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	<title>Orbe-Ebene - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T12:13:08Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Orbe-Ebene&amp;diff=534662&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Rauenstein am 30. August 2024 um 07:34 Uhr</title>
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		<updated>2024-08-30T07:34:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- schweizbezogen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
[[File:Orbe - 2011 - 01.jpg|thumb|Chemin de l’Etraz ausgangs Orbe (Les Granges) Richtung La Sarraz im Juli 2011]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Orbe-Ebene&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Orbeebene&amp;#039;&amp;#039;; französisch: &amp;#039;&amp;#039;Plaine de l’Orbe&amp;#039;&amp;#039;) ist eine fast 50&amp;amp;nbsp;km² grosse [[Alluvialboden|Alluvialebene]] im [[Schweiz]]er [[Kanton Waadt]], die von der [[Orbe (Fluss)|Orbe]] respektive von der [[Zihl|Thielle]] (dt.: &amp;#039;&amp;#039;Zihl&amp;#039;&amp;#039;) durchflossen wird. Dank dem milden und relativ trockenen Klima im Lee des Hochjuras zählt sie zu den wichtigen Landwirtschafts- und Gemüseanbaugebieten der Schweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
Die Ebene ist im Durchschnitt 2 bis 3&amp;amp;nbsp;km breit, 16&amp;amp;nbsp;km lang und liegt auf {{Höhe|435|CH}} Ihr nördlicher Teil erstreckt sich in Nordost-Südwest-Richtung. Im Bereich des Städtchens [[Orbe]] beschreibt sie einen Bogen, so dass der südliche Teil in Nord-Süd-Richtung verläuft. Begrenzt wird die Orbe-Ebene im Nordwesten und Westen vom Jurafussplateau, einer Hochfläche, die langsam gegen die vorderste [[Jura (Gebirge)|Jurakette]] hin ansteigt und von mehreren Flusstälern zerschnitten ist, und im Süden vom Riegel des [[Mormont (Berg)|Mormont]], über den die Wasserscheide zwischen den Einzugsgebieten von [[Rhein]] und [[Rhone]] verläuft und der die Ebene vom südlich angrenzenden Tal der [[Venoge]] trennt. Östlich an die Orbe-Ebene grenzen die langgestreckten [[Molasse]]höhenzüge des nördlichen [[Gros de Vaud]] an, und im Nordosten bildet der [[Neuenburgersee]] die Grenze. Im nördlichen Teil der Ebene ragt der isolierte &amp;#039;&amp;#039;Mont de Chamblon&amp;#039;&amp;#039; ({{Höhe|552|CH}}) auf, ein breiter Höhenrücken bei [[Yverdon-les-Bains]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geologie ==&lt;br /&gt;
Die Entstehung der Orbe-Ebene ist bedingt durch mehrere [[Verwerfung (Geologie)|Verwerfungen]], welche für die vertikale und horizontale Verschiebung der Gesteinsschollen verantwortlich waren. Die Schichtfolge im Untergrund der Ebene besteht aus bis zu 200&amp;amp;nbsp;m mächtigen Ablagerungen aus der [[Kreide (Geologie)|Kreidezeit]], die im Bereich der Bruchlinien ausserhalb der eigentlichen Ebene teilweise bis an die Erdoberfläche hervortreten und einen Wechsel von [[Kalkstein]] und [[Mergel]]&amp;lt;nowiki&amp;gt;schichten&amp;lt;/nowiki&amp;gt; zeigen. Darüber lagert eine im Durchschnitt ebenfalls rund 200&amp;amp;nbsp;m mächtige Schicht der [[Molassebecken|Unteren Süsswassermolasse]], die in der Zeit vor etwa 30 bis 22 Millionen Jahren durch Flüsse von den alpinen [[tektonische Decke|Gesteinsdecken]] [[Erosion (Geologie)|erodiert]] und hierher verfrachtet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Verlauf des [[Pleistozän]]s wurde in der Orbe-Ebene während der Eiszeiten Geschiebe des [[Rhonegletscher]]s abgelagert. Die heute vorhandenen Sedimente sind überwiegend [[Grundmoräne]]n des [[Würm-Kaltzeit|würmeiszeitlichen]] Rhonegletschers. Das Gesteinsmaterial der früheren Eiszeiten wurde hingegen während der nachfolgenden [[Warmzeit|Interglaziale]] wieder weitgehend erodiert. Über diese pleistozänen Ablagerungen legte sich im [[Holozän]] eine Schicht [[Stillgewässer|lakustrischer]] Sedimente des &amp;#039;&amp;#039;Solothurner Sees&amp;#039;&amp;#039; (vorübergehend ein nacheiszeitlicher Jurarandsee, der von Solothurn bis zum Mormont reichte). Nachdem sich das Wasser allmählich zurückgezogen hatte, blieb eine weite Sumpfniederung bestehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gewässernetz ==&lt;br /&gt;
Hauptfluss der Orbe-Ebene ist die Orbe, welche die Ebene jedoch erst beim gleichnamigen mittelalterlichen Städtchen erreicht. Sie tritt hier aus einer Schlucht im Jurafussplateau in die Ebene hinaus. Die Orbe vereinigt sich in der Ebene mit dem [[Talent (Fluss)|Talent]]; das Gewässer wird von diesem Zusammenfluss bis zur Mündung in den Neuenburgersee [[Zihl|Thielle]] genannt. Den südlichen Abschnitt der Orbe-Ebene entwässert der [[Nozon]], der früher bei [[Chavornay]] in den Talent mündete. Diese drei Flüsse bilden zusammen mit einigen kurzen Seitenbächen, die von den umgebenden Höhen herabfliessen, das Gewässernetz der Orbe-Ebene. Sie schlängelten sich früher in zahlreichen [[Mäander]]n durch das Sumpfgebiet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
