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	<title>Operationsbasis Bischofswerda - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-23T13:42:08Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Operationsbasis_Bischofswerda&amp;diff=2166841&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: typo</title>
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		<updated>2025-03-08T13:38:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Operationsbasis Bischofswerda&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war ein Raketenstützpunkt nordöstlich von [[Bischofswerda]] in Sachsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Antwort auf die Ende 1983 beginnende Zuführung neuer US-amerikanischer Mittelstreckenraketen auf dem Gebiet Westeuropas erfolgte durch die Sowjetarmee die Stationierung operativ-taktischer Raketenkomplexe größerer Reichweite in der DDR und der ČSSR. Einer der insgesamt drei Stationierungsorte war dabei die Oberlausitz. Für knapp vier Jahre waren ab dem Frühjahr 1984 die [[Trainkaserne Bischofswerda|119. Raketenbrigade]] und die 2454. Bewegliche Raketentechnische Basis in [[Königsbrück]] und Bischofswerda stationiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausgestattet mit dem nuklearen Raketenkomplex vom Typ [[9K76 Temp-S|OTR-22]], von der NATO SS-12 genannt, sollten sie durch ihre Anwesenheit helfen, das Kräftegleichgewicht zwischen NATO und Warschauer Pakt zu wahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Operationsbasis Bischofswerda Nadoi-1 ==&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Operationsbasis Bischofswerda&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; mit dem Rufnamen Nadoi-1 befand sich im [[Taucherwald]] nahe [[Uhyst am Taucher]] im [[Landkreis Bautzen]]. Ab 1984 waren hier Raketen vom Typ [[SS-12 Scaleboard|SS-12]] der [[Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland]] stationiert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.sachsenschiene.net/bunker/dep/dep_04.htm |titel=Raketenlager: Uhyst am Taucher, 1150 ОРДН |werk=Sperrgebiet.eu |zugriff=2016-08-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Einzelnen handelte es sich um acht Trägerraketen, sechs Starteinrichtungen und vier Übungsraketen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.state.gov/www/global/arms/treaties/infmou.html |titel=Memorandum of understanding regarding the establishment of the data base for the treaty between the Union of Soviet Socialist Republics and the United States of America on the elimination of their intermediate-range and shorter-range missiles |werk=Website des [[Department of State]] |datum=1987-12-08 |zugriff=2016-08-16 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20160124142705/http://www.state.gov/www/global/arms/treaties/infmou.html |archiv-datum=2016-01-24 |offline=ja |archiv-bot=2019-05-05 08:27:12 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Raketen wurden 1988 abgezogen und in den [[Kaukasus]] (Gombori/[[Georgien]]) verlegt.&amp;lt;ref&amp;gt;Ingolf Reinsch: {{Webarchiv |url=http://thomasschiebock.wordpress.com/2008/01/16/hilferuf-in-der-sz/ |archive-is=20120716045916 |text=&amp;#039;&amp;#039;Burkauer mögen ihr „Blättl“&amp;#039;&amp;#039;}}, in: &amp;#039;&amp;#039;[[Sächsische Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, 16. Januar 2008.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.peterhall.de/srbm/westerngroup/119rbr/119rbr3.html Kurzchronik der 119. Raketenbrigade]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Konflikt zwischen NATO und UdSSR ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Granit Uhyst am Taucher 1.jpg|alternativtext=Oberirdischer Bunker des Typs &amp;quot;Granit&amp;quot;|mini|Oberirdischer Bunker des Typs &amp;quot;Granit&amp;quot; - für Lagerung der Temp-Trägerraketen. Die Einsatzzone der 1. Division PPD (Bischofswerda). Taucherwald: Uhyst - Taschendorf - Stacha. August 2007]]&lt;br /&gt;
Im Jahre 1976 stellte die Sowjetunion ballistische RSD-10-Mittelstreckenraketen in Europa auf, wodurch das etablierte Gleichgewicht gestört wurde. Als Reaktion darauf beschloss die NATO 1979, bodengestützte mobile Pershing-2-Raketen und Tomahawk-Marschflugkörper in Europa aufzustellen. Der NATO-Block war bereit, diese Raketen teilweise oder vollständig zu beseitigen, vorausgesetzt, die Sowjetunion würde dasselbe mit ihrer RSD-10 tun. Als Reaktion darauf würde die Sowjetunion ihre nukleare Präsenz in Osteuropa mit den OTR-22-Raketensystemen stärken. In der DDR wurden an vier Stellen mit OTP-22-Raketen bewaffnete Raketenbasen gebaut: [[Bischofswerda]], [[Operationsbasis Königsbrück|Königsbrück]], [[Operationsbasis Waren|Waren]] und [[Operationsbasis Wokuhl|Wokuhl]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Militärisches Sperrgebiet Taucherwald ==&lt;br /&gt;
1981 wurde der Wald zwischen den Dörfern Uhyst am Taucher und Stacha zur geschlossenen Militärzone erklärt und der Bau einer Raketenbasis begonnen, der drei Jahre dauerte. Im April 1984 traf von der ZakVO (Georgien, vom Dorf Gombori) die 1. selbständige Raketenabteilung (Nr. 68257) der 119. Raketenbrigade ein, die 2. und 3. Abteilung waren in Königsbrück stationiert.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenktafel der 119. Raketenbrigade Bischofswerda an Bunker 6.jpg|alternativtext=Gedenktafel der 119. Raketenbrigade Bischofswerda.|mini|Gedenktafel der 119. Raketenbrigade Bischofswerda an Bunker 6.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Eingang des Bunker 6.jpg|mini|Eingang des Bunker 6]]&lt;br /&gt;
