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	<title>Omentum majus - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-25T12:27:26Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Omentum_majus&amp;diff=550126&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Florian Blaschke: /* Bursa omentalis */</title>
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		<updated>2025-08-15T04:46:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Bursa omentalis&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Sobo 1909 564.png|mini|hochkant=1.6|Illustration aus &amp;#039;&amp;#039;Sobotta&amp;#039;s Human Anatomy&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gray1035.png|mini|hochkant=1.6|Das Omentum majus ({{enS|&amp;#039;&amp;#039;Greater Omentum&amp;#039;&amp;#039;}}), auf einer Lithografie aus dem Buch [[Gray’s Anatomy]].]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Omentum majus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (griechisch &amp;#039;&amp;#039;Epiploon&amp;#039;&amp;#039;), deutsch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;großes Netz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. auch [[Johannes Steudel]]: &amp;#039;&amp;#039;Der anatomische Terminus „Netz“.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Sudhoffs Archiv.&amp;#039;&amp;#039; Band 47, 1963. S. 383–386.&amp;lt;/ref&amp;gt; ist beim Menschen und anderen [[Säugetiere]]n eine vom Bauchfell ([[Peritoneum]]) überzogene [[Fettgewebe|fett-]] und [[Bindegewebe|bindegewebsreiche]] Struktur, die von der großen Krümmung des [[Magen]]s und dem quer verlaufenden Teil des [[Dickdarm]]s (&amp;#039;&amp;#039;Colon transversum&amp;#039;&amp;#039;) schürzenartig herabhängt und die [[Dünndarm]]schlingen normalerweise vollständig bedeckt. Bei geschlachtetem Vieh spricht man vom &amp;#039;&amp;#039;[[Fettnetz]]&amp;#039;&amp;#039;. Die Ansammlungen von [[Lymphozyt]]en, [[Histiozyt]]en und [[Wanderzellen]] im großen Netz nennt man „Milchflecken“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Omentum majus ist verantwortlich für die [[Immunabwehr]] im Bauchraum. Es enthält eine große Anzahl [[Makrophagen]] und [[Lymphozyten]], die sich im Falle einer [[Entzündung]] vermehrt auf die betroffenen Bereiche legen und so vor einer [[Peritonitis|Bauchfellentzündung]] schützen. Außerdem spielt es eine Rolle sowohl im Rahmen der Fettspeicherung als auch bei der Regulation des Flüssigkeitsgleichgewichts im [[Peritonealraum]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklungsgeschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Embryogenese|Entwicklungsgeschichtlich]] entsteht das Omentum majus aus einem Teil des rückenseitigen [[Gekröse|Magengekröses]] (&amp;#039;&amp;#039;Mesogastrium dorsale&amp;#039;&amp;#039;): Durch die 90°-Drehung des [[Magen]]s um die Längsachse – die Hinterwand des Magens, die bei dieser Drehung schneller wächst, wird dabei als große Krümmung (&amp;#039;&amp;#039;Curvatura major&amp;#039;&amp;#039;) nach links verlagert – wird das rückenseitige Gekröse zunächst ebenfalls nach links gezogen, muss also wachsen. Da dieser Teil des rückenseitigen Gekröses mehr wächst als für die bloße Rotationsbewegung des Magens notwendig wäre, entsteht eine Duplikatur bzw. in Bezug auf die [[Peritoneum|peritoneale]] Auskleidung eine vierblättrige Struktur, deren innere Bauchfellblätter bald miteinander verschmelzen. Mit der Drehung des Magens um eine [[Sagittalebene|sagittale Achse]] (seiner Querverlagerung) nimmt das Omentum majus seine Lage oberhalb des Colon transversum (Querdarm) ein und hängt nun nach unten bis zur Höhe des Bauchnabels. Auch die [[Tunica serosa|Serosaüberzüge]] von Omentum majus und Colon transversum verschmelzen dabei an ihren Berührungsflächen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bursa omentalis ==&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bursa omentalis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Netzbeutel) ist ein Raum, den das Omentum umschließt (lateinisch &amp;#039;&amp;#039;bursa&amp;#039;&amp;#039;, von mittellateinisch &amp;#039;&amp;#039;bursa&amp;#039;&amp;#039; „Geldbeutel“,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Friedrich Kluge]], [[Alfred Götze (Philologe)|Alfred Götze]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache]].