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	<title>Operation Condor - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Operation_Condor&amp;diff=351286&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Rotondus: der Link</title>
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		<updated>2026-03-14T22:22:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;der Link&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt die Geheimdienstaktivitäten in Lateinamerika. Zur gleichnamigen Operation zur Zerstörung von Drogenanbaugebieten siehe [[Operation Condor (Mexiko)]], zur &amp;#039;&amp;#039;Operation Kondor&amp;#039;&amp;#039; genannten Spionagetätigkeit deutscher Agenten in Ägypten während des Zweiten Weltkriegs siehe [[Johannes Eppler]].}}&lt;br /&gt;
{{Lückenhaft|Uruguay.}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Operation Condor participants.svg|mini|Teilnehmer des [[Staatsterror]]s der multinationalen [[Verdeckte Operation|Geheimdienstoperation]] &amp;#039;&amp;#039;Operation Condor&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Grün:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Teilnehmende Staaten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hellgrün:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Teilweise beteiligte Staaten,&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Blau:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Unterstützende Staaten. Bis heute ist die Rolle der USA nicht annähernd vollständig aufgeklärt.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem [[Codename]]n &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Operation Condor&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{esS|Operación Cóndor}}) [[Verdeckte Operation|operierten]] in den 1970er- und 1980er-Jahren die [[Nachrichtendienst|Geheimdienste]] von sechs [[Südamerika|südamerikanischen]] Ländern – [[Argentinien]], [[Chile]], [[Paraguay]], [[Uruguay]], [[Bolivien]] und [[Brasilien]] – mit Unterstützung der [[Vereinigte Staaten|Vereinigten Staaten]],&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=A. J. Langguth |Titel=Hidden terrors |Verlag=New York : Pantheon Books |Datum=1978 |ISBN=978-0-394-40674-9 |Online=http://archive.org/details/hiddenterrors00ajla |Abruf=2023-02-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; mit dem Ziel, [[Politische Linke|linke politische]] und oppositionelle Kräfte weltweit zu verfolgen und zu töten. In geringerem Umfang waren auch die Geheimdienste [[Peru]]s, [[Kolumbien]]s und [[Venezuela]]s&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.johndinges.com/condor/spanishreviews/Venezuelatextos.htm |titel=El Nacional text |datum=2011-12-06 |abruf=2023-02-01 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20111206101617/http://www.johndinges.com/condor/spanishreviews/Venezuelatextos.htm |archiv-datum=2011-12-06 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; an den Aktionen beteiligt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://findarticles.com/p/articles/mi_qa3821/is_200610/ai_n17195860/ |text=Predatory States. Operation Condor and Covert War in Latin America/When States Kill. Latin America, the U.S., and Technologies of Terror |wayback=20110616065735}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Daniel Brandt |url=https://www.latinamericanstudies.org/chile/condor.htm |titel=Operation Condor: Ask the DEA |datum=1998-12-10 |sprache=en |abruf=2023-02-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Fast alle beteiligten Länder wurden zu Beginn der Geheimoperation von [[Militärdiktatur]]en oder [[Autoritärer Staat|rechtsautoritären]] Regimen regiert. Sie endete in den einzelnen Ländern jeweils spätestens mit deren [[Transition (Politikwissenschaft)|Übergang zur Demokratie]]. Die wirksame juristische Aufarbeitung dieser Verbrechen kam erst zu Beginn des 21. Jahrhunderts in Gang und dauert bis heute an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Operation Condor wurde offiziell im November 1975 auf Wunsch des chilenischen Diktators [[Augusto Pinochet]] gestartet.  