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	<title>Oration - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Oration&amp;diff=53877&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Berita: /* Literatur */</title>
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		<updated>2024-07-02T19:22:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|erläutert die Gebetsform; &amp;#039;&amp;#039;Oratio&amp;#039;&amp;#039; als Rede wird unter [[Rede]] erläutert.}}&lt;br /&gt;
Eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Oration&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[latein]]isch &amp;#039;&amp;#039;oratio&amp;#039;&amp;#039;,  von &amp;#039;&amp;#039;orare&amp;#039;&amp;#039; ‚sprechen, predigen, verkündigen, beten‘&amp;lt;ref&amp;gt;[[Karl Ernst Georges]]: &amp;#039;&amp;#039;Ausführliches lateinisch-deutsches Handwörterbuch&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Ausführliches lateinisch-deutsches und deutsch-lateinisches Handwörterbuch, aus den Quellen zusammengetragen und mit besonderer Bezugnahme auf Synonymik und Antiquitäten unter Berücksichtigung der besten Hülfsmittel ausgearbeitet, Lateinisch-deutscher Teil&amp;#039;&amp;#039;), 2 Bände, 7. Aufl., Leipzig 1879–1880; seit 1951 Tübingen; 11. Aufl. Berlin 1962 (Neudrucke auch Hannover und Darmstadt), Band 2, S. 1231–1233.&amp;lt;/ref&amp;gt;, &amp;#039;&amp;#039;os&amp;#039;&amp;#039; ‚der Mund‘) ist eine geprägte Form eines [[Gebet]]es in der christlichen [[Liturgie]]. Im evangelisch-lutherischen Gottesdienst ist auch die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kollektengebet&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; gebräuchlich. Sie werden in der Regel vom Vorsteher im Namen der Gemeinde gesprochen, schließen gottesdienstliche Feiern oder Teile von ihnen ab und leiten zu folgenden Teilen über.&amp;lt;ref&amp;gt;{{LThK|Irmgard Pahl|Oration|3|7|1085}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft ==&lt;br /&gt;
Orationen im Gottesdienst sind in schriftlicher Form seit dem 7./8.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert überliefert, mündlich dürften sie mindestens bis ins 4./5.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert zurückgehen. Sie zeichnen sich aus durch eine minimalistisch-klassische Form von klarer Prägnanz und Einprägsamkeit, die auf lange tradierter lateinisch-römischer [[Rhetorik]] basiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Johannes H. Emminghaus: &amp;#039;&amp;#039;Die Messe. Wesen – Gestalt – Vollzug&amp;#039;&amp;#039;, St. Benno-Verlag, Leipzig, 1980.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Gallikanischer Ritus|gallikanische Liturgie]] verwendete für die Orationen den Begriff &amp;#039;&amp;#039;collecta&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;collectio&amp;#039;&amp;#039; (von [[lateinisch]] &amp;#039;&amp;#039;colligere&amp;#039;&amp;#039; „sammeln“): Der [[Priester (Christentum)|Priester]] forderte mit dem Ruf &amp;#039;&amp;#039;Oremus&amp;#039;&amp;#039;. „Lasst uns beten“, die Gemeinde zum (stillen) Gebet auf und fasste diese Gebete dann mit der Oration zusammen. Später wurde nur noch die erste Oration der Messe (&amp;#039;&amp;#039;oratio prima&amp;#039;&amp;#039;, das heutige Tagesgebet) als &amp;#039;&amp;#039;collecta&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Josef Andreas Jungmann]] [[Jesuiten|SJ]]: &amp;#039;&amp;#039;Missarum Sollemnia. Eine genetische Erklärung der römischen Messe.&amp;#039;&amp;#039; Band 1, Herder Verlag, Wien, Freiburg, Basel, 5. Auflage 1962, S. 462f. – Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Collecta&amp;#039;&amp;#039; findet sich bei [[Walahfrid Strabo]], [[Amalarius]], [[Remigius von Auxerre]] und [[Bernold von Konstanz]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Form und Inhalt ==&lt;br /&gt;
