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	<title>Olha Kobyljanska - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-24T05:38:24Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Olha_Kobyljanska&amp;diff=2351018&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-47350-0: Städtenamen ihrer damaligen Benennung nach angepasst.</title>
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		<updated>2025-08-29T09:28:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Städtenamen ihrer damaligen Benennung nach angepasst.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Кобилянська Ольга2.jpg|mini|Olha Kobyljanska (1899)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Olha Julianiwna Kobyljanska&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{UkS|Ольга Юліанівна Кобилянська}}; * [[27. November]] [[1863]] in [[Gura Humorului|Gura-Humora]], [[Bukowina]], [[Kaisertum Österreich]]; † [[21. März]] [[1942]] in [[Czernowitz]], Bukowina, [[Großrumänien]]) war eine [[Ukraine|ukrainische]] [[Schriftsteller]]in, Dichterin und [[Feminismus|Feministin]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Bundeszentrale für politische Bildung |url=https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/izpb/info-aktuell/209719/geschichte-der-ukraine-im-ueberblick/ |titel=Geschichte der Ukraine im Überblick |datum=2015-08-03 |sprache=de |abruf=2024-03-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie schrieb zunächst auf Deutsch und entschied sich später bewusst für das Ukrainische; sie verstand sich als „Arbeiterin meines Volkes“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz-2025-08-04&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://taz.de/Im-Museum-in-Czernowitz/%216101558/ |titel=Im Museum in Czernowitz: Zu Besuch bei Olha Kobyljanska |werk=taz |datum=2025-08-04 |abruf=2025-08-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Olha stammte väterlicherseits aus einer ukrainischen, mütterlicherseits aus einer polnisch-deutschen Familie (&amp;#039;&amp;#039;Werner&amp;#039;&amp;#039;). Der Vater war ein kleiner [[kaiserlich-königlich|k. k. Beamter]], der für sieben Kinder sorgen musste. Deshalb zog die Familie oft um, wohnte in den südbukowinischen Städten [[Suczawa|Suceava]] und [[Câmpulung Moldovenesc|Câmpulung]], später im nordbukowinischen Dorf Dymka, und kam 1891 nach [[Cernăuți]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der vierjährigen [[Volksschule]] in ihrem Heimatdorf bildete sich Olha als [[Autodidakt]]in weiter. Aufgewachsen in der multikulturellen Bukowina beherrschte sie unter anderem Polnisch; frühe Texte verfasste sie auch in deutscher Sprache.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz-2025-08-04&amp;quot; /&amp;gt; Eine große Rolle in ihrer geistigen Entwicklung spielte die deutsche Literatur, vor allem  [[Goethe]], [[Heinrich Heine|Heine]], [[Gottfried Keller|Keller]], [[Friedrich Spielhagen|Spielhagen]], [[Gerhart Hauptmann|Hauptmann]] und [[Eugenie Marlitt|Marlitt]]. Wichtig waren ihr auch skandinavische Autoren wie [[Jens Peter Jacobsen|Jacobsen]], [[Henrik Ibsen|Ibsen]] und [[August Strindberg|Strindberg]] und russische Dichter wie [[Lew Nikolajewitsch Tolstoi|Tolstoi]] und [[Iwan Sergejewitsch Turgenew|Turgenew]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen spürbaren Einfluss auf Olhas Werk hatte die Philosophie von [[Friedrich Nietzsche]]. Unter anderem waren das die [[Dichotomie]] &amp;#039;&amp;#039;oben – unten&amp;#039;&amp;#039;, das Motiv der Einsamkeit, die Idee vom Übermenschen und das Konzept der ewigen Wiederkehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihren ersten schriftstellerischen Versuchen in [[Polnische Sprache|polnischer Sprache]] war kein Erfolg beschieden. Ende der 1880er Jahre begann sie in [[Deutsche Sprache|deutscher Sprache]] zu schreiben. Ihre frühen Erzählungen und Skizzen wurden in der [[Die Gartenlaube|Gartenlaube]], in [[Westermanns Monatshefte]]n und in der Wiener Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Ruthenische Revue&amp;#039;&amp;#039; veröffentlicht. Bei &amp;#039;&amp;#039;Bruns&amp;#039;&amp;#039; in [[Minden]] erschien 1901 der deutsche Erzählband &amp;#039;&amp;#039;Kleinrussische Novellen&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
