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	<title>Operation Flavius - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Operation_Flavius&amp;diff=2149313&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2026-02-14T04:54:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Location of IRA bomb, Gibraltar.jpg|mini|Geplanter Ort der Bombenzündung]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Operation Flavius&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Flavius&amp;#039;&amp;#039; war der Name des in Spanien geborenen antiken römischen Kaisers [[Theodosius I.]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.wissen.de/wde/generator/wissen/ressorts/geschichte/index,page=1256344.html |wayback=20100721194306 |text=Information auf der Webseite von www.wissen.de}} Abgerufen am 4. Dezember 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;) wurde von Soldaten des [[Special Air Service]] (SAS), einer britischen Spezialeinheit, in [[Gibraltar]] am 6. März 1988 durchgeführt. [[Daniel McCann]], [[Seán Savage]] und [[Mairéad Farrell]] von der [[Active Service Unit]] (ASU), einer Abteilung der [[Provisional Irish Republican Army|IRA]], bereiteten den Anschlag mit einer Autobombe anlässlich eines Wachwechsels vor der Residenz des Gouverneurs von Gibraltar vor. Während der Vorbereitung des Anschlags wurden die drei Personen von einer SAS-Einheit&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.irishtimes.com/newspaper/breaking/2008/0227/breaking65.html The Irish Times vom 2. Februar 2008]. Abgerufen am 4. Dezember 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; erschossen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Urteil&amp;quot; details=&amp;quot;§§ 15, 17(c) und (d)&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |titel=McCann and Others v United Kingdom {{!}} Series A, No 324, Application No 18984/91(1995) |werk=UK Law Online |abruf=2026-01-02 |url=http://www.leeds.ac.uk/law/hamlyn/gibralta.htm |archiv-datum=2015-03-24 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20150324035521/http://www.leeds.ac.uk/law/hamlyn/gibralta.htm}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies soll geschehen sein, weil der SAS falsch informiert war und annehmen musste, dass die Bombe bereits platziert und zur Detonation über eine Fernzündung vorbereitet war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Urteil&amp;quot; details=&amp;quot;§ 52&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== IRA-Planung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Shell petrol station, Winston Churchill Avenue, Gibraltar.jpg|mini|Tatort: Shell-Tankstelle in Gibraltar]]&lt;br /&gt;
Die Erschießungen ereigneten sich in der Nähe der Shell-Tankstelle in der &amp;#039;&amp;#039;Winston Churchill Avenue&amp;#039;&amp;#039;, der vielbefahrenen vierspurigen Hauptstraße, die von Gibraltar über die Flughafenlandebahn zur spanischen Grenze führt. Die drei IRA-Aktivisten bewegten sich in Gibraltar, um in der von parkenden Autos überfüllten Stadt einen geeigneten Parkplatz für ihr Fahrzeug mit Autobombe zu suchen. Sie bereiteten einen Anschlag auf eine militärische Musikkapelle des &amp;#039;&amp;#039;1st Battalion Royal Anglian Regiments&amp;#039;&amp;#039; vor, die sich auf der Rückkehr von einer Tour in Nordirland befand.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://news.bbc.co.uk/onthisday/hi/dates/stories/march/7/newsid_2516000/2516155.stm |titel=1988: IRA gang shot dead in Gibraltar |werk=[[British Broadcasting Corporation|news.bbc.co.uk]] |sprache=en |datum=1988-03-07 |abruf=2024-02-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Weg dorthin wurde McCann als Erster von den zivil gekleideten Soldaten des SAS mit Maschinenpistolen erschossen, als er nach seinem Gepäck griff. Das SAS-Team nahm an, dass er den Auslöser der Fernsteuerung zur Bombendetonation betätigen wollte,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Urteil&amp;quot; details=&amp;quot;§ 61&amp;quot; /&amp;gt; und Farrell ereilte das gleiche Schicksal, wie auch Savage, als sie nach ihrem Handgepäck