Die Hauptphase der Operation fand zwischen 1976 und 1978 statt. Die Beziehungen zwischen Chile und Argentinien wurden 1978 angespannt, was schließlich zum Zusammenbruch des gesamten Condor-Netzwerks führte, obwohl der Betrieb bis 1981 fortgesetzt wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Archive&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1992 in Paraguay entdeckten Archive des Terrors enthüllten die Existenz der Operation Condor und dokumentierten zahlreiche Verbrechen. Sie dokumentieren die Entführung, Folter, Vergewaltigung und Ermordung von mindestens 763 Menschen, darunter mindestens 370 Morde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Archive&amp;quot;&amp;gt;{{cite web|url=https://www.theguardian.com/news/2020/sep/03/operation-condor-the-illegal-state-network-that-terrorised-south-america|title=Operation Condor: the cold war conspiracy that terrorised South America |last=Tremlett |first=Giles |date=2020-09-03 |website=guardian.co.uk |publisher=The Guardian |accessdate=2023-06-11 |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der amerikanische Politikwissenschaftler J. Patrice McSherry schätzt, dass bei der Operation 402 Menschen getötet wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite book|last1=McSherry|first1=J. Patrice|title=Predatory States: Operation Condor and Covert War in Latin America|publisher=Rowman &amp;amp; Littlefield Publishers|location=Lanham, Maryland|year=2005|isbn=978-0742536876|url=https://books.google.com/books?id=tSDg6xa4z2YC |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ablauf ==&lt;br /&gt;
Nach dem bisherigen Kenntnisstand beschlossen die Vertreter der sechs Staaten auf Vorschlag des damaligen chilenischen [[Nachrichtendienst|Geheimdienstchefs]] [[Manuel Contreras]] am 25. November 1975 die grenzübergreifende Zusammenarbeit. Die Übereinkunft fiel mit dem 60. Geburtstag des damaligen chilenischen Diktators General [[Augusto Pinochet]] zusammen. Fünf Tage zuvor war der spanische Diktator [[Francisco Franco|Franco]] gestorben. Die Länder kooperierten beim Informationsaustausch sowie der Verfolgung und Tötung von als Staatsfeinden eingestuften politischen Gegnern in den Nachbarstaaten sowie im Ausland. Eine gemeinsame Informationszentrale wurde im [[Hauptquartier]] der chilenischen [[Geheimpolizei]] [[Dirección de Inteligencia Nacional|DINA]] eingerichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;Virtual Truth Commission: {{Webarchiv |url=http://www.geocities.com/~virtualtruth/condor.htm |text=Reports by Topic: Operation Condor |wayback=20060109172327}}, 27. Juni 1999&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://nsarchive2.gwu.edu/NSAEBB/NSAEBB239d/index.htm |titel=Operación Cóndor en el Archivo del Terror |hrsg=National Security Archive |datum=2007-12-21 |abruf=2023-02-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Intern wurden die geheim gehaltenen Aktivitäten mit der Ausschaltung von Regimegegnern sowie als Kampf gegen internationale terroristische Elemente begründet. Dabei setzten die Geheimdienste ihre Agenten auf die Spur von Gegnern der [[Militärregime]], linken Politikern, Priestern, Gewerkschaftern, Oppositionellen sowie Vertretern von [[Menschenrechtsorganisation]]en. Die Opfer wurden in der Regel ohne Begründung oder gerichtliche Grundlage verhaftet oder verschleppt und danach oft ermordet (spanisch {{lang|es|&amp;#039;&amp;#039;[[Desaparecidos]]&amp;#039;&amp;#039;|de=[die] Verschwundene[n]}}; siehe auch [[Verschwindenlassen]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrfach wurden auch im Ausland, u.