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	<title>Operation Mars - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Operation_Mars&amp;diff=895816&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Kelvin: /* Literatur */ Typo</title>
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		<updated>2025-09-10T22:23:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; Typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|beschreibt eine Großoffensive der Roten Armee gegen die deutsche Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg. Der gleichnamige Film steht unter [[Operation Mars (Film)]].}}{{Infobox Militärischer Konflikt&lt;br /&gt;
|KONFLIKT= Operation Mars&amp;lt;br /&amp;gt;(Zweite [[Rschew]]-[[Sytschowka]]-Offensive)&lt;br /&gt;
|TEILVON= [[Zweiter Weltkrieg]]&lt;br /&gt;
|BILD= Eastern Front 1942-11 to 1943-03 de.png&lt;br /&gt;
|BILDBREITE= &lt;br /&gt;
|BESCHREIBUNG= Frontverlauf um die Zeit der Operation Mars&lt;br /&gt;
|DATUM= [[25. November]]&lt;br /&gt;
|DATUMBIS= [[21. Dezember]] [[1942]]&lt;br /&gt;
|ORT= [[Rschew]], [[Sowjetunion]]&lt;br /&gt;
|CASUS= &lt;br /&gt;
|GEBIETE= &lt;br /&gt;
|AUSGANG= Niederlage der Sowjetunion&lt;br /&gt;
|FOLGEN= Fehlschlag der Operation&lt;br /&gt;
|FRIEDENSSCHLUSS= &lt;br /&gt;
|KONTRAHENT1= {{SUN-1923}}&lt;br /&gt;
|KONTRAHENT2= {{DEU-1935}}&lt;br /&gt;
|BEFEHLSHABER1= [[Georgi Konstantinowitsch Schukow|Georgi Schukow]],&amp;lt;br /&amp;gt;[[Iwan Stepanowitsch Konew|Iwan Konew]],&amp;lt;br /&amp;gt;[[Maxim Alexejewitsch Purkajew|Maxim Purkajew]]&lt;br /&gt;
|BEFEHLSHABER2= [[Walter Model]],&amp;lt;br /&amp;gt;[[Günther von Kluge]]&lt;br /&gt;
|TRUPPENSTÄRKE1= [[Kalininer Front]]&lt;br /&gt;
* [[41. Armee (Russland)|41. Armee]]&lt;br /&gt;
* [[22. Armee (Rote Armee)|22. Armee]]&lt;br /&gt;
* [[39. Armee (Rote Armee)|39. Armee]]&lt;br /&gt;
* 1. und 3. mechanisiertes Korps&lt;br /&gt;
[[Westfront (Rote Armee)|Westfront]]&lt;br /&gt;
* [[30. Armee (Rote Armee)|30. Armee]]&lt;br /&gt;
* [[31. Armee (Rote Armee)|31. Armee]]&lt;br /&gt;
* [[20. Armee (Rote Armee)|20. Armee]]&lt;br /&gt;
* 5. und 6. [[Panzerkorps (Rote Armee)|Panzerkorps]]&lt;br /&gt;
* 2. Garde-Kavallerie-Korps&lt;br /&gt;
* [[29. Armee (Rote Armee)|29. Armee]]&lt;br /&gt;
* [[5. Armee (Rote Armee)|5. Armee]]&lt;br /&gt;
* [[33. Armee (Rote Armee)|33. Armee]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zusammen:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
827.000 Soldaten&amp;lt;br /&amp;gt;2.352 Panzer&amp;lt;ref&amp;gt;David Glantz: &amp;#039;&amp;#039;Zhukov&amp;#039;s greatest defeat&amp;#039;&amp;#039; S. 24.&amp;lt;/ref&amp;gt; (direkt am Angriff beteiligt)&lt;br /&gt;
|TRUPPENSTÄRKE2= [[Heeresgruppe Mitte]]&lt;br /&gt;
* [[9. Armee (Wehrmacht)|9. Armee]]&lt;br /&gt;
** [[XXIII. Armeekorps (Wehrmacht)|XXIII. Armeekorps]]&lt;br /&gt;
** [[XXVII. Armeekorps (Wehrmacht)|XXVII. Armeekorps]]&lt;br /&gt;
** [[XXX. Armeekorps (Wehrmacht)|XXX. Armeekorps]]&lt;br /&gt;
** [[XXXXI. Armeekorps (Wehrmacht)|XXXXI. Panzerkorps]]&lt;br /&gt;
** [[XXXIX. Panzerkorps (Wehrmacht)|XXXIX. Panzerkorps]]&lt;br /&gt;
|VERLUSTE1= 100.000 Tote und Vermisste&amp;lt;br /&amp;gt;235.000 Verwundete&amp;lt;ref&amp;gt;David Glantz: &amp;#039;&amp;#039;Zhukov&amp;#039;s greatest defeat&amp;#039;&amp;#039; S. 308.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; 1600 Panzer&lt;br /&gt;
