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	<title>Ollendorf - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T09:52:41Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ollendorf&amp;diff=229257&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;BurghardRichter: /* Name */ Kleinere sprachliche Änderung, Formatierung von Einzelnachweisen, Verlinkung Gerhard Mercator</title>
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		<updated>2024-12-16T02:24:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Name: &lt;/span&gt; Kleinere sprachliche Änderung, Formatierung von Einzelnachweisen, Verlinkung &lt;a href=&quot;/index.php/Gerhard_Mercator&quot; title=&quot;Gerhard Mercator&quot;&gt;Gerhard Mercator&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|beschreibt die Gemeinde in Thüringen. Für weitere Bedeutungen siehe [[Ollendorf (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
|Wappen            = kein&lt;br /&gt;
|Breitengrad       = 51/02/12/N&lt;br /&gt;
|Längengrad        = 11/11/18/E&lt;br /&gt;
|Lageplan          = Ollendorf in SÖM.png&lt;br /&gt;
|Bundesland        = Thüringen&lt;br /&gt;
|Landkreis         = Sömmerda&lt;br /&gt;
|Verwaltungsgemeinschaft = Gramme-Vippach&lt;br /&gt;
|Höhe              = 212&lt;br /&gt;
|PLZ               = 99198&lt;br /&gt;
|Vorwahl           = 036203&lt;br /&gt;
|Gemeindeschlüssel = 16068039&lt;br /&gt;
|Adresse-Verband   = Erfurter Str. 6&amp;lt;br /&amp;gt;99195 Schloßvippach&lt;br /&gt;
|Website           = [http://www.ollendorf-online.de/ www.ollendorf-online.de]&lt;br /&gt;
|Bürgermeister     = Volker Reifarth&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ollendorf&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine Gemeinde im [[Thüringen|thüringischen]] [[Landkreis Sömmerda]] und [[verwaltungsrecht]]lich Teil der [[Verwaltungsgemeinschaft Gramme-Vippach]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
Auf einer Landkarte Thüringens von [[Gerhard Mercator]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://biblio.unibe.ch/web-apps/maps/zoomify.php?pic=Ryh_5303_22.jpg&amp;amp;col=ryh Zoombare Landkarte von 1585]&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde Ollendorf noch 1585 als „Oltorff“ bezeichnet. Das legt zunächst die Interpretation des Namens als eine Bezeichnung für ein altes Dorf nahe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut [[Ernst Förstemann]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ernst Förstemann]]: &amp;#039;&amp;#039;Altdeutsches Namenbuch&amp;#039;&amp;#039;, Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Ortsnamen.&amp;#039;&amp;#039; Nordhausen 1872, Scan [https://archive.org/stream/bub_gb_IY1-8kl7GL4C#page/n88/mode/1up/search/Ollendorf S.&amp;amp;nbsp;88.]&amp;lt;/ref&amp;gt; wäre es aber auch denkbar, dass der Wortteil „Ol“ aus dem Wortstamm „Aul“ hervorgeht, welcher von ihm eher als Personenname eingeordnet wird. Leitet man weiter, wie [[Wilfried Seibicke]], die mitteldeutsche Bezeichnung eines Töpfers, den Aulner, vom mittelhochdeutschen Wort für Topf „ûle“, lat. „olla“ ab,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wilfried Seibicke]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Personennamen im Deutschen.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. 2008, ISBN 978-3-11-020466-7, Scan [https://books.google.de/books?id=oQsiAAAAQBAJ&amp;amp;pg=PA172&amp;amp;dq=aul+mitteldeutsch#v=onepage&amp;amp;q=aul%20mitteldeutsch&amp;amp;f=false S.&amp;amp;nbsp;172.]&amp;lt;/ref&amp;gt; hat das durchaus Ähnlichkeit mit Schreibweisen, die Ollendorf im Laufe seiner Geschichte trug. Es wäre also genauso denkbar, dass der Ort schon in alten Zeiten als Herstellungsort von Töpferwaren bekannt war. Hinzu kommt, dass es bis heute in Ortsnähe Tonvorkommen gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
