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	<title>Operative Psychologie - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Operative_Psychologie&amp;diff=2044402&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Passau2021: Added: psychologischen Kriegsführung , Ref.</title>
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		<updated>2026-04-30T07:30:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Added: psychologischen Kriegsführung , Ref.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die „&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Operative Psychologie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;“ war ein Forschungs- und Lehrfach an der [[Hochschule des Ministeriums für Staatssicherheit|Juristischen Hochschule]] (JHS) des [[Ministerium für Staatssicherheit|Ministeriums für Staatssicherheit]] (MfS) der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]]. Diese beschäftigte sich mit „den Erscheinungen, Bedingungen, Gesetzmäßigkeiten des psychischen Erlebens und der psychischen Steuerung des Verhaltens und der Handlungen von Menschen in der politisch-operativen Arbeit des MfS“.&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert nach Sandra Pingel-Schliemann: &amp;#039;&amp;#039;Zersetzen – Strategie einer Diktatur&amp;#039;&amp;#039; (= Schriftenreihe des Robert-Havemann-Archivs, Bd. 8). Berlin 2003, S. 202.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die auf diese Weise gewonnenen Erkenntnisse wurden zur gezielten Anwerbung und „Stabilisierung“ von Mitarbeitern, der [[Psychologische Kriegsführung|psychologischen Kriegsführung]] und zur systematischen „[[Zersetzung (Ministerium für Staatssicherheit)|Zersetzung]]“ [[Opposition und Widerstand in der DDR|politischer Gegner]] des [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands|SED]]-Regimes genutzt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite web|url=https://www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/de/publikationen/zersetzung-der-seele|title=Zersetzung der Seele|access-date=2026-04-30|author=Klaus Behnke und Jürgen Fuchs|website=www.bundesstiftung-aufarbeitung.de|date=2013}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lehrstuhl ==&lt;br /&gt;
[[File:Absolventenabzeichen MfS Juristische Hochschule.jpg|thumb|upright|[[Absolventenabzeichen (MfS)|Abzeichen für Absolventen]] der [[Hochschule des Ministeriums für Staatssicherheit|JHS]]]]&lt;br /&gt;
Der 1965 vom Ministerium für Staatssicherheit gegründete [[Lehrstuhl]] für „Operative Psychologie“ an der  [[Hochschule des Ministeriums für Staatssicherheit|JHS]] entstand aus der „Arbeitsgruppe Operative Psychologie“ am Lehrstuhl für [[Marxismus-Leninismus|marxistisch-leninistische]] Philosophie der JHS. Leiter dieser Arbeitsgruppe war seit 1963 Karl-Otto Scharbert. 1965 wurde Scharbert  Gründungsdirektor des Lehrstuhls für „Operative Psychologie“, der seit 1971 der Sektion „Politisch-Operative Spezialdisziplin“ der JHS angehörte.&amp;lt;ref&amp;gt;Holger Richter: &amp;#039;&amp;#039;Die Operative Psychologie des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR.&amp;#039;&amp;#039;, S. 70–71.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 1965 ins Leben gerufene Lehrstuhl wurde zunächst von der „Arbeitsgruppe Operative Psychologie“  getragen, deren Mitarbeiter allesamt in der Anfangszeit keine Psychologen waren. Erst 1969 wurde der erste [[Psychologe|Diplompsychologe]] eingestellt. Später achtete man darauf, den Lehrstuhl mit Fachkräften zu besetzen,&amp;lt;ref&amp;gt;Holger Richter: &amp;#039;&amp;#039;Die Operative Psychologie des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR.&amp;#039;&amp;#039;, S. 311.