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	<title>Opium des Volkes - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T17:24:07Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Opium_des_Volkes&amp;diff=1812340&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Phzh: Form, typo</title>
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		<updated>2026-04-24T15:26:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Form, typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|befasst sich mit einem Zitat von Karl Marx. Für das ähnlich benannte Musikalbum siehe unter [[Opium fürs Volk]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Religion]] als „das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Opium des Volkes&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;“ ist eine Aussage von [[Karl Marx]]. Das Zitat stammt aus der um die Jahreswende 1843/44 verfassten &amp;#039;&amp;#039;Einleitung&amp;#039;&amp;#039; zu seiner Schrift &amp;#039;&amp;#039;[[Zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie]]&amp;#039;&amp;#039;. Diese &amp;#039;&amp;#039;Einleitung&amp;#039;&amp;#039; veröffentlichte er 1844 in der zusammen mit [[Arnold Ruge]] herausgegebenen Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsch-Französische Jahrbücher]]&amp;#039;&amp;#039;. Immer mal wieder wird von deutschsprachigen [[Marxismus-Leninismus]]-Experten behauptet, im Gegensatz zu Marx habe [[Wladimir Iljitsch Lenin]] formuliert „für das“ oder „fürs Volk“, z.&amp;amp;nbsp;B. Iring Fetcher 1967, S. 215.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Iring Fetscher |Titel=Karl Marx und der Marxismus}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Daraus werden dann gravierende Unterschiede in den Religions-Theorien von Marx und Lenin abgeleitet. Lenins „опиум народа“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=В.И.ЛЕНИН |Titel=ПОЛНОЕ СОБРАНИЕ СОЧИНЕНИЙ. ТОМ 17. 416}}&amp;lt;/ref&amp;gt; entspricht aber eindeutig der Marxschen Formulierung. Inwieweit Stalins Auffassungen und Politik bzgl. Kirche und Religion noch etwas mit Marx und Lenin zu tun haben, ist dann eine andere Frage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Marx’ Religionskritik ==&lt;br /&gt;
Karl Marx schloss sich in seiner [[Religionskritik]] zunächst [[Ludwig Feuerbach]] an, wie er am 10. Mai 1842 in der [[Rheinische Zeitung|Rheinischen Zeitung]] über die christlichen Landtagsabgeordneten aus dem Ritterstande schrieb:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Weil ferner die &amp;#039;&amp;#039;wirkliche&amp;#039;&amp;#039; Stellung dieser Herren im modernen Staate keineswegs dem Begriff entspricht, den sie von ihrer Stellung haben, weil sie in einer Welt leben, die &amp;#039;&amp;#039;jenseits&amp;#039;&amp;#039; der &amp;#039;&amp;#039;wirklichen&amp;#039;&amp;#039; liegt, weil also die Einbildungskraft ihr Herz und ihr Kopf ist, so greifen sie, in der Praxis unbefriedigt, notwendig zur Theorie, aber zur &amp;#039;&amp;#039;Theorie des Jenseits&amp;#039;&amp;#039;, zur &amp;#039;&amp;#039;Religion&amp;#039;&amp;#039; [...]&lt;br /&gt;