Eine Oration hat eine feste Textstruktur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; &lt;br /&gt;
! Funktion || lateinisch ||deutsch ||Textbeispiel&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. &amp;#039;&amp;#039;Evangelisches Gottesdienstbuch&amp;#039;&amp;#039;, S. 528.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gebetseinladung || Oremus. || Lasset uns beten. || &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gottesanrede,&amp;lt;br&amp;gt; oft mit einem Adjektiv || (Omnipotens/sempiterne) Deus||(Allmächtiger/ewiger) Gott|| Allmächtiger Gott und Vater,&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Prädikation als Dank und Lobpreis Gottes&amp;lt;br&amp;gt; („relativische Prädikation“&amp;lt;ref&amp;gt;Josef Andreas Jungmann SJ: &amp;#039;&amp;#039;Missarum Sollemnia. Eine genetische Erklärung der römischen Messe.&amp;#039;&amp;#039; Band 1, Herder Verlag, Wien, Freiburg, Basel, 5. Auflage 1962, S. 480.&amp;lt;/ref&amp;gt;, appositioneller Zusatz oder angeschlossener Relativsatz) ||qui… ||der du… ||du hast deinen Sohn zum Licht der Welt gemacht:&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Bitte || praesta/quaesumus/concede/da/adesto o.&amp;amp;nbsp;ä.||gewähre uns/wir bitten dich/gib, dass/hilf…||Wir bitten dich, erfülle den ganzen Erdkreis mit dem Glanz, der von ihm ausgeht,&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Folgesatz&amp;lt;br&amp;gt;Inhaltliche Formulierung des Wunsches ||ut… ||damit/dass… || damit alle Menschen deine Herrlichkeit erfahren.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Konklusion&amp;lt;br&amp;gt;Schlussformel||Per Dominum nostrum Jesum Christum… ||Durch unseren Herrn Jesus Christus ||Durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Akklamation  ||colspan=&amp;quot;3&amp;quot;| [[Amen]].&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Hinzutreten der relativischen Prädikation wird das ursprüngliche Bittgebet um die Elemente des Lobpreisens und Dankens erweitert.&amp;lt;ref&amp;gt;Josef Andreas Jungmann SJ: &amp;#039;&amp;#039;Missarum Sollemnia. Eine genetische Erklärung der römischen Messe.&amp;#039;&amp;#039; Band 1, Herder Verlag, Wien, Freiburg, Basel, 5. Auflage 1962, S. 481.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Diese Vollform wird nicht immer durchgehalten. Viele Orationen, vor allem das Gaben- und Schlussgebet, gehen von der Gottesanrede direkt zur Gebetsbitte über. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Liturgie]] folgt nach der Gebetseinladung eine Gebetspause: „In einer kurzen gemeinsamen Stille soll sich jeder auf die Gegenwart Gottes besinnen und sein eigenes Gebet im Herzen formen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Allgemeine Einführung in das Römische Messbuch, 23 [http://www.liturgie.de/liturgie/index.php?bereich=publikationen&amp;amp;datei=pub/oP/dok/AllEinfrMessbuch].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Oration vereinigt [[Anbetung]] und Bittgebet und ist durch ihre [[Trinität|trinitarische]] Prägung ausgezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Aimé-Georges Martimort (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Liturgiewissenschaft I.&amp;#039;&amp;#039; Herder, Freiburg-Basel-Wioen 1963, S. 150.