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	<title>Orgelpunkt - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T05:48:03Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Orgelpunkt&amp;diff=44244&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;M Huhn: Intrada</title>
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		<updated>2025-09-23T14:18:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Intrada&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Orgelpunkt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist in der Musik die Bezeichnung für einen lang ausgehaltenen oder in bestimmtem Rhythmus wiederholten gleichen Ton, zu dem sich andere Stimmen harmonisch frei bewegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff hat seinen Ursprung beim [[Organum]], bei dem sich die &amp;#039;&amp;#039;vox principalis&amp;#039;&amp;#039; frei über einem längeren Halteton, der &amp;#039;&amp;#039;[[vox organalis]]&amp;#039;&amp;#039;, bewegt. Später tauschen die Stimmen den Orgelpunkt. Der Orgelpunkt kann in verschiedenen Stimmen und an verschiedenen Stellen eines Stückes vorkommen. Oft findet man ihn im Bass am Ende eines Stückes als Basston der [[Dominante]], die dann in die abschließende [[Tonika]] aufgelöst wird, oder als Grundton der Tonika. Dass der Begriff „Orgelpunkt“ oft mit der [[Orgel]] assoziiert wird, liegt nicht nur am Begriff selbst, sondern auch daran, dass in Kompositionen für Orgel häufig auffällige Orgelpunkte vorkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem [[Klavier]], und noch mehr auf dem [[Cembalo]], muss auf Grund der kurzen Abklingzeit dieser Instrumente ein lang ausgehaltener Ton durch Rhythmisierung aufgelöst werden. Bei lang ausgehaltenen Akkorden geschieht das in der Regel durch [[Arpeggio|Arpeggien]] („gebrochene“ [[Akkord]]e).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele ==&lt;br /&gt;
Orgelpunkte finden sich in frühbarocker [[Schlachtenmusik]] „alla battaglia“ (besonders ausgedehnt bei [[Heinrich Schütz]], &amp;#039;&amp;#039;Es steh Gott auf&amp;#039;&amp;#039;, SWV 356, und [[Claudio Monteverdi]], &amp;#039;&amp;#039;Altri canti di Marte&amp;#039;&amp;#039;, SV 155).&amp;lt;ref&amp;gt;Gerald Drebes: &amp;#039;&amp;#039;Schütz, Monteverdi und die „Vollkommenheit der Musik“ – „Es steh Gott auf“ aus den „Symphoniae sacrae“ II (1647).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Schütz-Jahrbuch.&amp;#039;&amp;#039; Jg. 14, 1992, {{ISSN|0174-2345}}, S. 25–55, hier S. 37–40, {{Webarchiv|url=http://www.gerald-drebes.ch/page5.html |wayback=20160303210657 |text=online |archiv-bot=2019-05-05 10:57:12 InternetArchiveBot }}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Orgelpunkt kann auch am Beginn eines Stückes stehen, wie zum Beispiel im Eingangschor der [[Matthäus-Passion (J. S. Bach)|Matthäuspassion]] von [[Johann Sebastian Bach]], BWV 244. Hier ist für den [[Generalbass|Basso continuo]] von Beginn an ein Orgelpunkt über fünf Takte komponiert, der im Laufe des Satzes immer wieder auf unterschiedlichen Stufen wiederholt wird. Auf Grund der Instrumententechnik von [[Violone]] und [[Orgel]] wäre es kein Problem, einen ausgehaltenen Ton zu spielen. Bach komponierte aber Tonrepetitionen im 12/8-Rhythmus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Arie &amp;#039;&amp;#039;Schlafe, mein Liebster&amp;#039;&amp;#039;, die J. S. Bach zunächst in der weltlichen Kantate &amp;#039;&amp;#039;[[Laßt uns sorgen, laßt uns wachen|Herkules am Scheidewege]]&amp;#039;&amp;#039; sowie später im [[Weihnachtsoratorium (Bach)|Weihnachtsoratorium]] vertont hat, werden beide Möglichkeiten eines Orgelpunktes gegenübergestellt. Der Orgelpunkt mit Tonrepetitionen in [[Oktave|Oktav-Sprüngen]] symbolisiert das Wiegen des Kindes, der ausgehaltene Orgelpunkt die Ruhe des