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	<title>Olmeken - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Hnsjrgnweis: /* Mythologie */</title>
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		<updated>2026-03-03T18:01:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Mythologie&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Olmec Heartland Overview v2 PT.svg|mini|hochkant=1.4|Olmekische Kulturzone an der Golfküste Mexikos]]Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Olmeken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von [[Nahuatl]] Singular &amp;#039;&amp;#039;Ōlmēcatl&amp;#039;&amp;#039; beziehungsweise Plural &amp;#039;&amp;#039;Ōlmēcah&amp;#039;&amp;#039; für „Leute aus dem [[Kautschuk]]land“) wurden von [[Archäologe]]n die Träger der [[mesoamerika]]nischen &amp;#039;&amp;#039;[[La Venta (Mexiko)|La-Venta]]-Kultur&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. Ihre tatsächliche [[ethnisch]]e Zugehörigkeit ist unbekannt. Die Kultur der Olmeken ist von etwa 1500 bis um 400 v.&amp;amp;nbsp;Chr. entlang der Küste des [[Golf von Mexiko|Golfs von Mexiko]] nachweisbar. Ihre bekanntesten kulturellen Hinterlassenschaften sind mehrere [[Olmekische Kolossalköpfe|Kolossalköpfe]]. Wie stark der Einfluss der Kultur der Olmeken auf die [[Maya]]-Kultur war, wird vielfach diskutiert.&lt;br /&gt;
== Namensbestimmung ==&lt;br /&gt;
An der Südküste des Golfs von Mexiko legten [[Archäologie|Archäologen]] in den 1920er Jahren Fundstätten einer frühen Kultur frei, welche von Anfang bis Mitte des ersten Jahrtausends v.&amp;amp;nbsp;Chr. in den Stätten von [[La Venta (Mexiko)|La Venta]], [[San Lorenzo Tenochtitlan]] und [[Tres Zapotes]] florierte. Es ist unbekannt, wie die Träger dieser Kultur sich selbst nannten oder von ihren Zeitgenossen genannt wurden. [[Datei:20041229-Olmec Head (Museo Nacional de Antropología).jpg|mini|Kolossalkopf mit Helm oder Kappe, [[Nationalmuseum für Anthropologie (Mexiko)|Nationalmuseum für Anthropologie]], [[Mexiko-Stadt]]]]Zur Zeit der [[Azteken]] (14. bis frühes 16. Jh.&amp;amp;nbsp;n.&amp;amp;nbsp;Chr.), also 2500 Jahre später, bewohnte diese Landschaft ein Volk, das von den Azteken als &amp;#039;&amp;#039;Huixtotin-Olmeken&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet wurde. Diesen Namen wandte erstmals im Jahr 1929 [[Marshall Howard Saville]], Direktor des [[National Museum of the American Indian|Museum of the American Indian (Heye Foundation)]] in [[New York City|New York]], auf die Kultur der erwähnten Fundstätten an. Es gibt jedoch keine Hinweise darauf, dass das aztekenzeitliche Olmekenvolk tatsächlich die Nachfahren jener Menschen gewesen wären, die Jahrhunderte zuvor die so genannte „Olmekenkultur“ geschaffen hatten.&amp;lt;ref&amp;gt;Bildatlas der Archäologie, S. 344.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Ihre Zentren lagen bei den heutigen Orten La Venta, Tres Zapotes und San Lorenzo Tenochtitlan an der südlichen Golfküste [[Mexiko]]s in den heutigen Bundesstaaten [[Tabasco (Mexiko)|Tabasco]] und [[Veracruz (Bundesstaat)|Veracruz]]. Die hohen [[Niederschlag|Niederschläge]] in diesem Gebiet ermöglichten ihnen einen ganzjährigen intensiven [[Mais]]anbau. Die Ursprünge ihrer Kultur sind jedoch möglicherweise im mexikanischen [[Hochland (Landschaft)|Hochland]] (Guerrero) zu suchen und reichen in die Zeit um 1500&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr. zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.jstor.org/stable/985900?seq=1 &amp;#039;&amp;#039;Ursprung der Olmeken – Literatur.