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	<title>Opportunitätskosten - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T10:22:43Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Opportunit%C3%A4tskosten&amp;diff=46183&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Crazy1880: ISBN-fix</title>
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		<updated>2025-02-08T09:08:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ISBN-fix&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Opportunitätskosten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{enS|opportunity costs}}) sind in der [[Betriebswirtschaftslehre]] und [[Makroökonomie]] keine echten [[Kosten]] im Sinne der [[Kostenrechnung]], sondern stellen [[Entgangener Gewinn|entgangenen Gewinn]] oder entgangenen [[Nutzen (Wirtschaft)|Nutzen]] dar, der bei der [[Entscheidung]] für eine von mehreren Alternativen im Vergleich zur besten Alternative ganz ausbleibt oder nur gemindert entsteht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Susanne Wied-Nebbeling, Hartmut Schott |Titel=Grundlagen der Mikroökonomik |Auflage=3. |Verlag=Springer |Datum=2005 |ISBN=3-540-22683-4 |Seiten=85}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Gegensatz sind die [[Opportunitätserlös]]e.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Opportunitätskosten von Unternehmen müssen entsprechend dem [[Unternehmensziel]] definiert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Kybernetik_und_Deckungsbeitragsrechnung/mjOEBwAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=entgangene+Gewinne+opportunit%C3%A4tskosten&amp;amp;pg=PA86&amp;amp;printsec=frontcover#spf=1617045652855 Silvio Unterguggenberger, &amp;#039;&amp;#039;Kybernetik und Deckungsbeitragsrechnung&amp;#039;&amp;#039;, 2013, S. 86]&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei dem Ziel der [[Gewinnmaximierung]] stellen sie entgangenen Gewinn, bei Umsatzmaximierung entgangenen [[Umsatzerlös]] dar. Verzeichnet ein [[Privathaushalt]] Opportunitätskosten, müssen sie den [[Persönliches Ziel|persönlichen Zielen]], beim [[Staat]] den [[Staatsziel]]en entsprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Begriff der „opportunity costs“ wurde bereits 1894 eingeführt als verlorener [[Zahlungsempfänger|Zahlungseingang]] durch die Verwendung eines [[Produktionsfaktor]]s für einen anderen Zweck.&amp;lt;ref&amp;gt;David Green, &amp;#039;&amp;#039;Pain Cost and Opportunity Cost&amp;#039;&amp;#039;, in: The Quarterly Journal of Economics 8, 1894, S. 218–229&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale in der Betriebswirtschaftslehre ==&lt;br /&gt;
Die Merkmale der Opportunitätskosten ergeben sich aus einer Vielzahl von Definitionsversuchen. [[Hans Münstermann (Ökonom)|Hans Münstermann]] zufolge entsprechen die Opportunitätskosten der entgangenen Zielerfüllung.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Münstermann, &amp;#039;&amp;#039;Bedeutung der Opportunitätskosten für unternehmerische Entscheidungen&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Zeitschrift für Betriebswirtschaft]], Ergänzungsheft 1, 1966, S. 22 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Erich Preiser]] verstand 1963 unter Opportunitätskosten „Kosten im Sinne des anderweitig entgehenden Nutzens, alternative Kosten“.&amp;lt;ref&amp;gt;Erich Preiser, &amp;#039;&amp;#039;Erkenntniswert und Grenzen der Grenzproduktivitätstheorie&amp;#039;&amp;#039;, in: Erich Preisser (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Bildung und Verteilung des Volkseinkommens&amp;#039;&amp;#039;, 1963, S. 286&amp;lt;/ref&amp;gt; Opportunitätskosten stellen für Unternehmen denjenigen Betrag dar, der ihnen dadurch entgeht, dass sie einen [[Knappheit|knappen]] Produktionsfaktor nicht mehr anderweitig verwenden können.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Grundz%C3%BCge_der_Kostenrechnung/4zKGDwAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Opportunit%C3%A4tskosten+gutenberg&amp;amp;pg=PA82&amp;amp;printsec=frontcover#spf=1617047364333 Gebhard Zimmermann, &amp;#039;&amp;#039;Grundzüge der Kostenrechnung&amp;#039;&amp;#039;, 2019, S. 82]&amp;lt;/ref&amp;gt; Opportunitätskosten sind der Nutzenentgang bzw. die Gewinneinbuße, die sich – bei Kenntnis der optimalen Entscheidung – aufgrund einer nicht durchgeführten besten bzw. nicht durchführbaren besseren Entscheidungsalternative ergeben.