&amp;amp;nbsp;a. in den USA, Italien, Frankreich und Portugal, Mordanschläge verübt. Unter anderem wird das tödliche Attentat auf den ehemaligen chilenischen Außenminister [[Orlando Letelier]] im September 1976 in Washington (Autobombenanschlag) mit Agenten der Operation Condor in Verbindung gebracht. [[Dirección de Inteligencia Nacional|DINA]]-Chef [[Manuel Contreras]] wurde für diese Tat vor einem US-Gericht angeklagt (siehe &amp;#039;&amp;#039;Rolle der USA&amp;#039;&amp;#039;). Im Jahr 2004 wurde er wegen „gewaltsamen Verschleppens von Personen“ in Chile zu 12 Jahren Haft verurteilt (siehe &amp;#039;&amp;#039;Juristische Aufarbeitung&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Opfer ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Día por la Memoria, la Verdad y la Justicia 24-03-2019 (01).jpg|mini|Gedenkmarsch mit Fotos von &amp;#039;&amp;#039;[[Desaparecidos|Verschwundenen]]&amp;#039;&amp;#039; zum Anlass des dreißigsten Jahrestages des Militärputsches in Argentinien, 24. März 2019]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem bisherigen Stand der offiziellen Ermittlung sowie der Auswertung von Dokumenten fielen mindestens 200 Personen der Zusammenarbeit der Staaten während der Operation Condor zum Opfer. Die weitaus größere Zahl der Opfer ist jedoch auf direkte Maßnahmen der nationalen Regierungen gegen ihre eigenen Bürger zurückzuführen, allein in Argentinien gelten etwa 30.000 Menschen als dauerhaft [[Verschwindenlassen|verschwunden]], in Chile 2.950. Doch die Bilanz der lateinamerikanischen Repressionspolitik ist nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen weitaus höher: Etwa 50.000 Ermordete, 350.000 Verschwundene und 400.000 Gefangene.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.tagesschau.de/ausland/meldung77018.html |titel=&amp;quot;Operation Condor&amp;quot;: Terror im Namen des Staates {{!}} tagesschau.de |datum=2007-08-24 |abruf=2023-12-01 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20230325172134/http://www.tagesschau.de/ausland/meldung77018.html |archiv-datum=2023-03-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=amerika21 |url=https://amerika21.de/2023/12/267042/chile-erinnert-kissinger |titel=In Chile wird an Henry Kissingers Mitwirkung am Putsch 1973 erinnert |datum=2023-12-01 |sprache=de |abruf=2023-12-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Juristische Aufarbeitung ==&lt;br /&gt;
Die Geheimdienstoperation wurde durch Zufall bekannt, als bei Recherchen des paraguayischen Anwalts [[Martín Almada]] im Dezember 1992 in einer Polizeistation im Vorort der Hauptstadt [[Asunción]] Dokumente über die Operation Condor entdeckt wurden. Diese so genannten &amp;#039;&amp;#039;Terrorarchive&amp;#039;&amp;#039; führten zu intensiven Ermittlungen der Staatsanwaltschaften in den inzwischen demokratisch regierten Ländern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paraguays ehemaliger Diktator [[Alfredo Stroessner]] wurde in mehreren Fällen wegen der Operation Condor angeklagt – er starb jedoch im brasilianischen Exil geschützt vor einer Strafverfolgung. Am 13. Dezember 2004 erhob ein chilenisches Gericht Anklage gegen den chilenischen Ex-Diktator [[Augusto Pinochet|Pinochet]]; er starb jedoch, bevor es zu einer Verurteilung kommen konnte. Die meisten angeklagten Politiker, die sich bisher zu den Vorwürfen geäußert haben, lehnen jede Verantwortung für die Operation Condor und die blutige Repression in ihren Ländern ab und beschuldigen die nationalen Polizeidienste. Mittlerweile wurden jedoch einige Beteiligte rechtskräftig verurteilt, unter anderem der chilenische DINA-Chef Manuel Contreras, mehrere chilenische und argentinische Offiziere sowie im Jahr 2010 auch der ehemalige Junta-Chef von Argentinien, [[Jorge Rafael Videla]]. Contreras wurde im April 2003 von einem chilenischen Gericht zu 15 Jahren Haft verurteilt. Im Januar 2004 bestätigte ein Berufungsgericht den Schuldspruch, setzte seine Strafe aber auf 12 Jahre herab. Es handelte sich dabei um die erste Verurteilung wegen „[[Verschwindenlassen|gewaltsamen Verschleppens von Personen]]“ während der [[Militärdiktatur in Chile]]. Zahlreiche Prozesse sind in den betroffenen Ländern anhängig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2009 kehrte [[Sabino Augusto Montanaro|Sabino Montanaro]] nach jahrelangem Exil nach [[Paraguay]] zurück. Montanaro war erst Chef der paraguayischen Geheimpolizei und später ab 1966 Innenminister unter Diktator [[Alfredo Stroessner|Stroessner]]. Ihm wurde eine tragende Rolle bei der Operation Condor zugeschrieben. Er hatte sich 1989 mit einem [[Diplomatenpass]] nach Honduras abgesetzt. Ob Anklage erhoben werden sollte, war zunächst unklar, da er zu krank und alt für eine Gerichtsverhandlung erschien.