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	<title>Orangeroter Ritterling - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-28T01:33:32Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Orangeroter_Ritterling&amp;diff=476486&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2026-02-15T09:22:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Orangeroter Ritterling&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Tricholoma aurantium&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = ([[Jacob Christian Schäffer|Schaeff.]]) [[Adalbert Ricken|Ricken]]&lt;br /&gt;
| Taxon2_Name      = Ritterlinge&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Tricholoma&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon3_Name      = Ritterlingsverwandte&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Tricholomataceae&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Champignonartige&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Agaricales&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Agaricomycetidae&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Unterklasse&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = &lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Agaricomycetes&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = Klasse&lt;br /&gt;
| Bild             = Tricholoma_aurantium01.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = Orangeroter Ritterling (&amp;#039;&amp;#039;Tricholoma aurantium&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Orangerote Ritterling&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Tricholoma aurantium&amp;#039;&amp;#039;) ist eine [[Pilze|Pilz]][[Art (Biologie)|art]] aus der [[Familie (Biologie)|Familie]] der [[Ritterlingsverwandte]]n (Tricholomataceae). Innerhalb der Gattung der [[Ritterlinge]] gehört sie der Sektion &amp;#039;&amp;#039;Tricholoma&amp;#039;&amp;#039; sect. &amp;#039;&amp;#039;Genuina&amp;#039;&amp;#039; an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Morten Christensen &amp;amp; Jacob Heilmann-Clausen |Titel=The genus Tricholoma |Sammelwerk=The Fungi of Northern Europe |Band=4 |Verlag=Danish Mycological Society |Ort=Copenhagen |Datum=2013 |ISBN=978-87-983581-8-3 |Online= |Abruf=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie ist in Mitteleuropa meist selten anzutreffen und besitzt einen Verbreitungsschwerpunkt in Skandinavien sowie in den Kalkregionen der Gebirge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale ==&lt;br /&gt;
=== Makroskopische Merkmale ===&lt;br /&gt;
Der Hut erreicht 9–12 cm im Durchmesser.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Er ist erst halbkugelig bis etwas glockenförmig mit stark eingerolltem Hutrand, später flacher konvex bis breit gebuckelt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Der Hutrand bleibt lange eingerollt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Die Hutfarben sind leuchtend ocker, gelborange bis aprikosenrot, in Richtung Hutrand könne auch grünliche Töne erkennbar sein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Die Oberfläche ist feinschuppig oder fast glatt und feucht schleimig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Bei Berührung färbt der Hut ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Lamelle (Mykologie)|Lamellen]] sind weiß bis cremefarbig&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;. Sie sind im Alter häufig braun gefleckt, vor allem an den Lamellenschneide.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Die Lamellen stehen oft gedrängt und sind buchtig angeheftet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stiel ist zylindrisch, kann im unteren Bereich auch etwas verdickt sein und misst 6–12(–17) × 1,2-2(–4) cm. Die Stieloberfläche ist bis auf die abrupt weiß abgesetzte Stielspitze wie der Hut gefärbt und reißt beim Strecken des Stiels in typische Bänder genattert auf. Zudem sondert die Stieloberfläche zahlreiche gelbe [[Guttation]]stropfen ab.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Trama|Fleisch]] ist weiß bis bräunlich getönt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Es riecht stark nach Mehl oder [[Dextrin]] und schmeckt bitter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Sporenpulverabdruck|Sporenpulver]] ist weiß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mikroskopische Merkmale ===&lt;br /&gt;