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Klaus Jäger, &amp;#039;&amp;#039;Modellmethodologie und optimale Bestellmenge&amp;#039;&amp;#039;, 1982, S. 288&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch andere Autoren haben die Definitionen bereichert.&amp;lt;ref&amp;gt;Hartmut Michel, &amp;#039;&amp;#039;Grenzkosten und Opportunitätskosten&amp;#039;&amp;#039;, in: [[ZfbF]] 2, 1964, S. 82 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Werner Kern (Betriebswirt)|Werner Kern]], &amp;#039;&amp;#039;Kalkulation mit Opportunitätskosten&amp;#039;&amp;#039;, in: Zeitschrift für Betriebswirtschaft, 1965, S. 133 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Allen gemeinsam ist, dass ganz oder teilweise entgangene [[Ertrag|Erträge]], [[Gewinn]]e oder Nutzen durch Opportunitätskosten abgebildet werden sollen, die dadurch entgangen sind, dass nicht die optimale Entscheidungsalternative gewählt worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arten ==&lt;br /&gt;
Ihrer Art nach werden Opportunitätskosten – in Anlehnung an den [[Produktionsprozess]] – in [[Produktionsfaktor|input]]- und [[Produkt (Wirtschaft)|outputbezogene]] Opportunitätskosten unterschieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Inputbezogene Opportunitätskosten ===&lt;br /&gt;
Inputbezogene Opportunitätskosten ergeben sich, indem der [[Deckungsbeitrag]] des produzierten Gutes auf den Inputfaktor (Arbeitsstunden, Stück, Tonnen etc.) relativiert wird (&amp;#039;&amp;#039;relativer Deckungsbeitrag&amp;#039;&amp;#039;). Zur Beurteilung der Opportunitätskosten müssen Deckungsbeiträge nicht unbedingt herangezogen werden. Sie können auch durch eine relative Betrachtung bezüglich entgangener Kundenakquise, entgangener [[Marktanteil]]e oder entgangener Umsätze beurteilt werden. Im Allgemeinen hat sich jedoch die Bewertung bezüglich entgangener Stückdeckungsbeiträge durchgesetzt, da diese einfacher verglichen werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Outputbezogene Opportunitätskosten ===&lt;br /&gt;
Outputbezogene Opportunitätskosten sind „Kosten“ (entgangene Deckungsbeiträge) einer Alternative, die nicht auf den Input, sondern auf den Output des Produktionsprozesses bezogen werden. Man unterscheidet hierbei zwischen &amp;#039;&amp;#039;Alternativkosten&amp;#039;&amp;#039; (Opportunitätskosten in Abweichung von der nächstbesten Alternative) und &amp;#039;&amp;#039;Optimalkosten&amp;#039;&amp;#039; (Abweichung der gewählten Alternative von der optimalen Verwendung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alternativkosten können dazu verwendet werden, verschiedene [[Produktionsprogramm]]e eines Unternehmens miteinander zu vergleichen. Optimalkosten hingegen bewerten eine Alternative nur im Vergleich zum optimalen Produktionsprogramm. Allerdings kann das Konzept der Opportunitätskosten meistens nur dafür verwendet werden, Alternativen zu bewerten, nachdem Entscheidungen bereits getroffen wurden. Sie lassen also lediglich eine [[Ex post|Ex-post]]-Analyse zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Volkswirtschaftslehre ==&lt;br /&gt;
Ist die [[Leistung (Volkswirtschaftslehre)|volkswirtschaftliche Leistungsfähigkeit]] wegen der [[Kapazität (Wirtschaft)|Kapazitätsgrenze]] erreicht, so kann eine [[Volkswirtschaft]] von einer [[Gut (Wirtschaftswissenschaft)|Gütergruppe]] nur dann mehr produzieren, wenn sie auf eine bestimmte Menge anderer Güter verzichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Grundz%C3%BCge_der_Volkswirtschaftslehre/zV0IBAAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Volkswirtschaftslehre+Opportunit%C3%A4tskosten&amp;amp;pg=PA38&amp;amp;printsec=frontcover#spf=1617107817548 Hartwig Bartling/Franz Luzius, &amp;#039;&amp;#039;Grundzüge der Volkswirtschaftslehre&amp;#039;&amp;#039;, 2014, S. 37]&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieses Verhältnis der Gütereinbuße des Gutes &amp;lt;math&amp;gt;A&amp;lt;/math&amp;gt; zu Gunsten der Gütervermehrung beim Gut &amp;lt;math&amp;gt;B&amp;lt;/math&amp;gt; als Folge der anderen Verwendung der Produktionsfaktoren nennt man Opportunitätskosten &amp;lt;math&amp;gt;O_k&amp;lt;/math&amp;gt;:&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;O_k = \frac{\text{Verringerung Menge Gut A}}{\text{Erhöhung Menge Gut B}}&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Das [[Grenzrate der Transformation|Gesetz der zunehmenden Opportunitätskosten]] besagt, dass bei fortgesetzter Ausdehnung der [[Produktion]] eines Gutes um eine infinitesimal kleine Einheit immer mehr Einheiten der alternativen Güter aufgegeben werden müssen.