griffen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Urteil&amp;quot; details=&amp;quot;§ 78&amp;quot; /&amp;gt; McCann wurde fünfmal, Farrell achtzehnmal und Savage zwischen sechzehn- und achtzehnmal von Kugeln getroffen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Urteil&amp;quot; details=&amp;quot;§§ 108–110&amp;quot; /&amp;gt; Es stellte sich heraus, dass die drei Erschossenen unbewaffnet waren und keine Fernsteuerungsgerätschaften bei sich trugen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bombenmaterial, 64&amp;amp;nbsp;kg [[Semtex]], wurde später von der spanischen Polizei in einem Fahrzeug in [[Marbella]] sichergestellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Urteil&amp;quot; details=&amp;quot;§ 99&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Attentat auf dem Milltown-Friedhof und Corporals-Killing ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zehn Tage nach dem Ereignis in Gibraltar wurden während der Beisetzung der drei Getöteten auf dem [[Milltown-Friedhof]] in [[Belfast]] drei Personen, darunter ein IRA-Aktivist, von [[Michael Stone (Extremist)|Michael Stone]], einem loyalistischen Fanatiker der [[Ulster Defence Association]] (UDA), durch Pistolenschüsse getötet und etwa 60 Trauergäste durch zahlreiche explodierende Handgranaten verletzt, die er in die trauernde Menge warf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei Tage nach dem Anschlag auf die Trauergemeinde kam es im Zusammenhang mit der Beisetzung einiger IRA-Mitglieder zu einem Ereignis, das in Großbritannien als &amp;#039;&amp;#039;Corporals-Killing&amp;#039;&amp;#039; bekannt wurde: Die Corporale der britischen Armee David Howes und Derek Wood&amp;lt;ref name=&amp;quot;T284&amp;quot;&amp;gt;Taylor, Peter. Brits: The War against the IRA. London: Bloomsbury, 2001. 284. ISBN 0-7475-5007-7, Seite 284.&amp;lt;/ref&amp;gt; fuhren am 19. März 1988 in [[Belfast]] in Zivilkleidung in eine Trauergemeinde bei einer Beerdigung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite book | last = Ingrao | first = Charles | authorlink = | title = Confronting the Yugoslav Controversies: A Scholar&amp;#039;s Initiative (Central European Studies) | publisher = Purdue University Press | year = 2009 | page = 1 | doi =  | isbn = 0-911198-85-7 |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Menschenmenge glaubte zunächst an einen versuchten Terroranschlag und lynchte die Briten&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lost Lives&amp;quot;&amp;gt;Lost Lives 2007 Edition, Seiten 1121–24. ISBN 978-1-84018-504-1&amp;lt;/ref&amp;gt;. Der Vorfall wurde teilweise gefilmt und erregte landesweites Interesse in Irland und Großbritannien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mediale Darstellung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erste Meldungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die mediale Darstellung der Tötung variierte im Zeitlauf stark. Laut den ersten Medienberichten vom 6. März, die auf Informationen des [[Verteidigungsministerium des Vereinigten Königreichs|britischen Verteidigungsministeriums]] zurückgingen, hatten zivile Polizisten eine Bombe gefunden und in diesem Zusammenhang drei Verdächtige erschlossen. Am Abend desselben Tages vermeldete das Ministerium, Soldaten seien bei der „Schießerei“ involviert gewesen, diese hätten auch die Bombe entschärft. Die [[British Broadcasting Company|BBC]] sprach daraufhin von „Schusswechseln“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=David Miller |Titel=The Media on the Rock: The Media and the Gibraltar Killings |Hrsg=Bill Rolston |Sammelwerk=The Media and Northern Ireland. Covering the Troubles |Verlag=MacMillan |Ort=Houndmills, London |Datum=1991 |ISBN=978-1-349-11279-1 |Online=https://www.academia.edu/3176252 |Seiten=70 |Zitat=At 21.00 the MoD said that ‚security forces were involved in the shootings and that military personnel dealt with a supect bomb‘ The MoD statement came too late for the BBC 21.00 bulletin and they continued to refer to ‚police‘ rather than ‚British soldiers‘. Nevertheless, they were much more certain about what had happened: ‚Police in Gibraltar have shot dead three suspected Irish terrorists. They’ve also defused a car bomb … It was said ot have 500 pounds of explosives packed inside. Official sources said the bomb appeared to have been prepared to go off on Tuesday … They were challenged by, it appears, plain-clothed policemen … Then the shoot-out happened‘ (BBC1, 21.00, 6 March 1988).