|VERLUSTE2= 40.000 Tote und Verwundete&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;400 Panzer&lt;br /&gt;
|NOTIZEN= &lt;br /&gt;
|ÜBERBLICK= &lt;br /&gt;
{{Linkbox Deutsch-Sowjetischer Krieg}}&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Operation Mars&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war eine Großoffensive der [[Rote Armee|Roten Armee]] gegen die deutsche [[Wehrmacht]] vom 25. November bis 21. Dezember 1942. Das Unternehmen wurde ursprünglich begleitend zur &amp;#039;&amp;#039;[[Operation Uranus]]&amp;#039;&amp;#039; für den Oktober 1942 geplant, dann aber auf den 25. November 1942 verschoben. Die Operation der Roten Armee unter der Koordinierung von [[Armeegeneral]] [[Georgi Konstantinowitsch Schukow]] hatte zwar das vom Hauptquartier gestellte Ziel, die Beseitigung des Brückenkopfes Rschew, nicht erreicht, durch ihre Aktionen aber das deutsche Oberkommando gehindert, von diesem Abschnitt beträchtliche Verstärkungen in den Raum Stalingrad abzuziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausgangslage ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den Erfolgen der Wehrmacht im Jahr 1941 versuchte die Rote Armee im Frühjahr 1942, die strategische Initiative zu gewinnen. Nach der [[Schlacht um Moskau]] konnte die Rote Armee während der Winteroffensive 1941/42 die Front bei [[Rschew]] eindrücken ([[Schlacht von Rschew#Rschewer Angriffsoperation (8. Januar bis Ende Februar 1942)|Rschew-Wjasma-Operation]]) und so einen Brückenkopf schaffen, der etwa 150 Quadratkilometer maß. Darin befand sich die deutsche 9. Armee unter dem Befehl von Generaloberst [[Walter Model]]. Diese Armee stellte noch immer die Spitze der [[Heeresgruppe Mitte]] dar, die am weitesten in Richtung [[Moskau]] vorragte. Schukow war der Meinung, hier die deutsche Wehrmacht empfindlich schwächen und in der Folge die Heeresgruppe Mitte vernichten zu können. Die Wehrmachtsführung erkannte die Bedrohung im Rücken der 9. Armee und begegnete den Umfassungsversuchen am 2. Juli 1942 mit der [[Operationen Hannover und Seydlitz|Operation Seydlitz]], die zur Einkesselung und Vernichtung der 22., 29. und 39. sowjetischen Armee bis zum 12. Juli 1942 führte. Zugleich gingen die deutschen Truppen im Süden der Front wieder in die Offensive und stießen bis in den Kaukasusraum und an die Wolga vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Zustimmung [[Josef Stalin|Stalins]] wurde am 26. September die Durchführung zweier großer Gegenoffensiven befohlen, die jeweils in zwei Phasen unterteilt waren: General Schukow sollte im Bereich vor Moskau die 9. Armee im Brückenkopf von Rschew einkesseln und vernichten (Kodename: &amp;#039;&amp;#039;Mars&amp;#039;&amp;#039;). Im Anschluss daran sollten die zwei beteiligten sowjetischen [[Front (Großverband)|Fronten]] ([[Kalininer Front]] und [[Westfront (Rote Armee)|Westfront]]) in einer großen Zangenbewegung die verbleibenden Verbände der Heeresgruppe Mitte im Bereich [[Smolensk]] vernichten (Kodename: &amp;#039;&amp;#039;Jupiter&amp;#039;&amp;#039;). Im Bereich [[Wolgograd|Stalingrad]] sollten derweil drei sowjetische Fronten