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	<title>Onibi - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-29T22:19:45Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Onibi&amp;diff=871821&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Thomas Dresler: Klammern korrigiert</title>
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		<updated>2022-08-06T10:47:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Klammern korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Wakan Sansai Zue - Onibi.jpg|mini|rechts|200px|Ein &amp;#039;&amp;#039;Onibi&amp;#039;&amp;#039;, wie es im &amp;#039;&amp;#039;Wakan Sansei Zue&amp;#039;&amp;#039; erscheint.]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Onibi&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (鬼火; „Onifeuer“), auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Tamabi&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (魂火; „Beseeltes Feuer“) genannt, ist ein [[fiktiv]]es Wesen der [[japan]]ischen [[Folklore]], das den [[Hitodama]] entspringen soll und mit ähnlichen [[Irrlicht]]ern wie den [[Kitsunebi]], [[Tanuki-bi]] und den [[Kosenjōbi]] verwechselt wird. Das Wort „Onibi“ wird dabei sowohl als Sammelbegriff für alle Arten von Irrlicht gebraucht und verstanden, als auch als eine eigene Wesenheit interpretiert. Die Übergänge sind dabei oft verschwommen und die Unterschiede unklar definiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Das Onibi wird als „klassisches“ Irrlicht in Gestalt kleiner Flämmchen oder Feuerbälle beschrieben, die entweder lautlos umherschweben oder leise knisternd umherhuschen. Seltener sollen sie mit einem fauchenden oder brausenden Geräusch durch die Luft eilen. Die Größenbeschreibung der Feuerkugeln variiert dabei zwischen wenigen [[Zentimeter]]n und mehreren [[Dezimeter]]n (bis 30&amp;amp;nbsp;cm), ihre Farbe reicht von weißlich über grünlich bis bläulich. Sie sollen etwa einen Meter hoch schweben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Onibi sollen angeblich am häufigsten auf [[Friedhof|Friedhöfen]] und verlassenen [[Schlachtfeld]]ern, nahe [[Tempel]]n und [[Schrein]]en und/oder in heimgesuchten Häusern erscheinen. Besonders häufig geschehe dies während oder kurz nach starken Regenfällen. Generell werden sie durchweg mit Orten in Verbindung gebracht, an denen die Seelen unglücklich Verstorbener in Gestalt von Hitodamas umgehen. Was Onibi dabei von anderen Irrlichtern unterscheidet, ist die überlieferte Eigenart, dass ein Onibi nicht von selbst entstehen könne, sondern zum Beispiel durch die [[schwarze Magie]] eines [[Yōkai]] oder [[Oni]] „hergestellt“ werden müsse. Dazu fange der Yōkai oder Oni ein Hitodama ein und verderbe es zum Beispiel mit einem [[Fluch]]. Nur in seltenen, besonderen Fällen könne ein Onibi durch eine Verschmelzung mehrerer, bösartiger Seelen entstehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Sébastien Penmellen Boret: &amp;#039;&amp;#039;Japanese Tree Burial...&amp;#039;&amp;#039;, London (UK) 2014, S. 214–216.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hintergrund ==&lt;br /&gt;