Schlafes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch J. S. Bachs [[Toccata und Fuge F-Dur BWV 540]] und die Fantasie und Fuge a-Moll BWV 561 beginnen je mit einem viele Takte langen Orgelpunkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Weiteren finden sich zum Schluss der [[Präludium und Fuge c-Moll BWV 847 (Das Wohltemperierte Klavier, I. Teil)|Fuge c-moll BWV 847]], der [[Präludium und Fuge Cis Dur BWV 872|Fuge Cis-Dur BWV 872]] und auch des [[Präludium und Fuge C-Dur BWV 870 (Das Wohltemperierte Klavier, II. Teil)|Präludiums C-Dur BWV 870]] ein Orgelpunkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Interessante Beispiele aus der neueren Musikgeschichte sind die langen Orgelpunkte am Beginn von [[Richard Wagner]]s Bühnendrama &amp;#039;&amp;#039;[[Das Rheingold]]&amp;#039;&amp;#039; oder [[Richard Strauss]]’ Tondichtung &amp;#039;&amp;#039;[[Also sprach Zarathustra (Strauss)|Also sprach Zarathustra]]&amp;#039;&amp;#039; (op. 30, 1896) und in der [[Intrada]] von [[Witold Lutosławski]]s &amp;#039;&amp;#039;Konzert für Orchester&amp;#039;&amp;#039; (1954). Weitere prominente moderne Beispiele sind der Anfang von Holsts [[Die Planeten|&amp;#039;&amp;#039;Mars&amp;#039;&amp;#039;]] sowie das gut zwei Minuten dauernde finale „Maestoso“ in Skrjabins &amp;#039;&amp;#039;[[Le Poème de l’Extase]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenfalls kommt der Orgelpunkt in [[Popmusik|Pop]], [[Rhythm and Blues]], [[Rock ’n’ Roll]], [[Musical]] oder anderer popularkultureller Musik vor. Ein Beispiel hierfür ist [[Michael Jackson]]s Megahit [[Thriller (Lied)|&amp;#039;&amp;#039;Thriller&amp;#039;&amp;#039;]], dessen Großteil auf einem viertönigen, orgelpunktartigen Ostinato basiert. Ähnlich auch &amp;#039;&amp;#039;School&amp;#039;&amp;#039; von [[Supertramp]], es basiert nicht nur über lange Strecken auf einem Ostinato, ganz zum Schluss wechselt der Bass für acht Takte ganz klassisch auf den Dominant-Grundton, um dann umso wuchtiger für den letzten Höhepunkt wieder auf der Tonika zu landen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehr verbreitet sind Orgelpunkte auch im [[Jazz]], besonders im [[Modaler Jazz|Modalen Jazz]] – beispielsweise auf [[John Coltrane]]s Aufnahme des [[Jazzstandard]]s &amp;#039;&amp;#039;My Favorite Things&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[[My Favorite Things (Lied)|My Favorite Things]]&amp;lt;/ref&amp;gt; – sowie in der [[Filmmusik]], etwa der Vorspannmusik der Krimiserie [[Sherlock (Fernsehserie)|Sherlock]],&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=ARSKVtKqiwY Vorspannmusik &amp;#039;&amp;#039;Sherlock&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; komponiert von David Arnold und Michael Price, oder in einem der musikalischen Hauptthemen des Films [[Interstellar]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=zVbldiNLalo musikalisches Hauptthema des Films Interstellar]&amp;lt;/ref&amp;gt; von [[Hans Zimmer]]: „[...] ein überaus lang gehaltener Dominant-Orgelpunkt, wie ihn dieses Thema enthält, erzeugt ein Gefühl der anhaltenden Vermeidung einer Auflösung. Angesichts der enormen Zeitspanne, die in Coopers Abwesenheit verstreicht, ist dies eine sehr passende Empfindung.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://filmmusicnotes.com/oscar-nominees-2015-best-original-score-part-5-of-6-hans-zimmers-interstellar/ |titel=Oscar Nominees 2015, Best Original Score (Part 5 of 6): Hans Zimmer’s Interstellar |datum=2015-02-18 |sprache=en |abruf=2022-01-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Bordun]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Harmonielehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kontrapunkt]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;M Huhn</name></author>
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