 |Autor=Karl Marx&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Marx: Debatten über Preßfreiheit und Publikation der Landständischen Verhandlungen, &amp;#039;&amp;#039;Rheinische Zeitung&amp;#039;&amp;#039; Nr. 130 vom 10. Mai 1842, &amp;#039;&amp;#039;MEW&amp;#039;&amp;#039;, [http://mlwerke.de/me/me01/me01_041.htm Band 1, S. 47.]&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits 1842 in mehreren Briefen an [[Arnold Ruge]] kritisierte Marx allerdings Feuerbachs Form der Kritik, für den Religion nur auf persönlichen Erfahrungen wie Tod, Sterblichkeit und dem Verlangen nach Liebe beruhe. Marx führte Religion stattdessen auf die politischen Zustände der Gesellschaft zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wolfgang Janke]]: &amp;#039;&amp;#039;Historische Dialektik. Destruktion dialektischer Grundformen von Hegel bis Marx&amp;#039;&amp;#039;, 1977, S. 450–451.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Veröffentlichung von 1844 erklärte er die feuerbachsche Kritik der Religion für Deutschland als „im wesentlichen beendigt“ und führte aus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Das Fundament der irreligiösen Kritik ist: &amp;#039;&amp;#039;Der Mensch macht die Religion&amp;#039;&amp;#039;, die Religion macht nicht den Menschen. Und zwar ist die Religion das Selbstbewusstsein und das Selbstgefühl des Menschen, der sich selbst entweder noch nicht erworben, oder schon wieder verloren hat. Aber &amp;#039;&amp;#039;der Mensch&amp;#039;&amp;#039;, das ist kein abstraktes, außer der Welt hockendes Wesen. Der Mensch, das ist &amp;#039;&amp;#039;die Welt des Menschen&amp;#039;&amp;#039;, Staat, Societät. Dieser Staat, diese Societät produzieren die Religion, ein &amp;#039;&amp;#039;verkehrtes Weltbewusstsein&amp;#039;&amp;#039;, weil sie eine &amp;#039;&amp;#039;verkehrte Welt&amp;#039;&amp;#039; sind. Die Religion ist die allgemeine Theorie dieser Welt, ihr encyklopädisches Compendium, ihre Logik in populärer Form, ihr spiritualistischer Point-d’honneur, ihr Enthusiasmus, ihre moralische Sanktion, ihre feierliche Ergänzung, ihr allgemeiner Trost- und Rechtfertigungsgrund. Sie ist die &amp;#039;&amp;#039;phantastische Verwirklichung&amp;#039;&amp;#039; des menschlichen Wesens, weil das &amp;#039;&amp;#039;menschliche Wesen&amp;#039;&amp;#039; keine wahre Wirklichkeit besitzt. Der Kampf gegen die Religion ist also mittelbar der Kampf gegen &amp;#039;&amp;#039;jene&amp;#039;&amp;#039; Welt, deren geistiges &amp;#039;&amp;#039;Aroma&amp;#039;&amp;#039; die Religion ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;religiöse&amp;#039;&amp;#039; Elend ist in einem der &amp;#039;&amp;#039;Ausdruck&amp;#039;&amp;#039; des wirklichen Elendes und in einem die &amp;#039;&amp;#039;Protestation&amp;#039;&amp;#039; gegen das wirkliche Elend. Die Religion ist der Seufzer der bedrängten Kreatur, das Gemüth einer herzlosen Welt, wie sie der Geist geistloser Zustände ist. Sie ist das &amp;#039;&amp;#039;Opium&amp;#039;&amp;#039; des Volks.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aufhebung der Religion als des &amp;#039;&amp;#039;illusorischen&amp;#039;&amp;#039; Glücks des Volkes ist die Forderung seines &amp;#039;&amp;#039;wirklichen&amp;#039;&amp;#039; Glücks. Die Forderung, die Illusionen über seinen Zustand aufzugeben, ist die &amp;#039;&amp;#039;Forderung, einen Zustand aufzugeben, der der Illusionen bedarf.&amp;#039;&amp;#039; Die Kritik der Religion ist also im &amp;#039;&amp;#039;Keim&amp;#039;&amp;#039; die Kritik des Jammerthales, dessen &amp;#039;&amp;#039;Heiligenschein&amp;#039;&amp;#039; die Religion ist.&lt;br /&gt;
 |Autor=Karl Marx&lt;br /&gt;
