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	<title>Orientchristen - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T21:13:39Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Orientchristen&amp;diff=522439&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bertramz: Änderung 265865632 von ~2026-20763-60 rückgängig gemacht; &quot;u. a.&quot; steht da, bei der winzigen Minderheit täuscht die Erwähnung in dieser Aufzählung eine falsche Größenordnung vor</title>
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		<updated>2026-04-04T11:45:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderung &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Diff/265865632&quot; title=&quot;Spezial:Diff/265865632&quot;&gt;265865632&lt;/a&gt; von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/~2026-20763-60&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/~2026-20763-60&quot;&gt;~2026-20763-60&lt;/a&gt; rückgängig gemacht; &amp;quot;u. a.&amp;quot; steht da, bei der winzigen Minderheit täuscht die Erwähnung in dieser Aufzählung eine falsche Größenordnung vor&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Orientchristen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Orientalische Christen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ostchristen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; werden Angehörige [[Vorreformatorische Kirchen|vorreformatorischer Kirchen]] im [[Naher Osten|Nahen Osten]] bezeichnet. Dazu zählen u.&amp;amp;nbsp;a. [[Assyrer (Gegenwart)|assyrische]]/[[Aramäer (Christentum)|aramäische]], [[Christentum im Iran|iranische]], [[Türkische Christen|türkische]], [[Armenier|armenische]], [[Äthiopien|äthiopische]], [[Kopten|koptische]] sowie [[arabische Christen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mindestens bis zum Jahr 1000 n. Chr. bildeten die Orientchristen noch die Mehrheit in den  heute islamischen Staaten. Sie bilden gegenwärtig etwa 39 % der Bevölkerung des [[Libanon]]. In [[Ägypten]] sind sie mit Bevölkerungsanteilen von etwa 10 % vertreten. In [[Jordanien]] stellen sie etwa 5 % der Bevölkerung, etwas mehr in [[Syrien]] und etwas weniger in [[Palästinensische Autonomiegebiete|Palästina]] und im [[Irak]]. Die Nichtmuslime auf dem Gebiet der heutigen Türkei, die bis 1927 ca. 2,5 % der Bevölkerung stellten, sind z.&amp;amp;nbsp;B. durch den [[Pogrom von Istanbul]] in den 1950er Jahren, durch Repressalien und Auswanderung auf maximal 0,3 % der Bevölkerung dahin geschmolzen. Im [[Iran]] hat sich ihre Zahl seit der [[Islamische Revolution|islamischen Revolution]] sehr vermindert. Heute stellen sie nur noch 0,5 % der Bevölkerung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon in [[Byzantinisches Reich|Byzantinischer]] Zeit gab es in den Gebieten, in denen heute Orientchristen leben, eine Mehrzahl [[Konfession#Christliche Konfessionen|christlicher Konfessionen]]. Später trat oft eine weitere Zersplitterung ein. Die [[römisch-katholische Kirche]] versuchte lange und durchaus mit Erfolg, christliche Gruppen im Orient durch Kirchenunionen an sich zu binden. Bekanntestes Beispiel sind die [[Maroniten]] und die [[Chaldäisch-Katholische Kirche|Chaldäer]]. Oftmals wurden jedoch auch Gemeinschaften gespalten, etwa die [[Ökumenisches Patriarchat von Konstantinopel|griechisch-orthodoxe]] Gemeinschaft, die heute auch einen [[Melkitische Griechisch-Katholische Kirche|griechisch-katholischen]] Zweig hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem [[19. Jahrhundert]] wirkten vor allem US-amerikanische, [[Protestantismus|protestantische]] Missionare unter den Orientchristen und gründeten viele kleine protestantische Gemeinschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Demographie in der Neuzeit ==&lt;br /&gt;