unter dem Befehl von General [[Alexander Michailowitsch Wassilewski|Wassilewski]] die deutsche 6. Armee in Stalingrad einkesseln und vernichten (Kodename: &amp;#039;&amp;#039;Uranus&amp;#039;&amp;#039;), um im Anschluss daran [[Rostow am Don]] zurückzuerobern und sämtliche deutsche Verbände der [[Heeresgruppe A]] einzuschließen (Kodename: &amp;#039;&amp;#039;Saturn&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Generalkommando]] [[VI. Armeekorps (Wehrmacht)|VI. A.K]]., das bisher im Brennpunkt der Kämpfe um Rshew lag, wurde herausgezogen, die verbliebenen Truppenteile gingen in den Bereich des [[XXVII. Armeekorps (Wehrmacht)|XXVII. Armeekorps]] unter Führung des [[General der Infanterie]] [[Walter Weiß (General)|Walter Weiß]] über. Da der Wehrmacht auch durch Geheimdienstquellen Ort und Zeitpunkt des Angriffes ungefähr bekannt waren, konnte die 9. Armee wirksame Maßnahmen zur Verteidigung ergreifen. Befestigungen wurden ausgebaut und Wälder, die zur Deckung in den Angriffsräumen hätten dienen können, wurden gerodet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sowjetische Angriffsplanung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Operation mars schema.JPG|mini|Planungsskizze zu den Operationen Mars und Jupiter]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kalininer Front (General [[Purkajew]]) und die Westfront (General [[Iwan Stepanowitsch Konew|Konew]]), verstärkt durch den Moskauer Militärbezirk, zählte zusammen 1,9 Millionen Soldaten, über 24.000 Geschütze, 3300 Panzer und 1100 Flugzeuge. Davon setzte die Stawka für die Operation &amp;#039;&amp;#039;Mars&amp;#039;&amp;#039; etwa 830.000 Soldaten und 2.300 Panzer ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Erste Phase hatte die [[41. Armee (Russland)|41. Armee]] (Generalmajor [[German Fjodorowitsch Tarassow|Tarassow]]) der Kalinin-Front im Westen des Rshewer Frontbogens den [[Hauptschlag]] südlich von [[Bely (Stadt)|Belyj]] zu führen. Sie umfasste fünf Schützendivisionen, das 1. mechanisierte Korps, die 47. und 48. mechanisierte Brigade und das 6. Schützenkorps (Generalmajor [[Stepan Iwanowitsch Powetkin|Powetkin]]) – zusammen etwa 106.000 Mann und 350 Panzer. Nach Konews Planung sollte die 41. Armee die deutsche Verteidigung durchstoßen, den Durchbruch in Richtung Westen und Norden ausdehnen und die Vereinigung mit der im Raum [[Sytschowka|Sytschewka]] angetretenen [[20. Armee (Rote Armee)|20. Armee]] der Westfront herstellen. Dabei sollte das deutsche XXIII. und [[XXVII. Armeekorps (Wehrmacht)|XXVII. Armeekorps]] ([[6. Infanterie-Division (Wehrmacht)|6.]], [[72. Infanterie-Division (Wehrmacht)|72.]], [[78. Infanterie-Division (Wehrmacht)|78.]], [[95. Infanterie-Division (Wehrmacht)|95.]], [[129. Infanterie-Division (Wehrmacht)|129.]] und [[251. Infanterie-Division (Wehrmacht)|251. Infanterie-Division]]) im Rschewer Frontbogen abgeschnitten werden. Das 1. mechanisierte Korps (Generalmajor [[Michail Dmitrijewitsch Solomatin|Solomatin]]) unterstützte die 41. Armee beim Angriff gegen das deutsche [[XXXXI. Armeekorps (Wehrmacht)|XXXXI. Panzerkorps]] (General [[Josef Harpe|Harpe]] mit der [[205. Infanterie-Division (Wehrmacht)|205.]], Teile 330. und [[328. Infanterie-Division (Wehrmacht)|328. Infanterie-Division]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig hatte nördlich davon die [[22. Armee (Rote Armee)|22. Armee]] (Generalleutnant [[Wassili Alexandrowitsch Juschkewitsch|Juschkewitsch]]) einen Angriff gegen den linken Flügel ([[86. Infanterie-Division (Wehrmacht)|86.]] und [[110. Infanterie-Division (Wehrmacht)|110. Infanterie-Division]]) des deutschen XXIII. Armeekorps (General [[Carl Hilpert|Hilpert]]) am westlichen Frontbogen zu führen. Die 22. Armee wurde beim Angriff gegen den Lutschessa-Abschnitt durch das 3. mechanisierte Korps (Generalmajor [[Michail Jefimowitsch Katukow|Katukow]]) unterstützt.  Die [[39. Armee (Rote Armee)|39. Armee]] (Generalleutnant [[Alexei Iwanowitsch Zygin|Zygin]]) am linken Flügel der Kalinin-Front hatte im Norden den Fluss Molodoi Tud zu überqueren und im Kampf mit dem deutschen [[XXIII. Armeekorps (Wehrmacht)|XXIII. Armeekorps]] ([[206. Infanterie-Division (Wehrmacht)|206.]], [[253. Infanterie-Division (Wehrmacht)|253.]] 110., 86., [[87. Infanterie-Division (Wehrmacht)|87. Infanterie-Division]]) das Dorf Urdoma zu nehmen und unter Deckung der links defensiv verbleibenden [[30. Armee (Rote Armee)|30. Armee]] (Generalleutnant [[Wladimir Jakowlewitsch Kolpaktschi|Kolpaktschi]]) gegen das östliche Vorfeld von Rschew vorzugehen. Südlicher bei [[Subzow]] wurde auf 40 Kilometer Breite entlang der Flüsse Wazusa und Osuga die 31. und [[20. Armee (Rote Armee)|20. Armee]] (Generalmajore [[Vitali Sergejewitsch Polenow|Polenow]] und [[Nikolai Iwanowitsch Kirjuchin|Kirjuchin]]), vom 6. [[Panzerkorps (Rote Armee)|Panzerkorps]] (Oberst [[Andrei Lawrentjewitsch Getman|Getman]]) unterstützt durch das 2. Garde-Kavalleriekorps (Generalmajor [[Wladimir Wiktorowitsch Krjukow|Krjukow]]) zum Angriff gegen die Front des deutschen [[XXXIX. Panzerkorps (Wehrmacht)|XXXIX. Panzerkorps]] (General der Panzertruppe [[Hans-Jürgen von Arnim|von Arnim]] mit der [[102. Infanterie-Division (Wehrmacht)|102.]], [[205. Infanterie-Division (Wehrmacht)|205.]], [[330. Infanterie-Division (Wehrmacht)|330.]] und [[328. Infanterie-Division (Wehrmacht)|328. Infanterie-Division]]) angesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am rechten Flügel der Kalinin-Front hatte die [[3. Stoßarmee]] ab 24. November zeitgleich eine Offensive gegen den kleinen Frontvorsprung des LIX. Armeekorps (General [[Kurt von der Chevallerie|von der Chevallerie]]) in Richtung auf [[Welikije Luki]] und [[Nowosokolniki]] eingeleitet ([[Schlacht von Welikije Luki]]).&lt;br /&gt;
Der Befehl des [[Hauptquartier des Kommandos des Obersten Befehlshabers|sowjetischen Generalstabes]] lautete: „Die Verbände des rechten Flügels der Westfront und des linken Flügels der Kalinin-Front haben die feindlichen Kräfte im Brückenkopf von Rschew einzukreisen, Rschew einzunehmen und die Kontrolle über die Eisenbahnverbindung Moskau–Welikije Luki zurückzuerlangen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer zweiten Phase war geplant, vom Osten her im Raum [[Gagarin (Smolensk)|Gschatsk]] zusätzlich beim deutschen [[XXXXVI. Armeekorps (Wehrmacht)|XXXXVI. Panzerkorps]] (General der Panzertruppe [[Hans-Karl von Esebeck|von Esebeck]]) auf Wjasma durchbrechen. Die durch das 9. und 10. Panzerkorps verstärkten Truppen der 5. und 