}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am folgenden Tag korrigierte der britische Verteidigungsminister [[Geoffrey Howe]], dass keine Bombe gefunden worden sei und die IRA-Leute unbewaffnet gewesen seien. Die Soldaten hätten jedoch annehmen müssen, dass die IRA-Mitglieder bewaffnet seien oder eine Fernzündung bei sich trügen, und hätten daher nach „verdächtigen Bewegungen“ der IRA-Leute das Feuer eröffnen müssen. Britische Medien korrigierten ihre Darstellung nicht. Auch andere Politiker blieben zunächst bei der ursprünglichen Version.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=David Miller |Titel=The Media on the Rock: The Media and the Gibraltar Killings |Hrsg=Bill Rolston |Sammelwerk=The Media and Northern Ireland. Covering the Troubles |Verlag=MacMillan |Ort=Houndmills, London |Datum=1991 |ISBN=978-1-349-11279-1 |Online=https://www.academia.edu/3176252 |Seiten=70&amp;amp;nbsp;f.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Death on the Rock ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen Monat nach der &amp;#039;&amp;#039;Operation Flavius&amp;#039;&amp;#039; sendete das [[Independent Television]] (ITV), ein britisches Fernseh-Netzwerk, auf &amp;#039;&amp;#039;Thames Television&amp;#039;&amp;#039; die Dokumentation &amp;#039;&amp;#039;Death on the Rock&amp;#039;&amp;#039;. In dieser wurde der Tathergang korrekt dargestellt. Darüber hinaus sagten Augenzeugen aus, dass nach ihrer Wahrnehmung die unbewaffneten IRA-Leute ihre Hände erhoben hätten und dennoch erschossen worden seien (so unter anderem die Augenzeugin Carmen Proetta), und dass die IRA-Leute von SAS-Soldaten aus nächster Nähe weiter beschossen worden seien, als sie bereits am Boden lagen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Miller1988-25&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=David Miller, Dave Maguire |Titel=Truth on the Rock. The Media and the Gibraltar Shooting |Sammelwerk=Irish America Magazine |Datum=1988 |Seiten=22–28, hier 25 |Online=https://www.academia.edu/15033656}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Vorfeld versuchte der britische Außenminister erfolglos, die Ausstrahlung der Sendung zu verzögern;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Miller1988-25&amp;quot; /&amp;gt; nach Ausstrahlung wurde sie heftig von weiteren Angehörigen der britischen Regierung kritisiert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |titel=Death on the Rock |werk=The Museum of Broadcast Communications |datum=1988-04-28 |url=http://www.museum.tv/archives/etv/D/htmlD/deathonthe/deathonthe.htm |abruf=2026-02-01 |archiv-datum=2009-07-06 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20090706084026/http://www.museum.tv/archives/etv/D/htmlD/deathonthe/deathonthe.htm}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Als einige Monate später einer der interviewten Augenzeugen seine Aussage widerrief, brachte die Regierung &amp;#039;&amp;#039;Thames Television&amp;#039;&amp;#039; dazu, die Sendung von einer unabhängigen Untersuchungskommission untersuchen zu lassen. Die beiden mit der Untersuchung Betrauten wiesen die Vorwürfe zurück, die Dokumentation sei vorurteilsbehaftet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=David Miller |Titel=Don’t Mention the War. Northern Ireland, Propaganda and the Media |Verlag=Pluto Press |Ort=London, Boulder |Datum=1994 |ISBN=0-7453-0835-X |Seiten=46}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie beurteilten sie als „treffsicheres“ journalistisches Werk, das „in gutem Glauben und vorurteilslos“ produziert worden sei.