Sowohl im [[Shintōismus]], [[Buddhismus]] und im [[Volksglaube|Volks-]] und [[Aberglaube]]n gibt es kaum eine bedrückendere und beängstigendere Vorstellung, als nach dem Tod nicht würde- und ehrenvoll bestattet zu werden. Ohne Bestattung nebst ritueller [[Zeremonie]] und [[Gebet]]en könne die Seele von Mensch und Tier verloren gehen, weil sie den Weg ins [[Jenseits]] nicht kennt. Eine solche „verlorene Seele“ könne dann unter Umständen von zauberkundigen Yōkei und Oni eingefangen werden, um sie dann als Feuerbälle oder Feuergeister gegen unliebsame Menschen auszusenden, oder um deren Häuser zu zerstören.&amp;lt;ref&amp;gt;Jolanta Tubielewicz: &amp;#039;&amp;#039;Superstitions, Magic and Mantic Practices in the Heian Period&amp;#039;&amp;#039;. Warschau 1980, S. 169–172.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Glaube an Onibi ist mindestens seit der frühen [[Edo-Zeit]] überliefert. Die früheste gesicherte Erwähnung findet sich im &amp;#039;&amp;#039;Wakan Sansei Zue&amp;#039;&amp;#039; (和漢三才図会; &amp;#039;&amp;#039;Chinesisch-japanisches Nachschlagewerk&amp;#039;&amp;#039;) von Terajima Ryōan aus dem Jahr 1712. Darin wird das Onibi erstmalig als „die blaue Fackel eines [[Dämon]]s, die Seelen verzehrt“ beschrieben. Des Weiteren heißt es darin, Onibi seien bereits im frühchristlichen [[China]] bekannt gewesen und erforscht worden. Dort glaube man, dass Onibi auf leuchtendes [[Phosphor]] zurückgehen würden. Eine weitere Nennung und Beschreibung erscheint im Sammelwerk &amp;#039;&amp;#039;Tankai&amp;#039;&amp;#039; (譚海; &amp;#039;&amp;#039;Ein Meer aus Geschichten&amp;#039;&amp;#039;) von Sōan Tsumura aus dem Jahr 1734 und im Sammelband  &amp;#039;&amp;#039;Mimibukuro&amp;#039;&amp;#039; (耳嚢; &amp;#039;&amp;#039;Eine Tasche voller Hörensagen&amp;#039;&amp;#039;) von Negishi Shizumori aus dem Jahr 1739 im Abschnitt &amp;#039;&amp;#039;Onibi no Koto&amp;#039;&amp;#039; (鬼火の事; &amp;#039;&amp;#039;Das Onibi von [[Kōtō]]&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref&amp;gt;Katsumi Tada: 幻想世界の住人たち, vol. 4: 日本編. Tokio 1990, S. 231–234.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der frühen [[Shōwa-Zeit]] (Beginn des [[20. Jahrhundert]]s) wurde die These populär, dass natürliches [[Methan]] aus menschlichen wie tierischen [[Leiche]]n für das Phänomen der „Dämonenfeuer“ verantwortlich sein könnte. Methangas ist in Kombination mit [[Sauerstoff]] und Feuchtigkeit hochentzündlich und erzeugt eine typische, bläuliche Flamme. Da besonders die Toten auf Schlachtfeldern und Armenfriedhöfen der Antike gar nicht bis schlecht bestattet wurden, sei es laut den [[Physik]]- und [[Chemie]]professoren Kanda Sakyō und Ōtsuki Yoshihiko denkbar, dass stoßartig entweichendes Methangas für die bläulichen Feuererscheinungen verantwortlich sein könnte. Dies würde ihre Häufigkeit in Friedhof- und Schlachtfeldnähe, ihre Farbe und die Verbindung zu starken Regenfällen erklären. Als weitere Erklärungsmöglichkeit bietet Yoshihiko [[Elmsfeuer]] an, das in Japan als &amp;#039;&amp;#039;Kaika&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Kaibi&amp;#039;&amp;#039; (怪火; „Feuerspuk“ oder „Spuklicht“) bekannt ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Sakyo Kanda: 不知火・人魂・狐火. Tokio 1992 (Neuauflage), S. 37–39 u. 59–67.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Katsumi Tada: 幻想世界の住人たち, vol. 4: 日本編. Shinkigen-sha, Tokio 1990, ISBN 978-4-915146-44-2.&lt;br /&gt;
* Sakyo Kanda: 不知火・人魂・狐火. Chūkoron-sha, Tokio 1992 (Neuauflage), ISBN 978-4-12-201958-4.&lt;br /&gt;
* Jolanta Tubielewicz: &amp;#039;&amp;#039;Superstitions, Magic and Mantic Practices in the Heian Period&amp;#039;&amp;#039;. Wydaw-a UW, Warschau 1980, ISBN 978-83-00-01040-0.&lt;br /&gt;
* Sébastien Penmellen Boret: &amp;#039;&amp;#039;Japanese Tree Burial: Ecology, Kinship and the Culture of Death&amp;#039;&amp;#039;. Routeledge, London (UK) 2014, ISBN 978-1-317-91243-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gespenst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Japanische Mythologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Thomas Dresler</name></author>
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