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	<title>Orgelleier - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-27T20:46:06Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Orgelleier&amp;diff=1657870&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Ethyle64: Korrektur nach der italienischen Wikipedia</title>
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		<updated>2024-05-19T18:59:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Korrektur nach der italienischen Wikipedia&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Vielle_organisée.jpg|mini|Orgelleier von César Pons, Grenoble, etwa 1770 (Musée des instruments de musique de Bruxelles)]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Orgelleier&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, italienisch &amp;#039;&amp;#039;lira organizzata&amp;#039;&amp;#039;, französisch &amp;#039;&amp;#039;vielle Organisée&amp;#039;&amp;#039;, ist ein [[Musikinstrument]], das aus der Kombination einer [[Drehleier]] mit einer kleinen [[Orgel]] besteht. Durch die Drehleier-[[Tastatur]] wird auch die Mechanik der Orgelventile gesteuert und mit der Kurbel das Windsystem der Orgel betrieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Orgelleier steht in der Instrumentenbau-Tradition der &amp;quot;organisierten&amp;quot; Instrumente, bei denen verschiedene Instrumente zu einem neuen kombiniert werden, beispielsweise aus Orgel und [[Hammerklavier]] oder [[Cembalo]] (siehe auch [[Claviorganum]]). (Bröcker, 1977, Seite 163)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bröcker, 1977&amp;quot;&amp;gt;Marianne Bröcker: Die Drehleier. 2. Auflage. Verlag für systematische Musikwissenschaft, Bonn - Bad Godesberg 1977&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Instrumente waren meist sehr kostbar und damit auch selten, so sind von der Orgelleier in Europäischen Museen und Sammlungen nur 19 Exemplare erhalten. Die ersten Instrumente wurden vor der Mitte des 18. Jahrhunderts gebaut.  (Bröcker, 1977, Seite 165)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bröcker, 1977&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bauform ==&lt;br /&gt;
Orgelleiern bestehen aus einer vollständigen Drehleier, besitzen also neben der oder den Melodiesaiten auch eine Saite mit [[Schnarrsteg]] und mindestens eine [[Bordun|Bordunsaite]].  (Bröcker, 1977, Seite 164)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bröcker, 1977&amp;quot;/&amp;gt; Dazu kommen Orgelregister meist mit gedackten Pfeifen aus Holz, meist Zwei- und Vierfuss-Register. Die Ventile der Orgelpfeifen sind über eine mechanische [[Traktur#Mechanisch|Traktur]] mit den Schiebe-Stangen der [[Drehleier#Mechanismus der Verkürzung der Melodiesaiten|Drehleier-Mechanik]] verbunden, so dass das Drücken der Taste zugleich auch die entsprechenden Pfeifenventile öffnet. Die [[Blasebalg|Blasebälge]] der Orgel sind über ein Getriebe mit der Achse des Rades der Drehleier verbunden. Bei den meisten der erhaltenen Instrumente befinden sich die Blasebälge der &amp;#039;&amp;#039;Magazinbalg&amp;#039;&amp;#039; und die [[Windlade]] innerhalb des [[Korpus (Musikinstrument)|Korpus]] der Drehleier, die Orgelpfeifen liegen oberhalb der [[Decke (Saiteninstrument)|Decke]] des Korpus der Drehleier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei dem Instrument das in London im [[Victoria and Albert Museum]] erhalten ist, gibt es ein Vier- und Achtfuss-Register und die Orgel ist in einem Kasten unterhalb der Drehleier untergebracht, wobei auch hier die Bälge über die Achse der Drehleier bewegt werden und die Ventile über die Drehleiertastatur gespielt. Diese Tastatur ist nach unten erweitert um eine [[Quinte]], allerdings [[diatonisch]]. Dadurch wird der Tonumfang der Orgel entsprechend vergrößert. Damit ist dieses Instrument das einzige erhaltene, dessen Tonumfang dem entspricht, den [[Joseph Haydn]] in seinen Werken für das Instrument verlangt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Repertoire ==&lt;br /&gt;
Im 18. Jahrhundert wurden dafür unter anderem von [[Adalbert Gyrowetz]], [[Joseph Haydn]]&amp;lt;ref&amp;gt;Ioseph Haydn: Fünf Konzerte für zwei Orgelleiern. Hoboken II: Nr. 1 in C/Nr. 2 in G/Nr. 3 in G/Nr. 4 in F/Nr. 5, Acht Notturni für zwei Orgelleiern. Hoboken II: Nr. 25 in C/Nr. 26 in F/Nr. 27 in G/Nr. 28 in F/Nr. 29 in C/Nr. 30 in G/Nr. 31 in C/Nr. 32 in C&amp;lt;/ref&amp;gt;, [[Vincenzo Orgitano]]&amp;lt;ref&amp;gt;Orgitano, Vincenzo: 3 Sinfonien&lt;br /&gt;