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.laht.com/article.asp?ArticleId=333468&amp;amp;CategoryId=12394 |titel=Ailing Stroessner Henchman Returns to Paraguay |werk=Latin American Herald Tribune |datum=2009-05-04 |sprache=en |abruf=2009-05-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Montanaro verstarb schließlich 2011, bevor es zu einer Verurteilung kommen konnte. Zu diesem Zeitpunkt waren sieben Gerichtsverfahren wegen diverser Menschenrechtsverletzungen gegen ihn anhängig, unter anderem wegen des gewaltsamen Verschwindenlassens von Personen.&amp;lt;ref&amp;gt;Jan Päßler:  {{Webarchiv |url=http://wochenblatt.cc/nachrichten/ex-innenminister-montanaro-letzte-nacht-verstorben/5342 |text=Ex-Innenminister Montanaro letzte Nacht verstorben. |wayback=20121207225502}} Das Wochenblatt, Asunción, 11. September 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende Mai 2016 wurden in Argentinien insgesamt fünfzehn frühere Militärangehörige wegen ihrer Beteiligung an der Operation verurteilt. Der ehemalige Militärmachthaber des Landes, [[Reynaldo Bignone]], erhielt wegen der Beteiligung an mehr als einhundert Morden eine zwanzigjährige Haftstrafe. Der ursprünglich ebenfalls angeklagte Jorge Videla war im Laufe des sich über mehr als drei Jahre hinziehenden Prozesses verstorben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/politik/ausland/argentinien-verurteilt-militaers-wegen-plan-condor-a-1094626.html &amp;#039;&amp;#039; Südamerikanische Militärdiktaturen: Argentinien verurteilt Militärs wegen &amp;quot;Plan Cóndor&amp;quot;.&amp;#039;&amp;#039;] Spiegel Online, 27.&amp;amp;nbsp;Mai 2016, abgerufen am gleichen Tage&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2017 wurde der 95-jährige Ex-Präsident Perus [[Francisco Morales Bermúdez]] in Rom zu lebenslänglicher Haft verurteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rolle der USA und Frankreichs ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Französische Doktrin|School of the Americas}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Rolle der US-Regierung und der US-Geheimdienste bei der Operation Condor ist bis heute nicht vollständig aufgeklärt. In den Jahren 2000 und 2001 veröffentlichte US-Geheimdienstdokumente&amp;lt;ref&amp;gt;National Security Archive: [http://www.gwu.edu/~nsarchiv/news/20001113/ &amp;#039;&amp;#039;Chile: 16,000 Secret Documents Declassified. CIA Forced to Release Hundreds of Records of Covert Operations&amp;#039;&amp;#039;], 13. November 2000&amp;lt;/ref&amp;gt; legen den Schluss nahe, dass das [[Federal Bureau of Investigation|FBI]] und der amerikanische Geheimdienst [[Central Intelligence Agency|CIA]] von den Aktivitäten Kenntnis hatten, sie duldeten und logistisch und technisch unterstützten. Den Dokumenten zufolge lieferten sie technische Hilfsmittel und gaben Ausbildungskurse für die Agenten. Eine wichtige Rolle spielte dabei das militärische Ausbildungszentrum [[School of the Americas]] in der Kanalzone [[Panama]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Frankreich|Französische]] Veteranen aus dem [[Algerienkrieg]] schulten Offiziere der Militärregime in der so genannten [[Französische Doktrin|Französischen Doktrin]], die ein umfassendes Instrumentarium zur Unterdrückung von Oppositionellen darstellt und unter anderem die systematische [[Folter]] und Ermordung von (oftmals willkürlichen) Verdächtigten umfasst.&amp;lt;ref name=&amp;quot;arte&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Marie-Monique Robin |url=http://www.arte.tv/de/geschichte-gesellschaft/geschichte-am-mittwoch/NAV_201_20cette_20semaine/627476,CmC=627480.html |titel=Todesschwadronen - Wie Frankreich Folter und Terror exportierte |werk=Arte Programmarchiv |datum=2004-09-08 |archiv-url=https://archive.today/20120721073535/http://www.arte.tv/de/geschichte-gesellschaft/geschichte-am-mittwoch/NAV_201_20cette_20semaine/627476,CmC=627480.html |archiv-datum=2012-07-21 |abruf=2009-01-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut einem internen CIA-Untersuchungsbericht hielt die Behörde von 1974 bis 1977 enge Kontakte zum Leiter der Operation Condor, Manuel Contreras.