<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Operation_Radetzky</id>
	<title>Operation Radetzky - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Operation_Radetzky"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Operation_Radetzky&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-30T12:31:31Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Operation_Radetzky&amp;diff=648994&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;StadtLandRegen: /* Vorgeschichte */</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Operation_Radetzky&amp;diff=648994&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-04-08T16:50:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Vorgeschichte&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Operation Radetzky&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war der Deckname einer von einer Gruppe österreichischer Gegner des [[Österreich in der Zeit des Nationalsozialismus|nationalsozialistischen Regimes]] organisierten Aktion zur kampflosen Übergabe der Stadt [[Wien]] an die heranrückende [[Rote Armee|sowjetische Armee]] gegen Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] im April 1945. Die Bezeichnung war eine Referenz an den früheren österreichischen Heerführer [[Josef Wenzel Radetzky von Radetz]] (1766–1858).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorgeschichte ==&lt;br /&gt;
Nachdem die [[Rote Armee]], über das Gebiet zwischen [[Plattensee]] und [[Donau]] von [[Ungarn]] kommend, in Richtung des damals zum „[[Deutsches Reich 1933 bis 1945|Großdeutschen Reich]]“ gehörenden [[Österreich]] vorgedrungen war und am 29. März bei [[Klostermarienberg]] die Grenze überschritten hatte, erreichten die Truppen am 6. April das Umland von Wien (siehe &amp;#039;&amp;#039;[[Wiener Operation|Wiener Operation 1945]]&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Adolf Hitler]] hatte die Stadt zum „Verteidigungsbereich“ erklärt. Der Kampf sollte mit allen Mitteln bis zum Ende geführt werden, ohne Rücksicht auf Verluste an Menschenleben und Gebäuden. Bevor Einrichtungen der Infrastruktur dem Feind in die Hände fallen konnten, sollten sie zerstört werden („[[Nerobefehl]]“). Teils bereits mit Sprengladungen versehen und zur Zerstörung vorgesehen waren vor allem Bahnhöfe, Züge, Brücken, Stellwerke, Öltanks, Elektro- und Gaswerke, technische Einrichtungen und die Lebensmittelvorräte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um dies zu verhindern, nahm eine Widerstandsgruppe von österreichischen Wehrmachtsangehörigen Kontakt mit der Führung der sowjetischen Armee auf. Leiter der Gruppe war [[Major]] [[Carl Szokoll]], der bereits als Wiener Kontaktmann am gescheiterten [[Attentat vom 20. Juli 1944|Attentat auf Hitler vom 20. Juli 1944]] beteiligt gewesen war, damals aber unerkannt bleiben konnte. Danach hatte er mit der Widerstandsgruppe [[O5]] zusammengearbeitet und innerhalb des [[Wehrkreis XVII (Wien)|Wehrkreiskommandos XVII]] eine Gruppe von Offizieren gebildet, die gegen das Regime zu arbeiten bereit waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausführung ==&lt;br /&gt;
Am 2. April 1945 gelang es [[Oberfeldwebel]] [[Ferdinand Käs]] und dem [[Obergefreiter|Obergefreiten]] Johann Reif in Kontakt mit dem Oberkommando der [[Südwestfront (Rote Armee)|3. Ukrainischen Front]] unter Marschall [[Fjodor Iwanowitsch Tolbuchin|Fjodor Tolbuchin]] in [[Hochwolkersdorf]] zu treten. Die Armeeführung war an den Plänen interessiert und es wurden Informationen über die Verteilung der deutschen Truppen in Wien übermittelt, um eine Lücke im Verteidigungsring zu öffnen und somit den Sowjets den Weg nach Wien zu bahnen. Wien sollte im Westen eingefasst werden, da der Angriff von Osten her erwartet wurde und in den westlichen [[Wiener Gemeindebezirke|Bezirken]] mit weniger Widerstand zu rechnen war. Zudem wurde vereinbart, die Zivilbevölkerung möglichst zu schonen. Nach Beginn des sowjetischen Angriffes sollten am folgenden Tag Leuchtraketen auch den Beginn des aktiven