[[Datei:Учасники з’їзду українських письменників з нагоди 100-річчя виходу в світ «Енеїди».jpeg|mini|Der Vorstand und die Mitglieder der [[Wissenschaftliche Gesellschaft Schewtschenko|Wissenschaftlichen Gesellschaft Schewtschenko]] anlässlich des 100. Jahrestages der Veröffentlichung der [[Enejida]] von [[Iwan Kotljarewskyj]], [[Lwiw]], 31. Oktober 1898: In der ersten Reihe sitzend: [[Mychajlo Pawlyk]], [[Jewhenija Jaroschynska]], [[Natalija Kobrynska]], Olha Kobyljanska, [[Sylvester Lepkyi]], [[Andrij Tschajkowskyj]], [[Kost Pankiwskyj]]. In der zweiten Reihe stehend: [[Iwan Kopatsch]], [[Wolodymyr Hnatjuk]], [[Ossyp Makowej]], [[Mychajlo Hruschewskyj]], [[Iwan Franko]], [[Oleksandr Kolessa]], [[Bohdan Lepkyj]]. In der dritten Reihe stehend: [[Iwan Petruschewytsch]], [[Filaret Kolessa]], [[Jossyp Kyschakewytsch]], [[Iwan Trusch]], [[Denys Lukianowytsch]], [[Mykola Iwasjuk]].]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das nationale Erwachen der Ukraine und ihre Schriftsteller [[Lessja Ukrajinka]], [[Jurij Fedkowytsch]], [[Iwan Franko]] und [[Taras Schewtschenko]] bestärkten sie in ihrem Wunsch, eine &amp;#039;&amp;#039;ukrainische&amp;#039;&amp;#039; Schriftstellerin zu werden. Mit Lessja Ukrajinka, [[Wassyl Stefanyk]] und [[Ossyp Makowej]] war sie befreundet. Ein Foto von 1901 zeigt sie neben Lessja Ukrajinka; ihr Briefwechsel belegt eine innige Beziehung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz-2025-08-04&amp;quot; /&amp;gt; So schrieb sie ab Mitte der 1890er Jahre vor allem in [[Ukrainische Sprache|ukrainischer Sprache]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Werk==&lt;br /&gt;
Als frühe Verfechterin der [[Frauenemanzipation]] beteiligte sich Olha in jener Zeit an der Organisation des &amp;#039;&amp;#039;Vereins der ruthenischen Frauen der Bukowina&amp;#039;&amp;#039;. Ihren Niederschlag findet diese Haltung in ihren literarischen Gestalten, z. B. in &amp;#039;&amp;#039;Valse mélancholique&amp;#039;&amp;#039; (ukrainische Меланхолійний вальс, 1894), &amp;#039;&amp;#039;Der Mensch&amp;#039;&amp;#039; (Людина), &amp;#039;&amp;#039;Impromptu fantasie&amp;#039;&amp;#039; (Фантазія-експромт), &amp;#039;&amp;#039;Die Prinzessin&amp;#039;&amp;#039; (Царівна) und &amp;#039;&amp;#039;Die Natur&amp;#039;&amp;#039; (Природа) (alle 1895), &amp;#039;&amp;#039;Die Aristokratin&amp;#039;&amp;#039; (Аристократка, 1898) und &amp;#039;&amp;#039;Niobe&amp;#039;&amp;#039; (Ніоба, 1905). Mit diesen Werken gilt sie in der ukrainischen Literatur als Vorkämpferin der [[Neuromantik|neuromantischen]] Moderne.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.encyclopedia.com/women/encyclopedias-almanacs-transcripts-and-maps/kobylianska-olha-1863-1942 |titel=Kobylianska, Olha (1863–1942) {{!}} Encyclopedia.com |abruf=2024-03-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Olhas bedeutendsten Prosawerken gehören ihr Roman aus dem Bauernleben &amp;#039;&amp;#039;Die Scholle&amp;#039;&amp;#039; (1902), der das [[Kain und Abel|Kain und Abel-Motiv]] auf Dorfkonflikte in der Bukowina überträgt und neben [[Émile Zola]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Die Erde (Zola)|Die Erde]]&amp;#039;&amp;#039; eine der besten Darstellungen dieses Themas in der [[Weltliteratur]] ist. Dem Roman ist ein Goethe-Zitat als Epigraf vorangestellt: „Es liegt um uns herum gar mancher Abgrund, den das Schicksal grub, doch hier in unserem Herzen ist der tiefste.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz-2025-08-04&amp;quot; /&amp;gt; Die lyrisch-romantische Erzählung &amp;#039;&amp;#039;Sonntags früh Heilkraut gerodet&amp;#039;&amp;#039; (В неділю рано зілля копала) nach Motiven eines ukrainischen [[Volkslied]]es ist eine sozial gefärbte Liebestragödie.&lt;br /&gt;
Der Roman &amp;#039;&amp;#039;Der Pöbelapostel&amp;#039;&amp;#039; (Апостол черні, 1936) gibt einen tiefen Einblick in die ukrainische [[Intelligenzija]] auf dem Wege der nationalen Bewusstwerdung, der zur [[Sowjetunion|Sowjetzeit]] als [[Nationalismus|nationalistisch]] galt und verboten war.&lt;br /&gt;