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie richtet sich fast immer an [[Gottvater|Gott, den Vater]]. Auf die Gottesanrede folgt die preisende Erwähnung einer Heilstat oder Eigenschaft Gottes. An Fest- und Gedenktagen wird hier der Festinhalt zur Sprache gebracht, etwa auf den Tagesheiligen hingewiesen. Dann folgt eine Bitte. Die abschließende Konklusion in Form einer [[Doxologie]] kann länger oder kürzer sein. Sie spricht immer von [[Jesus Christus]] als Mittler des Gebetes, häufig wird auch der [[Heiliger Geist|Heilige Geist]] genannt (&amp;#039;&amp;#039;in unitate Spiritus Sancti&amp;#039;&amp;#039;, in der Einheit des Heiligen Geistes).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Gebete der ganzen Kirche sind Orationen immer in Wir-Form gehalten und unterscheiden sich dadurch von Gebetsformen einer privaten Frömmigkeit, wie sie sich in der heiligen Messe zum Beispiel als Vorbereitungsgebete des Priesters vor der Kommunion fanden und in Ich-Form gehalten waren.&amp;lt;ref&amp;gt;Josef Andreas Jungmann SJ: &amp;#039;&amp;#039;Missarum Sollemnia. Eine genetische Erklärung der römischen Messe.&amp;#039;&amp;#039; Band 2, Herder Verlag, Wien, Freiburg, Basel, 5. Auflage 1962, S. 428.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit dem abschließenden „Amen“ bekräftigt der Betende oder die gesamte Gemeinde das Gebet. Auch wenn Orationen vom Vorsteher der Liturgie gesungen oder gesprochen werden, haben sie mit der Einbeziehung der gemeinsamen Stille und der Akklamation &amp;#039;&amp;#039;Amen&amp;#039;&amp;#039; eine dialogische Struktur.&amp;lt;ref&amp;gt;Jo Hermans: &amp;#039;&amp;#039;Die Feier der Eucharistie. Erklärung und spirituelle Erschließung&amp;#039;&amp;#039;, Regensburg 1984, ISBN 3-7917-0767-1, S. 142.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stilistisch sind die Orationen eher gehobene [[Prosa]] als [[Poesie]]. Die lateinischen Orationen folgten in der [[Verslehre|Metrik]] dem [[Cursus (Rhythmik)|&amp;#039;&amp;#039;Cursus&amp;#039;&amp;#039;]]. Der Vortrag erfolgte als [[Sprechgesang]]; für die Orationen wurden nie die Kunstformen ausgeformter [[Gregorianischer Choral|Choralmelodien]] entwickelt.&amp;lt;ref&amp;gt;Josef Andreas Jungmann SJ: &amp;#039;&amp;#039;Missarum Sollemnia. Eine genetische Erklärung der römischen Messe.&amp;#039;&amp;#039; Band 1, Herder Verlag, Wien, Freiburg, Basel, 5. Auflage 1962, S. 482ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Orationen im Gottesdienst ==&lt;br /&gt;
=== Heilige Messe ===&lt;br /&gt;
Die Orationen gehören zum [[Proprium (Liturgie)|Proprium]], den wechselnden Teilen des Gottesdienstes, und richten ihre Thematik am [[Kirchenjahr]] aus. Für alle Sonntage, Fest- und Gedenktage sind feststehende Orationen vorgesehen, ebenso für viele Werktage in den [[Geprägte Zeiten|geprägten Zeiten]]. Für andere Tage und Anlässe gibt es Auswahlmöglichkeiten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Vortrag der Orationen in der [[Heilige Messe|heiligen Messe]] sind wie das [[Hochgebet]] als „Amtsgebet“ („[[Präsidialgebet]]“ oder „Vorstehergebet“) dem [[Zelebrant|Hauptzelebranten]] vorbehalten. Die Amtsgebete werden stehend mit ausgebreiteten Armen (in [[Orantenhaltung]]) gesungen oder gesprochen. Der Vorsteher trägt die Oration als allgemeines Gemeinschaftsgebet im Namen der [[Gottesdienstgemeinde|versammelten Gemeinde]] vor, die Formulierung und die Vortragsweise vermeiden jede individuelle oder gefühlsbetonte Note.&amp;lt;ref&amp;gt;Aimé-Georges Martimort (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Liturgiewissenschaft I.