&amp;lt;ref&amp;gt;Hartwig Bartling/Franz Luzius, &amp;#039;&amp;#039;Grundzüge der Volkswirtschaftslehre&amp;#039;&amp;#039;, 2014, S. 39&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Soll beispielsweise bei [[Vollbeschäftigung]] mehr [[Kleidung]] als [[Nahrung]] hergestellt werden, müssen umso mehr [[Arbeitskraft|Arbeitskräfte]] und [[Maschine]]n aus der [[Nahrungsmittelindustrie]] abgezogen werden, wobei die [[Qualifikation (Personalwesen)|Qualifikation]] von [[Personal]] und die Eignung von [[Sachkapital]] einen [[Flaschenhals (Wirtschaft)|Engpass]] darstellen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele ==&lt;br /&gt;
Opportunitätskosten gibt es in der Betriebswirtschafts- und Volkswirtschaftslehre:&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Betriebswirtschaftslehre&amp;#039;&amp;#039;:&lt;br /&gt;
** Wird bei einer [[Erweiterungsinvestition]] aus [[Geldmangel]] eine günstigere Investitionsalternative gewählt, so ist der entgangene Gewinn der besseren Alternative als Opportunitätskosten anzusehen.&lt;br /&gt;
** Bringt der [[Unternehmer]] [[Eigenkapital]] in sein Unternehmen ein, so sind die entgangenen [[Kapitalertrag|Kapitalerträge]] einer alternativen [[Finanzprodukt|Geldanlage]] als Opportunitätskosten anzusetzen.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Volkswirtschaftslehre&amp;#039;&amp;#039;:&lt;br /&gt;
** Der [[Komparativer Kostenvorteil|komparative Kostenvorteil]] besteht im Rahmen der volkswirtschaftlichen Theorie, wenn ein Staat oder eine Region fähig ist, ein bestimmtes Gut zu geringeren Alternativkosten (beispielsweise [[Arbeitskosten]], [[Steuer]]n) zu produzieren als andere Staaten oder Regionen ([[Niedriglohnland|Niedriglohnländer]] oder [[Niedrigsteuerland|Niedrigsteuerländer]]).&lt;br /&gt;
** Die Opportunitätskosten staatlicher [[Austerität|„Einsparpolitik“]] summieren sich aus den verschenkten Chancen, kurzfristig die [[Konjunktur]] und mittelfristig die ökonomischen Wachstumspotentiale zu stärken;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.oecd.org/berlin/presse/oecd-sozialbericht-einkommensungleichheit-in-deutschland-im-mittelfeld-vermoegensungleichheit-hoch.htm Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung vom 21. Mai 2015, &amp;#039;&amp;#039;Einkommensungleichheit in Deutschland im Mittelfeld, Vermögensungleichheit hoch&amp;#039;&amp;#039;], abgerufen am 4. September 2017&amp;lt;/ref&amp;gt; mögliche [[Steuereinnahme]]n werden auf diese Weise verschenkt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.blaetter.de/archiv/jahrgaenge/2006/dezember/vom-rheinischen-zum-turbo-kapitalismus Rudolf Hickel, &amp;#039;&amp;#039;Vom Rheinischen zum Turbo-Kapitalismus&amp;#039;&amp;#039;, in: Blätter für deutsche und internationale Politik 12, 2006, S. 1475]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bei [[Privathaushalt]]en gibt es unter anderem Opportunitätskosten, wenn die [[Arbeitszeit]] beispielsweise wegen [[Teilzeitarbeit]] verringert wird, wodurch sich die [[Freizeit]] zwar erhöht, aber das [[Arbeitsentgelt]] sinkt. Die Einkommensminderung ist als Opportunitätskosten anzusehen. Wird umgekehrt die Arbeitszeit erhöht, ergibt sich aus dem geringeren Freizeitwert ein Nutzenentgang. Opportunitätskosten sind aus Sicht des [[Arbeitnehmer]]s der [[Disnutzen]] des [[Arbeitsleid]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaftliche Aspekte ==&lt;br /&gt;
In der Volkswirtschaftslehre spielen Opportunitätskosten vor allem bei auftretenden [[Kostenvorteil]]en eine zentrale Rolle.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Grundz%C3%BCge_der_Volkswirtschaftslehre/C8wUhcz3CV4C?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Volkswirtschaftslehre+Opportunit%C3%A4tskosten+Kostenvorteil&amp;amp;pg=PA36&amp;amp;printsec=frontcover#spf=1617114377726 Peter Bofinger, &amp;#039;&amp;#039;Grundzüge der Volkswirtschaftslehre&amp;#039;&amp;#039;, 2011, S. 36]&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese sind bei der [[Faktorallokation]] im Rahmen einer gegebenen [[Produktionsstruktur]] zu berücksichtigen, wenn ein kostenungünstigeres Gut durch ein kostengünstigeres [[Substitutionsgut]] ersetzt werden soll.&lt;br /&gt;
;Beispiele&lt;br /&gt;
* Konzept der [[Transformationskurve]],&lt;br /&gt;