1982 wurde &amp;#039;&amp;#039;Die Scholle&amp;#039;&amp;#039; im nach ihr benannten Stadttheater Czernowitz auf die Bühne gebracht; im Museum sind Bühnenmodelle dieser Inszenierung erhalten, bei der ein quadratischer Holzpflug als zentrales Element den volkstümlichen Charakter des Werks symbolisiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz-2025-08-04&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1927 und 1929 erschien im ukrainischen [[Charkiw]] Olhas Gesamtwerk in neun Bänden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Prosawerke wurden [[drama]]tisiert und gehören zum Repertoire ukrainischer Theater. &amp;#039;&amp;#039;Die Scholle&amp;#039;&amp;#039; wurde 1954 [[Literaturverfilmung|verfilmt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
Seit 1944 besteht in Czernowitz das &amp;#039;&amp;#039;Olha-Kobyljanska-Museum&amp;#039;&amp;#039; mit einem Ableger in Dymka, [[Oblast Tscherniwzi]]. Das [[Olha-Kobyljanska-Stadttheater|Stadttheater Czernowitz]] wurde nach ihr benannt. Davor steht ihr schönes Bronzedenkmal. Die ehemalige &amp;#039;&amp;#039;Herrengasse&amp;#039;&amp;#039; wurde nach ihr benannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.translit-portal.de/autoren/olha-kobyljanska/ |titel=Olha Kobyljanska {{!}} translit |sprache=de-DE |abruf=2024-03-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Museum befindet sich im früheren Wohnhaus der Schriftstellerin, in dem sie ihre letzten Jahre bis zu ihrem Tod 1942 verbrachte, und zeigt zahlreiche Originalobjekte wie Bücher, Bett, bestickte Blusen und Wandteppiche.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz-2025-08-04&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Ukrainische Literatur]]&lt;br /&gt;
* [[Liste von ukrainischer Literatur in deutscher Übersetzung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Peter Rychlo]], Oleg Liubkivskyj: &amp;#039;&amp;#039;Literaturstadt Czernowitz&amp;#039;&amp;#039;, 2., verbesserte Auflage. Czernowitz 2009, S. 73–79.&lt;br /&gt;
* [[Tatjana Kuschtewskaja]]: &amp;#039;&amp;#039;Olha Kobyljanska 1863–1942.&amp;#039;&amp;#039; In: Dies.: &amp;#039;&amp;#039;Stark – Stolz – Streitbar. Berühmte Ukrainerinnen.&amp;#039;&amp;#039; Edition Noack &amp;amp; Block, Berlin 2024, ISBN 978-3-86813-193-2, S. 78–87.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Olha Kobylianska|Olha Kobyljanska}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Olha Kobyljanska}}&lt;br /&gt;
* [https://www.encyclopediaofukraine.com/display.asp?linkpath=pages%5CK%5CO%5CKobylianskaOlha.htm Eintrag zu Kobylianska, Olha] in der [[Encyclopedia of Ukraine]] (englisch)&lt;br /&gt;
* [http://www.maplandia.com/ukraine/chernivetska/dymka/ Dymka (Googlemap)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=11942553X|LCCN=n/82/210965|VIAF=22951226}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kobyljanska, Olha}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Ukrainisch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Czernowitz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Kronland Bukowina)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frauenrechtler (Ukraine)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ukrainer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1863]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1942]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kobyljanska, Olha&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Кобилянська, Ольга Юліанівна (ukrainisch); Kobyljanska, Olha Julianiwna (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=ukrainische Dichterin&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=27. November 1863&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Gura Humorului|Gura-Humora]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=21. März 1942&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Czernowitz]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2025-47350-0</name></author>
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