&amp;lt;/ref&amp;gt; besonders solchen, die bereits als Mitarbeiter des MfS Psychologie an Universitäten der DDR studiert hatten.&amp;lt;ref&amp;gt;Holger Richter: &amp;#039;&amp;#039;Die Operative Psychologie des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR.&amp;#039;&amp;#039;, S. 73.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Mitarbeiterzahl des Lehrstuhls erhöhte sich in der Anfangszeit von zunächst vier auf neun. Der Stellenplan von 1986 sah neben dem Lehrstuhlleiter auch drei Dozenten, vier Oberassistenten sowie weiteres wissenschaftliches und administratives Personal vor.&amp;lt;ref&amp;gt;Holger Richter: &amp;#039;&amp;#039;Die Operative Psychologie des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR.&amp;#039;&amp;#039;, S. 88.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lehrstuhlinhaber waren:&lt;br /&gt;
* 1965–1975: Oberst Karl-Otto Scharbert (1935–1987)&amp;lt;ref&amp;gt;Holger Richter: &amp;#039;&amp;#039;Die Operative Psychologie des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR.&amp;#039;&amp;#039;, S. 71, 94–96.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1975–1985: Oberst Steffen Flachs (* 1944)&amp;lt;ref&amp;gt;Holger Richter: &amp;#039;&amp;#039;Die Operative Psychologie des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR.&amp;#039;&amp;#039;, S. 74, 98&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1985–1990: Oberst Ferdinand Jonak (1930–1992)&amp;lt;ref&amp;gt;Holger Richter: &amp;#039;&amp;#039;Die Operative Psychologie des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR.&amp;#039;&amp;#039;, S. 74, 97–98&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== „Operative Psychologie“ als Lehrfach ==&lt;br /&gt;
Anfangs spielte psychologisches Wissen während der Ausbildung an der Juristischen Hochschule keine Rolle. Die erste auffindbare Schrift, die die Aufgaben und Grundzüge der Psychologie innerhalb des MfS umreißt, stammt aus dem Jahr 1960.&amp;lt;ref&amp;gt;P. Felber: &amp;#039;&amp;#039;Der Gegenstand der Psychologie und die Bedeutung der Psychologie für die Arbeit des Ministeriums für Staatssicherheit&amp;#039;&amp;#039;, MfS JHS VVS Z. Tgb.-Nr. 145/60, BStU ZA JHS K 468.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Holger Richter: &amp;#039;&amp;#039;Die Operative Psychologie des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR.&amp;#039;&amp;#039; Mabuse-Verlag 2015. S. 311.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der 1965 gegründete Lehrstuhl wurde in die Sektion „Politisch-operative Spezialdisziplin“ eingegliedert. Spätestens mit Inkrafttreten der &amp;#039;&amp;#039;[[MfS-Richtlinie Nr. 1/76 zur Entwicklung und Bearbeitung Operativer Vorgänge (OV)]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Ministerium für Staatssicherheit |url=https://www.stasi-mediathek.de/medien/richtlinie-176-zur-bearbeitung-operativer-vorgaenge/blatt/307/ |titel=Richtlinie Nr. 1/76 zur Entwicklung und Bearbeitung Operativer Vorgänge (OV) |datum=1976-01-01 |kommentar=wiedergegeben auf stasi-mediathek.de |abruf=2020-06-18}}&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Richtlinie Nr. 1/76 zur Entwicklung und Bearbeitung Operativer Vorgänge vom 1. Januar 1976.&amp;#039;&amp;#039; Dokumentiert in Roger Engelmann, Frank Jostel: &amp;#039;&amp;#039;Grundsatzdokumente des MfS.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Anatomie der Staatssicherheit – Geschichte, Struktur, Methoden.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 2004, S. 285f.&amp;lt;/ref&amp;gt; gewannen Faktoren zur Beeinflussung der Persönlichkeitsentwicklung von Menschen an Bedeutung.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Pingel-Schliemann: &amp;#039;&amp;#039;Zersetzen&amp;#039;&amp;#039;, S. 201.