Im Einsatz waren die OTP-22 Temp-S-Raketensysteme (NATO-Klassifikation &amp;#039;&amp;#039;SS-12 / SS-22 Scaleboard&amp;#039;&amp;#039;). Als Zugmaschine für den Launcher wurde der Traktor [[MAZ-543]] verwendet. Gleichzeitig wurde die Rakete in einem speziellen Behälter versteckt, der sich nach der Aufrichtung der Rakete vor dem Start entlang der Längsachse öffnet.&lt;br /&gt;
Vier Raketenwerfer und acht Raketen mit Atomsprengköpfen mit einer Kapazität von 500 Kilotonnen (35-mal stärker als die auf Hiroshima abgeworfene Bombe) wurden an der Raketenbasis in der Nähe von Bischofswerda platziert. Die Raketenreichweite betrug 900 km. Der Bau der Basis wurde in strenger Geheimhaltung durchgeführt, selbst die Mitarbeiter der Stasi (Ministerium für Staatssicherheit der DDR) wussten zunächst nicht, was in den Wald bei Bischofswerda gebracht wurde, und widmeten sich nach und nach diesem Geheimnis. Die Bevölkerung der umliegenden Dörfer wusste jedoch bereits 1985 über Atomraketen im Wald Bescheid, da alle zwei Wochen nachts ein Transportkonvoi mit einer Rakete von Bischofswerda in den Wald fuhr und es den Bewohnern der an den Wald angrenzenden Dörfer verboten war, sich den Fenstern zur Straße zu nähern, auf denen die Raketen transportiert wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== INF-Abkommen von 1987 ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Granit Uhyst am Taucher 2.jpg|alternativtext=Sondermunitionslager &amp;quot;Nasosnaya&amp;quot;|mini|Sondermunitionslager &amp;quot;Nasosnaya&amp;quot; mit Startplatz - Lagerung von Produkten der PRTB-Batterie, die an die 1. Division angeschlossen sind. Taucherwald.]]Im Dezember 1987 unterzeichneten die UdSSR und die Vereinigten Staaten den Vertrag über die Beseitigung von Mittelstrecken- und Kurzstreckenraketen (INF), wonach alle Mittelstreckenraketen (von 1000 bis 5500 km) und Raketen mit kürzerer Reichweite (von 500 bis 1000 km) beseitigt werden sollten. Gemäß den Vereinbarungen wurden auch alle OTR-22 Temp-S-Komplexe zerstört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 25. Februar 1988 fand in Bischofswerda eine Zeremonie zum Abzug der 119. Raketenbrigade statt (Begleitung eines Zuges mit Raketensystemen zu ihrer Liquidationsbasis in Stankovo, Weißrussland). Im März desselben Jahres verließen die letzten Einheiten die Garnison. Die 119. Raketenbrigade wurde nach ZakVO (Georgien, S. Gombori) versetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Entfernung der Raketensysteme verblieb das sowjetische Militär mehrere Jahre auf dem Territorium der Raketenbasis und verließ es erst am 14. Juni 1992 endgültig. Im Jahr 1996 begannen die Waldrestaurierungsarbeiten auf dem Gebiet der Basis - der Umfang und die Brennpunkte wurden abgebaut, Gräben wurden aufgefüllt und im Jahr 2002 wurden das Kasernengebäude und mehrere andere Gebäude abgerissen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Offizierskasino Taucherhütte.jpg|alternativtext=ehem. Offizierskasino (Taucherhütte)|mini|Letztes erhaltenes oberirdisches Gebäude des Taucherwalds, das ehemalige Offizierskasino (Taucherhütte) wird heute als Vereinsraum genutzt.|ohne]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Atomwaffen in Deutschland]]&lt;br /&gt;
* [[Trainkaserne Bischofswerda]]&lt;br /&gt;
* [[Operationsbasis Königsbrück]]&lt;br /&gt;
* [[Operationsbasis Wokuhl]]&lt;br /&gt;
* [[Operationsbasis Waren]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.peterhall.de/srbm/westerngroup/119rbr/119rbr33.html Lageplan der Garnison] auf www.peterhall.de&lt;br /&gt;
* [https://www.sachsenschiene.net/bunker/dep/dep_04.htm Raketenlager Taucherwald &amp;#039;&amp;#039;1150 ОРДН&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* [http://www.denkmal-buch-geschichte.de/image/data/Zeits.-R%C3%B6der%20und%20Spree/5-2-09.pdf Zwischen Großer Räder und Kleiner Spree] (PDF, auf www.denkmal-buch-geschichte.de)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Tarnname &amp;quot;Kolybel&amp;quot;: sowjetische Atomraketen in der Oberlausitz: eine geschichtliche Aufarbeitung der Stationierung der 119. Raketenbrigade und der 2454.Beweglichen Raketentechnischen Basis in den Jahren 1984 bis 1988 in Königsbrück und Bischofswerda&lt;br /&gt;
# [https://rufor.org/showthread.php?t=15825 Комплекс 9К76 &amp;quot;Темп-С&amp;quot;, ракета 9М76 / &amp;quot;ТР-1&amp;quot; - SS-12A SCALEBOARD-A / KY-11]&lt;br /&gt;
# [https://irgp2.ru/de/iz-vospominanii-raketchika-samaya-bolshaya-taina-sovetskoi-raketnoi-tehniki-4/ Aus den Erinnerungen eines Raketenwerfers. Das größte Geheimnis der sowjetischen Raketentechnologie/]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=/|NS=51/10/46.5/N|EW=14/14/03.5/E|type=landmark|region=DE-SN}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliger Stützpunkt für Nuklearwaffen|Bischofswerda]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk im Landkreis Bautzen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kernwaffen in Deutschland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burkau]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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