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	<title>Operculum - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-25T06:54:37Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Operculum&amp;diff=378700&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-30983-94 am 3. November 2025 um 13:13 Uhr</title>
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		<updated>2025-11-03T13:13:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Operculum.jpg|miniatur|Das Operculum der Stachelschnecke &amp;#039;&amp;#039;[[Haustellum haustellum]]&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Operculum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Latein|lateinisch]] für „Deckelchen“, [[Plural|Mehrzahl]]: &amp;#039;&amp;#039;Opercula&amp;#039;&amp;#039;) ist ein horniger oder kalkiger Deckel, den die [[Schnecken]] aus der Gruppe der [[Vorderkiemer]] an der Oberseite ihres Fußes tragen. Damit wird die Mündung des Gehäuses verschlossen, wenn das Tier sich zur Ruhe (etwa beim Austrocknen des Gewässers) oder bei Gefahr darin zurückgezogen hat. Die größten und bekanntesten Vorderkiemer der europäischen Binnengewässer, die [[Sumpfdeckelschnecken]] (Viviparidae), tragen diesen Deckel sogar im deutschen Namen; ebenso die landlebenden Landdeckelschnecken (Pomatiidae), zu denen die einheimische [[Schöne Landdeckelschnecke]] (&amp;#039;&amp;#039;Pomatias elegans&amp;#039;&amp;#039;) gehört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Operculum ist nicht mit dem festsitzenden [[Epiphragma]] zu verwechseln, mit dem manche [[Lungenschnecken]] ihr Gehäuse verschließen, und auch nicht mit dem [[Clausilium]], das die Lungenschnecken-Familie der [[Schließmundschnecken]] (Clausiliidae) kennzeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Operculum weist konzentrische Strukturen auf und besitzt einen Kern nahe dem der Mündungswand des [[Schneckenhaus|Gehäuses]] (dicht beim Nabel) zugewandten Rand. Es gibt zwei Typen von Opercula:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der erste Typ besteht aus hornigem Material verschiedener Dicke. Die Substanz ist biegsam und einschichtig, und das Operculum ist mehr oder weniger kreisrund.&lt;br /&gt;
* Der zweite Typ (auch als „Verschlussstein“ bezeichnet) hat eine mehrschichtige Struktur, mit horniger Basis und kalkiger Deckschicht, welche manchmal mit spiraligen Strukturen und Rillen skulpturiert ist. &amp;lt;br /&amp;gt;Bei diesem Kalk handelt es sich um eine mit besonderer Struktur auskristallisierte Form von [[Aragonit]]. Ebenso wie bei echten [[Perle]]n ist dies ein [[Kalziumkarbonat]] (CaCO&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;), das einen Härtegrad von 4 bis 4,5 nach der [[Härte#Härteprüfung nach Mohs|Mohsschen Skala]] aufweist. Nach dem Ableben löst sich das Operculum vom Schneckenhaus und kann am Strand und im Flachwasser gefunden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
Der menschliche Gebrauch von Schneckenschalendeckeln lässt sich von der Steinzeit beginnend bis in die Gegenwart nachweisen. Die Opercula tauchen in verschiedenen Kulturen in einem unterschiedlichen Kontext auf. In den diversen Namensgebung zeigen sich die [[Mystik|mystischen]] Zuschreibungen: &amp;#039;&amp;#039;Meernabel, Meeresauge, Naxosauge, Oeil de Sainte Lucie, Shiva-Auge, Venusnabel&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst Ebermann, Theodor Kartnig: &amp;#039;&amp;#039;Die tierischen Drogen der Pharmakognostischen Sammlung des Instituts für Pharmazeutische Wissenschaften der Karl-Franzens-Universität Graz.&amp;#039;&amp;#039; Graz 2007, Seite 142, {{ZOBODAT|pfad=pdf/MittNatVerSt_136_0135-0174.pdf}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schmuck- und Sammlungsobjekt ===&lt;br /&gt;
Die fast halbkugeligen, farbigen Opercula der [[Turbanschnecken]] (Turbinidae) sind ein beliebtes Sammlerobjekt und werden auch zu Schmuck verarbeitet.&lt;br /&gt;
Alle weisen auf der flachen, weißen Unterseite (der eingezogenen Schnecke nach innen gewandten Seite) einen typischen spiralförmigen Wachstumsverlauf auf, gelegentlich haften frischen Fundstücken noch bräunliche Reste der Hornschicht an. Die Farbgebung und &amp;amp;#8209;qualität der nach außen zeigenden Wölbung des eigentlich weißen Aragonits wird durch Pigmente von Algenteilchen bei der Nahrungsaufnahme insbesondere beim Ausbleiben / Zunahme, vor allem aber beim Wechseln (orts&amp;amp;#8209;, saison&amp;amp;#8209; und von anderen umweltbedingten Faktoren abhängig) von Algentypen (insbesondere bei der Katzenaugenschnecke) bestimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Einige Schneckenarten ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Operkulum Tritonshorn.jpg|miniatur|Operkulum des Tritonshorns (&amp;#039;&amp;#039;Charonia tritonis&amp;#039;&amp;#039;) im Größenvergleich mit Verschlussstein des &amp;#039;&amp;#039;Turbo radiatus&amp;#039;&amp;#039; auf der gleichen Seite.