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	<title>Operation Pike - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T07:17:08Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Operation_Pike&amp;diff=2349564&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;MR 2017: Komma</title>
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		<updated>2026-03-24T18:04:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Komma&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der Deckname &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Operation Pike&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezieht sich auf eine für den Sommer 1940 geplante und vorbereitete strategische Bombardierung sowjetischer Ölfelder im Kaukasus ([[Erdölindustrie in Aserbaidschan]]) durch [[Vereinigtes Königreich|britisch]]-[[Frankreich|französische]] Truppen unter dem Kommando von Air Commodore [[John Slessor]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Patrick Osborn |Titel=Operation Pike: Britain versus the Soviet Union, 1939–1941 |Verlag=Greenwood Publishing Group |Datum=2000 |ISBN=0-313-31368-7}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die UdSSR war seit Sommer 1939 mit dem Deutschen Reich verbündet, hatte Ostpolen besetzt und Finnland angegriffen, und lieferte Öl und Rohstoffe an das Reich. Das Risiko, die Rote Armee zum direkten Kriegseintritt gegen die Westmächte zu treiben, und der schnell beendete [[Westfeldzug]] verhinderte die Ausführung des Unternehmens. Die auf sich allein gestellten Briten arrangierten sich mit Moskau. Falls die deutsche Offensive in den Kaukasus 1942/43 ([[Unternehmen Edelweiß (Kaukasus)]]) erfolgreich Zugriff auf Ölfelder ermöglicht hätte, sollte der Plan wieder aufgenommen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Plan ==&lt;br /&gt;
Die militärische Planung der Briten für dieses Unternehmen erfolgte während der ersten zwei Jahre des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]], als die [[Sowjetunion]] durch den [[Deutsch-sowjetischer Nichtangriffspakt|Hitler-Stalin-Pakt]] zu einem Verbündeten Hitlerdeutschlands wurde, zumindest bei der Aufteilung Osteuropas und durch den [[Deutsch-Sowjetischer Wirtschaftsvertrag|Deutsch-Sowjetischen Wirtschaftsvertrag]] auch in rüstungs- bzw. rohstoffwirtschaftlicher Hinsicht. Die geplanten Luftangriffe hatten das strategische Ziel, die sowjetische Ölindustrie mit Schwerpunkt [[Baku]] zu zerstören, um die Mobilität der [[Rote Armee|Roten Armee]] zu reduzieren und einen möglichen Zusammenbruch der sowjetischen Wirtschaft zu verursachen. Die Operation hatte auch das Ziel, damit [[Deutsches Reich 1933 bis 1945|Deutschland]] den Zugriff auf die sowjetischen Ressourcen zu verwehren.&amp;lt;ref&amp;gt;Keith Neilson: &amp;#039;&amp;#039;Stalin’s moustache: The Soviet Union and the coming of war&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Diplomacy &amp;amp; Statecraft&amp;#039;&amp;#039;, Juni 2001, Volume 12, Issue 2, S. 197–208.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Planungen begannen im Dezember 1939. Im April 1940 wurde begonnen, sechs französische und drei britische Bomberstaffeln nach Syrien und [[Mossul]] im Irak zu verlegen. Am 17. April 1940 berichtete [[Maxime Weygand]] an [[Maurice Gamelin]], dass die Vorbereitungen für die Bombardierung der Erdölfelder des Kaukasus so weit fortgeschritten seinen, dass die Operation im Zeitraum Ende Juni, Anfang Juli beginnen könne.&amp;lt;ref&amp;gt;Kahle, S. 20.