33. Armee der Westfront sollten dabei die deutschen Verteidigungsanlagen östlich von [[Wjasma]] angreifen (Operation Jupiter). Nach dem Einbruch sollte die [[3. Gardepanzerarmee|3. Garde-Panzerarmee]] (12. und 15. Panzerkorps) eingeführt werden, Wjasma nehmen, die Verbindung mit der Kalinin-Front erzwingen und bei günstigen Bedingungen den Angriff auf [[Smolensk]] fortführen. Diese Angriffe kamen aber wegen Scheiterns der Operation Mars nicht zur Ausführung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verlauf ==&lt;br /&gt;
=== Erste Phase ===&lt;br /&gt;
Der Angriff, der in den frühen Morgenstunden des 25. November begann, erfolgte an vier Abschnitten gleichzeitig: nördlich von Sytschewka, westlich von Rschew, nördlich von Belyi im Lutschessa-Tal und südlich von Belyi. Die Temperaturen in dieser Winterschlacht lagen bei 0 bis −25 Grad. Im Osten verlief er zunächst ungünstig: Nebel und Schneetreiben verhinderten die geplante Luftunterstützung und reduzierten die Effektivität der sowjetischen Artillerie erheblich, da die Bodenziele nur schwer ausgemacht werden konnten. Der 41. Armee gelang am westlichen Frontbogen mit dem 1. mechanischen Korps südlich von Belyi ein großer Durchbruch. Der Angriff der 31. Armee konnte am östlichen Frontbogen die deutsche Verteidigung zwar durchbrechen, blieb aber nach wenigen Kilometern Geländegewinn stecken. Die aus dem Raum westlich von Subzow angreifende 88., 336. und 239. Schützen-Division, unterstützt durch die 332. und 145. Panzerbrigade erzielten nur begrenzte Erfolge. An der Osuga gelang dabei zwischen der [[102. Infanterie-Division (Wehrmacht)|102. Infanterie-Division]] (General [[Hans Frießner|Frießner]]) und deren rechten Nachbarn, der [[5. Panzer-Division (Wehrmacht)|5. Panzerdivision]] (General Metz) ein tiefer Einbruch. Die sowjetische 247. Schützendivision, unterstützt durch die 80. und 140. Panzerbrigade, konnte den Wazusa-Abschnitt überbrücken und nach dem Einführen der 331. Schützen-Division (Oberst P. E. Berestow) einen Brückenkopf am westlichen Ufer bilden. Südlich davon konnte die sowjetische 20. Armee mit dem 2. Garde-Kavalleriekorps ebenfalls durchbrechen.&lt;br /&gt;
Nördlich von Belyi erreichte die sowjetische 22. Armee (etwa 80.000 Mann mit 270 Panzern) mit dem 3. mechanischen Korps einen weiteren gefährlichen Einbruch bei der deutschen 86. und 110. Infanterie-Division und drang beidseitig des Lutschessa Tals vor. Die Masse der deutschen Reserven der deutschen 9. Armee befand sich im Raum Olenino: die [[9. Panzer-Division (Wehrmacht)|9. Panzerdivision]], die [[14. Infanterie-Division (Wehrmacht)|14. motorisierte Division]] und die [[Division Großdeutschland]] (Generalmajor [[Walter Hörnlein|Hörnlein]]) konnten schnell herangeführt werden und die sowjetischen Geländegewinne eindämmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 26. November verbreitete sich der Einbruch der sowjetischen 41. Armee auf etwa 20 Kilometer Breite und fast 30 Kilometer Tiefe. Die 47. mechanisierte Brigade (Oberst [[Iwan Fedorowitsch Dremow|Dremow]]) versuchte die Stadt Belyj, welche von der deutschen [[246. Infanterie-Division (Wehrmacht)|246. Infanterie-Division]] besetzt gehalten wurde, im Nordosten zu umfassen. General Harpe beschloss die Stadt zu halten und erhielt von der 1. Panzerdivision die Kampfgruppe Wietersheim und von der Division Großdeutschland die Kampfgruppe Kassnitz als Verstärkung zugewiesen.&lt;br /&gt;