&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; Gegen 400&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr. wurden die letzten bedeutenden olmekischen Zentren aufgegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Volk der Olmeken wurde wahrscheinlich schrittweise durch die jüngere aufstrebende Mayakultur verdrängt und schließlich von dieser komplett absorbiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kunst und Kultur ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Estatuilla de Tuxtla.jpg|mini|Tuxtla-Statuette]]Die Olmeken wurden vielfach als die Träger der Mutterkultur Mesoamerikas angesehen. Die Anfänge von [[Schrift]] und [[Kalender]]rechnung sowie das [[Mesoamerikanisches Ballspiel|Ballspiel]] und die Errichtung von [[Tempelpyramide]]n in Amerika werden ihnen zugerechnet. Die Kultur strahlte auf die späteren Kulturen der Maya im Osten und der [[Zapoteken]] im Westen aus. Die Diskussion um die Mutterkultur ist jedoch mittlerweile abgeflaut, da es keine ausreichenden Hinweise dafür gibt, dass die Olmeken tatsächlich ein großes Gebiet unter ihre Herrschaft gebracht haben. Aufgrund [[Ikonografie|ikonografischer]] Ähnlichkeiten über weite Teile Mesoamerikas hinweg (vgl. [[Monte-Alto-Kultur]]) können aber Handelsbeziehungen vermutet werden, die auch darstellerische Konventionen verbreiteten. Obwohl ihnen Werkzeuge aus Metall unbekannt waren, gelten die Olmeken als Meister der [[Bildhauerei|Steinbearbeitung]]. Sie schufen hervorragende Großskulpturen in Gestalt der berühmten [[San Lorenzo Tenochtitlan#Kolossalköpfe|Kolossalköpfe]] ebenso wie ein breites Spektrum von Kleinplastiken: [[Altar|Altäre]], menschliche und [[zoomorph]]e Figuren sowie Schmuckgegenstände aus [[Obsidian]] und [[Jade]]. Als typisches Motiv taucht dabei immer wieder der so genannte [[Jaguarmensch]] (auch &amp;#039;&amp;#039;Werjaguar&amp;#039;&amp;#039;) auf, dessen Gestalt Züge eines Menschen und eines [[Jaguar]]s verbindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meterhohen Kolossalköpfe der Olmeken sind aus [[vulkanische Bombe|vulkanischen Bomben]] oder [[Vulkanischer Block|Blöcken]] hergestellt, die aus dem Gebiet der [[Sierra de los Tuxtlas]] stammen. Alle Köpfe tragen eine mehr oder weniger verzierte kappenartige Kopfbedeckung; manchmal sind die Ohrläppchen mit Pflöcken durchbohrt und das Haar zu kleinen Zöpfen zusammengebunden. Es wird angenommen, dass diese realistisch und unidealisiert dargestellten Köpfe Porträts von tatsächlichen Herrschern, Kriegern oder anderen wichtigen Persönlichkeiten sind.[[Datei:Olmeken Stein.jpg|mini|Olmeken-Stein in Villahermosa]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schrift ==&lt;br /&gt;
2006 wurde die Hypothese aufgestellt, dass der sogenannte [[Cascajal-Stein]], ein 1999 nördlich von San Lorenzo per Zufall bei Straßenbauarbeiten geborgener beschrifteter Steinblock, die bislang ältesten [[Glyphe]]n der [[Neue Welt|Neuen Welt]] abbilde. Nach Ansicht der Archäologen um Carmen Rodríguez Martínez und Ponciano Ortíz Ceballos vom &amp;#039;&amp;#039;[[Instituto Nacional de Antropología e Historia]]&amp;#039;&amp;#039; handelt es sich bei den Glyphen um ein unbekanntes olmekisches Schriftsystem, das auf etwa 900&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr. zu datieren ist und alle Merkmale eines echten Schriftsystems aufweist. Die Wissenschaftler meinten sogar, eine [[gebundene Sprache]] innerhalb des Schriftsystems zu erkennen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Mary E. D. Pohl, Kevin O. Pope, Christopher von Nagy |Titel=Olmec Origins of Mesoamerican Writing |Sammelwerk=Science |Band=298 |Nummer=5600 |Datum=2002-12-06 |DOI=10.1126/science.1078474 |Seiten=1984–1987}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mythologie ==&lt;br /&gt;
Die Olmeken haben – anders als die [[Maya]] – keine Dokumente ihrer [[Mythologie]] hinterlassen; mit anderen Worten: Götterbildnisse fehlen. Deshalb beruht die Interpretation ihrer Vorstellungen auf den [[Ruine]]n ihrer Monumente und auf Vergleichen mit anderen [[mesoamerikanisch]]en Kulturen sowie Analogschlüssen. Die Verehrung von Raubkatzen wird jedoch in Steinskulpturen deutlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption, Kunst und Film ==&lt;br /&gt;