&amp;lt;/ref&amp;gt; Forschung und Lehre in der „operativen Psychologie“ waren praxisnah und anwendungsorientiert. Die „Operative Psychologie“ förderte hierbei weniger grundlegend neue psychologische Erkenntnisse zu Tage, sondern beschäftigte sich vorrangig analytisch mit dem Einsatz bekannter Methoden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.elo-forum.org/attachments/operative-psychologie-pdf.56832/ |titel=Operative Psychologie |werk=Zersetzung.net |datum=2010-03-02 |format=pdf; 103&amp;amp;nbsp;kB |abruf=2010-08-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Den Studenten wurden hierbei vor allem Grundkenntnisse der Psychologie vermittelt.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Klaus Behnke: &amp;#039;&amp;#039;Zersetzungsmaßnahmen – Die Praxis der „operativen Psychologie“ des Staatssicherheitsdienstes und ihre traumatisierenden Folgen&amp;#039;&amp;#039;, in: Ulrich Baumann/Helmut Kury (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Politisch motivierte Verfolgung – Opfer von SED-Unrecht&amp;#039;&amp;#039;, Kriminologische Forschungsberichte aus dem Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht, Bd. 84, Freiburg i. Br. 1998, S. 381.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Holger Richter: &amp;#039;&amp;#039;Die Operative Psychologie des Ministeriums für Staatssicherheit in der DDR&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt a. M. 2001, S. 193.&amp;lt;/ref&amp;gt; So sollten Untersuchungsergebnisse zu Gefühlen, Bedürfnissen und Beziehungen von Menschen, aber auch Erkenntnisse der Gruppenanalyse und zwischenmenschlicher Phänomene wie Vertrauen, Bindungen und Leitung für Zersetzungsmaßnahmen nutzbar gemacht werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Pingel-Schliemann: &amp;#039;&amp;#039;Zersetzen&amp;#039;&amp;#039;, S. 202 u. 211, sowie Richter: &amp;#039;&amp;#039;Psychologie&amp;#039;&amp;#039;, S. 212.&amp;lt;/ref&amp;gt; „Operative Psychologie“ war Pflichtfach an der Juristischen Hochschule der Staatssicherheit.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Karl C. Mayer |url=http://www.neuro24.de/show_glossar.php?id=1934 |titel=Glossar: Zersetzen |werk=neuro24.de |datum=2012-04-09 |abruf=2010-08-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Anteil am Gesamtanteil am Studium betrug 131 von 2.615 Unterrichtsstunden.&amp;lt;ref&amp;gt;Günter Förster: &amp;#039;&amp;#039;Die Juristische Hochschule des MfS.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Anatomie der Staatssicherheit – Geschichte, Struktur, Methoden&amp;#039;&amp;#039;, Bd. III/6. Berlin 1996, S. 7f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Insgesamt haben rund 10.000 MfS-Offiziere an der JHS Kurse in Psychologie gehört.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Holger Richter |url=http://www.holgerrichter.de/stasi.htm |titel=Die Operative Psychologie des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR |werk=Holger-Richter.de |datum= |archiv-url=https://web.archive.org/web/20190330104847/https://www.holgerrichter.de/stasi.htm |archiv-datum=2019-03-30 |abruf=2020-06-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es bestand die Möglichkeit, mit Studien zur „operativen Psychologie“ einen [[Doktorgrad]] zu erwerben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Gisela Schütte |url=https://www.welt.de/welt_print/regionales/hamburg/article8770512/Die-unsichtbaren-Wunden-der-Stasi-Opfer.html |titel=Die unsichtbaren Wunden der Stasi-Opfer |werk=[[Die Welt|welt.de]] |datum=2010-08-02 |abruf=2020-06-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Sprachstil und die Ausdrucksweise der Promotionsarbeiten war häufig polemisch und propagandistisch