Die Truppen der 20. Armee waren am Wasuza-Abschnitt festgehalten worden, der Angriff der 31. Armee war südlich davon völlig erlahmt und der Angriff der 29. Armee war noch nicht vorgesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konew befahl für den 27. November die Einführung des 5. [[Panzerkorps (Rote Armee)|Panzerkorps]] (Generalmajor [[Kusma Alexandrowitsch Semenschenko|Semenschenko]]) mit fast 200 Panzern im Bereich der 20. Armee, um die geplante Vereinigung mit der 41. und die 22. Armee zu erzwingen. Es gelang der 20. Armee schließlich, bei der 78. Infanterie-Division (General [[Paul Völckers|Völckers]]) einzubrechen, die dabei fast aufgerieben wurde. Sowjetische Panzer bedrohten die Bahnlinie zwischen Sytschewka und Rschew. Obgleich vor allem im westlichen Abschnitt weitere Fronteinbrüche erzielt wurden, blieb die Offensive insgesamt weit hinter den Erwartungen zurück. Bereits nach wenigen Tagen hatte die Wehrmacht die Lage stabilisiert. Die wenigen Geländegewinne, die den mechanisierten Verbänden der Roten Armee gelangen, erforderten zudem große Verluste auf sowjetischer Seite.&amp;lt;ref name=&amp;quot;OKW&amp;quot;&amp;gt;Percy E. Schramm (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kriegstagebuch des OKW.&amp;#039;&amp;#039; 8 Hlbde. Weltbild, Augsburg 2005, ISBN 3-8289-0525-0.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Durch das taktische Verschieben von Einheiten an die jeweiligen Brennpunkte konnten weitere Angriffsbemühungen der Roten Armee frühzeitig abgewehrt werden, während steigende Verluste an Mensch und Material sowie Nachschubprobleme die sowjetische Seite zunehmend handlungsunfähig machten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweite Phase ===&lt;br /&gt;
Der deutschen 9. Armee wurde Ende November das [[XXX. Armeekorps (Wehrmacht)|XXX. Armeekorps]] (General [[Maximilian Fretter-Pico|Fretter-Pico]]) aus dem Abschnitt der Heeresgruppe Nord zugeführt. Deutsche Gegenangriffe, welche am 7. Dezember im östlichen und westlichen Frontabschnitt einsetzten, warfen die Rote Armee – teils unter Zurücklassung schweren Materials – auf ihre Ausgangsposition zurück. Im Raum Belyi wurde von Norden her die [[19. Panzer-Division (Wehrmacht)|19.]] und [[20. Panzer-Division (Wehrmacht)|20. Panzerdivision]] (Generalmajor [[Heinrich von Lüttwitz|von Lüttwitz]]), sowie die [[8. SS-Kavallerie-Division „Florian Geyer“|SS-Kavallerie-Division]] (SS-General [[Wilhelm Bittrich|Bittrich]]) zum Gegenangriff angesetzt, während vom Süden Teile der [[1. Panzer-Division (Wehrmacht)|1. Panzerdivision]] (Generalmajor [[Walter Krüger (General)|Krüger]]) und das Füsilier-Regiment &amp;quot;Großdeutschland&amp;quot; angriffen. Das eingebrochene sowjetische 6. Schützenkorps (General Powetkin) und das Panzerkorps unter General Solomatin wurden im Raum südöstlich von Belyi abgeschnitten und mussten sich unter schweren Verlusten bis zum 15. Dezember auf ihre Ausgangsstellung zurückkämpfen. Am Ende der Operation am 21. Dezember konnte die Rote Armee lediglich im Norden des Brückenkopfes im Bereich der 39. Armee (Kalinin-Front) einen dauerhaften Raumgewinn im Umfang von 10 bis 20 Kilometern verzeichnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ergebnis ==&lt;br /&gt;