Cembalo. Sinfonie, Fatte p S. A. R. Maria Teresa Borbone. Con: V V Lire, Obue Clarinetti Viole, Fagotte, Trombe da Caccia e Basso, 1786. Österreichische Nationalbibliothek, Signatur: Mus.Hs.11045. Mus &amp;lt;/ref&amp;gt;, [[Ignaz Pleyel]] und   [[Johann Sterkel|Franz Xaver Sterkel]] komponiert. Die Werke all dieser Komponisten entstanden im Auftrag von [[Ferdinand I. (Sizilien)|Ferdinand IV.]] in Neapel über Vermittlung des österreichischen Diplomaten und Musikers [[Norbert Hadrawa]] der selbst dieses Instrument spielte und es dem König lehrte.&amp;lt;ref&amp;gt;H. C. Robins Landon: Joseph Haydn 5 Lirenkonzerte, Concerto No. 1 in C, Hob. VII h:1 Erstdruck, Wien, 1959, Vorwort&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Spielweise ==&lt;br /&gt;
Spieltechnisch unterscheidet sich die Orgelleier wesentlich von der Drehleier, mit der sie Tastatur und Mechanik teilt. Es ist möglich, die Orgelregister mehrstimmig zu spielen, wobei die Melodiesaite der Drehleier dann jeweils beim höchsten Ton eines gegriffenen Mehrklanges verkürzt wird und klingt. Damit ist es nicht ohne weiteres möglich, Triller und [[Arpeggio|Arpeggien]] unter Liegenlassen der tieferen Töne zu spielen, wie das auf der Drehleier gerne gemacht wird: Der liegenbleibende Ton erklingt im Orgelregister. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Melodiesaite kann über den Druck auf die Taste in der Tonhöhe beeinflusst werden, wodurch in diesem Register ein Vibrato möglich ist, auch können benachbarte Töne verschliffen werden. Auch ein dynamisches Spiel der Saiten ist möglich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da das Orgelregister aus dem Magazinbalg auch dann noch einige Sekunden mit Luft versorgt wird, wenn nicht gekurbelt wird, ist es möglich, dieses weiter zu spielen, während die Drehleiersaiten nicht gestrichen werden. Dadurch wird die rechte Hand frei, in derartigen Passagen zu registrieren, also Orgelregister an- und abzustellen und Drehleiersaiten ein- und auszuhängen. Technisch ist es so auch möglich, kurze Passagen zweihändig zu greifen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gegenwart ==&lt;br /&gt;
Mit dem Erstdruck der Haydnschen Konzerte durch [[H. C. Robbins Landon]] 1959 begann eine lange Reihe von Versuchen die, zu deren originalgetreuer Aufführung notwendigen, Orgelleiern nachzubauen. Einige Instrumentenbauer haben sich daran versucht, unter anderem [[Yves Donnier]], [[Harald Elofsson]], [[Robert Moore (Instrumentenbauer)|Robert Moore]], [[Kurt Reichmann]], [[Theo Scharpach]] und Wolfgang Weichselbaumer. 1978 präsentierte Reichmann aus Frankfurt am Main seinen Nachbau auf der [[Musikmesse Frankfurt|Frankfurter Musikmesse]]. Scharpach baute 2000 ein derartiges Instrument für Eric Fisser.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle  | autor = Hans Lang | url = http://bordun.de/news/beschreibung-der-orgelleier | titel = Beschreibung der Orgelleier | hrsg = Bordun e.V. | zugriff = 2009-05-14 | archiv-url = https://web.archive.org/web/20141123062100/http://bordun.de/news/beschreibung-der-orgelleier | archiv-datum = 2014-11-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab 2004 baute Weichselbaumer in Wien vier Orgelleiern, die seit dem Jahresbeginn 2005 regelmäßig bei Konzerten mit dem Ensemble Baroque de Limoges verwendet werden, Konzerte unter anderem in der [[Cité de la musique]] in Paris oder dem [[Gesellschaft der Musikfreunde in Wien|Musikverein]] in Wien. Orgelleier-Solisten bei diesen Aufführungen sind [[Matthias Loibner]], [[Tobie Miller]] und [[Thierry Nouat]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.weichselbaumer.cc/deutsch/lira.html | wayback=20120515144728 | text=Bild und Klangbeispiele des Nachbaus des Londoner Instrumentes}} &lt;br /&gt;
* {{Internetquelle  | autor = Nik Tarasov | url = http://www.windkanal.de/images/stories/PDF/2006-3/Windkanal_2006-3_Lira_Organizzata.pdf | titel = Lira Organizzata | werk = Windkanal | hrsg = Windkanal – Das Forum für die Blockflöte | zugriff = 2014-10-23 | kommentar = Jahr 2006, Ausgabe Nr. 3 | format = PDF; 0,2&amp;amp;nbsp;MB}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Streichinstrument]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lauteninstrument]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tasteninstrument]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aerophon]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauform (Orgel)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ethyle64</name></author>
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