Durch [[Konversion (Religion)|Konversion]] zum [[Islam]], Emigration, Kriege und [[Pogrom]]e (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Völkermord an den Aramäern]], [[Griechenverfolgungen im Osmanischen Reich 1914–1923|Massaker an den Pontosgriechen]] und [[Völkermord an den Armeniern|den Armeniern]]) sowie demographischen Wandel ging der Bevölkerungsanteil der [[Christen]] in der Region ständig zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1900 betrug er noch über 20 % in Ägypten, 30 % in Syrien und über 50 % im Libanon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für 1970 gibt die Statistik an: Ägypten 4,27 Mio. = 13 %, Libanon 1,035 Mio. = 50 %, Syrien 0,591 Mio. = 10 %, Irak 0,295 Mio. = 4 %, Jordanien 0,195 Mio. = 10 %, [[Israel]] und palästinensische Gebiete 0,15 Mio. = 10 % der arabischen Bevölkerung.&amp;lt;ref&amp;gt;N. Horner, aus Paul Löffler: Arabische Christen im Nahostkonflikt, S. 14, Frankfurt, 1976 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 2006 beträgt der christliche Anteil im [[Naher Osten|Nahen Osten]]: Syrien 10 %, Ägypten 7 %, Libanon fast 50 %. Damit schwinden auch die Chancen, dass die Christen in den Staaten repräsentiert werden. Zusätzlich erschwert das Aufkommen der [[Islamist]]en das Leben religiöser Minderheiten im [[Orient]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ursiedlungsgebiete der Urbevölkerung des syro-mesopotamischen Raumes werden seit vielen Jahren von Orientchristen rigoros entleert. So haben die Massaker und Deportierungen in der Türkei am Anfang des letzten Jahrhunderts mehr als 500.000 Einheimischen das Leben gekostet. Die meisten der Überlebenden haben ihre Ursiedlungsgebiete verlassen und siedelten in den Süden über.&amp;lt;ref&amp;gt;Raif Toma, Die Suche nach den Wurzeln des Nationalbewusstseins im Verständnis der Heimat bei dem Urvolk Mesopotamiens, http://www.beepworld.de/members41/assyrismus/dienationaleidenti.htm &amp;lt;/ref&amp;gt; Siehe auch: [[Christenverfolgung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Christliche Identität ==&lt;br /&gt;
{{Überarbeiten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christen im Orient werden oft von Außenstehenden (aus Unwissenheit) aber auch von ihren muslimischen Mitbürgern (aus Gründen der Assimilierung) als [[Araber]] bezeichnet, andererseits werden oft arabische Christen von Muslimen als Nicht-Araber angesehen. Dabei wird sowohl von westlicher als auch von islamischer Seite häufig „arabisch“ mit „islamisch“ gleichgesetzt bzw. assoziiert, was nicht korrekt ist. In der Region gibt es keine homogene christlich geprägte Ethnie, sondern verschiedene Ethnien (Araber, Armenier, Assyrer, Kaukasen, Europäer etc.). Viele nicht-arabische Christen im Orient bezeichnen sich deshalb auch als [[Phönizier]] (im Libanon), die [[Syrische Sprache|syrisch-aramäisch]]sprachigen Christen als [[Aramäer (Gegenwart)|Aramäer]], [[Assyrer (Gegenwart)|Assyrer]] oder auch [[Chaldo-Assyrer]], als [[Kopten]] in Ägypten, oder [[Armenier]] (wenn sie außerhalb Armeniens leben), um sich eine eigene Identität zu schaffen bzw. -bezeichnung zu geben. Die Bezeichnungen gehen in der Regel auf die Namen ihrer antiken vorchristlichen Vorfahren zurück. Die Verwendung des Begriffes „Phönizier“ in der Neuzeit geht auf [[Michel Chiha]] und [[Yussef al-Sauda]] zurück. Die Fragestellung der kulturellen, sprachlichen, historischen, politischen und religiösen Identität wird im Orient oft sehr kontrovers diskutiert und zeigt die schwierige Problematik im arabischen bzw. islamischen Raum mit den Minderheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die alten Völkerschaften [[Mesopotamien]]s und Syriens verschmolzen untereinander. Ihre Nachfahren finden eine starke Verbindung zueinander als die Urbevölkerung des Gebietes. Dies wird durch die Verwurzelung in ihrer historischen Heimat und die Verbundenheit in der syrischen Sprache bewirkt. Dies übertrug mit sich sehr viele Traditionen – auch in die Nationalkirchen und wuchs in dem Bewusstsein der Orientchristen des syro-mesopotamischen Raumes weiter. So bietet die Zugehörigkeit zu den einheimischen, ostorientalischen Kirchen nicht nur eine zusätzliche Identität, sondern auch eine Stärkung der nationalen Zugehörigkeit und deren Wurzeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Libanon prägte sich eine ostchristliche Identität, und schon lange wird von einer ostchristlichen Gesellschaft gesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rolle der Orientchristen ==&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Politische Geschichte der Christen im Orient}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Orientchristen waren und sind vielfach Motor der gesellschaftlichen und technologischen Entwicklung im arabischen Raum. Durch Mehrsprachigkeit und durch Erfahrungen während Auslandsaufenthalten im Westen, haben sie Beiträge zur [[Säkularisierung]], Naturwissenschaften und Medizin, Bildung, Journalismus und Kultur im Allgemeinen geleistet.