Die Operation Mars kostete die Rote Armee fast eine halbe Million Mann an Verlusten. Nach dem sowjetischen Historiker Isajew gab es 70.373 Tote und 145.301 Verwundete. Nach dem amerikanischen Militärhistoriker [[David Glantz|Glantz]] etwa 100.000 Tote und Vermisste sowie 235.000 Verwundete, dazu wurden etwa 1600 Panzer, 279 Geschütze und 353 Pak und Flak vernichtet. Die Verluste der deutschen 9. Armee vom Oktober bis Dezember 1942 beliefen sich auf 53.500 Mann, davon etwa 80 % (40 – 45.000 Mann) bei der Operation Mars. Zum Beispiel verlor allein die 1. Panzerdivision 1.793 Mann und die 5. Panzerdivision 1.640 Mann, während die Verluste bei den Infanteriedivisionen (78., 246., 86., 110. und 206.) entlang der sowjetischen Hauptangriffsachsen noch größer ausfielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das parallel zur &amp;#039;&amp;#039;Operation Uranus&amp;#039;&amp;#039; geführte Unternehmen hatte trotz einer sehr großen Menge an eingesetzten Ressourcen und hohen Verlusten auf Seiten der Angreifer nicht die Einkesselung der 9. Armee zur Folge. Glantz sieht die Hauptgründe hierfür einerseits in der schlechten Planung der Operation, andererseits in der Schlagkraft der verteidigenden Truppen. Im Gegensatz zu Stalingrad waren bei Rshew nur Wehrmachtseinheiten eingesetzt, was sich als entscheidender Unterschied herausstellte: Die deutschen Truppen, die sich einer großen Überzahl gegenübersahen, wurden taktisch besser geführt und bestanden überwiegend aus erfahrenen Kämpfern. Sie handelten daher angemessen und fügten den vielfach frontal attackierenden Angreifern durch zähen Widerstand hohe Verluste zu, was an vielen Orten schon früh zur Einstellung der Angriffe führte. Des Weiteren wurden Punkte von geringer Bedeutung nicht sinnlos gehalten, sondern geräumt und – wenn möglich – später wieder erobert. Nachdem sich die Armeen der Sowjets festgelaufen hatten, wurden örtliche Gegenangriffe ausgeführt, die teilweise zur Einkesselung großer sowjetischer Verbände führten. Besonders hervorgetan haben sich hier Teile der Infanterie-Division Großdeutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bewertung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:RIAN archive 87961 Collective farmers from the Moscow suburbs handing over tanks to Soviet servicemen.jpg|mini|Sowjetische Kolchosbauern übergeben durch ihre Spenden gebaute [[KW-1|KW-1S]] Panzer ihren Besatzungen (Sowjetisches Propagandabild)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach neuesten russischen militär-historischen Forschungen war die „Operation Mars“ teilerfolgreich. Es ist zwar nicht gelungen, die deutsche 9. Armee einzukesseln, aber es wurden Kräfte gebunden, die die Wehrmacht nicht anderweitig einsetzen konnte. Die „Operation Mars“ half damit indirekt beim Sieg in der [[Schlacht von Stalingrad]]. Diese Aussagen werden von Historikern wie Glantz in Zweifel gezogen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=In the unlikely event that Zhukov was correct and Mars was really a diversion, there has never been one so ambitious, so large, so clumsily executed, or so costly.&lt;br /&gt;