&amp;lt;/ref&amp;gt; Unter der Leitung von [[Sidney Cotton]] wurden im März und April Luftbilder der Ölfelder erstellt. Es sollten 117 Flugzeuge der Typen [[Farman F.220|Farman F.221]], [[Martin Maryland]] und [[Vickers Wellington]] eingesetzt werden. Sie waren mit Zusatztanks ausgestattet und sollten im Zeitraum von 10 bis 45 Tagen 324&amp;amp;nbsp;t Bomben auf [[Batumi]], [[Poti]], [[Grosny]] und Baku abwerfen. Da der Boden der Ölfelder völlig mit Erdöl durchtränkt ist, nahm man an, die Ölfelder leicht in nicht löschbare Brände setzen zu können. Es wurde auch ein Einsatz von Bodentruppen und die Herbeiführung eines [[Islamismus|islamistischen Aufstandes]] erwogen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Charles O. Richardson |Titel=French Plans for Allied Attacks on the Caucasus Oil Fields January-April 1940 |Sammelwerk=French Historical Studies |Band=Vol. 8, No1 |Datum=1973 |Seiten=138 |JSTOR=285962}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufdeckung des Plans ==&lt;br /&gt;
Am 25. Januar 1940 warnte [[Friedrich-Werner Graf von der Schulenburg]], der deutsche Botschafter in Moskau, den sowjetischen Regierungschef und Außenminister [[Wjatscheslaw Michailowitsch Molotow]] vor einem britisch-französischen Vorgehen im Kaukasus.&amp;lt;ref&amp;gt;Akten zur deutschen auswärtigen Politik, Serie D, Band 8, Dok. 576. Zit. n. [[Heinrich Schwendemann]]: &amp;#039;&amp;#039;Die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen dem Deutschen Reich und der Sowjetunion von 1939 bis 1941&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 1993, S. 136.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 16. Juni 1940 erbeutete die 9. deutsche Panzerdivision in [[La Charité-sur-Loire]] eine große Menge Geheimakten des französischen Generalstabs. Darunter befanden sich auch Akten zur &amp;#039;&amp;#039;Operation Pike&amp;#039;&amp;#039;. Nachdem ein Expertenstab die Echtheit bestätigt hatte, wurde der Plan ab dem 3. Juli 1940 von der deutschen Presse der Öffentlichkeit als Sensationsfund präsentiert. Hitler erwähnte den Plan in seiner Reichstagsrede vom 19. Juli 1940. Die Dokumente wurden im „Weißbuch Nr. 6“ publiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Nürnberger Prozesse]]n sagte [[Hermann Göring]] aus, dass er mit Fernaufklärern des [[Kommando Rowehl]] die Zusammenziehung französischer und englischer Flugzeugstaffeln für die &amp;#039;&amp;#039;Operation Pike&amp;#039;&amp;#039; in [[Syrien]] beobachten ließ.&amp;lt;ref&amp;gt;{{HauptkriegsverbrecherIGH1947 |Titel=84. Tag, 18. März 1946, Vormittagssitzung |Band=9 |Seiten=441–474 |zenoID=20002759977}}/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Oktober 1940 schlug der britische Botschafter in Moskau [[Richard Stafford Cripps]] dem sowjetischen Außenminister [[Wjatscheslaw Michailowitsch Molotow|Molotow]] ein &amp;#039;&amp;#039;[[Quid pro quo]]&amp;#039;&amp;#039; für eine neutrale Haltung der Sowjetunion im deutsch-britischen Krieg vor. Ein Punkt der britischen Gegenleistung umfasste den Verzicht von militärischen Maßnahmen gegen Baku und Batumi.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Franz Knipping (Historiker)|Franz Knipping]]: &amp;#039;&amp;#039;Die amerikanische Rußlandpolitik in der Zeit des Hitler-Stalin-Pakts, 1939–1941.&amp;#039;&amp;#039; Tübingen 1974, S. 155.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Günter Kahle]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Kaukasusprojekt der Alliierten vom Jahre 1940&amp;#039;&amp;#039;. Westdeutscher Verlag, Opladen 1973.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Operationsplanung des Zweiten Weltkriegs|Pike]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Britische Militärgeschichte (Zweiter Weltkrieg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Französische Militärgeschichte (Zweiter Weltkrieg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deckname|Pike]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Britisch-sowjetische Beziehungen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Französisch-sowjetische Beziehungen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;MR 2017</name></author>
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