&amp;lt;ref&amp;gt;Ghassan Tuéni: Rôle et Avenir des Chrétiens d´Orient aujourd’hui, CEDRAC, Beyrouth 2005&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Kulturvermittlerposition der ostsyrischen Schriftsteller im islamischen Reich wirkte tief auf die sich entwickelnden muslimischen Lehrsysteme ein. Bedeutende muslimische bzw. [[Islamische Philosophie|islamische Philosophen]] hatten ostsyrische Lehrmeister.&amp;lt;ref&amp;gt;Martin Tamcke, Christen in der islamischen Welt – von Mohamed bis in die Gegenwart, Verlag C.H. Beck, München 2008&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Altorientalische Kirchen]]&lt;br /&gt;
* [[Portal:Christlicher Orient]]&lt;br /&gt;
* [[Orthodoxe Kirchen]]&lt;br /&gt;
* [[Orientalische Christen in Amerika]]&lt;br /&gt;
* [[Orientalische Christen in Europa]]&lt;br /&gt;
* [[Syrisch-Orthodoxe Kirche von Europa]]&lt;br /&gt;
* [[Assyrer (Gegenwart)|Assyrer]]&lt;br /&gt;
* [[Suryoye]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Julius Aßfalg]]: &amp;#039;&amp;#039;Kleines Wörterbuch des christlichen Orients.&amp;#039;&amp;#039; Harrassowitz, Wiesbaden 1975.&lt;br /&gt;
* [[Anna-Dorothee von den Brincken]]: &amp;#039;&amp;#039;Die „Nationes christianorum orientalium“ im Verständnis der lateinischen Historiographie. Von der Mitte des 12. bis in die zweite Hälfte des 14. Jh.s&amp;#039;&amp;#039;. (Kölner Historische Abhandlungen, Band 22) Böhlau, Köln 1973.&lt;br /&gt;
* [[Kenan Engin]]: [https://web.archive.org/web/20160305043515/http://www.frankfurter-hefte.de/Archiv/2014/Heft_09/Zwischenruf/ &amp;#039;&amp;#039;Bürgerkrieg im Irak: Sind die Christen noch da?&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Neue Gesellschaft. Frankfurter Hefte,&amp;#039;&amp;#039; 9/2015.&lt;br /&gt;
* [[Evangelisches Missionswerk]] in Deutschland, Informationsprojekt Naher und Mittlerer Osten ([[Inamo|INAMO]]), Alexander Flores (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Zukunft der orientalischen Christen. Eine Debatte im Mittleren Osten.&amp;#039;&amp;#039; Hamburg/Berlin 2001.&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Hage]]: &amp;#039;&amp;#039;Das orientalische Christentum&amp;#039;&amp;#039;. Kohlhammer, Stuttgart 2007.&lt;br /&gt;
* Andreas Knapp: &amp;#039;&amp;#039;Die letzten Christen. Flucht und Vertreibung aus dem Nahen Osten&amp;#039;&amp;#039;. Adeo Verlag, Asslar 2016, ISBN 978-3-86334-118-3.&lt;br /&gt;
* Paul Löffler: &amp;#039;&amp;#039;Arabische Christen im Nahostkonflikt: Christen im politischen Spannungsfeld&amp;#039;&amp;#039;. Lembeck, Frankfurt/Main 1976.&lt;br /&gt;
* [[Bat Ye&amp;#039;or]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Niedergang des orientalischen Christentums unter dem Islam: 7.-20. Jahrhundert. Zwischen Dschihad und Dhimmitude&amp;#039;&amp;#039;. Resch, Gräfelfing 2002, ISBN 3-935197-19-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Anne-Beatrice Clasmann: [http://www.stern.de/politik/ausland/558972.html „Möge Gott das Haus der Christen einstürzen lassen“] [[Stern (Zeitschrift)|Stern]], 5. April 2006.&lt;br /&gt;
* Nathalie Szerman: [http://memri.org/bin/articles.cgi?Page=archives&amp;amp;Area=ia&amp;amp;ID=IA26406 French Moroccan Progressive Author on ‘The New Islamic Thinkers&amp;#039;] [[MEMRI]], 1. März 2006&lt;br /&gt;
* [[Peter L. Münch-Heubner]]: [http://www.hanns-seidel-stiftung.de/downloads/aktuelle_analysen_28.pdf Zwischen Konflikt und Koexistenz: Christentum und Islam im Libanon] ([[PDF]]; 534&amp;amp;nbsp;kB) [[Hanns-Seidel-Stiftung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orientalisches Christentum]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bertramz</name></author>
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