 |Sprache=en&lt;br /&gt;
 |Autor=[[David Glantz]]&lt;br /&gt;
 |Übersetzung=Für den unwahrscheinlichen Fall, dass Schukow richtig liegt und &amp;#039;&amp;#039;Mars&amp;#039;&amp;#039; wirklich nur eine Ablenkungsaktion war, dann gab es niemals sonst eine so große und plump ausgeführte, und auch keine so verlustreiche.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Beurteilung der Operation Mars von Marschall [[Georgi Konstantinowitsch Schukow]]:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Die Operation unserer Truppen hatte zwar das vom Hauptquartier gestellte Ziel, die Beseitigung des Brückenkopfes Rschew, nicht erreicht, durch ihre Aktionen aber das deutsche Oberkommando gehindert, von diesem Abschnitt beträchtliche Verstärkungen in den Raum Stalingrad abzuziehen. Im Gegenteil: das Hitler-Kommando musste, um das Aufmarschgebiet Rschew-Wjasma zu halten, in diesem Raum zusätzlich vier Panzerdivisionen und eine motorisierte Division einsetzten.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Schlacht um Rschew in der Literatur ==&lt;br /&gt;
Von [[Alexander Twardowski]] (1910–1971) stammt eines der ergreifendsten Gedichte über den Krieg, mit dem Titel: „Bin gefallen bei Rschew“.&lt;br /&gt;
: „Brennt die Front unaufhörlich wie ein Messer ihr Schein,&lt;br /&gt;
: Ich bin tot und ich weiß nicht, wird Rschew noch unser sein?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://mr-home.staff.shef.ac.uk/rzhev/rzhev3.html Militärhistorische Darstellung von David M. Glantz (englisch)]&lt;br /&gt;
* [http://www.armchairgeneral.com/rkkaww2/battles/mars42_Orlov.htm Gegendarstellung durch Col. Alexander Semenovich Orlov] (engl. Übersetzung aus dem Russischen)&lt;br /&gt;
* Алексей Валерьевич Исаев (A. W. Isajew): [http://www.bibliotekar.ru/antisuvorov/47.htm Operation Mars] (russisch)&lt;br /&gt;
* Valeri Abaturow: [http://mil.ru/winner_may/history/more.htm?id=12153821@cmsArticle Операция Марс] (russisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[David M. Glantz]]: &amp;#039;&amp;#039;Zhukov&amp;#039;s Greatest Defeat. The Red Army&amp;#039;s Epic Disaster in Operation Mars, 1942&amp;#039;&amp;#039; (1999 Kansas City).&lt;br /&gt;
* П.Судоплатов: &amp;#039;&amp;#039;Разведка и Кремль.&amp;#039;&amp;#039; М., 1966. С. 187 – 188.&lt;br /&gt;
* Орлов Александр Семёнович: &amp;#039;&amp;#039;Операция &amp;quot;Марс&amp;quot;: Различные трактовки&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Wladimir Karpow: &amp;#039;&amp;#039;Маршал Жуков, его соратники и противники в годы войны и мира&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Georgi K. Schukow: &amp;#039;&amp;#039;Erinnerungen und Gedanken.&amp;#039;&amp;#039; Deutsche Verlags-Anstalt GmbH., Stuttgart 1969, S. 405.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärische Operation des Deutsch-Sowjetischen Krieges|Mars]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutsche Besetzung Russlands 1941–1944]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deckname|Mars]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Konflikt 1942]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Kelvin</name></author>
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