und teils so einfach gehalten, dass die [[Diktion]] eher journalistischen Darstellungen als wissenschaftlichen Arbeiten glich. Es fanden sich darin kaum konkrete Anweisungen zur Umsetzung der Operativen Psychologie. Das MfS konnte seinen selbst gestellten wissenschaftlichen Anspruch nicht erfüllen, denn außer vagen Aussagen und abgekupferten allgemeinpsychologischen Statements brachte die Operative Psychologie keine eigenen wissenschaftlichen Leistungen hervor. Alle wichtigen Kriterien für wissenschaftlich-psychologisches Arbeiten, wie [[Empirik|empirische]] Untersuchungen, theoretischer Unterbau, mögliche [[Falsifizierbarkeit]] von Hypothesen, Offenheit und [[Wertfreiheit]] wurden kaum erfüllt.&amp;lt;ref&amp;gt;Holger Richter: &amp;#039;&amp;#039;Die Operative Psychologie des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR.&amp;#039;&amp;#039; Mabuse-Verlag 2015. S. 308f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einsatz und Folgen „operativer Psychologie“ ==&lt;br /&gt;
Die während der Ausbildung zum MfS-[[Diplomjurist]]en vermittelten Wissensbestände dienten unmittelbar als praktisches Mittel zur „Feindbekämpfung“. Ziel war es, mit psychologischen Mitteln Einfluss auf Personen in der Form zu nehmen, dass „diese erschüttert und allmählich verändert werden beziehungsweise Widersprüche sowie Differenzen zwischen [[Feindlich-negative Person|feindlich-negativen Kräften]] hervorgerufen, ausgenutzt oder verstärkt werden“&amp;lt;ref name=&amp;quot;mfs_woerterbuch&amp;quot;&amp;gt;Ministerium für Staatssicherheit (Hg.): Wörterbuch zur politisch-operativen Arbeit, 2. Auflage (1985), Stichwort: „Zersetzung“, S. 464.&amp;lt;/ref&amp;gt; um eine „Zersplitterung, Lähmung, Desorganisierung und Isolierung feindlich-negativer Kräfte“&amp;lt;ref name=&amp;quot;mfs_woerterbuch&amp;quot; /&amp;gt; zu bewirken. Der „operativen Psychologie“ kam hierbei die Aufgabe zu, das „Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl eines Menschen [zu] untergraben, Angst, Panik, Verwirrung [zu] erzeugen, einen Verlust an Liebe und Geborgenheit [hervorzurufen] sowie Enttäuschung schüren“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ps_zersetzen_188&amp;quot;&amp;gt;Pingel-Schliemann: &amp;#039;&amp;#039;Zersetzen&amp;#039;&amp;#039;, S. 188.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei politischen Gegnern sollten Lebenskrisen hervorgerufen werden, die diese so stark verunsicherten und psychisch belasteten, dass diesen die Zeit und Energie für [[staatsfeind]]liche Aktivitäten genommen wurde. Das MfS als Drahtzieher der Maßnahmen sollte hierbei für die Opfer nicht erkennbar sein.&amp;lt;ref&amp;gt;Sandra Pingel-Schliemann: &amp;#039;&amp;#039;Lautlose Formen der Zerstörung – Zersetzungsmaßnahmen des MfS&amp;#039;&amp;#039;, in: Deutschlandarchiv 35 (2003), S. 235.&amp;lt;/ref&amp;gt; Psychologische Mittel sollten hierbei helfen, „die Psyche des Feindes genauer zu erkennen und zu beeinflussen“&amp;lt;ref name=&amp;quot;mfs_jhs&amp;quot;&amp;gt;MfS JHS VVSo001 – 106/68 BStU ZA JHS 24 470.&amp;lt;/ref&amp;gt;, um „Erkenntnisse über Gedanken oder Gefühle, typische Verhaltensweisen und psychische Eigenschaften des Gegners, die wertvolle Hinweise für seine Entlarvung und Liquidierung, Beeinflussung, Zersetzung und Überwachung“ liefern, zu erhalten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;mfs_jhs&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch während Verhören fanden Methoden der „operativen Psychologie“ zur „Stimulierung der Aussagebereitschaft von Personen in der Untersuchungsarbeit“ Anwendung.