Die [[Spore]]n messen 4,4–6,8 × 2,8–4,6 µm.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Sie sind breit ellipsoid bis ellipsoid und besitzen eine glatte Oberfläche, der Länge-Breite-Quotient der Sporen beträgt 1,1–1,8.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; [[Zystide]]n und [[Schnalle (Mykologie)|Schnallen]] fehlen. Die Hutdeckschicht ist ein Ixotrichoderm aus 2,0–5,0 µm breiten Hyphen, deren Zellen 20–50 µm lang sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Eine differenzierte Subpellis fehlt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Artabgrenzung ==&lt;br /&gt;
Der Orangerote Ritterling ist durch die lebhafte Färbung, den ausgewachsen deutlich genatterten Stiel und die gelben Guttationstropfen leicht kenntlich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Tricholoma ustaloides&amp;#039;&amp;#039; var. &amp;#039;&amp;#039;aurantioides&amp;#039;&amp;#039; kann jedoch recht ähnlich sehen. Es handelt sich um eine auffallend orangebraune Ausprägung des [[Bitterer Eichenritterling|Bitteren Eichenritterlings]] (&amp;#039;&amp;#039;Tricholoma ustaloides&amp;#039;&amp;#039;), deren taxonomischer Rang bislang noch nicht molekulargenetisch geklärt ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Abgesehen von der Färbung unterscheidet sich diese Ausprägung nicht vom typischen Bitteren Eichenritterling&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;, sodass anhand des nicht genatterten Stiels und der nur spärlich ausgeschiedenen, farblosen Guttationstropfen eine Verwechslung mit dem Orangeroten Ritterling ausgeschlossen werden kann. Ein wenig ähnlich kann oberflächlich betrachtet auch der [[Halsband-Ritterling]] (&amp;#039;&amp;#039;Tricholoma focale&amp;#039;&amp;#039;) sein, der jedoch durch einen abstehenden, aufsteigenden Stielring leicht zu unterscheiden ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Außerdem sind seine Hutfarben etwas dunkler und gehen mehr ins Bräunliche oder Ziegelrote.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ökologie ==&lt;br /&gt;
Der Orangerote Ritterling ist in [[Rotbuchenwald#Waldgersten-Buchenwald (Hordelymo-Fagetum)|Haargersten-]] und [[Rotbuchenwald#Seggen-Buchenwald (oder Orchideen-Buchenwald) (Carici-Fagetum)|Orchideen-Rotbuchenwäldern]] sowie in Tannen-Buchenwäldern mit eingestreuten [[Fichten]] oder [[Kiefern]] zu finden. Außerdem ist er in Fichten- und Waldkiefernforsten, Waldrändern und -lichtungen sowie [[Wacholderheide]]n anzutreffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Pilz bevorzugt mäßig frische bis frischfeuchte, flach bis mittelgründige, neutrale bis alkalische Böden, die gesättigt an Basen sind. Diese befinden sich in der Regel über [[Kalkstein|Kalk]] oder stark kalkhaltigem Grund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Fruchtkörper]] erscheinen meist in kleinen Trupps, gelegentlich auch in [[Hexenring]]en zwischen Ende Juli bis Anfang November, bei entsprechender Witterung auch später. Der Pilz bildet [[Ektomykorrhiza|Ektomykorrhizen]] mit Laub- und Nadelbäumen, vor allem mit [[Buchen]] (&amp;#039;&amp;#039;Fagus&amp;#039;&amp;#039;), [[Eichen]] (&amp;#039;&amp;#039;Quercus&amp;#039;&amp;#039;), [[Fichten]] (&amp;#039;&amp;#039;Picea&amp;#039;&amp;#039;) und [[Kiefern]] (&amp;#039;&amp;#039;Pinus&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Der Orangerote Ritterling ist in der [[Holarktis]] [[Florenelement|meridional bis boreal]] verbreitet. So ist er in Nordamerika (Kanada, USA), Europa, Nordafrika, und Nordasien ([[Kaukasus]], Mittelasien) zu finden. In Europa ist die Art im nordisch-montanen Areal anzutreffen. So besitzt sie einen Verbreitungsschwerpunkt in [[Skandinavien]] und ist in den Tiefländern südlich von Nord- und Ostsee deutlich lückiger vorhanden. In Mittel- und Südeuropa zeigt sich eine zunehmend montane Tendenz. Das Gebiet reicht von Großbritannien, den Niederlanden, wo der Pilz selten ist, und Frankreich (Alpenregion) bis ostwärts