&amp;#039;&amp;#039; Herder, Freiburg-Basel-Wien 1963, S. 150; Josef Andreas Jungmann SJ: &amp;#039;&amp;#039;Missarum Sollemnia. Eine genetische Erklärung der römischen Messe.&amp;#039;&amp;#039; Band 1, Herder Verlag, Wien, Freiburg, Basel, 5. Auflage 1962, S. 484.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis zur Liturgiereform des [[Zweites Vatikanisches Konzil|Zweiten Vatikanischen Konzils]] war es üblich, dass die [[Gottesdienstgemeinde|Gemeinde]] während der Orationen kniete.&amp;lt;ref&amp;gt;Josef Andreas Jungmann SJ: &amp;#039;&amp;#039;Missarum Sollemnia. Eine genetische Erklärung der römischen Messe.&amp;#039;&amp;#039; Band 1, Herder Verlag, Wien, Freiburg, Basel, 5. Auflage 1962, S. 474.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1955 war es möglich, falls an einem Tag mehrere Feste und Anliegen zusammenfielen, diese zu „[[Kommemoration|kommemorieren]]“, indem der Priester die Orationen des rangniederen Festes zusätzlich zu den Orationen des Hauptfestes still sprach; die Zahl der Kommemorationen war auf sieben begrenzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Josef Andreas Jungmann SJ: &amp;#039;&amp;#039;Missarum Sollemnia. Eine genetische Erklärung der römischen Messe.&amp;#039;&amp;#039; Band 1, Herder Verlag, Wien, Freiburg, Basel, 5. Auflage 1962, S. 493f.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der heiligen Messe stehen drei Orationen jeweils am Ende eines Abschnitts der Liturgie: &lt;br /&gt;
* Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tagesgebet&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; schließt den Eröffnungsteil ab, dem der Wortgottesdienst folgt. Weil das Tagesgebet die stillen Gebete der Mitfeiernden sammelt (von lateinisch &amp;#039;&amp;#039;colligere&amp;#039;&amp;#039;, sammeln) und bündelt, heißt es auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Collecta&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (nicht zu verwechseln mit der [[Kollekte]], der Geldsammlung im Gottesdienst).&lt;br /&gt;
* Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gabengebet&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Oratio super oblata&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Gebet über die Opfergaben&amp;#039;&amp;#039;) beschließt die Bereitung der Gaben von Brot und Wein und leitet über zum [[Hochgebet]], beginnend mit der [[Präfation]]. Die frühere Bezeichnung war „&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stillgebet&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;“ oder aber &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Secreta&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, weil der Priester es still betete oder weil es die &amp;#039;&amp;#039;Oratio super (oblata) secreta&amp;#039;&amp;#039;, „das Gebet über die abgesonderten Gaben“ von Brot und Wein war, nämlich die aus der Gesamtheit der gespendeten Gaben die für die Eucharistie ausgewählten.&lt;br /&gt;
* Das Gebet nach der Kommunion (&amp;#039;&amp;#039;Postcommunio&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schlussgebet&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) und vor dem Entlassungsritus mit dem Segen und der Sendung fasst den Dank für die empfangene Eucharistie mit der Bitte zusammen, „dass die Feier des Mysteriums Frucht bringe.“&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Allgemeine Einführung in das Römische Messbuch.&amp;#039;&amp;#039;, 56 [http://www.liturgie.de/liturgie/index.php?bereich=publikationen&amp;amp;datei=pub/oP/dok/AllEinfrMessbuch].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Fürbitten]] werden ebenfalls vom Liturgen mit einer Oration abgeschlossen.