[[Datei:20041229-Luchador Olmeca (Museo Nacional de Antropología) MQ.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Luchador Olmeca&amp;#039;&amp;#039;, [[Nationalmuseum für Anthropologie (Mexiko)|Nationalmuseum für Anthropologie]], [[Mexiko-Stadt]]. Die bärtige und glatzköpfige Figur wurde lange Zeit als „Ringer“ interpretiert; möglich ist jedoch auch eine Deutung als [[Mesoamerikanisches Ballspiel|Ballspieler]].]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1940er Jahren führten die mysteriösen Qualitäten zu einer lebendigen Rezeption unter Künstlern und Kulturphilosophen. Zu den ersten Interpreten der Olmekenkultur gehören der mexikanische Künstler und Ethnologe [[Miguel Covarrubias (Künstler)|Miguel Covarrubias]] und dessen Freund, der surrealistische Künstler [[Wolfgang Paalen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die moderne Forschung lässt soziokulturelle Zusammenhänge mit der noch älteren Kultur der [[Arawak]] vermuten, auf deren nördlichste Ausläufer auf den [[Antillen]] noch [[Christoph Kolumbus|Kolumbus]] stieß.&amp;lt;ref&amp;gt;nach Howard Zinn, A People’s History of the United States, Harper Perennial, 2005, S. 3.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste archäologischer Fundstätten der Olmekenkultur]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Norman Bancroft-Hunt: &amp;#039;&amp;#039;Atlas der indianischen Hochkulturen – Olmeken, Tolteken, Maya, Azteken.&amp;#039;&amp;#039; Tosa-Verl., Wien 2002, ISBN 3-85492-557-3.&lt;br /&gt;
* John E. Clark: &amp;#039;&amp;#039;Olmec art and archaeology in Mesoamerica.&amp;#039;&amp;#039; Yale Univ. Pr., New Haven 2000, ISBN 0-300-08522-2.&lt;br /&gt;
* Richard A. Diehl: &amp;#039;&amp;#039;The Olmecs – America&amp;#039;s first civilization.&amp;#039;&amp;#039; Thames &amp;amp; Hudson, London 2004, ISBN 0-500-02119-8.&lt;br /&gt;
* [[Harald Haarmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der untergegangenen Völker – von Akkader bis Zimbern.&amp;#039;&amp;#039; Beck, München 2005, ISBN 3-406-52817-1. S. 208–209&lt;br /&gt;
* Ulrich Köhler: &amp;#039;&amp;#039;Olmeken und Jaguare. Zur Deutung von Mischwesen in der präklassischen Kunst Mesoamerikas.&amp;#039;&amp;#039; In: „Anthropos“, Bd. 80 (1985), S. 15–52.&lt;br /&gt;
* Henri Stierlin: &amp;#039;&amp;#039;Die Kunst der Maya – von den Olmeken zu den Maya-Tolteken.&amp;#039;&amp;#039; Belser, Stuttgart 1997, ISBN 3-7630-2348-8.&lt;br /&gt;
* Dieter Struss: &amp;#039;&amp;#039;Der große Bildatlas der Archäologie. &amp;#039;&amp;#039; Orbis Verl., München 1991, ISBN 3-572-01022-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Olmec|Olmeken}}&lt;br /&gt;
* [http://iaiweb1.iai.spk-berlin.de/DB=1/LNG=DU/SID=34ffdbb0-0/CMD?ACT=SRCHA&amp;amp;IKT=1016&amp;amp;SRT=YOP&amp;amp;TRM=olmeken Literatur über die Olmeken] im Katalog des [[Ibero-Amerikanisches Institut|Ibero-Amerikanischen Instituts]] in [[Berlin]]&lt;br /&gt;
* [http://www.indianer-welt.de/meso/olmek/index.htm Kultur der Olmeken – Fotos, Zeichnungen + Infos]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4043496-5|LCCN=sh85094635}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Olmeken| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Indigenes Volk in Mittelamerika]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:1. Jahrtausend v. Chr.]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:2. Jahrtausend v. Chr.]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologische Kultur (Amerika)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochkultur]]&lt;/div&gt;</summary>
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