Widerstandes im Inneren der Stadt signalisieren, wozu es aber nicht mehr kommen sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz nachdem Käs und Reif am 4. April nach Wien zurückgekehrt waren, wurde [[Major]] [[Karl Biedermann (Widerstandskämpfer)|Karl Biedermann]], Kommandant der Heeresstreife von [[Groß-Wien]], verraten und verhaftet. Im Rahmen der „Operation Radetzky“, die nun bereits teilweise aufgedeckt war, wäre es seine Aufgabe gewesen, die Brücken der Stadt zu sichern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nacht vom 5. zum 6. April lief die „Operation Radetzky“ zunächst dennoch planmäßig an. Als Angehörige der Gruppe aber den [[Sender Bisamberg]] am nördlichen Stadtrand übernehmen wollten, wurde ein Offizier auf sie aufmerksam, woraufhin die Aktion abgebrochen werden musste. Der Plan wurde aufgedeckt und die Offiziere [[Hauptmann (Offizier)|Hauptmann]] [[Alfred Huth (Widerstandskämpfer)|Alfred Huth]] und [[Oberleutnant]] [[Rudolf Raschke]] verhaftet, von einem [[Schutzstaffel|SS]]-[[Standgericht]] verurteilt und, wie auch Major Karl Biedermann, am 8. April in [[Floridsdorf]] an Straßenlaternen öffentlich [[Hängen|gehängt]]. Szokoll wurde gewarnt, konnte der Verhaftung entgehen und floh zum Kommandoposten der [[9. Gardearmee (Rote Armee)|9. Gardearmee]] in [[Purkersdorf]], wo er die Sowjets vom Scheitern der Operation unterrichtete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl es teilweise gelang, die geplanten Zerstörungen in der Stadt zu verhindern und die „Westumfassung“ erfolgreich verlief, dauerten die Kampfhandlungen dennoch vom 6. bis zum 13. April. Dabei verloren etwa 19.000 deutsche und 18.000 sowjetische Soldaten ihr Leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gedenken ==&lt;br /&gt;
Eine Tafel am &amp;#039;&amp;#039;[[Am Spitz|Floridsdorfer Spitz]]&amp;#039;&amp;#039; erinnert seit 1964 an die Hinrichtung der drei Widerstandskämpfer. 1967 wurde die „Kaiser-Franz-Joseph-Kaserne“ im 14. Wiener Gemeindebezirk [[Penzing (Wien)|Penzing]] in „[[Breitenseer Kaserne|Biedermann-Huth-Raschke-Kaserne]]“ umbenannt. Im 21. Bezirk Floridsdorf wurden die &amp;#039;&amp;#039;Karl-Biedermann-Gasse&amp;#039;&amp;#039;, die &amp;#039;&amp;#039;Ferdinand-Käs-Gasse&amp;#039;&amp;#039;, die &amp;#039;&amp;#039;Rudolf-Raschke-Gasse&amp;#039;&amp;#039; und die &amp;#039;&amp;#039;Alfred-Huth-Gasse&amp;#039;&amp;#039; nach den Beteiligten an der „Operation Radetzky“ benannt. Biedermann, Huth und Raschke ruhen in Wien auf dem [[Hietzinger Friedhof]] in einem [[Gewidmete Gräber der Stadt Wien|ehrenhalber gewidmeten Grab]] (Gruppe 66, Reihe 19, Nummer 5).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Carl Szokoll]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Rettung Wiens 1945. Mein Leben, mein Anteil an der Verschwörung gegen Hitler und an der Befreiung Österreichs.&amp;#039;&amp;#039; Amalthea Signum, München, Wien 2001, ISBN 3-85002-472-5. (Parallel-Ausgabe: Molden, Wien 2001, ISBN 3-85485-062-X).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=[[Wolfgang Neugebauer (Historiker, 1944)|Wolfgang Neugebauer]] |url=https://www.doew.at/cms/download/2ob0q/wn_widerstand-2.pdf |titel=Der österreichische Widerstand 1938–1945 |hrsg=[[Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes|DÖW]] |format=PDF; 2,57 MB |abruf=2020-04-14}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Widerstandsaktion im Zweiten Weltkrieg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wiener Militärgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Widerstand gegen den Nationalsozialismus in Österreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deckname|Radetzky]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Endphase des Zweiten Weltkriegs]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Konflikt 1945]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Widerstandsgruppe gegen den Nationalsozialismus]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;StadtLandRegen</name></author>
	</entry>
</feed>