* beim entgangenen Nutzen,&lt;br /&gt;
* als Summe aus expliziten Kosten (= &amp;#039;&amp;#039;absolute, tatsächliche Kosten&amp;#039;&amp;#039;) und impliziten Kosten (= &amp;#039;&amp;#039;theoretisch mögliche Einnahmen, die bei der Ausführung einer anderen denkbaren Sache, in der gleichen Zeit erwirtschaftet werden könnten&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Opportunitätskosten fallen in der Betriebswirtschaftslehre nicht lediglich bei eigenen Entscheidungen an, sondern auch, wenn Dritte auf eine [[Investition]] oder einen [[Vertrag]] unerwartet einwirken ([[Vertragspartner]] durch [[Kündigung]], der [[Staat]] etwa bei der [[Stilllegung]] von Betrieben) und [[Vertragsstrafe]]n oder [[Entschädigung]]en niedriger sind als die ursprünglich erwarteten Gewinne. Opportunitätskosten gehören zu den [[Zusatzkosten]], weil ihnen kein [[Aufwand]] zugrunde liegt. Sie sind damit [[kalkulatorische Kosten]] ([[kalkulatorische Abschreibung]]en, [[Kalkulatorische Zinsen|kalkulatorische Eigenkapitalverzinsung]], [[kalkulatorische Miete]]n und Pachten, [[kalkulatorischer Unternehmerlohn]], [[Kalkulatorisches Wagnis|kalkulatorische Wagnisse]]) und fallen lediglich bei [[Knappheit|knappen]] Produktionsfaktoren an, bei nicht knappen sind sie stets gleich Null. Wegen ihrer schwierigen Ermittlung kommt ihnen mehr theoretische als praktische Bedeutung zu.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Josef Kloock]], &amp;#039;&amp;#039;Opportunitätskosten&amp;#039;&amp;#039;, in: Wolfgang Lück (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Betriebswirtschaft&amp;#039;&amp;#039;, 1983, S. 846&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Entscheidung ist im Umkehrschluss [[Optimum|optimal]], wenn die Opportunitätskosten nicht gewählter Alternativen geringer sind als der Gewinn oder Nutzen aus der gewählten Alternative.&lt;br /&gt;
;Beispiele&lt;br /&gt;
* Entscheidung über Zusatzaufträge,&lt;br /&gt;
* Ermittlung des optimalen [[Produktionsprogramm]]s,&lt;br /&gt;
* opportunitätskostenorientierte [[Marktpreis]]e,&lt;br /&gt;
* in der [[Investitionsrechnung]] derjenige [[Zinssatz]], der mit einer vergleichbaren Alternativinvestition erzielt werden könnte ({{enS|opportunity cost of capital}}).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Sozialpolitik|Sozial-]] und [[Familienpolitik]] spielen Opportunitätskosten eine Rolle im Sinne eines Ausfalls an Erwerbseinkommen und beruflicher Karriereentwicklung des Individuums aufgrund von [[Haus- und Familienarbeit]], insbesondere der Kindererziehung. So nennt das [[Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend|Familienministerium]] (BMFSFJ) als Opportunitätskosten der Kindererziehung den Verlust von Erwerbseinkommen, den Verlust von rentenrechtlichen Ansprüchen und ein erhöhtes Beschäftigungsrisiko.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.bmfsfj.de/RedaktionBMFSFJ/Broschuerenstelle/Pdf-Anlagen/PRM-22510-SR-Band-202---Teil-I,property=pdf,bereich=bmfsfj,sprache=de,rwb=true.pdf |titel=Gerechtigkeit für Familien. Zur Begründung und Weiterentwicklung des Familienlasten- und Familienleistungsausgleichs |hrsg=[[BMFSFJ]] |format=PDF; 2,5&amp;amp;nbsp;MB |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20110721184707/http://www.bmfsfj.de/RedaktionBMFSFJ/Broschuerenstelle/Pdf-Anlagen/PRM-22510-SR-Band-202---Teil-I,property=pdf,bereich=bmfsfj,sprache=de,rwb=true.pdf |archiv-datum=2011-07-21 |abruf=2010-06-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine berufliche Auszeit, die sich über viele Monate oder Jahre erstreckt, bringt zudem eine [[Dequalifikation]] mit sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Schattenpreis]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Opportunitätskosten}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Production possibility frontiers|Transformationskurven}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4172644-3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Opportunitatskosten}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebswirtschaftslehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mikroökonomie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kostenrechnung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volkswirtschaftslehre]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Crazy1880</name></author>
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