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	<title>Onryō - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T07:12:50Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Onry%C5%8D&amp;diff=2779940&amp;oldid=prev</id>
		<title>95.112.82.220 am 25. März 2024 um 23:51 Uhr</title>
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		<updated>2024-03-25T23:51:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Weiterleitungshinweis|Goryō|Zum japanischen Fußballspieler siehe [[Junki Goryō]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Hokusai Onryo.jpg|miniatur|300px|Buchillustration von [[Katsushika Hokusai]], Erscheinung eines Onryō (links), 1808]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Onryō&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Japanische Sprache|jap.]] {{lang|ja|怨霊}}, zu [[Deutsche Sprache|dt.]] „rachsüchtiger Geist“, „zorniger Geist“, „verbitterte Seele“) ist ein [[Fiktion|fiktives]] [[Gespenst|Geisterwesen]] der [[Japanische Mythologie|japanischen Mythologie]]. Er zählt zur Gruppe der [[Yūrei]] und gilt als bösartig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Onryō werden als die [[Seele]]n Verstorbener beschrieben, die einen besonders langsamen und qualvollen, oft durch [[Mord]] oder Krankheit herbeigeführten [[Tod]] starben. Das Gefühl der Ungerechtigkeit und der daraus resultierende Drang nach [[Rache]] ist im Augenblick des Todes so stark, dass der Geist in dieser Spirale des Zorns und der Ruhelosigkeit gefangen ist und nicht ins [[Jenseits]] übergehen kann (oder will). Der Onryō ist für gewöhnlich gestaltlos, kann aber das Aussehen des Verstorbenen, aus dem er entwich, annehmen und sogar handgreiflich werden. Er kann aber auch den eigenen, ehemaligen Körper wie eine [[Marionette]] steuern. Manche Onryō sind so stark, dass sie von anderen, noch lebenden Personen Besitz ergreifen können und diese dann meist in den [[Selbstmord]] treiben. Auch typisch für die Anwesenheit eines Onryō können verschiedene [[Poltergeist]]aktivitäten, wie zerspringendes Glas und umherfliegende Möbel sein. Durch eine aufwändige [[Zeremonie]] namens &amp;#039;&amp;#039;Chinkon-sai&amp;#039;&amp;#039; ({{lang|ja|鎮魂祭}}, zu dt. „Totenmesse“) sowie durch Errichtung eines [[Schrein]]s soll es möglich sein, einen rachsüchtigen Geist zu [[Katharsis (Psychologie)|läutern]] und zu besänftigen. Er verwandelt sich dann in einen sogenannten &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Goryō&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{lang|ja|御霊}}, zu dt. „Erlauchter Totengeist“), der nun eine abgestufte Form des Onryō darstellt und nach seiner Läuterung in die Gruppe der [[Kami]] erhoben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tradition ==&lt;br /&gt;
Der Glaube an die [[Existenz]] von Onryō entspringt dem [[tradition]]ellen [[Shintoismus]] und kann bis in die [[Heian-Zeit]] (794–1185) zurückverfolgt werden. Heute glauben besonders Jugendliche an Onryō und deren gefährliche Kräfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den bekanntesten Überlieferungen eines Onryō gehört jene des Schreins &amp;#039;&amp;#039;[[Kitano Tenman-gū]]&amp;#039;&amp;#039; des [[Adel|Hofadligen]] &amp;#039;&amp;#039;[[Sugawara no Michizane]]&amp;#039;&amp;#039; (845–903) in [[Heian-kyō]] ([[Kyōto]]). Michizane, auch unter dem Beinamen &amp;#039;&amp;#039;[[Tenjin]]&amp;#039;&amp;#039; ({{lang|ja|天神}}) bekannt, soll durch eine Intrige vom Kaiserhof verbannt worden sein. Noch bevor das Fehlurteil gegen ihn wieder aufgehoben werden konnte, verstarb Michizane. Bald darauf soll Michizane als Onryō in Gestalt eines gehörnten [[Raijin|Donnergottes]] zurückgekehrt sein und den Hofstaat mit [[Naturkatastrophe]]n und ungewöhnlichen Toden gestraft haben. Daraufhin errichteten die Kyotoer einen