&amp;lt;ref&amp;gt;Aus dem Lehrplan der Juristischen Hochschule Potsdam-Eiche, zit. n. Klaus Behnke: &amp;#039;&amp;#039;Lernziel: Zersetzung&amp;#039;&amp;#039;, in: Jürgen Fuchs/Klaus Behnke: &amp;#039;&amp;#039;Zersetzung der Seele – Psychologie und Psychiatrie im Dienst der Stasi&amp;#039;&amp;#039;, Hamburg 1995, S. 20.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hierbei kamen auch Geräusche und Lichteffekte zur Erzeugung von Schlaflosigkeit, Angstzuständen oder Desorientierungen hinzu. Zudem wurde die „operative Psychologie“ seitens der Führungsoffiziere bei der Zusammenarbeit mit [[Inoffizieller Mitarbeiter|inoffiziellen Mitarbeitern]] (IM) eingesetzt, um neue Mitarbeiter anzuwerben sowie Vertrauensverhältnisse aufzubauen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Babett Bauer: &amp;#039;&amp;#039;Kontrolle und Repression – Individuelle Erfahrungen in der DDR 1971–1989&amp;#039;&amp;#039;, Göttingen 2006, S. 89f.&amp;lt;br /&amp;gt;{{Der Spiegel |ID=9176253 |Titel=Wie eine Marionette |Jahr=1995 |Nr=13 |Datum=1995-03-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Opfern von Zersetzungsmaßnahmen auf Grundlage „operativer Psychologie“ lassen sich häufig bis heute [[psychosomatische Erkrankung]]en und [[posttraumatische Belastungsstörung]]en feststellen. Der Schriftsteller [[Jürgen Fuchs (Schriftsteller)|Jürgen Fuchs]] sprach deshalb auch von „psychosozialen Verbrechen“ und einem „Angriff auf die Seele des Menschen“&amp;lt;ref name=&amp;quot;ps_zersetzen_188&amp;quot; /&amp;gt;, der [[Psychotherapeut]] [[Klaus Behnke]] bezeichnete diese Methoden als „psychische [[Folter]]“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://archives.arte.tv/de/archive_450054.html |titel=Psychologie im Dienst der Stasi |werk=Arte.tv |datum= |kommentar=Interview mit [[Klaus Behnke]] |archiv-url=https://web.archive.org/web/20100413161418/http://archives.arte.tv/de/archive_450054.html |archiv-datum=2010-04-13 |abruf=2020-06-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ziele ==&lt;br /&gt;
Die Operative Psychologie beschäftigte sich gemessen an ihren Zielen am häufigsten mit den [[Feind]]en, womit sie ihre Ausrichtung gegen Menschen zeigt. Es wurden vier Ziele, die zur Verwirklichung der Operativen Psychologie innerhalb der Stasi beitragen sollten, selbst genannt:&amp;lt;ref&amp;gt;Holger Richter: &amp;#039;&amp;#039;Die Operative Psychologie des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR.&amp;#039;&amp;#039; S. 312.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Feindbearbeitung&lt;br /&gt;
# Arbeit mit hauptamtlichen Kadern&lt;br /&gt;
# Arbeit mit IM&lt;br /&gt;
# Arbeit am [[Feindbild]] und die Auseinandersetzung mit feindlichen Ideologien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Operativer Vorgang|Weiße Folter}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--- Nach Aktualität absteigend sortiert ---&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Martin Wieser: &amp;#039;&amp;#039;Operative Psychologie. Zur Gründung und Entwicklung eines Lehrstuhls an der Juristischen Hochschule des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR.&amp;#039;&amp;#039; In: psychosozial 45(3) 2022, S. 23–36. doi: https://doi.org/10.30820/0171-3434-2022-3-23&lt;br /&gt;
* Babett Bauer: &amp;#039;&amp;#039;Kontrolle und Repression – Individuelle Erfahrungen in der DDR 1971–1989.&amp;#039;&amp;#039; Göttingen 2006.&lt;br /&gt;
* [[Jürgen Fuchs (Schriftsteller)|Jürgen Fuchs]], [[Klaus Behnke]]: &amp;#039;&amp;#039;Zersetzung der Seele: Psychologie und Psychiatrie im Dienste der Stasi.&amp;#039;&amp;#039; Hamburg 1995, ISBN 3-88022-365-3. Neuauflage, Hamburg 2010, ISBN 978-3-931705-35-0.&lt;br /&gt;
* [[Sandra Pingel-Schliemann]]: &amp;#039;&amp;#039;Zersetzen – Strategie einer Diktatur&amp;#039;&amp;#039; (= Schriftenreihe des Robert-Havemann-Archivs, Bd. 8). Berlin 2003.&lt;br /&gt;