&amp;lt;ref&amp;gt;Übersetzt nach {{Literatur |Autor=David Windelsham, Richard Rampton |Titel=The Windelsham–Rampton Report on „Death on the Rock“ |Verlag=Faber and Faber |Ort=London |Datum=1989 |ISBN=978-0-571-14150-0 |Seiten=144}}: „trenchant“; „in good faith and without ulterior motives“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Parallel griffen britische [[Boulevardzeitung]]en andere aussagende Personen an, um die Sendung in Misskredit zu bringen. Die [[The Sun|Sun]] beispielsweise titelte „&amp;#039;&amp;#039;The Tart of Gib&amp;#039;&amp;#039;“ und behauptete, Proetta sei eine anti-britische ehemalige Prostituierte, die eine Escort-Agentur betreibe und mit einem Kriminellen verheiratet sei. Weitere Zeitungen übernahmen ähnliche Vorwürfe. Nichts davon entsprach der Wahrheit. Proetta verklagte erfolgreich mehrere Zeitungen und erhielt geschätzt £350.000 Schadenersatz.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=David Miller, Dave Maguire |Titel=Truth on the Rock. The Media and the Gibraltar Shooting |Sammelwerk=Irish America Magazine |Datum=1988 |Seiten=22–28, hier 25–27 |Online=https://www.academia.edu/15033656}}&amp;lt;br /&amp;gt;{{Literatur |Autor=John Pilger |Titel=Hidden Agendas |Verlag=The New Press |Ort=New York |Datum=1998 |ISBN=1-56584-520-X |Online=https://archive.org/details/hiddenagendas00pilg/page/210/mode/1up |Seiten=210−212}}&amp;lt;br /&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Paul Donovan |titel=Speaking ill of the dead |werk=The Guardian |datum=2003-08-11 |url=https://www.theguardian.com/media/2003/aug/11/mondaymediasection.hutton |abruf=2026-01-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Teile von &amp;#039;&amp;#039;Death on the Rocks&amp;#039;&amp;#039; in den [[Vereinigte Staaten von Amerika|USA]] in einer Dokumentations-Fernsehsendung gezeigt wurden, fragte [[John J. O’Connor (Journalist)|John J. O’Connor]] von der &amp;#039;&amp;#039;[[The New York Times]]&amp;#039;&amp;#039; im Jahr 1989: „Wurde das IRA-Trio – sorgfältig seit Tagen observiert – in Wirklichkeit nach Gibraltar gelockt? Warum versäumte die Polizei die Leichen zu fotografieren oder [[Forensik|forensische]] Beweise zu sammeln? Warum wurden der Presse – die britische Boulevardpresse jubelte – Lügen über eine riesige Autobombe erzählt, die entschärft wurde, und über drei Verdächtige, die in einer Schießerei getötet wurden? Die untertriebene Feststellung dieser Fernseh-Dokumentation: ‚Es gab einen starken Anschein der Vertuschung und Desinformation durch die Regierung.‘“&amp;lt;ref&amp;gt;Übersetzt nach [http://query.nytimes.com/gst/fullpage.html?res=950DE6DA163FF930A25755C0A96F948260 John J. O&amp;#039;Connor: Review/Television; An I.R.A. Member, From Several Angles in der New York Times von 13. Juni 1989]. Abgerufen am 4. Dezember 2010: „Was the IRA trio, carefully followed for days, in fact lured into Gibraltar? Why did the police fail to photograph the bodies or gather forensic evidence? Why was the press – Britain&amp;#039;s tabloids were jubilant – told lies about a huge car bomb being defused and about the three suspects having died in a gunfight? This documentary&amp;#039;s understated observation: &amp;#039;There was a strong air of Government cover-up and disinformation.“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vergeltung der IRA ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 18. September 1990 verübte die IRA als Vergeltung einen Anschlag auf [[Peter Terry]]. Terry war Gouverneur von Gibraltar zu der Zeit, als Operation Flavius durchgeführt wurde, und hatte den Einsatz des SAS gebilligt. Durch ein Fenster seines Wohnhauses in [[Staffordshire]] wurden mehrere Schüsse auf Terry abgegeben. Terry erhielt mehrere Treffer im Gesicht und seine Frau Betty wurde unterhalb eines Auges verletzt, die Tochter erlitt einen Schock.