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	<title>Oligarchie - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T10:46:04Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Oligarchie&amp;diff=26325&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Carol.Christiansen: Änderung 261342360 von ~2025-32030-02 rückgängig gemacht; das ist kein Tippfehler</title>
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		<updated>2025-11-07T22:32:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderung &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Diff/261342360&quot; title=&quot;Spezial:Diff/261342360&quot;&gt;261342360&lt;/a&gt; von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/~2025-32030-02&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/~2025-32030-02&quot;&gt;~2025-32030-02&lt;/a&gt; rückgängig gemacht; das ist kein Tippfehler&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Oligarchie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von {{grcS|ὀλιγαρχία|oligarchia}} „Herrschaft von wenigen“, zusammengesetzt aus {{lang|grc|ὀλίγοι|oligoi}} „wenige“ und {{lang|grc|ἀρχή|archē}} „Herrschaft, Führung“) ist eine Staatsform oder ein Staat, in der eine kleine Gruppe die politische Herrschaft ausübt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Duden – Deutsches Universalwörterbuch – Das umfassende Bedeutungswörterbuch der deutschen Gegenwartssprache |Auflage=9. |Verlag=Bibliographisches Institut – Duden |Ort=Berlin |Datum=2019 |Umfang=2148 |ISBN=978-3-411-05509-8 |Kommentar=Einträge „Oligarchie“ und „oligo“}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die oligarchische Staatsform geht auf [[Aristoteles]] zurück, der unter dieser kleinen Gruppe die Reichsten verstand,&amp;lt;ref name=&amp;quot;MeyLex166&amp;quot;&amp;gt;Annette Zwahr: &amp;#039;&amp;#039;Oligarchie.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Meyers großes Taschenlexikon in 25 Bänden&amp;#039;&amp;#039;, Band&amp;amp;nbsp;16 &amp;#039;&amp;#039;(Nid–Pans)&amp;#039;&amp;#039;. 8.&amp;amp;nbsp;Auflage. B.&amp;amp;nbsp;I. Taschenbuchverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2001, ISBN 3-411-11168-2, S.&amp;amp;nbsp;324.&amp;lt;/ref&amp;gt; in der klassischen [[Staatsformenlehre (Aristoteles)|Staatsformenlehre]] die verfehlte Form der [[Aristokratie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts stellte Robert Michels im „[[Ehernes Gesetz der Oligarchie|Ehernen Gesetz der Oligarchie]]“ die systematische Oligarchisierung von Organisationen dar, die im Sinne moderner Demokratien aufgebaut sind. Zur Besinnung auf den eigentlichen Wortsinn wird heute – sehr selten – der gleichbedeutende Begriff „Oligokratie“ (griechisch {{lang|grc|κρατία|kratía}} „Kraft, Stärke, Herrschaft“) verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Theoriebildung ==&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Oligarchie&amp;#039;&amp;#039; bei [[Platon]] (427–347 v.&amp;amp;nbsp;Chr.) ist die gesetzlose [[Herrschaft]] der Reichen, die nur an ihrem [[Egoismus|Eigennutz]] interessiert sind. Sie fällt wie die Aristokratie unter die Herrschaft der Wenigen, wobei diese als gesetzmäßige, am [[Gemeinwohl]] ausgerichtete Herrschaft gilt.&amp;lt;ref&amp;gt;Platon, &amp;#039;&amp;#039;Politikos.&amp;#039;&amp;#039; 291c–303d.&amp;lt;/ref&amp;gt; Platon definiert die Oligarchie als „die Verfassung, die auf der Einschätzung des Vermögens beruht, wobei die Reichen herrschen, der Arme aber keinen Anteil an der Regierung hat“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bien&amp;quot;&amp;gt;[[Günther Bien]]: &amp;#039;&amp;#039;Oligarchie.&amp;#039;&amp;#039; In: Joachim Ritter, Karlfried Gründer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Historisches Wörterbuch der Philosophie (HWPH)&amp;#039;&amp;#039;, Band&amp;amp;nbsp;6 &amp;#039;&amp;#039;(Mo–O).&amp;#039;&amp;#039; 2.&amp;amp;nbsp;Auflage. Schwabe, Basel 2022, ISBN 978-3-7965-4491-0.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Konzept wurde zunächst von seinem Schüler [[Aristoteles]] (384–324 v.&amp;amp;nbsp;Chr.) in seiner Staatsformenlehre ausgeführt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gugg&amp;quot; /&amp;gt; Die Oligarchie verfolge den Vorteil der Reichen, die Demokratie den der Armen, denn faktisch seien die Reichen in der Minderheit, die Armen bilden die Mehrheit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bien&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der griechische Historiker [[Polybios]] (um 200 – etwa 118 v.