Das Dorf ist am Ursprung des Rossenbaches gegründet worden, der in der Ortslage mit einer kräftig schüttenden Quelle entspringt, die der &amp;#039;&amp;#039;Heilsborn&amp;#039;&amp;#039; genannt wird. Ollendorf befindet sich auf halbem Wege zwischen [[Weimar]] und [[Erfurt]] am Westhang des [[Ettersberg]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Reisende durchquert Ollendorf in der Regel, wenn er für den Weg zwischen den zwei Städten nicht über die [[Bundesautobahn 4|Autobahn 4]] oder die [[Bundesstraße 7]] fährt, sondern den landschaftlich reizvolleren Weg über den Ettersberg einschlägt, wo er am früheren [[Konzentrationslager Buchenwald]] vorbei nach Weimar gelangt. Ollendorf liegt am Kreuzungspunkt zweier alter Handelsstraßen: In Nord-Süd-Richtung verläuft von [[Bad Frankenhausen]] nach [[Nürnberg]] eine alte [[Salzstraße]], in Ost-West-Richtung zieht sich die [[Via Regia]] durch den Ort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seiner Lage hat Ollendorf auch zu verdanken, dass es heute am [[Ökumenischer Pilgerweg|Ökumenischen Pilgerweg]] liegt, der in [[Görlitz]] beginnt und sich entlang der Via Regia durch [[Sachsen]], [[Sachsen-Anhalt]] und [[Thüringen]] bis nach [[Vacha]] schlängelt und eine Pilgerfahrt nach [[Santiago de Compostela]] ermöglicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Anfänge der Besiedlung reichen bis in die frühe [[Altsteinzeit]] zurück. Ollendorf wird im [[Codex Eberhardi]] der Reichsabtei [[Fulda]] in einem auf 822 bis 842 zu datierenden [[Regest]] als Ollendorf erstmals erwähnt. Das Dorf entwickelte sich aus zwei Siedlungskernen bei der Oberkirche „Sankt Petri“ (1646 von schwedischer Reiterei zerstört) und der Unterkirche „Sankt Philippus &amp;amp; Jakobus“. Die „Lange Gasse“ verbindet beide Siedlungskerne zu einem [[Haufendorf]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lange Zeit bis 1518 gehörte die kaum nachgewiesene [[Wasserburg]] den [[Gleichen (Adelsgeschlecht)|Grafen von Gleichen]]. Man übergab sie zu dieser Zeit den Herren von Utzberg. 1532 erwarb sie die [[Erfurter Staat|Stadt Erfurt]]. 1692 brannte die Anlage ab und wurde 1694 wieder als &amp;#039;&amp;#039;Wirtschaftshof&amp;#039;&amp;#039; aufgebaut. [[Napoleon Bonaparte|Napoleon]] rastete am 22. Oktober 1813 auf der Flucht nach der Völkerschlacht in diesem Anwesen. Von der Wasserburg sind nur noch wenige verbaute Restanlagen vorhanden.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Bienert: &amp;#039;&amp;#039;Mittelalterliche Burgen in Thüringen. 430 Burgen, Burgruinen und Burgstätten.&amp;#039;&amp;#039; Wartberg-Verlag, Gudensberg-Gleichen 2000, ISBN 3-86134-631-1, S. 289.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Wasserburg.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein letzter Umbau mit Erweiterung des „Wasserschlosses“ erfolgte 1863. Es befindet sich heute (2011) im Zustand des Verfalls. Jugendgruppen leisten Aufbauarbeit. Der umgebende Wassergraben ist ungepflegt. Ein Fachwerk-Wirtschaftsgebäude an der Dorfstraße dient als „Kulturspeicher“. Mit dem [[Wiener Kongress]] kam der Ort mit dem Amt [[Azmannsdorf]] zum Großherzogtum [[Sachsen-Weimar-Eisenach]] ([[Amt Vieselbach]]), zu dessen [[Verwaltungsbezirk Weimar]] er ab 1850 gehörte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] kamen 1940 die ersten 21 polnischen Zwangsarbeiter nach Ollendorf.  