* Holger Richter: &amp;#039;&amp;#039;Die Operative Psychologie des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt am Main 2001, ISBN 3-933050-72-3.&lt;br /&gt;
* Klaus Behnke: &amp;#039;&amp;#039;Zersetzungsmaßnahmen – Die Praxis der „operativen Psychologie“ des Staatssicherheitsdienstes und ihre traumatisierenden Folgen.&amp;#039;&amp;#039; In: Ulrich Baumann, Helmut Kury (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Politisch motivierte Verfolgung – Opfer von SED-Unrecht&amp;#039;&amp;#039; (= Kriminologische Forschungsberichte aus dem Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht, Bd. 84). Freiburg i. Br. 1998.&lt;br /&gt;
* Stefan Trobisch, Klaus Behnke: &amp;#039;&amp;#039;Panik und Bestürzung auslösen. Die Praxis der „operativen Psychologie“ des Staatssicherheitsdienstes und ihre traumatisierenden Folgen.&amp;#039;&amp;#039; In: Gedenkstätte für die Opfer politischer Gewalt Moritzplatz Magdeburg u. a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Vergangenheit lässt uns nicht los. Haftbedingungen politischer Gefangener in der SBZ/DDR und deren gesundheitlichen Folgen.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1997, S. 165–188.&lt;br /&gt;
* Susanne Guski-Leinwand (2023): &amp;#039;&amp;#039;Tabellarische Übersicht ausgewählter Akten/Bestände aus dem Bundesarchiv, Stasi-UnterlagenArchiv (vormals BStU) u. a. zu Themen derPsychologie, Operativen Psychologie, psychischen Manipulationen und Zersetzung durch das MfS. BMBF-Teilprojekt „Psychologie unter politischem Diktat und Justiz“ im Forschungsverbund „Seelenarbeit im Sozialismus…(SiSaP)“,BMBF-Förderkennzeichen 01UJ1908BY.&amp;#039;&amp;#039; [https://www.fh-dortmund.de/medien/hochschule/Tabellarische-Uebersicht-ausgewaehlter-Akten-Bestaende-Psychologie-MfS.pdf], Fachhochschule Dortmund/Fachbereich Angewandte Sozialwissenschaften&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Forschungsprojekt [https://psychologie.sfu.ac.at/de/forschung/operative-psychologie/ &amp;quot;Theorie, Praxis und Konsequenzen der Operativen Psychologie&amp;quot;] (Laufzeit 1. Juli 2020 – 31. Dezember 2024) an der [[Sigmund Freud Privatuniversität Wien]]&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=http://operative-psychologie.de/ |titel=Operative Psychologie: Der Missbrauch einer Wissenschaft durch das Ministerium für Staatssicherheit der DDR |abruf=2020-06-18 |abruf-verborgen=1|autor=Maik Bieleke&lt;br /&gt;
 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20130328072122fw_/http://www.operative-psychologie.de/index.html}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Ministerium für Staatssicherheit |url=https://www.stasi-mediathek.de/medien/richtlinie-176-zur-bearbeitung-operativer-vorgaenge/blatt/307/ |titel=Richtlinie Nr. 1/76 zur Entwicklung und Bearbeitung Operativer Vorgänge (OV) |datum=1976-01-01 |kommentar=wiedergegeben auf stasi-mediathek.de |abruf=2020-06-18 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=[[Gábor Paál]], [[Maximilian Schönherr]] |url=https://avdlswr-a.akamaihd.net/swr/swr2/wissen/sendungen/wissen/swr2wissen-archivradio-20200611-die-geheime-stasi-akademie-fuer-operative-psychologie.m.mp3 |titel=Die geheime Stasi-Akademie für „Operative Psychologie“ |werk=[[Archivradio]] |datum=2020-06-11 |format=mp3-Audio; 47,3&amp;amp;nbsp;MB; 55:07&amp;amp;nbsp;Minuten |abruf=2020-06-18 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Staatssicherheit (DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Folter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Angewandte Psychologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Passau2021</name></author>
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