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	<title>Operation Mikado - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T21:29:27Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Operation_Mikado&amp;diff=880230&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;TaxonBot: Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Bei der seit Januar 2007 in der Öffentlichkeit bekannten &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Operation Mikado&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wurden in der zweiten Jahreshälfte 2006 im Rahmen von Ermittlungen wegen [[Kinderpornografie]] von der [[Polizei Sachsen-Anhalt]] in Zusammenarbeit mit den Kreditinstituten erstmals sämtliche der ca. 22 Millionen zu dieser Zeit in Deutschland ausgegebenen Kreditkarten nach Zahlungen von 79,99 [[US-Dollar]] an einen Unbekannten durchsucht, der Fotos und Videos missbrauchter Kinder anbot. Im Ergebnis wurden 322 Verdächtige ermittelt, von denen ein „Großteil“ das [[Download|Herunterladen]] [[Geständnis|gestand]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;tagesschau_20070109&amp;quot;&amp;gt;{{internetquelle |hrsg=tagesschau.de |url=https://tsarchive.wordpress.com/2007/01/09/meldung69656/|titel=Schlag gegen Kinderpornografie – Großteil der Tatverdächtigen ist geständig|datum=9. Januar 2007 |zugriff=23. Februar 2009 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Vom [[Landeskriminalamt Sachsen-Anhalt|Landeskriminalamt]] wurden die Angaben weder bestätigt noch dementiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Reaktionen ==&lt;br /&gt;
Von Datenschützern wurde der Vorfall nur geringfügig kritisiert. Beim [[Amtsgericht Halle (Saale)|Amtsgericht Halle]] gingen jedoch drei Anträge auf gerichtliche Überprüfung ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei erhob einer der Antragsteller, der Düsseldorfer [[Rechtsanwalt]] [[Udo Vetter (Jurist)|Udo Vetter]], den Vorwurf, „etwa ein Viertel der deutschen Bevölkerung unter [[Generalverdacht]] gestellt“ zu haben. Er verglich das Vorgehen der Polizei mit einer [[Rasterfahndung]]. „Das durch die Verfassung garantierte Recht eines jeden Bürgers auf [[informationelle Selbstbestimmung]] wurde ebenso auf das Gröbste verletzt wie das Gebot der [[Verhältnismäßigkeitsprinzip (Deutschland)|Verhältnismäßigkeit]].“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://tsarchive.wordpress.com/2007/01/11/meldung68982/ War Massen-Kreditkarten-Überprüfung rechtens?] (tagesschau.de-Archiv) [[tagesschau.de|Tagesschau]] vom 12. Januar 2007&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Harald von Bose]], [[Landesbeauftragter für den Datenschutz Sachsen-Anhalt]], schätzte ein, es handele sich bei der Maßnahme der Staatsanwaltschaft Halle um ein Auskunftsersuchen mit Selektionskriterien, wie es auch im Bereich der Telekommunikation nach {{§|113|tkg_2004|buzer}} [[Telekommunikationsgesetz (Deutschland)|TKG]] – ohne richterlichen Beschluss – an die jeweiligen Diensteanbieter gestellt werden kann. Diese Art von Auskunftsersuchen findet ihre Rechtsgrundlage in den {{§|160|stpo|juris|text= §§ 160 ff.}} [[Strafprozessordnung (Deutschland)|StPO]]. Die Staatsanwaltschaft Halle hat nach Meinung des Landesbeauftragten für den Datenschutz die Ermittlungen im Verfahren „Mikado“ im Rahmen der ihr zustehenden Befugnisse durchgeführt.&lt;br /&gt;
Aus einem Beschluss des Amtsgerichts Halle-Saalkreis vom 11. März 2007 ist zu entnehmen, „… dass die Datenabfrage der Staatsanwaltschaft Halle bei bundesdeutschen Kreditkarten- und Abrechnungsunternehmen im Rahmen des Ermittlungsverfahrens ‚Mikado‘ rechtmäßig war.“ „Der erforderliche Anfangsverdacht im Sinne des {{§|152|stpo|juris}} Abs.&amp;amp;nbsp;2 StPO lag vor.“ „Das Gericht verkennt aber nicht, dass sich die Annahme eines Anfangsverdachts hier auf der niedrigsten Verdachtsstufe bewegt und lediglich ein ‚schmaler Grat‘ zwischen Anfangsverdacht und Generalverdacht bzw. einem durch einen Verdachtsgewinnungseingriff produzierten Verdacht besteht.