&amp;amp;nbsp;Chr.) schloss sich später an. Grundsätzlich bestand in der antiken Staatstheorie seit Platon die Idee, dass jede am Gemeinwohl orientierte [[Herrschaftsform]] &amp;#039;&amp;#039;(Monarchie&amp;#039;&amp;#039; [auch: &amp;#039;&amp;#039;Basileia&amp;#039;&amp;#039;], &amp;#039;&amp;#039;Aristokratie, Demokratie)&amp;#039;&amp;#039; ein entartetes, nur an den Interessen der Herrschenden orientiertes Gegenstück hat &amp;#039;&amp;#039;(Tyrannis&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Oligarchie&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Ochlokratie)&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gugg&amp;quot;&amp;gt;[[Bernd Guggenberger]]: &amp;#039;&amp;#039;Demokratie/Demokratietheorie&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Dieter Nohlen]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Politik&amp;#039;&amp;#039;, Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Politische Theorien&amp;#039;&amp;#039;. Directmedia, Berlin 2004, S.&amp;amp;nbsp;36.&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus der Annahme heraus, dass diese sechs Grundformen der Verfassungen notwendigerweise instabil sind, hat vor allem Polybios die Idee des [[Verfassungskreislauf]]s entwickelt,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Argyropoulos89&amp;quot; /&amp;gt; die diese sechs grundlegenden Herrschaftsformen zueinander in Beziehung setzt:&amp;lt;ref name=&amp;quot;Argyropoulos89&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Panagiotis Argyropoulos |Titel=Von der Theorie zur Empirie – philosophische und politische Reformmodelle des 4. bis 2. Jahrhunderts v.&amp;amp;nbsp;Chr |Verlag=Utz |Ort=München |Datum=2013 |Umfang=205 |ISBN=978-3-8316-4244-1 |Seiten=89–91 |Kapitel=7.1.3 Polybios’ Anakyklosistheorie [Verfassungskreislaufstheorie] |Kommentar=zugleich Dissertation, Universität München 2012; siehe auch Polybios 1,1,6,3-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Anzahl der Herrschenden || Gemeinwohl || Eigennutz&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Einer || [[Monarchie]] || [[Tyrannis]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Wenige || [[Aristokratie]] || &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Oligarchie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Viele || [[Demokratie]] || [[Ochlokratie]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine der bekanntesten oligarchischen Herrschaften im antiken Griechenland war die kurzlebige [[Herrschaft der Dreißig]] in Athen Ende des 5.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts v.&amp;amp;nbsp;Chr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Ungarn|ungarische]] Geschichtsschreibung verwendet den Begriff &amp;#039;&amp;#039;Oligarchen&amp;#039;&amp;#039; für die einflussreichen Adligen des 13. und 14.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts, die schließlich von 1301 bis in die 1320er Jahre die Herrschaft über eigene [[Ungarische Kleinkönigtümer|Kleinkönigtümer]] erlangten.&amp;lt;ref&amp;gt;Erik Fügedi: &amp;#039;&amp;#039;Castle and society in medieval Hungary (1000–1437)&amp;#039;&amp;#039;. Budapest 1986, S.&amp;amp;nbsp;50–99.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine spezielle Unterform der Oligarchie ist die [[Plutokratie]], die politische Herrschaft der Reichen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Das Fremdwörterbuch |Hrsg=Dieter Baer |Sammelwerk=Duden |Band=5 |Auflage=7 |Verlag=Bibliographisches Institut &amp;amp; F.&amp;amp;nbsp;A. Brockhaus |Ort=Mannheim |Datum=2001 |Umfang=1056 |ISBN=978-3-411-04057-5 |Seiten=778 |Kommentar=Eintrag „Plutokratie“}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffsverwendung in der Gegenwart ==&lt;br /&gt;
