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	<title>Oljean Ingster - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Oljean_Ingster&amp;diff=1683942&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Georg Hügler am 26. Januar 2025 um 07:50 Uhr</title>
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		<updated>2025-01-26T07:50:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Oljean Ingster&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (geboren am [[2. Februar]] [[1928]] in [[Gmina Proszowice|Proszowice]] im [[Powiat Proszowicki]], gestorben am [[20. Mai]] [[2023]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ndr.de/geschichte/chronologie/kriegsende/Oljean-Ingster-Haeftling-Nummer-106-955-ist-tot,ingster102.html &amp;#039;&amp;#039;Oljean Ingster – Häftling Nummer 106 955 – ist tot.&amp;#039;&amp;#039;] In: [[ndr.de]], 30. Mai 2023, abgerufen am 31. Mai 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt;) war ein polnischer Überlebender des [[Holocaust]]s. Er war von 1966 bis 2016 [[Chasan (Kantor)]] der [[Synagoge Rykestraße]] in [[Berlin]] und erfüllte dort über einen Zeitraum von 50 Jahren die Funktionen des Vorbeters und Toravorlesers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Sein Vater betrieb eine Samenfabrikation in Proszowice, seine Mutter war Generalvertreterin für ein chemisches Unternehmen. Im Alter von 13 Jahren wurde er mit der gesamten Familie in ein [[Konzentrationslager]] verschleppt; die Eltern, die zwei Jahre jüngere Schwester und alle anderen Verwandten kamen um. Ingster überlebte acht verschiedene KZs und fand sich in [[Schwerin]] wieder, wo der Todesmarsch aus dem [[KZ Sachsenhausen]] am 2. Mai 1945 endete. Er entschloss sich zum Verbleib in Deutschland. Anfangs arbeitete er als Zahnarztgehilfe und setzte seine schulische Ausbildung mit der mittleren Reife fort. Anschließend absolvierte er eine technische Ausbildung und machte an der Abendschule sein Abitur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er blieb 15 Jahre in Schwerin. Nach einer gesonderten Ausbildung übernahm er für fünf Jahre das Kantorenamt der [[Jüdische Gemeinde Schwerin|jüdischen Gemeinde Schwerin]]. Anfang der 1960er Jahre wurde er Abteilungsleiter beim [[Volkseigener Betrieb|VEB]] [[VEB Funkwerk Köpenick|Funkwerk Köpenick]] in Berlin und schloss sich der [[Synagoge Rykestraße|jüdischen Gemeinde]] in der [[Rykestraße]] in Berlin an. Nach dem Tode des [[Rabbiner]]s [[Martin Riesenburger]] übernahm er 1966 – zunächst nebenberuflich – die Aufgaben des Kantors. Es gab in der DDR damals keinen Rabbiner mehr, [[Ödön Singer (Rabbiner)|Ödön Singer]] aus Budapest war bis 1969 zeitweise anwesend. Auch die Verbindung zum [[Rabbinat]] in [[West-Berlin]] war nach dem Bau der [[Berliner Mauer]] 1961 stark eingeschränkt. Ingster stellte sich den organisatorischen und seelsorgerischen Aufgaben, die ihm dadurch zuwuchsen, mit großem Erfolg. Er hielt die Gemeinde im Osten Berlins unter schwierigsten Umständen zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Vorstandsmitglied der [[jüdische Gemeinde in Ost-Berlin|jüdischen Gemeinde in Ost-Berlin]] 1971–1990 und der [[Deutsch-Israelische Gesellschaft|deutsch-israelischen Gesellschaft]] bis 2005 engagierte er sich für die Verständigung zwischen deutschen Juden, Deutschen anderen Glaubens und Israelis. Er beriet Produzenten, Regisseure und Schauspieler bei [[DEFA]]-Produktionen. Im Rahmen der Feierlichkeiten aus Anlass des 50. Jahrestags der [[Novemberpogrome 1938]] wurde er mit dem [[Vaterländischer Verdienstorden|Vaterländischen Verdienstorden]] in Silber geehrt&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Nachrichtenblatt des Verbandes der Jüdischen Gemeinden in der Deutschen Demokratischen Republik&amp;#039;&amp;#039;, Dresden, März 1989, S. 12; Berliner Zeitung, Mittwoch, 2. November 1988, S. 2: Hohe Ehrung für verdiente jüdische Persönlichkeiten&amp;lt;/ref&amp;gt;, 1999 mit dem [[Bundesverdienstkreuz]] am Bande, 2012 mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse. Ingster lebte mit seiner Frau Ingrid in [[Woltersdorf (bei Berlin)|Woltersdorf]] bei Berlin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beigesetzt wurde Ingster am [[25. Mai]] [[2023]] in der Ehrenreihe des [[Jüdischer Friedhof Berlin-Weißensee|Jüdischen Friedhofs in Berlin-Weißensee]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Wochenschau der DDR: Der Augenzeuge Nr. 52 / 22. Dezember 1965 Amtseinführung des neuen Rabbiners der Jüdischen Gemeinde zu Berlin und in der DDR, Öden Singer&lt;br /&gt;
* [https://www.berliner-zeitung.de/seit-mehr-als-30-jahren-in-der-synagoge-rykestrasse-kantor-ingster-erhaelt-hoechsten-bundesorden-li.29864 &amp;#039;&amp;#039;Kantor Ingster erhält höchsten Bundesorden&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Berliner Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, 11. Mai 1999&lt;br /&gt;
* Igal Avidan: &amp;#039;&amp;#039;[https://webarchiv.bundestag.de/archive/2010/0304/dasparlament/2004/39/Panorama/001.html Ein Leben wie auf einem Holzfloß. Die größte Synagoge Deutschlands feiert ihr 100-jähriges Bestehen]&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Das Parlament&amp;#039;&amp;#039; Nr. 39, 20. September 2004.&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Frindte]]: &amp;#039;&amp;#039;Inszenierter Antisemitismus. Eine Streitschrift.&amp;#039;&amp;#039; VS-Verlag. 1. Auflage, 2006, S. 92&lt;br /&gt;
* Katrin Bischoff: [https://www.berliner-zeitung.de/oljean-ingster-hat-acht-konzentrationslager-der-nazis-ueberlebt-vor-65-jahren-wurde-er-befreit-haeftling-106-965-li.29862 &amp;#039;&amp;#039;Häftling 106 965 – Oljean Ingster hat acht Konzentrationslager der Nazis überlebt. Vor 65 Jahren wurde er befreit&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Berliner Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, 10. April 2010&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1062195582|VIAF=311696403}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Ingster, Oljean}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Überlebender des Holocaust]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KZ-Häftling]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chasan]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Vaterländischen Verdienstordens in Silber]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Judentums (DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Judentums (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Woltersdorf, bei Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1928]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2023]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Ingster, Oljean&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Kantor, Überlebender des Holocausts&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=2. Februar 1928&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Gmina Proszowice|Proszowice]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=20. Mai 2023&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Georg Hügler</name></author>
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