“ „Die beanstandete Ermittlungsmaßnahme ist durch §§ 161, 161a StPO gedeckt.“ „Es liegt auch keine dem Richtervorbehalt unterfallende Rasterfahndung gemäß {{§|98a|stpo|juris}} StPO vor, die als spezialgesetzliche Regelung der Anwendung des {{§|161|stpo|juris}} StPO vorgehen würde.“ „Schließlich ist die beanstandete Maßnahme auch nicht unverhältnismäßig gewesen.“ „Die Ermittlungshandlung der Staatsanwaltschaft beeinträchtigt den Antragsteller – sowie die übrigen Betroffenen – nicht unzulässig in ihrem Recht auf informationelle Selbstbestimmung.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Antragsteller legte gegen die Entscheidung des Amtsgerichts Beschwerde ein, die das [[Landgericht Halle]]/S. am 16. Mai 2007 als unbegründet verwarf.&amp;lt;ref&amp;gt;LG Halle, Beschluss vom 16. Mai 2007, Az. 13 Qs 125/07, dazu Christoph Schnabel: &amp;#039;&amp;#039;Das „Mikado-Prinzip“&amp;#039;&amp;#039; In: [[Datenschutz und Datensicherheit]] (DuD) 6/2007,  S.&amp;amp;nbsp;426–430. {{Toter Link |datum=2018-08 |url=http://cms.uni-kassel.de/unicms/fileadmin/groups/w_030405/Ehemalige_Mitarbeiter/Dr._Christoph_Schnabel/dud_2007_436-430_mikado-prinzip.pdf |text=Download}} als PDF-Datei&amp;lt;/ref&amp;gt; Gegen diese Entscheidung wurde eine [[Verfassungsbeschwerde (Deutschland)|Verfassungsbeschwerde]] beim [[Bundesverfassungsgericht]] angestrengt. Sie stützt sich u.&amp;amp;nbsp;a. darauf, dass es sich hier gerade nicht um ein „Auskunftsersuchen“ handelt oder um eine Rasterfahndung, sondern um ein gänzlich neues Ermittlungsinstrument, das als „personenbezogene Datenfahndung“ bezeichnet wird. Das Bundesverfassungsgericht nahm die Beschwerde nicht zur Entscheidung an. Das Gericht begründete dies mit mangelnder Erfolgsaussicht, da die informationelle Selbstbestimmung nicht verletzt sei, die Maßnahme keine Rasterfahndung darstellte und die Verhältnismäßigkeit gewahrt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bundesverfassungsgericht.de/entscheidungen/rk20090217_2bvr137207.html BVerfG, Beschluss vom 17. Februar 2009], Az. 2 BvR 1372/07, 2 BvR 1745/07, Volltext.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Christoph Schnabel: &amp;#039;&amp;#039;Das &amp;quot;Mikado-Prinzip&amp;quot;&amp;#039;&amp;#039; In: [[Datenschutz und Datensicherheit]] (DuD) 6/2007, S. 426–430. [http://cms.uni-kassel.de/unicms/fileadmin/groups/w_030405/Ehemalige_Mitarbeiter/Dr._Christoph_Schnabel/dud_2007_436-430_mikado-prinzip.pdf Download] als PDF-Datei&lt;br /&gt;
* Thomas Petri: &amp;#039;&amp;#039;Auskunftsverlangen nach § 161 StPO gegenüber Privaten – eine verdeckte Rasterfahndung?&amp;#039;&amp;#039; In: Strafverteidiger (StV) 5/2007, S. 266–269.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikinews|Kinderporno-Ring nach Überprüfung von 20 Millionen Kreditkarten zerschlagen}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv|url=https://datenschutz.sachsen-anhalt.de/informationen/veroeffentlichungen/taetigkeitsberichte/tb-8/18-rechtspflege/1811-mikado|wayback=20211029115636|text=VIII. Tätigkeitsbericht des Landesbeauftragten für den Datenschutz Sachsen-Anhalt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Polizeiliche Operation|Mikado]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fahndung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kriminalfall in Deutschland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unbarer Zahlungsverkehr]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte Sachsen-Anhalts (21. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strafrechtsgeschichte (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fall von Kinderpornografie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte der Kindheit (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kriminalfall 2006]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TaxonBot</name></author>
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