 |Quelle=Einleitung zu &amp;#039;&amp;#039;[[Zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie]].&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsch-Französische Jahrbücher]]&amp;#039;&amp;#039; 1844, S. 71 f.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Hervorhebungen im Original, nach [https://books.google.de/books?id=TdFcAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA2&amp;amp;focus=viewport&amp;amp;vq=gem%C3%BCt&amp;amp;hl=de Digitalisat] von [[Google Books]], abgerufen am 19. Dezember 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausführlich stellte Marx seine Einstellung zur Religion dar in &amp;#039;&amp;#039;[[Zur Judenfrage]]&amp;#039;&amp;#039;, welche 1844 im gleichen Heft der &amp;#039;&amp;#039;Deutsch-Französischen Jahrbücher&amp;#039;&amp;#039; als Erwiderung auf [[Bruno Bauer]] erschien. In noch grundsätzlicherer, nicht nur die Religion, sondern auch die Philosophie selbst betreffender Form verfasste Marx seine Kritik 1845 in den zu Lebzeiten unveröffentlichten &amp;#039;&amp;#039;[[Thesen über Feuerbach]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft ==&lt;br /&gt;
Religion wurde seit dem 17. Jahrhundert als [[Priesterbetrug]] kritisiert, so durch [[Edward Herbert, 1. Baron Herbert of Cherbury|Herbert von Cherbury]]. In schärferer Form behauptete [[Anthony Collins (Philosoph)|Anthony Collins]] um die Wende zum 18. Jahrhundert, dass in der Religion nur Betrug herrsche, und beeinflusste mit seinen Schriften die französische Aufklärung. Für [[Julien Offray de La Mettrie]] garantiert nur der Atheismus das Wohlergehen der Menschheit, weil Glaubenskriege verhindert werden. Nach [[Claude Adrien Helvétius]] ist Religion das eingebildete Interesse der betrogenen Völker, blind bleiben zu wollen. Nach [[Paul Henri Thiry d’Holbach]] zerstört ein Atheist die „dem Menschengeschlecht schädlichen Hirngespinste“. Für [[Voltaire]] sind Religionsstifter Betrüger um der Herrschaft willen, andererseits sichere der Glaube an Gott den Bestand der menschlichen Gesellschaft. Ernster genommen als während der Aufklärung wurde die gleichwohl zwiespältige gesellschaftliche Ordnungsfunktion der Religion nach den Erfahrungen des Terrors der antikirchlichen [[Französische Revolution|französischen Revolution]]. So überliefert [[Pierre-Joseph Proudhon]] den Ausspruch seines Onkels: „Die Religion ist so notwendig für den Menschen wie das Brot, sie ist ihm so verderblich wie das Gift.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;TRE&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Theologische Realenzyklopädie&amp;#039;&amp;#039;, Band 4, S. 408.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit politischem Bezug erschien eine ähnliche Aussage bereits 1797 als „Dieses Opium, das du deinem Volk gibst“ ([[Französische Sprache|französisch]] „C&amp;#039;est de l&amp;#039;opium que tu fais prendre à ton peuple“) im Roman &amp;#039;&amp;#039;[[Juliette (de Sade)|Juliette]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Donatien Alphonse François de Sade|Marquis de Sade]]. Damit erklärt Juliette dem König Ferdinand die Konsequenzen seiner Politik, die das Volk zu Ignoranz statt veränderndem Handeln anhält.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Histoire de Juliette, ou les Prospérités du vice&amp;#039;&amp;#039;, 5. Kapitel.&amp;lt;/ref&amp;gt; In Jean-Jacques Rousseaus Roman &amp;#039;&amp;#039;Julie ou la Nouvelle Héloise&amp;#039;&amp;#039; von 1761 wird der Mann der Titelheldin mit der Einschätzung zitiert, die religiöse Andacht sei „für die Seele eine Art von Opium. Mäßig gebraucht, erheitert, beseelt und stärkt sie; ein zu starkes Maaß schläfert ein, macht wütend, oder tödtet gar.