gt;
Noch während des Angriffes der deutschen 9. Armee startete die Westfront unter [[Wassili Danilowitsch Sokolowski]] am 12. Juli ihren Angriff gegen die deutsche 2. Panzerarmee. Nach dreistündigem vorbereitenden Artilleriebeschuss folgte gegen 6.05 Uhr der sowjetische Infanterie- und Panzerangriff der 11. Gardearmee. Relativ schnell gelangen dem 36. Garde-Schützenkorps (Generalmajor [[Alexander Sergejewitsch Ksenofontow|A. S. Ksenofontow]]) mehrere taktische Einbrüche in die schwachen vorderen deutschen Stellungen. Nachdem sechs Gardedivisionen an der Naht zwischen der deutschen 211. und 293. Infanterie-Division durchgebrochen waren, wurde das 5. Panzerkorps unter Generalmajor [[Michail Gordejewitsch Sachno|Sachno]] in die Lücke zum Vorstoß gegen Uljanowo eingeführt. Ein Gegenstoß der deutschen 5. Panzerdivision wurde abgeschlagen. Am rechten Flügel Baghramjans erreichte das 16. Garde-Schützenkorps unter Generalmajor [[Afanasi Wassiljewitsch Lapschow|Lapschow]] den Durchbruch zur Resseta. Der zuzügliche Einsatz des 1. Panzerkorps (Generalleutnant [[Wassili Wassiljewitsch Butkow|W. W. Butkow]]) brach bis zum Abend 8 Kilometer tief in die Front des deutschen LIII. Armeekorps ein. Am Sucha-Abschnitt gegenüber der sowjetischen 3. und 63. Armee hatte General [[Lothar Rendulic|Rendulic]] (XXXV. A.K.) die Gefahr für die 56. und [[262. Infanterie-Division (Wehrmacht)|262. Infanteriedivision]] richtig eingeschätzt und ausreichende Vorkehrungen getroffen. Das zwischen [[Mzensk]] und der Oserka unerwartet tiefgestaffelte deutsche Verteidigungssystem ließ die starken sowjetischen Angriffe unter schweren Verlusten zerschellen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutsche Führung befürchtete bereits die Abschneidung der wichtigen Bahnlinie von Orel nach Brjansk und reagierte mit der notwendigen Verlegung einiger Divisionen aus dem Bereich der 9. Armee. Dies hatte zur Folge, dass die ohnehin langsam vorankommenden deutschen Verbände am nördlichen Abschnitt des Kursker Frontbogen noch mehr an Kraft verloren. Am 14. Juli traf zur Verstärkung des LIII. Armeekorps das Panzer-Regiment 52 und die [[20. Panzer-Division (Wehrmacht)|20. Panzerdivision]] an der Linie Sorokino-Ukolizy ein und brachten den Vormarsch das 36. Garde-Schützenkorps zum Stehen. Die [[34. Infanterie-Division (Wehrmacht)|34. Infanterie-Division]] hielt das von Norden und Osten bedrängte [[Bolchow]] gegen die sowjetische [[61. Armee (Rote Armee)|61. Armee]] (Generalleutnant [[Pawel Alexejewitsch Below|P. A. Below]]).&lt;br /&gt;
Am 17. Juli griff die sowjetische 63. Armee aus dem Raum westlich [[Nowosil]] nochmals gegen Bortnoje an und brach durch das neu eingeführte 1. Garde-Panzerkorps an der Front der deutschen [[36. Infanterie-Division (mot.) (Wehrmacht)|36.]] und [[56. Infanterie-Division (Wehrmacht)|56. Infanterie-Division]] durch. Die neu herangeführte [[12. Panzer-Division (Wehrmacht)|12. Panzerdivision]] (Generalleutnant [[Erpo von Bodenhausen|von Bodenhausen]]) verhinderte den Verlust Orjols und hielt am Optucha-Abschnitt stand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Erhöhung der Angriffskraft führte die Stawka die strategischen Frontreserven in die Schlacht ein. Am 19. Juli bei der Brjanskerfront die [[3. Gardepanzerarmee]] (Generalleutnant [[Pawel Rybalko|Rybalko]]), am 20. Juli bei Westfront zuerst die 11. Armee (Generalleutnant [[Iwan Iwanowitsch Fedjuninski|Fedjuninski]]), und am 26. Juli schließlich auch die [[4. Panzerarmee (Rote Armee)|4. Panzerarmee]] (Generalleutnant W. M. Badanow). Dem 46. Schützenkorps (Generalmajor [[Konstantin Maximowitsch Erastow|Konstantin M. Erastow]]) der sowjetischen 61. Armee gelang am 28. Juli die Eroberung von Bolchow. General der Infanterie [[Hans Zorn (General)|Zorn]], [[Kommandierender General]] des [[XXXXVI. Armeekorps (Wehrmacht)|XXXXVI. Panzerkorps]] fiel am 2. August südlich von Orjol durch einen sowjetischen Fliegerangriff.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Samuel W. Mitcham]]: Panzer Commanders of the Western Front, S. 207&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 3. August eröffneten die sowjetischen Partisanen zur Unterstützung der Offensive die [[Operation Schienenkrieg]] um den deutschen Nachschub und die Möglichkeit zur Truppenverlegung zu unterbinden. Das Bahnsystem konnte für 48 Stunden stillgelegt werden. Am 5. August fiel die Stadt [[Orjol]] in die Hände der sowjetischen 63. Armee. Am 6. August näherten sich das 8. und 36. Garde-Schützenkorps von Nordwesten und Südosten der Stadt [[Chotynez]], das 16. Garde-Schützenkorps (Generalmajor [[Iwan Fjodorowitsch Fedjunkin|Fedjunkin]]) ging gleichzeitig auf [[Karatschew]] vor, während das 25. Panzerkorps in Richtung Bunino angesetzt wurde. Als Reserve wurde das 30. Panzerkorps (General [[Alexei Grigorjewitsch Rodin|Rodin]]) von der [[4. Panzerarmee (Rote Armee)|4. Panzerarmee]] eingeführt. Am rechten Flügel der 11. Gardearmee blieb das 16. Garde-Schützenkorps am Wytebetfluss stecken und musste durch die 217. Schützendivision (Oberst Ryschikow) verstärkt werden. Am 9. August schnitten das 8. Gardekorps (General [[Pjotr Fjodorowitsch Malyschew|Malyschew]]) und das 1. Panzerkorps die Bahnlinie nach Karatschew ab. Das 36. Garde-Schützenkorps drang in den Westteil von Chotynez ein, das von den Deutschen vorzeitig geräumt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufbauend auf diesen Erfolg setzte die sowjetische 11. Gardearmee weiter nach Westen und begann am 12. August von Süden und aus dem Osten den Angriff auf Karatschew. Generaloberst Model verstärkte die [[293. Infanterie-Division (Wehrmacht)|293. Infanteriedivision]] im Raum Karatschew mit der [[Division Großdeutschland]], der [[8. Panzer-Division (Wehrmacht)|8. Panzer]]- sowie 34. und der 56. Infanterie-Division. Vom Norden griff die sowjetische 11. Armee mit der 238. und 369. Schützendivision gegen die Stadt an. Die Einkreisung Karatschews von Norden zwang die Deutschen am 13. August zusätzlich die [[78. Sturm-Division]] heranzuziehen und die Stadt am 14. August aufzugeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die deutsche Führung war nicht mehr in der Lage, die überlegenen sowjetischen Verbände zu stoppen. Generaloberst Model kämpfte noch hinhaltend, um das schwere Heeresgerät aus den Frontbogen zu bekommen und zog seine Truppen stetig in die Tiefe zurück. Alle Wehrmachtsverbände setzten in Richtung der &amp;#039;&amp;#039;Hagenstellung&amp;#039;&amp;#039; ab. Die Hagenstellung war eine ausgebaute Stellung im Hinterland, sie verlief in Nord-Süd-Richtung und stellte für die Wehrmacht eine günstig zu verteidigende Linie dar. Außerdem konnten durch diese Frontverkürzung mehrere Divisionen frei gemacht werden, welche entweder direkt zu kritischen Frontabschnitten gebracht werden konnten oder als Reserven benutzt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verluste und Folgen ==&lt;br /&gt;