&amp;lt;ref&amp;gt;Jo Hermans: &amp;#039;&amp;#039;Die Feier der Eucharistie. Erklärung und spirituelle Erschließung.&amp;#039;&amp;#039; Regensburg 1984, ISBN 3-7917-0767-1, S. 205.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der altkirchlichen Fürbittpraxis der [[Große Fürbitten|Großen Fürbitten]] (lat. &amp;#039;&amp;#039;orationes sollemnes&amp;#039;&amp;#039;) folgte auf die einzelnen Anliegen die Aufforderung des [[Diakon]]s zum Niederknien (&amp;#039;&amp;#039;Flectamus genua&amp;#039;&amp;#039; „Beuget die Knie“) und nach einem Moment der Stille je eine eigene Oration.&amp;lt;ref&amp;gt;Josef Andreas Jungmann SJ: &amp;#039;&amp;#039;Missarum Sollemnia. Eine genetische Erklärung der römischen Messe.&amp;#039;&amp;#039; Band 1, Herder Verlag, Wien, Freiburg, Basel, 5. Auflage 1962, S. 471.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Diese Form ist heute nur noch in der [[Feier vom Leiden und Sterben Christi]] am [[Karfreitag]] erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Liste von Orationen ===&lt;br /&gt;
* 2. [[Adventssonntag]]: [[Omnipotens et misericors Deus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Weihnachten]], in der Nacht: [[Deus, qui hanc sacratissimam noctem]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Ostersonntag]]: [[Deus, qui hodierna die]]&lt;br /&gt;
* [[Pfingsten]]: [[Deus, qui sacramento festivitatis hodiernae]]&lt;br /&gt;
* 2. Sonntag der [[Osterzeit]]: [[Deus misericordiae sempiternae]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stundengebet und andere Gottesdienste === &lt;br /&gt;
Die Gebetszeiten des [[Stundengebet]]s werden jeweils von einer Oration abgeschlossen. Beim gemeinschaftlichen Chorgebet spricht sie der [[Hebdomadar]] (ohne &amp;#039;&amp;#039;Lasset uns beten&amp;#039;&amp;#039;). Die Oration in [[Matutin]], [[Laudes]] und [[Vesper (Liturgie)|Vesper]] ist dieselbe wie das Tagesgebet der [[Heilige Messe|heiligen Messe]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach altkirchlicher Tradition hatten in [[Matutin|vigilartigen]] Gottesdiensten Orationen ihren Platz jeweils nach einer Lesung und dem darauf folgenden [[Antwortpsalm]]. Diese Struktur hat sich  im Wortgottesdienst der [[Osternacht]] erhalten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch [[Wort-Gottes-Feier]]n, [[Litanei]]en, [[Benediktion|Segnungen]] und [[Weihe (Religion)|Weihen]] schließen mit einer Oration ab, außerdem Gebete wie der [[Engel des Herrn]] oder das [[Te Deum]]. Beim [[Sakramentaler Segen|sakramentalen Segen]] folgt auf das [[Tantum ergo]] als Oration das Tagesgebet des [[Fronleichnam]]sfestes. Der Oration geht dabei ein [[Versikel]] voraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Evangelischer Gottesdienst ===&lt;br /&gt;
Aufgrund des von Martin Luther verfolgten Prinzips der Entwicklung des Vorhandenen auf der Basis der reformatorischen Einsichten (→ [[deutsche Messe (Gottesdienst)|deutsche Messe]]) kennen auch die Agenden für den [[Evangelische Kirche|evangelisch-lutherischen]] Gottesdienst die Oration bzw. – in Anklang an die vorreformatorische Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;collecta&amp;#039;&amp;#039; – das Kollektengebet. Am deutlichsten wird das beim Tagesgebet oder Gebet des Tages, das den Eingangsteil des Gottesdienstes abschließt und gelegentlich noch als Kollektengebet bezeichnet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. &amp;#039;&amp;#039;Evangelisches Gesangbuch – Ausgabe für die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Mecklenburgs und für die Pommersche Evangelische