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jean-Jacques Rousseau |Titel=Die Neue Heloise, oder Briefe zeyer Liebenden, aus einer kleinen Stadt am Fuße der Alpen |Band=VI |Ort=Leipzig |Datum=1761 |Seiten=148}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Opium]] als Mittel zur scheinbar angenehmen Betäubung rückte ins öffentliche europäische Bewusstsein durch die Ereignisse in China, gegen das England von 1839 bis 1842 den [[Erster Opiumkrieg|Ersten Opiumkrieg]] führte. Ein weiterer Grund für die Bekanntheit des Opiums war neben dem Opiumkrieg die medizinische Anwendung. So wurde in der Chirurgie 1846 die [[Narkose]] für sämtliche statt wie zuvor nur für große Operationen eingeführt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TRE&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Gedanken, dass Religion berauschen kann und soll, hat [[Helmut Gollwitzer]] bis zu Holbach zurückverfolgen können. Als „narkotisch“ bezeichnete [[Johann Wolfgang von Goethe]] in einer Rezension die gesammelten Predigten von [[Friedrich Wilhelm Krummacher]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;TRE&amp;quot; /&amp;gt; [[Friedrich Engels]], Marx’ Weggefährte, berichtete 1839 in seinen &amp;#039;&amp;#039;Briefen aus dem Wuppertal&amp;#039;&amp;#039; von der Religion und dem Branntwein als den gängigen Rauschmitteln. Als Adjektiv verband nachweislich erstmals [[Bruno Bauer]] „opiumartig“ mit Religion. [[Moses Hess]] verwendete 1843 Opium, Religion und Branntwein in einem gemeinsamen Zusammenhang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marx übernahm seine Formulierung in der &amp;#039;&amp;#039;Einleitung zu Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie&amp;#039;&amp;#039; 1844 möglicherweise von [[Heinrich Heine]], den er 1843 kennengelernt hatte. Heine hatte 1840 eine Denkschrift für [[Ludwig Börne]] veröffentlicht, in der es sarkastisch heißt: „Heil einer Religion, die dem leidenden Menschengeschlecht in den bittern Kelch einige süße, einschläfernde Tropfen goss, geistiges Opium, einige Tropfen Liebe, Hoffnung und Glauben!“.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Christoph Drösser]] ([[Stimmt’s?]]): &amp;#039;&amp;#039;[http://www.zeit.de/2004/42/Stimmts_P_42 Stimmt’s? Geborgte Droge].&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit]].&amp;#039;&amp;#039; Nr. 42, 7. Oktober 2004.&amp;lt;/ref&amp;gt; Marx und Heine lasen die gleichen religionskritischen Autoren, neben Hess und Bauer auch Feuerbach oder Hegel. Vor ihnen brachten u.&amp;amp;nbsp;a. schon Kant und Herder Religion(sausübung) und Opium gedanklich zusammen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Joachim Eberhardt |Titel=Religion als »das Opium des Volkes«: Ein Beitrag zur Ideengeschichte – mit einigen neuen Funden |Sammelwerk=Deutsche Vierteljahrsschrift für Literaturwissenschaft und Geistesgeschichte |Band=93 |Nummer=3 |Datum=2019-08 |ISSN=0012-0936 |Seiten=263–286 |Online=[http://link.springer.com/10.1007/s41245-019-00080-4 Online] |Abruf=2019-09-12 |DOI=10.1007/s41245-019-00080-4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Spätere Verwendung ==&lt;br /&gt;
Der Ausdruck ist, auch in der Form als „Opium fürs Volk“, bis in die Gegenwart häufig wiedergegeben worden. [[Wladimir Iljitsch Lenin]] interpretierte den Ausspruch „Opium des Volkes“ als den Kern [[Marxismus|marxistischer]] Religionskritik und formuliert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Die Ohnmacht der ausgebeuteten Klassen im Kampf gegen die Ausbeuter erzeugt ebenso unvermeidlich den Glauben an ein besseres Leben im Jenseits, wie die Ohnmacht des Wilden im Kampf mit der Natur den Glauben an Götter, Teufel, Wunder usw. erzeugt. Denjenigen, der sein Leben lang arbeitet und Not leidet, lehrt die Religion Demut und Langmut hienieden und vertröstet ihn mit der Hoffnung auf himmlischen Lohn. Diejenigen aber, die von fremder Arbeit leben, lehrt die Religion Wohltätigkeit hienieden, womit sie ihnen eine recht billige Rechtfertigung ihres ganzen Ausbeuterdaseins anbietet und Eintrittskarten für die himmlische Seligkeit zu erschwinglichen Preisen verkauft. Die Religion ist das Opium des Volks. Die Religion ist eine Art geistigen [[Fusel]]s, in dem die Sklaven des Kapitals ihr Menschenantlitz und ihre Ansprüche auf ein halbwegs menschenwürdiges Leben ersäufen.&lt;br /&gt;
