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	<title>Orgacid - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;J744: /* Weblinks */ Link als Kommentar</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks: &lt;/span&gt; Link als Kommentar&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Ammendorf Orgacid-1.jpg|mini|Ehemaliges Verwaltungsgebäude als Relikt des Orgacid-Werkes]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ORGACID GmbH&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war ein Unternehmen der [[Chemische Industrie|chemischen Industrie]] in [[Ammendorf (Halle)|Ammendorf]] bei [[Halle (Saale)]], das am 23. November 1934 im Berliner [[Handelsregister]] eingetragen wurde. Die Orgacid war eine [[Tochtergesellschaft]] der Essener [[Evonik Goldschmidt|Goldschmidt AG]]&amp;lt;!-- [[Karl Goldschmidt]] und [[Hans Goldschmidt]] schoben die Gründung mit 120.000 Reichsmark an.--&amp;gt; und der Berliner [[Degea]]&amp;lt;ref name=spon90&amp;gt;{{Der Spiegel |ID=13500399 |Titel=Giftgas: Besonders heikel |Jahr=1990 |Nr=40 |Datum=1990-10-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und wurde nach dem [[Montan-Schema]] durch den Staat gefördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk Ammendorf ==&lt;br /&gt;
Das Betriebsgelände des ehemaligen Werks in Ammendorf lag an der Camillo-Irmscher-Straße im heutigen halleschen Stadtteil [[Ammendorf/Beesen]]. Die Anlagen wurden in den 1930er Jahren errichtet. 1935 begann man mit der Einlagerung von [[Oxol]]. Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] war das Werk die zweitgrößte Fabrik Deutschlands für [[Chemiewaffen]]. Bis 1942 wurden hier etwa 26.000 Tonnen S-Lost ([[Senfgas]]) hergestellt und zur Abfüllstation am nahegelegenen Gleisanschluss gepumpt.&amp;lt;ref name=spon/&amp;gt; US-amerikanische Truppen besetzten das Werk 1945 und übergaben es im Mai 1945 an die sowjetischen Streitkräfte. Die Sowjetische Besatzungsmacht demontierte das Werk teilweise und sprengte oberirdisch die Reste. Als einziger Bau blieb das Orgacid-Verwaltungsgebäude vollständig sowie acht unterirdische Zisternen in Teilen erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;Rolf Petri: &amp;quot;Technologietransfer aus der deutschen Chemieindustrie (1925-1960)&amp;quot;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Angaben der Inspektoren der [[Streitkräfte der Vereinigten Staaten]] anlässlich der Übergabe an die sowjetische Besatzungsmacht befanden sich am 9. Mai 1945 an flüssigen Kampfstoffen auf dem Gelände:&amp;lt;ref name=bt&amp;gt;[https://dserver.bundestag.de/btd/13/027/1302733.pdf Drucksache 13/2733] des Deutschen Bundestags vom 24. Oktober 1995. Abgerufen am 25. Dezember 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 445 Tonnen Sommerlost (Anteil an [[Loste|Schwefel-Lost]] &amp;lt;+021+&amp;gt; 88 %)&lt;br /&gt;
* 174 Tonnen Winterlost (Gemisch aus [[Loste|Schwefel-, Propyl- und Sauerstofflost]]),&lt;br /&gt;
* {{0|00}}6 Tonnen [[Loste|Stickstofflost]].&lt;br /&gt;
Nach Angaben des [[Deutscher Bundestag|Deutschen Bundestags]] liegen keine gesicherten Aufzeichnungen über die Vernichtung der [[Kampfstoff]]e vor. Etwa 558 t wurden im [[Kohlekraftwerk]] des Plastwerks Ammendorf sowie im Chemiewerk Dessau-[[Kapen]] verbrannt, die restlichen 67 t wurden verbrannt, nachdem sie gemeinsam mit kampfstoffangereichertem Wasser 1953/1954 nach Kapen verbracht wurden. Im Jahr 1957 wurde das Baugelände komplett abgesperrt,&amp;lt;ref name=spon/&amp;gt; die Neutralisation des Bodens und die Entgiftungsarbeiten wurde im Jahr 1958 abgeschlossen.&amp;lt;ref name=bt/&amp;gt; 1990 legten Kinder beim Spielen die vermauerten Zugänge zur Fabrik frei. Fünf der 20 Meter langen, gefliesten [[Katakombe]]n enthielten noch das Hautgift Lost, 20 Tonnen wurden durch einen [[ABC-Waffe|ABC]]-Zug der [[Nationale Volksarmee|Nationalen Volksarmee]] abgepumpt,&amp;lt;ref name=spon90/&amp;gt; zudem erfolgte die Neutralisation von etwa 600 Kubikmetern Kampfstoffspuren enthaltendem [[Sickerwasser]] mittels [[Calciumhypochlorit]].