Ab 1942 folgten 43 Männer und Frauen aus der [[Sowjetunion]] und 28 Personen aus dem ehemaligen [[Jugoslawien]]. Im März 1944 wurden 68 Personen aus der [[Ukraine]], [[Polen]], [[Serbien]] und [[Kroatien]] registriert. Zusätzlich waren italienische Militärinternierte aus dem Stalag IX C Bad Sulza und aus dem Lager  [[Mohlsdorf-Teichwolframsdorf]] im Einsatz. Die Inhaftierten mussten Zwangsarbeit in der Landwirtschaft verrichten. Es ist bekannt, dass die 18-jährige Zwangsarbeiterin Sinaida Kalaschnikowa aufgrund von „Arbeitsverweigerung“ der [[Geheime Staatspolizei]] in [[Weimar]] überstellt wurde und vom 2. September bis 1. November 1944 zu „Erziehungshaft“ in das „Arbeitserziehungslager“ [[Watenstedt (Salzgitter)|Watenstedt]] eingewiesen&amp;lt;ref&amp;gt;Thüringer Verband der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten und Studienkreis deutscher Widerstand 1933–1945 (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933–1945.&amp;#039;&amp;#039; Band 8: &amp;#039;&amp;#039;Thüringen.&amp;#039;&amp;#039; VAS – Verlag für Akademische Schriften, Frankfurt am Main 2003, ISBN 3-88864-343-0, S. 272.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Luftaufnahme Ollendorf.jpg|Blick auf Ollendorf (2010)&lt;br /&gt;
Kirche in Ollendorf.JPG|Philippus und Jakobus (2011)&lt;br /&gt;
Wasserburg Ollendorf Graben.jpg|Blick auf Burg und Burggraben (2007)&lt;br /&gt;
Ollendorf Gutshaus.JPG|Gutshaus (Wasserschloss) in Ollendorf (2011)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
* [[St. Philippus und Jakobus (Ollendorf)|Pfarrkirche St. Philippus und Jakobus]]&lt;br /&gt;
* [[Wasserburg Ollendorf]]&lt;br /&gt;
* Siehe auch: [[Liste der Kulturdenkmale in Ollendorf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vereinsleben ==&lt;br /&gt;
* Sportverein mit den Sektionen Fußball, Breitensport und Kegeln&lt;br /&gt;
* Heimat- und Kirmesverein&lt;br /&gt;
* Schützenverein&lt;br /&gt;
* [[Freiwillige Feuerwehr]]&lt;br /&gt;
* Laienspielgruppe&lt;br /&gt;
* Kirchbauinitiative&lt;br /&gt;
* Landfrauenbund&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veranstaltungen ==&lt;br /&gt;
* Januar – Weihnachtsbaumverbrennung&lt;br /&gt;
* 30. April – Maifeuer&lt;br /&gt;
* Himmelfahrt – Kirmes&lt;br /&gt;
* Juni/Juli – Sportfest des SV 1927 Ollendorf&lt;br /&gt;
* September – Dorfflohmarkt&lt;br /&gt;
* 10. November – Laternenumzug&lt;br /&gt;
* Dezember – Weihnachtsmarkt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
* [[Gustav Zunkel]] (1886–1934), ein deutscher Politiker (NSDAP), in Ollendorf geboren&lt;br /&gt;
* [[Thomas A. Seidel]] (* 1958), evangelischer Theologe und Historiker, absolvierte von 1986 bis 1988 sein Vikariat in Ollendorf. Ab 1. Januar 1989 als Gemeinde- und Kreisjugendpfarrer im Kirchspiel Ollendorf tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Otmar Ellinger, Hans-Jürgen Lange, Dr. Thomas A. Seidel, Frank Störzner und Karl-Heinz Volklandt: &amp;#039;&amp;#039;Ollendorf – Beiträge zur Ortsgeschichte&amp;#039;&amp;#039;, 2006&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [[Michael Köhler (Chemiker)|Michael Köhler]]: {{Webarchiv | url=http://thueringenfotos.de/Ollendorf-1989-06-04.pdf | wayback=20220202092314 | text=thueringenfotos.de – Fotos aus dem Dorf von 1989}}&lt;br /&gt;
* [http://www.ollendorf-online.de/ www.ollendorf-online.de]&lt;br /&gt;
* [https://www.mdr.de/mdr-thueringen/ortsname-ollendorf-100.html MDR - Der Ortsname Ollendorf]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Landkreis Sömmerda}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4779843-9}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Sömmerda]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ollendorf| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Haufendorf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung im 9. Jahrhundert]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;BurghardRichter</name></author>
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