&amp;#039;&amp;#039; 20. Auflage. Hrsg. von [[Walther Mitzka]]. De Gruyter, Berlin / New York 1967; Neudruck („21. unveränderte Auflage“) ebenda 1975, ISBN 3-11-005709-3, S. 92 f. (&amp;#039;&amp;#039;Börse&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;/ref&amp;gt; bedeutet „Säckchen“ oder „Beutel“). Beim Menschen entstehen im 3. Embryonalmonat Spalten im dorsalen Mesenterium, die miteinander verschmelzen. Sie bilden den Recessus pneumato-entericus dexter (es entsteht auch ein linker, der sich jedoch schnell zurückbildet), der zunächst Brust und Bauchhöhle verbindet. Dieser Durchgang wird nach oben durch das entstehende [[Zwerchfell]] verschlossen. Mit der Drehung des Magens um die Längsachse und die Mitbewegung des dorsalen Mesenteriums entsteht hieraus auf dessen rechter Seite die &amp;#039;&amp;#039;Bursa omentalis&amp;#039;&amp;#039; als  eine nach rechts offene Tasche, die letztlich hinter dem Magen zu liegen kommt. Sie dient als Verschiebeschicht für diesen und trägt zu dessen ungestörter Beweglichkeit bei. Nach Abschluss der körperlichen Entwicklung handelt es sich um die größte [[Bauchfellnische]] der Bauchhöhle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach hinten wird sie begrenzt vom Peritoneum parietale, das die [[Bauchspeicheldrüse]] überzieht und sich mit dem &amp;#039;&amp;#039;Tuber omentale&amp;#039;&amp;#039; in die Bursa vorbuckelt, sowie dem Peritoneum parietale der hinteren Bauchwand, nach vorne vom [[Omentum minus]], Magen und &amp;#039;&amp;#039;Ligamentum gastrocolicum&amp;#039;&amp;#039;, dem Verbindungsstück zwischen Magen und Querdarm, das aus dem vordersten Anteil des &amp;#039;&amp;#039;Mesogastrium dorsale&amp;#039;&amp;#039; entstanden ist. Aussackungen (&amp;#039;&amp;#039;Recessus&amp;#039;&amp;#039;) entstehen nach oben als &amp;#039;&amp;#039;Recessus superior&amp;#039;&amp;#039;, der zwischen unterer Hohlvene und Speiseröhre unter die [[Leber]] zieht, sowie nach unten als &amp;#039;&amp;#039;Recessus inferior&amp;#039;&amp;#039; zwischen Magen und Querdarm. Bei Neugeborenen setzt sich dieser oft zwischen die beiden noch unverschmolzenen Blätter des Omentum majus fort. Mit der freien Bauchhöhle ist es über das &amp;#039;&amp;#039;Vestibulum bursae omentalis&amp;#039;&amp;#039; (den Vorhof der Tasche) und das [[Foramen omentale]] (&amp;#039;&amp;#039;Foramen Winslowi&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;oder Foramen epiploicum&amp;#039;&amp;#039;) verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Bursa omentalis&amp;#039;&amp;#039; besitzt damit große Relevanz für die [[Bauchchirurgie]], da nur über sie Zugang zur Bauchspeicheldrüse und die angrenzenden Gebiete erreicht werden kann. Einziger natürlicher Zugangsweg ist das Foramen omentale. Chirurgisch können ventral Wege über das [[Omentum minus]] und das [[Ligamentum gastrocolicum]], kaudal durch das Gekröse des [[Colon transversum]] geschaffen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schweinenetz ==&lt;br /&gt;
Das Omentum majus vom Schwein, in der [[Küchensprache]] [[Fettnetz]] oder auch nur kurz &amp;#039;&amp;#039;Netz&amp;#039;&amp;#039; genannt, wird in der Küche zum Einwickeln von diversen Fleischgerichten verwendet, zum Beispiel für das Schweizer [[Adrio]] oder allgemein für den [[Rollbraten]] oder [[Hackbraten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Omentektomie]]&lt;br /&gt;
* [[Fettschürze]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Thomas W. Sadler: &amp;#039;&amp;#039;Medizinische Embryologie.&amp;#039;&amp;#039; Thieme, 2003, ISBN 3-13-446610-4, S.&amp;amp;nbsp;249. {{Google Buch|BuchID=6ioTJJKAQXcC|Seite=249}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Serosa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chirurgie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Embryologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Magen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Florian Blaschke</name></author>
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