Die [[Rote Armee]] stieß auf der 400 Kilometer breiten Front bis zu 150 Kilometer nach Westen vor, zerschlug 14 deutsche Divisionen (nach sowjetischen Angaben 90.000 Tote) und verlor 430.000 Soldaten (113.000 Tote), 2.500 Panzer, 900 Geschütze und 1.000 Flugzeuge&amp;lt;ref&amp;gt;[http://wwii-soldat.narod.ru/OPER/ARTICLES/021-kursk.htm Schlacht am Kursker Bogen in &amp;#039;&amp;#039;Soldaty 20 weka&amp;#039;&amp;#039; Abschnitt „Orjoler Operation“] (russisch)&amp;lt;/ref&amp;gt;. Von den auf deutscher Seite eingesetzten 90 [[Jagdpanzer]]n vom Typ [[Elefant (Jagdpanzer)|„Ferdinand“]] gingen 39 verloren.&amp;lt;ref&amp;gt;Walter Scott Dunn: &amp;#039;&amp;#039;Soviet Blitzkrieg. The Battle for White Russia, 1944.&amp;#039;&amp;#039; Lynne Rienner Publishers, 2000, S. 75.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* M. K. Barbier: &amp;#039;&amp;#039;Die Schlacht im Kursk&amp;#039;er Bogen. Die größte Panzerschlacht der Geschichte&amp;#039;&amp;#039; Tosa Verlag, Wien 2002, S. 151–156.&lt;br /&gt;
* [[Karl-Heinz Frieser]], [[Klaus Schmider]], [[Klaus Schönherr]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Das Deutsche Reich und der Zweite Weltkrieg]].&amp;#039;&amp;#039; Band 8: &amp;#039;&amp;#039;Die Ostfront 1943/44 – Der Krieg im Osten und an den Nebenfronten.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. vom [[Militärgeschichtliches Forschungsamt|Militärgeschichtlichen Forschungsamt der Bundeswehr]]. [[Deutsche Verlags-Anstalt]] 2007, ISBN 978-3-421-06235-2.&lt;br /&gt;
* [[Howhannes Bagramian|Iwan Ch. Bagramjan]]: &amp;#039;&amp;#039;So schritten wir zum Sieg&amp;#039;&amp;#039;, Militär Verlag der DDR, Berlin 1984 (auf [http://militera.lib.ru/memo/russian/bagramyan2/04.html militera.lib.ru])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* G. A. Koltunow / B. G. Solowjow: [http://militera.lib.ru/h/koltunov_solovyev/05.html Orjoler Operation], Moskauer Militärverlag 1970 (russisch)&lt;br /&gt;
* [http://kursk-battle.narod.ru/orel.htm Orjoler Operation in &amp;#039;&amp;#039;Schlacht am Kursker Bogen&amp;#039;&amp;#039;] (russisch)&lt;br /&gt;
* [[Grigori Fedotowitsch Kriwoschejew|G. F. Krivošeev]] (Hrsg.): {{Webarchiv | url=http://www.soldat.ru/doc/casualties/book/chapter5_10_1.html#5_10_24 | wayback=20100330193710 | text=&amp;#039;&amp;#039;Rossija i SSSR v vojnach XX veka. Poteri vooružennych sil. Statističeskoe issledovanie.&amp;#039;&amp;#039;}} Reihe &amp;#039;&amp;#039;Archiv&amp;#039;&amp;#039;. Olma-Press, Moskau 2001, ISBN 5-224-01515-4 (russisch)&lt;br /&gt;
* Sebastian Stopper: [https://edoc.hu-berlin.de/bitstream/handle/18452/17412/stopper.pdf &amp;#039;&amp;#039;Das Brjansker Gebiet unter der Besatzungsherrschaft der Wehrmacht 1941 bis 1943&amp;#039;&amp;#039;]. PDF (2012), Dissertation an der [[HU Berlin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärische Operation des Deutsch-Sowjetischen Krieges]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oblast Orjol]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Konflikt 1943]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TaxonBot</name></author>
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