In den Randbereichen der Orbe-Ebene gab es bereits seit der [[Eisenzeit]] (ab etwa 800 vor Christus) einige [[Kelten|keltische]] Siedlungsplätze. Zur [[Römisches Reich|Römerzeit]] befand sich bei Yverdon-les-Bains der [[Vicus]] Eburodunum. Auch bei Orbe bestand eine städtische Siedlung und etwas nördlich davon ein römischer Gutshof, der als grösster Gebäudekomplex dieser Art in der Schweiz gilt. Durch die Orbe-Ebene verlief eine Römerstrasse, welche das Gebiet mit dem Genferseebecken verband.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem [[9. Jahrhundert]] in der Burgunderzeit entwickelten sich an leicht erhöhten Lagen am Rand der Ebene die ersten Siedlungen, aus denen sich die heutige dörfliche Struktur entwickelte. Da die Ebene selbst sumpfig und immer wieder überschwemmt war, galt sie während langer Zeit als unbesiedelbar. Einzig die Stadt Yverdon liegt in der Ebene.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kleinere Entwässerungs- und Entsumpfungsmassnahmen wurden seit dem 16. Jahrhundert im Nahbereich der Siedlungen vorgenommen. Zur Zeit des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreissigjährigen Krieges]] wurde das Projekt forciert, die Rhone und den Rhein mit einer Wasserstrasse durch die Orbe-Ebene zu verbinden. Von 1638 bis 1648 wurde der [[Canal d’Entreroches]] zwischen Yverdon und [[Cossonay]] gebaut, der die Verbindung zur [[Venoge]] herstellen sollte. Finanzierungsschwierigkeiten verhinderten allerdings den Vollausbau dieser Wasserstrasse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grössere [[Melioration]]en wurden erst ab 1870 im Zusammenhang mit der ersten [[Juragewässerkorrektion]] durchgeführt. Sämtliche Flussläufe in der Orbe-Ebene wurden kanalisiert und begradigt. Die Thielle erhielt zwischen Orbe und Yverdon Seitenkanäle, nämlich den &amp;#039;&amp;#039;Canal Occidental&amp;#039;&amp;#039; auf der linken Seite und den &amp;#039;&amp;#039;Canal Oriental&amp;#039;&amp;#039; auf der rechten Seite, für den Teile des ehemaligen Canal d’Entreroches verwendet wurden. Beide Kanäle werden durch Yverdon geführt und besitzen separate Mündungen in den Neuenburgersee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nutzung ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Decauville#Torfbahnen bei Bavois in der Schweiz}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Torffelder der oberen Orbe-Ebene bei Bavois (1918) - edit.jpg|mini|hochkant=2|Torffelder der oberen Orbe-Ebene bei [[Bavois]], 1918]]&lt;br /&gt;
Im&amp;amp;nbsp;und&amp;amp;nbsp;nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] setzte die &amp;#039;&amp;#039;S.A. de Laminoirs et Cablerie Cossonay&amp;#039;&amp;#039; zur [[Torfstich|Torfgewinnung]] zwei umfangreiche [[Decauville]]-[[Feldbahn|Torfbahnen]] mit den [[Spurweite (Bahn)|Spurweiten]] 500 und 600&amp;amp;#8239;mm im &amp;#039;&amp;#039;Marais des Puits&amp;#039;&amp;#039; bei [[Bavois]] in der Orbe-Ebene ein. Ihre Torfpressen waren unbeweglich an einem geeigneten Standort aufgestellt, und der Nasstorf wurde von den mobilen Stechmaschinen über innovative Endlosdrahtseil-Sodenförderer zu feststehenden Transporteurs und von dort mit Kipploren auf [[Decauville#Torfbahnen bei Bavois in der Schweiz|Decauvillegleisen]] zu den Torfpressen transportiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit den Meliorationen wurde eine grosse Fläche wertvollen Kulturlandes gewonnen. Heute wird die Orbe-Ebene landwirtschaftlich intensiv genutzt. Sie zählt zu den bedeutendsten Gemüseanbaugebieten der Schweiz; daneben gibt es auch Tabakanbau und Getreideanbau. Vom ehemaligen Moorgebiet sind nur noch ganz wenige Überreste vorhanden, beispielsweise das &amp;#039;&amp;#039;Marais des Puits&amp;#039;&amp;#039; bei [[Bavois]] und der &amp;#039;&amp;#039;Creux de Terre&amp;#039;&amp;#039; bei Chavornay, ein Naturschutzgebiet, das allerdings erst mit der Renaturierung früherer Tongruben entstand. Bei Orbe und Chavornay wird die Ebene in zunehmendem Masse auch von Gewerbe- und Industriezonen beansprucht. 1925 wurde bei Orbe die Waadtländer Strafanstalt [[Bochuz]] (Pénitencier de Bochuz) erbaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Orbe-Ebene verlaufen wichtige Verkehrsachsen, nämlich seit 1855 die Eisenbahnlinie Yverdon–Lausanne und seit 1981 auch die Autobahn [[A1 (Schweiz)|A1]], die diese beiden Städte verbindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=46.737489 |EW=6.563438 |type=landmark|region=CH-VD}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tal in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tal im Kanton Waadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orbe (Fluss)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Rauenstein</name></author>
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