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Christopher Hitchens]] |Titel=The Case Against Henry Kissinger |Sammelwerk=[[Harper’s Magazine]] |Datum=2001-02 |Seiten=37 |Online={{Webarchiv|url=http://www.icai-online.org/files/hitchens_harpers_kissinger.pdf |wayback=20100807054912 |text=Online   }} |Format=PDF |KBytes= }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die CIA bestätigte auch, zu mindestens einem Zeitpunkt Zahlungen an Contreras geleistet zu haben, die Summe wurde nicht veröffentlicht. Als Contreras 1976 wegen des Mordes an [[Orlando Letelier]] in [[Washington, D.C.|Washington]] von einem US-Bundesschöffengericht (&amp;#039;&amp;#039;federal grand jury&amp;#039;&amp;#039;) angeklagt wurde, hatte die CIA diese Information zurückgehalten, sie kam erst im Jahr 2000 an die Öffentlichkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den im Jahr 2000 freigegebenen US-Dokumenten befand sich auch ein Telegramm&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.gwu.edu/~nsarchiv/news/20010306/condor.pdf &amp;#039;&amp;#039;Telegramm des US-Botschafters in Panama zur Nutzung von US-Einrichtungen durch Condor-Agenten&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 48&amp;amp;nbsp;kB), 20. Oktober 1978, Quelle: [[George Washington University]]&amp;lt;/ref&amp;gt; des damaligen US-Botschafters in Panama an den [[Außenminister der Vereinigten Staaten|US-Außenminister]] aus dem Jahr 1978. Darin berichtet der Absender, dass eine US-Nachrichtenzentrale in Panama für den Informationsaustausch der Condor-Agenten diene. Er drückte die Befürchtung aus, dass das Bekanntwerden dieser Tatsache ein schlechtes Licht auf die Rolle von US-Behörden bei der Ermordung von Orlando Letelier werfen könnte, die zu dieser Zeit Gegenstand eines Strafprozesses in den USA war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor allem dem [[Nationaler Sicherheitsberater (Vereinigte Staaten)|US-Sicherheitsberater]] (1969–1973) und [[Außenministerium der Vereinigten Staaten|Außenminister]] (1973–1977) [[Henry Kissinger]] wird aufgrund von Dokumenten vorgeworfen, dass er die Aktion [[Beziehungen zwischen Lateinamerika und den Vereinigten Staaten#US-Unterstützung autoritärer Herrschaft|aktiv unterstützt habe]], da er in den lateinamerikanischen Ländern [[Kommunismus|kommunistische]] Revolutionen fürchtete ([[Domino-Theorie]]) und die diktatorischen Machthaber als Verbündete der USA im Kampf gegen den Kommunismus ansah.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Christopher Hitchens |Titel=The Case Against Henry Kissinger |Sammelwerk=[[Harper’s Magazine]] |Datum=2001-02 |Seiten=2–3 und vorletzte Seite }} {{Webarchiv|url=http://www.icai-online.org/files/hitchens_harpers_kissinger.pdf |wayback=20100807054912 |text=Online   }} &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hintergrund ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Desaparecidos}}&lt;br /&gt;
In Südamerika wurden in den 1970er und 1980er Jahren fast alle Länder längere Zeit von [[Beziehungen zwischen Lateinamerika und den Vereinigten Staaten#1970er Jahre: Die Ära der Juntas|politisch rechtsgerichteten, meist von den USA unterstützten Militärdiktaturen]] regiert. Diese unterdrückten fast durchweg mit Gewalt die meist links stehende Opposition. Ein verbreitetes Mittel dazu war die heimliche Entführung (&amp;#039;&amp;#039;[[Verschwindenlassen]]&amp;#039;&amp;#039;) missliebiger Personen durch anonym bleibende Mitglieder von Sicherheitskräften. Die Opfer wurden während der Haft in [[Geheimgefängnis]]sen meist gefoltert, erniedrigt und in sehr vielen Fällen anschließend ermordet (siehe &amp;#039;&amp;#039;[[Desaparecidos]]&amp;#039;&amp;#039;). Allein während der [[Argentinische Militärdiktatur (1976–1983)|Militärdiktatur in Argentinien]] von 1976 bis 1983 &amp;#039;&amp;#039;verschwanden&amp;#039;&amp;#039; auf diese Weise bis zu 30.000 Menschen spurlos. Nach dem Übergang der Staaten zur Demokratie, meist in den 1980er und 1990er Jahren, wurde die Strafverfolgung solcher Verbrechen in vielen Ländern durch generelle [[Amnestie]]gesetze für die Täter jahrelang be- oder verhindert. Diese wurden in den letzten Jahren jedoch in mehreren Ländern [[Desaparecidos#Juristische Aufarbeitung|rückwirkend aufgehoben]], so dass zahlreiche ehemalige [[Desaparecidos#Juristische Aufarbeitung|Diktatoren und Folterer mittlerweile bestraft wurden]] oder noch vor Gericht stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[US-Intervention in Chile]]&lt;br /&gt;
* [[Asymmetrische Kriegführung]]&lt;br /&gt;
* [[Aufstandsbekämpfung]]&lt;br /&gt;
* [[Operation Charly]]&lt;br /&gt;
* [[Stefano Delle Chiaie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Stella Calloni&lt;br /&gt;
   |Titel=Operación Condor. Lateinamerika im Griff der Todesschwadronen&lt;br /&gt;
   |Verlag=Zambon Verlag&lt;br /&gt;
   |Ort=Frankfurt am Main&lt;br /&gt;
   |Datum=2010&lt;br /&gt;
   |ISBN=978-3-88975-144-7}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=John Dinges&lt;br /&gt;
   |Titel=The Condor Years: How Pinochet and His Allies Brought Terrorism to Three Continents&lt;br /&gt;
   |Verlag=The New Press&lt;br /&gt;
   |Datum=2005&lt;br /&gt;
   |ISBN=1-56584-977-9}}&lt;br /&gt;
* [[Willi Baer]], [[Karl-Heinz Dellwo]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Diktatur und Widerstand in Chile&amp;#039;&amp;#039;, [[Laika-Verlag]], Hamburg, 2013, ISBN 978-3-942281-65-2.&lt;br /&gt;
* J. Patrice McSherry: &amp;#039;&amp;#039;Predatory states. Operation Condor and covert war in Latin America&amp;#039;&amp;#039;, Lanham u.&amp;amp;nbsp;a. (Rowman &amp;amp; Littlefield) 2005. ISBN 978-0-7425-3687-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Pierre Abramovici: &amp;#039;&amp;#039;{{Webarchiv |url=http://www.monde-diplomatique.de/pm/2001/05/11/a0038.text.name,askJ8eHid.n,1 |text=&amp;quot;Operation Condor&amp;quot; - neue Erkenntnisse über einen schmutzigen Krieg |wayback=20030909200916}}&amp;#039;&amp;#039; in: &amp;#039;&amp;#039;Le Monde Diplomatique&amp;#039;&amp;#039; vom 11. Mai 2001&lt;br /&gt;
* Josef Oehrlein: &amp;#039;&amp;#039;[http://salvador-allende-platz.de/condor.htm In den Krallen des Kondors: Wie die lateinamerikanischen Diktaturen den Staatsterror koordinierten]&amp;#039;&amp;#039; in: &amp;#039;&amp;#039;Frankfurter Allgemeine Zeitung&amp;#039;&amp;#039; vom 14. Juli 2001&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[http://www.aljazeera.com/programmes/insidestoryamericas/2013/03/2013367461442124.html Tracing the shadows of &amp;#039;Operation Condor&amp;#039;]&amp;#039;&amp;#039; (+ Video, 25 Min.), Dokumentation von [[Al Jazeera English]] vom 6. März 2013 (englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nachrichtendienstliche Operationen|Condor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Guerilla]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verschwindenlassen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Brasilianische Militärgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärgeschichte Lateinamerikas]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chilenische Militärgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Argentinische Militärgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deckname|Condor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Argentinisch-bolivianische Beziehungen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Argentinisch-brasilianische Beziehungen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Argentinisch-chilenische Beziehungen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Argentinisch-paraguayische Beziehungen]]&lt;br /&gt;
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		<author><name>imported&gt;Rotondus</name></author>
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