nach Estland, Belarus und Ungarn sowie in den Süden bis zu den [[Balearische Inseln|Balearen]], Italien Sizilien, Griechenland und Rumänien und nordwärts bis zu den [[Hebriden]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland zeigt sich ein recht ungleichmäßiges Verbreitungsbild. In Süddeutschland ist sie mäßig verbreitet, wobei sich in den [[Kalkalpen]], dem [[Jura (Gebirge)|Juragebirge]], der [[Baar (Landschaft)|Baar]] und dem Ost[[schwarzwald]] deutliche Verdichtungen finden lassen. Nördlich davon ist die Art bis zur [[Mittelgebirgsschwelle]] selten und im norddeutschen [[Norddeutsches Tiefland|Flach-]] und Hügelland nur sporadisch anzutreffen. In den Bundesländern Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und großen Teilen Niedersachsens wurde sie bisher nicht nachgewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bestände des Orangeroten Ritterlings sind seit 1970 in einem starken Rückgang begriffen. Trotz der deutlichen Reduzierung der SO&amp;lt;sub&amp;gt;x&amp;lt;/sub&amp;gt;-Ausstöße haben sie sich nicht erholt. Diese Tatsache wird auf die ansteigende Belastung der Oberböden mit Stickstoffverbindungen aus Landwirtschaft und Verkehr zurückgeführt. Die Art steht auf den Roten Listen mehrerer Bundesländer und europäischer Staaten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Krieglsteiner526f&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhaltsstoffe ==&lt;br /&gt;
Der Orangerote Ritterling hat seine Farbe unter anderem dem Pigment Aurantricholon zu verdanken, welches ein Benztropolonderivat ist und als Substruktur [[Pulvinon]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;strukturen aufweist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Dörte Klostermeyer, Liliana Knops, Tilman Sindlinger, Kurt Polborn, Wolfgang Steglich |Titel=Novel Benzotropolone and 2H‐Furo[3,2‐b]benzopyran‐2‐one Pigments from Tricholoma aurantium (Agaricales) |Sammelwerk=European Journal of Organic Chemistry |Band=2000 |Nummer=4 |Datum=2000-02-01 |ISSN=1099-0690 |DOI=10.1002/(SICI)1099-0690(200002)2000:4&amp;lt;603::AID-EJOC603&amp;gt;3.0.CO;2-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Neben Aurantricholon wurden die Aurantricholide A und B isoliert, welche E-Pulvinone sind. Aurantricholide A und B zeigen starke Fluoreszenz. Pulvinone mit E-konfigurierter [[Exocyclische Doppelbindung|exocyclischer Doppelbindung]] sind äußerst selten und sonst nur noch in [[Pulveroboletus ravenelii]] gefunden worden. Bei Pulvinonen handelt es sich um [[Tetronsäure]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;derivate. Aurantricholon liegt [[in vivo]] mindestens partiell als Calciumsalz vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Speisewert ==&lt;br /&gt;
Wegen des zusammenziehenden, bitteren Geschmacks ist der Orangerote Ritterling ungenießbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
=== Literatur ===&lt;br /&gt;
* [[German Josef Krieglsteiner]] (Hrsg.), [[Andreas Gminder]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Großpilze Baden-Württembergs]].&amp;#039;&amp;#039; Band 3: &amp;#039;&amp;#039;Ständerpilze. Blätterpilze I.&amp;#039;&amp;#039; Ulmer, Stuttgart 2001, ISBN 3-8001-3536-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einzelnachweise ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Krieglsteiner526f&amp;quot;&amp;gt;German Josef Krieglsteiner (Hrsg.), Andreas Gminder: &amp;#039;&amp;#039;Die Großpilze Baden-Württembergs.&amp;#039;&amp;#039; Band 3: &amp;#039;&amp;#039;Ständerpilze. Blätterpilze I.&amp;#039;&amp;#039; Ulmer, Stuttgart 2001, ISBN 3-8001-3536-1, S. 526 f. (für den gesamten Absatz).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[https://www.mushroomexpert.com/tricholoma_aurantium.html Tricholoma aurantium].&amp;#039;&amp;#039; Bei MushroomExpert.Com (englisch)&lt;br /&gt;
* [http://www.pilz-baden.ch/galerie/aurantium.html Orangeroter Ritterling]. Pilzverein der Region Baden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ritterlinge]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ungenießbarer Pilz]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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