Schrein, um Michizane zu besänftigen und sprachen ihm postum alle Ehrungen und Hofrangtitel zu, die ihm zu Lebzeiten verwehrt worden waren. Heute befindet sich, neben Kyōto, auch in [[Kyūshū]] ein sogenannter Tenjin-Schrein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Chinesische Mythologie|chinesischen Mythologie]] sind ebenfalls „rachsüchtige Geister“, &amp;#039;&amp;#039;Guī shā&amp;#039;&amp;#039; ({{zh|v=鬼煞}}) genannt, vertreten. Dem chinesischen [[Volksglaube]]n nach entstehen diese durch das Ausbleiben oder der absichtlichen Unterlassung einer würdevollen [[Bestattung]] des Verstorbenen. Sie sollen als &amp;#039;&amp;#039;[[Jiangshi|Jīangshī]]&amp;#039;&amp;#039; (chin. {{zh|kurz=1|v=僵尸|b=[[Zombie|Wiedergänger]]}}) erscheinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Moderne ==&lt;br /&gt;
Onryō sind ein häufig [[Diskussion|thematisiertes]] und [[Popularität|populäres]] Motiv in japanischen [[Manga]]s, [[Anime]] und besonders [[Horrorfilm]]en. Bekannte Beispiele hierfür sind unter anderem &amp;#039;&amp;#039;[[Juon: The Curse|Ju-on]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Ringu|Ringū]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Dark Water (2002)|Dark Water]]&amp;#039;&amp;#039;. In diesen Filmen werden Onryō als Frauen in langen, weißen Kleidern und mit knielangen, pechschwarzen Haaren dargestellt. Nach einem gewaltsamen und ungerechten Tod kehren die Frauen als Rachegeist zurück und verfolgen ihre Opfer, bis diese selbst zu Tode kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Roger Goodman, Kirsten Refsing: &amp;#039;&amp;#039;Ideology and Practice in Modern Japan.&amp;#039;&amp;#039; Reprinted edition. Routeledge, London u. a. 2003, ISBN 0-415-06102-4, S. 91.&lt;br /&gt;
* Allan G. Grapard: &amp;#039;&amp;#039;Religious practices. Dealing with the forces of nature.&amp;#039;&amp;#039; In: Donald H. Shively, William H. McCullough (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Heian Japan&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;The Cambridge History of Japan.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 2). Cambridge University Press, Cambridge 1999, ISBN 0-521-22353-9, S. 547–564, hier S. 558–564.&lt;br /&gt;
* Hori Ichiro: &amp;#039;&amp;#039;Folk Religion in Japan. Continuity and Change&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;The Haskell Lectures on History of Religions.&amp;#039;&amp;#039; NS Bd. 1). Edited by Joseph M. Kitagawa and Alan L. Miller. Paperback edition, 4th printing. University of Chicago Press, Chicago IL u. a. 1994, ISBN 0-226-35334-6, S. 43–51.&lt;br /&gt;
* Kuroda Toshio: &amp;#039;&amp;#039;The World of Spirit Pacification. Issues of State and Religion.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Japanese Journal of Religious Studies.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 23, Nr. 3/4, 1996, {{ISSN|0304-1042}}, S. 321–351, [http://nirc.nanzan-u.ac.jp/nfile/2607 Digitalisat (PDF; 756 kB)].&lt;br /&gt;
* Stanca Scholz: &amp;#039;&amp;#039;Aspekte des mittelalterlichen Synkretismus im Bild des Tenman Tenjin im Nô&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Münchener ostasiatische Studien&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 59). Steiner, Stuttgart 1991, ISBN 3-515-05623-8, S. 7–9 &amp;amp; 18–20, (Zugleich: München, Universität, Dissertation, 1989).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.univie.ac.at/rel_jap/an/Mythen:Geister Hintergrundinfos zu japanischen Geistern (so auch Onryō)] (deutsch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Onryo}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Japanische Mythologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gespenst]]&lt;/div&gt;</summary>
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