 |Autor=[[Wladimir Iljitsch Lenin|Lenin]]&lt;br /&gt;
 |Quelle=Sozialismus und Religion, 1905&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.marxists.org/deutsch/archiv/lenin/1905/12/religion.html http://www.marxists.org/deutsch/archiv/lenin/1905/12/religion.html]&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ausspruch ist mittlerweile ein [[geflügeltes Wort]] und wird und wurde auch in anderen Zusammenhängen als nur mit Religion verwendet. Jedoch verwenden auch Religionskritiker diesen Ausspruch, selbst wenn sie keine Anhänger Marx’ sind oder sogar dem [[Kommunismus]] ablehnend gegenüberstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Helmut Gollwitzer]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Marxistische Religionskritik und der christliche Glaube.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Marxismusstudien.&amp;#039;&amp;#039; 4, 1962, S.&amp;amp;nbsp;14–19.&lt;br /&gt;
* Johannes Kadenbach: &amp;#039;&amp;#039;Das Religionsverständnis von Karl Marx.&amp;#039;&amp;#039; München 1970, S.&amp;amp;nbsp;64&amp;amp;nbsp;ff.&lt;br /&gt;
* [[Horst Robert Balz]], Gerhard Krause, Gerhard Müller (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Theologische Realenzyklopädie.&amp;#039;&amp;#039; Band&amp;amp;nbsp;4, Walter de Gruyter, Berlin 1979, ISBN 3-11-007714-0.&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Sergio Vuscovic Rojo&lt;br /&gt;
   |Titel=La religion, opium du peuple et protestation contre la misère réelle: Les positions de Marx et de Lénine&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Social Compass&lt;br /&gt;
   |Band=vol. 35&lt;br /&gt;
   |Nummer=2/3&lt;br /&gt;
   |Datum=1988&lt;br /&gt;
   |Seiten=197–230}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Andrew M. McKinnon&lt;br /&gt;
   |Titel=Reading ‚Opium of the People‘: Expression, Protest and the Dialectics of Religion&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Critical Sociology&lt;br /&gt;
   |Band=vol. 31&lt;br /&gt;
   |Nummer=1/2&lt;br /&gt;
   |Datum=2005}}&lt;br /&gt;
* Joachim Eberhardt: &amp;#039;&amp;#039;Religion als »das Opium des Volkes«: Ein Beitrag zur Ideengeschichte – mit einigen neuen Funden.&amp;#039;&amp;#039; In: Deutsche Vierteljahrsschrift für Literaturwissenschaft und Geistesgeschichte. Band 93, Nr. 3, 2019-9, {{ISSN|0012-0936}}, S. 263–286, [[doi:10.1007/s41245-019-00080-4]].&lt;br /&gt;
* [[Johan Schloemann]]: &amp;#039;&amp;#039;Opium des Volkes.&amp;#039;&amp;#039; In: Süddeutsche Zeitung Nr. 102, 4. Mai 2018, S. 9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Zur Kritik der Hegel’schen Rechtsphilosophie}}&lt;br /&gt;
* [https://mlwerke.redflag.ps/me/me01/me01_378.htm Zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie. Einleitung], mlwerke.redflag.ps, erstellt am 30. August 1999&lt;br /&gt;
* [https://marxwirklichstudieren.files.wordpress.com/2012/11/mew_band01.pdf Zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie. Einleitung (Faksimile)], PDF, Band&amp;amp;nbsp;1, S.&amp;amp;nbsp;378–391, Dietz-Verlag, 1981&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Religionskritik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Marxistischer Begriff]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geflügeltes Wort]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Phzh</name></author>
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