&amp;lt;ref name=bt/&amp;gt; Unter einem Lagerplatz des &amp;#039;&amp;#039;Fernmeldebauamts 401&amp;#039;&amp;#039; der [[Deutsche Post (DDR)|Deutschen Post]] wurde die Steuerzentrale und eine Abfüllanlage vermutet, die als „schärfste Umweltbombe“ bezeichnet wurde.&amp;lt;ref name=spon90/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1991 wurde wegen „starker Kontamination mit Kriegsaltlasten“ und einer „Gefährdung für Menschen und Umwelt“ eine Totalsanierung einer Fläche von 10 [[Hektar]] empfohlen.&amp;lt;ref name=spon&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-9157728.html Gras drüber]&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Der Spiegel]], Nr. 3, 16. Januar 1995, Seite 64.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine gründliche Sanierung wurde mit etwa 90 Millionen [[Deutsche Mark|DM]] angesetzt, eine Verfüllung und Begrünung mit 180.000 DM.&amp;lt;ref name=spon/&amp;gt; In den Zellen der Lagerbunker befanden sich 1995 laut den dem Bundestag vorliegenden Gutachten keine Boden- und Grundwasserbelastungen durch Kampfstoffe mehr, Kampfmittelspuren in den Bunkerwänden wurden nicht ausgeschlossen. Die Öffnungen der [[Zisterne]]n wurden verschlossen und eine einzelne mit einer Probenahmevorrichtung ausgestattet. Der Bunkerkomplex wurde mit einer 1 Meter starken Erdschicht überdeckt und begrünt.&amp;lt;ref name=bt/&amp;gt; Heute befinden sich auf dem Firmengelände noch acht weit verzweigte, grün geflieste Zisternen, die nicht vollständig entgiftet sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Abbauprodukte des Kampfstoffes Lost im Jahre 2019 auf dem Gelände nachgewiesen wurden, ließ die Stadt ein Gutachten erstellen, das weitere Bodenuntersuchungen empfahl. Der Leiter des städtischen Umweltamts, Steffen Johannemann, erklärte am 30. Juni 2022, dass das dortige Grundwasser in die [[Weiße Elster]] abfließt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://www.mz.de/lokal/halle-saale/ehemalige-giftgasfabrik-unbefugte-graben-auf-orgacid-areal-3399955 Unbefugte graben auf Orgacid-Areal]&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Mitteldeutsche Zeitung]], 1. Juli 2022, Seite 8.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Orgacid-Fabrik Ammendorf|Orgacid}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-9157728.html Gras drüber]&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Spiegel]]&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 3 vom 6. Januar 1995, S. 64.&lt;br /&gt;
* [http://www.xn--hndelstadt-halle-vnb.de/giftgas-halle.htm Martin Schramme: &amp;#039;&amp;#039;Lost – Das giftige Geheimnis von Halle-Ammendorf.&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* [https://www.halle-im-bild.de/fotos/industrie/orgacid Orgacid], Halle im Bild, abgerufen am 7. Mai 2021&lt;br /&gt;
* [https://dserver.bundestag.de/btd/13/027/1302733.pdf Drucksache 13/2733] des Deutschen Bundestags vom 24. Oktober 1995&lt;br /&gt;
* {{YouTube |id=b37L8nRT4Vs |titel=NS-Giftgasfabrik ORGACID - Gefährliche Altlasten in Halle Ammendorf |uploader=MDR DOK |upload=2025-08-13}} &amp;lt;!-- https://www.mdr.de/tv/programm/sendung-1038958.html --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |region=DE-ST |type=landmark |NS=51.439189 |EW=11.991506}} &amp;lt;!-- Bitte nochmal überprüfen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Unternehmen (Saalekreis)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Chemieunternehmen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemieunternehmen (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutschland im Zweiten Weltkrieg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wehr- und Rüstungswirtschaft im Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation (deutsche Nachkriegszeit)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Produzierendes Unternehmen (Saalekreis)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmensgründung 1934]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;J744</name></author>
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