Heute wird der Begriff der Oligarchie zumeist im weiteren, wörtlichen Sinne verwendet: In jeder komplexen Gesellschaft kommt es zu einer Aufteilung der Betätigungsfelder, auch der politischen Ordnungs- und Leitungsfunktionen. So bildet sich eine herrschende Schicht heraus, die sich nicht immer durch staatsmännische Qualitäten (als „Aristokratie“) auszeichnen muss, sondern sich oft auch nur durch ihre Abkunft, ihren Besitz&amp;lt;ref&amp;gt;[[Reinhold Zippelius]]: &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine Staatslehre.&amp;#039;&amp;#039; 17. Auflage. C.H. Beck, München 2017, §&amp;amp;nbsp;25 II.&amp;lt;/ref&amp;gt; oder ihre Funktionen&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhold Zippelius: &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine Staatslehre.&amp;#039;&amp;#039; 17. Auflage. C.H. Beck, München 2017, §&amp;amp;nbsp;25 III.&amp;lt;/ref&amp;gt; von den anderen abhebt. In den modernen Staaten gehören zu solchen [[Machtelite]]n insbesondere die Spitzenfunktionäre der politischen Parteien, die meist zugleich Regierungsmitglieder sind, leitende Beamte der staatlichen Bürokratie, hohe Militärs, Großaktionäre, Finanz[[magnat]]en, Industriemanager, führende Gewerkschaftsfunktionäre, Pressezaren, leitende Redakteure einflussreicher Massenmedien und Inhaber hoher religiöser Ämter. Zu den wichtigen Strukturmerkmalen der Oligarchien gehört das Maß, in dem sie entweder für eine Ergänzung aus der Gesamtbevölkerung offen sind oder zu einer Verkrustung, insbesondere zu einer Verfestigung durch Erbgang neigen.&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhold Zippelius: &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine Staatslehre,&amp;#039;&amp;#039; 17. Auflage. §&amp;amp;nbsp;22 II.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dass die [[repräsentative Demokratie]] stark mit oligarchischen Komponenten durchsetzt ist, hob insbesondere [[Karl Loewenstein (Jurist)|Karl Loewenstein]]&amp;lt;ref&amp;gt;Archiv des öffentlichen Rechts 1951/52, S.&amp;amp;nbsp;431; vgl. Zippelius: &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine Staatslehre.&amp;#039;&amp;#039; 17. Auflage. §&amp;amp;nbsp;23 II 3.&amp;lt;/ref&amp;gt; hervor. In diesem Zusammenhang sprach [[Robert Michels]] (1876–1936) im Anschluss an [[Gaetano Mosca]] von einem „[[Ehernes Gesetz der Oligarchie|ehernen Gesetz der Oligarchie]]“.&amp;lt;ref&amp;gt;Reinhold Zippelius: &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine Staatslehre.&amp;#039;&amp;#039; 17. Auflage. §&amp;amp;nbsp;22 I.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Martin Ostwald]]: &amp;#039;&amp;#039;Oligarchia. The Development of a Constitutional Form in Ancient Greece&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Historia (Zeitschrift)|Historia]]. Einzelschriften.&amp;#039;&amp;#039; Band 144), Franz Steiner, Stuttgart 2000, ISBN 3-515-07680-8.&lt;br /&gt;
* [[Gustav Adolf Lehmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Oligarchische Herrschaft im klassischen Athen. Zu den Krisen und Katastrophen der attischen Demokratie im 5. und 4. Jahrhundert v.&amp;amp;nbsp;Chr.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste|Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften]]&amp;#039;&amp;#039; – Vorträge), Westdeutscher Verlag, Opladen 1997, ISBN 3-531-07346-X.&lt;br /&gt;
* Matt Simonton: &amp;#039;&amp;#039;Classical Greek Oligarchy: A Political History.&amp;#039;&amp;#039; Princeton University Press, Princeton 2017.&lt;br /&gt;
* Jeffrey A. Winters: &amp;#039;&amp;#039;Oligarchy.&amp;#039;&amp;#039; Cambridge University Press, Cambridge 2011.&lt;br /&gt;
* [[Reinhold Zippelius]]: &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine Staatslehre/Politikwissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; 17. Auflage. §§&amp;amp;nbsp;22, 23 II 3, 25, 26 II 3, 28 I, III, IV; C.H. Beck, München 2017.&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=David Lingelbach, Valentina Rodríguez Guerra |Titel=The Oligarchs’ Grip: Fusing Wealth and Power |Ort=Berlin, Boston |Verlag=De Gruyter |Datum=2024 |DOI=10.1515/9783111028255}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4172548-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4172548-7|LCCN=sh85094599}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Diktaturen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Herrschaftsform]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Staatsform]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antike Verfassungstheorie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Carol.Christiansen</name></author>
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