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.expressandstar.com/millennium/1900/1976-2000/1990.html Our Century 1976-2000: Headline will go right here auf expressandstar.com]. Abgerufen am 4. Dezember 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende der Operation kam es zu einer heftigen Auseinandersetzung in Großbritannien. Eine eingesetzte Untersuchungskommission kam abschließend zu dem Ergebnis, dass es sich bei der &amp;#039;&amp;#039;Operation Flavius&amp;#039;&amp;#039; um keine gesetzeswidrige Operation gehandelt habe. 1995 verurteilte der [[Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte|Europäische Gerichtshof für Menschenrechte]] die &amp;#039;&amp;#039;Operation Flavius&amp;#039;&amp;#039; mit einer knappen Mehrheit von 10:9 Stimmen als Verstoß gegen die Menschenrechte. Der Gerichtshof war mehrheitlich nicht davon überzeugt, dass die Tötung der drei Terroristen erforderlich war, um Personen von ungesetzlicher Gewalt abzuhalten. Es ging um die Frage, wie weit ein Staat gehen darf, um sich und seine Bürger zu schützen. Das knappe Urteil zeigte den [[Dissens]] in der juristischen Interpretation eines Artikels in der Menschenrechtskonvention zwischen Recht auf Tötung in staatlicher Notwehr und Recht auf Leben von Individuen. Der Gerichtshof hielt aber auch fest, dass sich die drei IRA-Aktivisten in einem geplanten Terrorakt engagiert hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachgang ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Professor [[Christopher Andrew]], der offiziell beauftragte [[Historiker]] des britischen Inland-Geheimdienstes [[Security Service|MI5]], der ein Buch zu dessen 100-jährigem Bestehen veröffentlichte, schrieb darin, dass dem MI5 ein Fehler unterlief, als er annahm, dass McCann, Savage und Farrell die Absicht hatten, an der Tankstelle eine Bombe zu zünden. Es habe keine staatliche Weisung zum Töten durch Erschießen gegeben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://news.bbc.co.uk/1/hi/uk/8292470.stm BBC: IRA Gibraltar deaths &amp;#039;a mistake&amp;#039; vom 6. Oktober auf news.bbc.co.uk]. Abgerufen am 4. Dezember 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Buch befindet sich auch ein Observierungsbild von [[Siobhan O’Hanlon]] in Gibraltar und ihr Bewegungsprofil vor dem Anschlag vom März. Einige britische Zeitungen spekulierten, dass sie in den Anschlag verwickelt war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;gun&amp;quot;&amp;gt;[https://www.independent.co.uk/news/the-gunshots-that-had-terrible-echoes-across-ireland-1603185.html David McKittrick: &amp;#039;&amp;#039;The Gibraltar Shootings. The gunshots that had terrible echoes across Ireland&amp;#039;&amp;#039; auf &amp;#039;&amp;#039;The Independent&amp;#039;&amp;#039; vom 2. Februar 1995]. Abgerufen am 6. Mai 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; O’Hanlon wurde vom spanischen Geheimdienst in Spanien und auf ihrem Rückweg nach Irland observiert. Sie war zeitweise auch als Sekretärin von [[Gerry Adams]] von der nordirischen [[Sinn Féin]] tätig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;gun&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brian Fitzsimons von der [[Royal Ulster Constabulary]], der bei einem Hubschrauberabsturz in Schottland 1994 ums Leben kam, wird nachgesagt, dass er an der &amp;#039;&amp;#039;Operation Flavius&amp;#039;&amp;#039; beteiligt war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;gun&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Andy McNab]]: Remote Control. Kindle Edition 1998. ISBN 0-552-15235-8&lt;br /&gt;
* Christopher Andrew: The Defence of the Realm. The Authorized History of MI5. Allen Lane 2009. ISBN 0-7139-9885-7&lt;br /&gt;
* Nicholas Eckert: Fatal Encounter - The story of the Gibraltar killings. ISBN 1-85371-837-8&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.rcgfrfi.easynet.co.uk/larkin_pubs/older/motr/motr_all.htm Murder on the Rock auf www.rcgfrfi.easynet.co.uk]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nordirlandkonflikt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte Gibraltars]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Konflikt 1988]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deckname|Flavius]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Terrorismusbekämpfung im Vereinigten Königreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Special Air Service]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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