Kirche&amp;#039;&amp;#039;, 2. veränderte Auflage, Leipzig, Berlin 2009, ISBN 978-3-88981-331-2, Nr. 679 (Gottesdienst mit Predigt und Abendmahl Grundform G 1), S. 1148: „Gebet des Tages &amp;#039;&amp;#039;Kollektengebet&amp;#039;&amp;#039;“, als dessen Inhalt „Gebetsstille“ und „Tagesgebet“ genannt werden. – &amp;#039;&amp;#039;Evangelisches Gesangbuch für die Evangelische Kirche im Rheinland, die Evangelische Kirche von Westfalen, die Lippische Landeskirche&amp;#039;&amp;#039;, Gütersloh, Bielefeld, Neukirchen-Vluyn 1996, S. 1236f.: Der Gottesdienst an Sonn- und Festtagen, Grundform I: Gebet.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Gottesdienste zu den Tageszeiten (Stundengebet) enden häufig mit einem Schlussgebet in der Form einer Oration.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Evangelisches Gesangbuch. Ausgabe für die Evangelische Landeskirche Anhalts, die Evangelische Kirche in Berlin-Brandenburg, die Evangelische Kirche der schlesischen Oberlausitz, die evangelische Kirche der Kirchenprovinz Sachsen.&amp;#039;&amp;#039; Berlin, Leipzig 2000, Nr. 783.10, 784.9, 785.10, 786.15.&amp;lt;/ref&amp;gt; Während der Aufbau der Oration in der evangelischen Liturgie mit der der katholischen identisch ist&amp;lt;ref name = &amp;quot;Gottesdienstbuch&amp;quot;&amp;gt;Vgl. &amp;#039;&amp;#039;Evangelisches Gottesdienstbuch – elektronisch (mit Ergänzungsband)&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 520.1.&amp;lt;/ref&amp;gt;, kommt der besondere Umgang mit ihr darin zum Ausdruck, dass neben den für jeden Sonntag empfohlenen Fassungen im Proprium der Agende auch Varianten in freierer Sprache  als „Textbeispiel“ zur eigenen Gestaltung aufgeführt sind. Aufgrund ihres bündelnden Charakters für einen längeren Anrufungsteil wird die Oration auch als „nicht selbständiges Gebet“ angesehen&amp;lt;ref name = &amp;quot;Gottesdienstbuch&amp;quot; /&amp;gt;, obwohl sie sowohl einen formalen Anfang als auch einen formalen Schluss enthält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Erhöre die Bitten deines Volkes. Geistliche Kommentare zu den Orationen des Messbuches. Für Verkündigung und Meditation, Bd. I Die Sonntage im Jahreskreis&amp;#039;&amp;#039;. Benziger / Herder, Einsiedeln / Freiburg im Breisgau 1978, ISBN 3-545-50518-9 / ISBN 3-451-18230-0.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Erhöre die Bitten deines Volkes. Geistliche Kommentare zu den Orationen des Messbuches. Für Verkündigung und Meditation, Bd. II Advent und Weihnachtszeit&amp;#039;&amp;#039;. Benziger / Herder, Einsiedeln / Freiburg im Breisgau 1979, ISBN 3-545-50519-7 / ISBN 3-451-18231-9.&lt;br /&gt;
* Dirk Grothues: &amp;#039;&amp;#039;Die Tagesgebete der Kirche. Meditationen und Denkanstöße&amp;#039;&amp;#039;. Butzon &amp;amp; Bercker, Kevelaer 1991, ISBN 3-7666-9748-X.&lt;br /&gt;
* {{LThK|[[Irmgard Pahl]]|Oration|3|7|1085f}}&lt;br /&gt;
* [[Alex Stock]]: &amp;#039;&amp;#039;Orationen. Die Tagesgebete im Jahreskreis neu übersetzt und erklärt&amp;#039;&amp;#039;, Regensburg 2011 und 2014.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [http://erzabtei-beuron.de/schott/index.php Schott-Messbuch] (sämtliche Tagesgebete)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Aufbau der heiligen Messe}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4172702-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Liturgisches Gebet]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Proprium]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Berita</name></author>
	</entry>
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