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Turbo Radiatus.jpg|miniatur|links|Gerippte Turbanschnecke (&amp;#039;&amp;#039;Turbo petholatus&amp;#039;&amp;#039;) mit verschiedenen Opercula (Vorder- und Rückseite)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Turbo Petholatus.jpg|miniatur|links|Katzenaugenschnecke (&amp;#039;&amp;#039;Turbo radiatus&amp;#039;&amp;#039;) mit Operculum]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gerippten Turbanschnecke&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;Turbo petholatus&amp;#039;&amp;#039; (bis 6&amp;amp;nbsp;cm hoch) ist der fast halbkugelige Verschlussstein im äußeren Bereich meist weiß bis hellbraun und vertieft den Farbton zum Zentrum, manchmal bis hin zu braun-schwarz. Durchmesser der Funde ca. 2,6&amp;amp;nbsp;cm der großen Halbachse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die seltenere &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Katzenaugenschnecke&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;Turbo radiatus&amp;#039;&amp;#039; (bis 8&amp;amp;nbsp;cm hoch) liefert dagegen ein häufig ovales Operkulum, das im Zentrum oft einen leicht spiralig, strahligen Farbverlauf zeigt, oft tief dunkel blaugrün gefärbt ist, und deswegen als „Katzenauge“, seltener „Tigerauge“, firmiert. Durchmesser der Funde ca. 3,0&amp;amp;nbsp;cm der großen Halbachse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Operculum des &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Tritonshorn]]s&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;Charonia tritonis&amp;#039;&amp;#039; ist an Ober- und Unterseite blendend weiß bis beige. Mit dem maximalen Durchmesser in der größten Halbachse des Fundes von 10&amp;amp;nbsp;cm gehört es in die Schwergewichtsklasse und ist aus diesen Gründen für die Schmuckanfertigung uninteressant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Schmuckindustrie und Sammler ====&lt;br /&gt;
In einigen Gegenden der Erde sind die Opercula unter Handelsbezeichnungen in der Schmuckindustrie bekannt. An Küstenabschnitten Papuas und auf entlegenen Inseln der Südsee mit nativen Stämmen gelten bis heute besonders schöne Exemplare auch als (inzwischen immer selteneres) rituelles im Schmuck eingearbeitetes Symbol und gesellschaftliches Statusobjekt. Besondere Steine sind hier (ebenfalls nachlassend) auch als geldähnliche Werte bzw. Anlagen im Umlauf oder dienen der zwischenmenschlichen Werbung in Form von Schmucksteinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fundstücke sind in der Regel durch Risse und kleine Bohrlöcher (wahrscheinlich [[Spiralröhrenwürmer]]) beschädigt. Die unversehrten und besonders großen Opercula bleiben in der Regel einheimischen Sammlern (die zugehörigen Schnecken sind beliebte [[Meeresfrüchte]]), Schnorchlern und Tauchern vorbehalten. Einen besonderen Sammlerwert stellen Steine dar, deren Spirale links herumverläuft, also eine andere „Händigkeit“ aufweist (siehe auch durchaus verwandte Erklärung zur chemischen [[Chiralität (Chemie)|Chiralität]]); das Verhältnis beträgt z.&amp;amp;nbsp;B. bei dem Gehäuse der Weinbergschnecke 1:20.000. Durch die unregelmäßige Nahrungsaufnahme oder Änderung der Algenart weisen einige Operculae begehrte, ungewöhnliche Farbverläufe auf. Der Verschlussdeckel wird in einigen touristischen Gebieten zu Schmucksteinen für Ohr-, Fingerringe und Halsketten in Form für die Fassung geschliffen, höchstens leicht poliert, seltener lackiert verarbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Räucherwerk ===&lt;br /&gt;
Opercula bestimmter Schnecken, speziell [[Art (Biologie)|Arten]] aus dem [[Rotes Meer|Roten Meer]] (besonders &amp;#039;&amp;#039;Strombus tricornis&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Lambis truncata sebae&amp;#039;&amp;#039;), werden von Alters her als [[Räucherwerk]] verwendet, nach [[Judentum|jüdischer]] wie auch [[Christentum|christlicher]] und [[Islam|muslimischer]] Tradition. Es wird vermutet, dass es sich bei dem im [[2. Buch Mose]] beschriebenen Räucherwerk &amp;#039;&amp;#039;Onycha&amp;#039;&amp;#039; um Opercula dieser Meerschnecken handelte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pulverisierte Opercula sind auch ein wichtiger Bestandteil ostasiatischen Räucherwerks, in China als &amp;#039;&amp;#039;bèixiāng&amp;#039;&amp;#039; (貝香, wörtlich „Muschelduft“) und in Japan als &amp;#039;&amp;#039;kaikō&amp;#039;&amp;#039; (甲香, wörtlich „Schalen-“ oder „Panzerduft“) bezeichnet. Traditionell werden die Opercula mit Essig, Alkohol und Wasser behandelt, um eventuellen [[Amine|Fischgeruch]] zu entfernen, und dann gemahlen und als Duftfixativ ähnlich wie in [[Parfüm]]s verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allein verbrannt, soll hochwertiges Operculumpulver wie [[Bibergeil]] oder bestimmte tierische [[Moschus]]arten riechen, minderwertiges dagegen wie verbrannte Haare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Georg Schifko: &amp;#039;&amp;#039;Zur Kulturgeschichte von Schneckenschalendeckeln (Opercula) aus archäologischer und ethnologischer Sicht&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Ethnographisch-archäologische Zeitschrift&amp;#039;&amp;#039;, Berlin, EAZ, Bd. 45.2004, 4, S. 531–537&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat|Operculum (gastropods)|Operculum}}&lt;br /&gt;
* [http://www.Nikswieweg.com/tool/korallen.htm#Schnecken Klaus Polak]: Operculi, Fotos – insbesondere zu noch unbestimmten Arten&lt;br /&gt;
* [http://www.nansaidh.us/operc/index1.html Große Auswahl an Fotos von etwa 40 verschiedenen Opercula mit zugehöriger Schnecke (englisch)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anatomie (Wirbellose)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Malakologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tierisches Produkt]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2025-30983-94</name></author>
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